# Karakal (*Caracal caracal*)

Der Karakal ist eine elegante, mittelgroße Wildkatze, die für ihre großen Ohren und ihr wunderschönes goldenes Fell bekannt ist. Diese erstaunlichen Katzen sind großartige Springer und können hoch in die Luft springen, um Vögel zu fangen!

- **Kategorie:** [Säugetiere](https://www.snappit.app/de/explore/categories/s%C3%A4ugetiere)
- **Seltenheit:** Gewöhnlich
- **Gefahr:** 2/5 · Gering
- **Lebensraum:** Savannen
- **Auch bekannt als:** Wüstenluchs, Rooikat

![Karakal](https://media.snappit.app/site-media-v1/7cf9efd9d0162108880c2295a069fa72ba86e23a4fd6e36557122863b217563b/image-560x560/w-560.webp)

## Aussehen

Der Karakal ist eine mittelgroße, schlanke Wildkatze mit einem auffälligen rötlich-braunen bis ziegelroten Fell. Er hat markante, lange, schwarze Pinselohren, die aufrecht stehen und ihm ein unverwechselbares Aussehen verleihen. Sein Gesicht weist starke schwarze Markierungen von den Augen bis zur Nase auf, wodurch er sich von vielen anderen Katzen mit schlichterem Gesicht abhebt.

## Taxonomie

- **Reich:** Animalia
- **Stamm:** Chordata
- **Klasse:** Mammalia
- **Ordnung:** Carnivora
- **Familie:** Felidae
- **Gattung:** Caracal

## Karakal aus der Nähe

Der Karakal (Caracal caracal) ist eine schlanke, mittelgroße Wildkatze aus Afrika, dem Nahen Osten, Zentralasien und Indien. Bekannt ist er für seine langen schwarzen Ohrpinsel und sein einfarbiges, gelbbraunes bis ziegelrotes Fell. Er jagt vor allem nachts in trockener Savanne, im Buschland und in Hügeln und ist berühmt dafür, in die Luft zu springen, um Vögel herunterzuholen. Trotz seines alten Namens „Wüstenluchs“ sind seine nächsten Verwandten die Afrikanische Goldkatze und der Serval.

Auch genannt: Wüstenluchs, Rooikat, Caracal caracal, Felis caracal, Lynx caracal.

### Besondere Fähigkeiten

- **Himmelstatze** (≈3 m gemeldeter Sprung): Aus der Hocke kann ein Karakal etwa 3 m senkrecht hochschnellen und mit den Vorderpfoten einen Vogel aus der Luft schlagen. [2][4][5][7]
  - Die wissenschaftliche Artbeschreibung nennt Sprünge von 3 m oder mehr. Ein älterer russischer Bericht spricht von bis zu 4 m, die Cat Specialist Group der IUCN von „zwei Metern oder mehr“. Eine moderne Messung haben wir nicht gefunden.
  - Er kann Vögel packen, während sie auffliegen, oder mehrere auf einmal aus der Luft schlagen.
  - Seine Hüfte sitzt auf langen, muskulösen Hinterbeinen höher als die Schultern.
  - Wie hoch ist das?: Karakal-Sprung (berichtet) ≈3 m; Schulterhöhe des Karakals ≈46 cm
- **Kraftpaket** (≈2× eigenes Gewicht als Beute): Für seine Größe ist der Karakal ein gewaltiger Jäger: Er kann Beute erlegen, die etwa doppelt so schwer ist wie er selbst, zum Beispiel einen Springbock. [2][4][8][7]
  - Mit etwa 8–20 kg Gewicht erlegt er regelmäßig Beute, die mehr als doppelt so schwer ist wie er.
  - Labortests ergaben, dass seine schnellen Muskelfasern etwa 3-mal so viel Leistung bringen wie die Fasern trainierter Radsportler.
  - Kleine Beute bekommt einen Biss in den Nacken, große Beute wie Antilopen einen Biss in die Kehle.
  - Leistung einer schnellen Muskelfaser: Karakal- und Löwenfasern ≈29–30; Trainierte Radsportler 4–11
- **Leisetreter** (5–15 km Tagesstrecke eines Männchens): Wie die meisten Katzen jagt er aus dem Hinterhalt: Er schleicht sich in Deckung so nah wie möglich heran und springt dann zu oder sprintet kurz los. [7][2][13][14]
  - Er jagt meist von der Abend- bis zur Morgendämmerung und ruht an heißen Tagen unter Sträuchern oder in Felsspalten.
  - In Israel legten Männchen 5–15 km pro Tag zurück, Weibchen 2,5–10 km.
  - Bei Kapstadt zeigten GPS-Halsbänder, dass Karakale bei der Jagd hell beleuchtete Straßen meiden.
  - In der Arava-Wüste in Israel halten sich Karakale an trockene Bachbetten, wo Kaphasen, dort ihre Hauptbeute, am leichtesten zu finden sind.
- **Pinselfunk** (4–5 cm schwarze Ohrpinsel; noch umstritten): Die langen schwarzen Pinsel sind das Markenzeichen des Karakals – doch wozu sie dienen, weiß die Wissenschaft noch immer nicht. [4][2][5][3]
  - Die beliebteste Vermutung: Karakale zucken mit ihren Pinselohren, um einander Signale zu geben.
  - Andere vermuten, dass die Pinsel Fliegen vom Gesicht fernhalten oder im hohen Gras die Umrisse des Kopfes verwischen.
  - Keine dieser Ideen wurde bisher überprüft. Außerdem leben Karakale die meiste Zeit allein – Pinselsignale kämen also nur selten zum Einsatz.
- **Radarohren** (Ungemessen Hörbereich): Große Ohren und große Hörkammern im Schädel sprechen für ein scharfes Gehör. Karakale können kleine Beute allein nach Gehör finden. [2][3][15][16]
  - Laut Forschenden sind Sehen und Hören die stärksten Sinne des Karakals.
  - Wir haben keine Studie gefunden, die gemessen hat, welche Töne ein Karakal hören kann. Deshalb gibt es für ihn noch keine Hörkurve.
  - Junge Menschen hören bis etwa 20.000 Hz, und diese Grenze sinkt mit dem Alter.
- **Leuchtaugen** (2. Chance fürs Licht im Auge): Leuchtest du nachts mit einer Taschenlampe auf einen Karakal, glühen seine Augen. Eine spiegelartige Schicht hinter der Netzhaut wirft das Licht durch sie zurück. [6][2][17]
  - Diese Schicht, das Tapetum lucidum, gibt den lichtempfindlichen Zellen eine zweite Chance, Licht einzufangen. So sieht die Katze im Dunkeln besser.
  - Karakale jagen meist nachts. In Abu Dhabi war einer in den dunkelsten Nächten, bei Neumond, am aktivsten.
  - Seine großen Augenhöhlen deuten auf scharfe Augen hin.
- **Schnurren & Bellen** (6+ Rufarten): Karakale schnurren wie Hauskatzen, aber sie knurren, fauchen, bellen, zwitschern und miauen auch. [2][7][5]
  - Kontaktrufe sind meist Bellen, Zwitschern und Miauen.
  - In der Paarungszeit stoßen Erwachsene einen lauten, hustenden Ruf aus, ein bisschen wie ein Leopard.
  - Junge Kätzchen geben einen schrillen Ruf von sich, der wie ein Kapsperling klingt.

### Körperteile

- **Ohren** (Schwarz Ohrrückseiten) [1][2][3]
  - Große, dreieckige Ohren, auf der Rückseite schwarz. Sie haben dem Karakal seinen Namen gegeben: vom türkischen karakulak, „schwarzes Ohr“.
  - Große Hörkammern im Schädel (die Paukenblasen) deuten auf ein feines Gehör hin, und Karakale können kleine Beutetiere allein nach Gehör aufspüren.
  - Fühlt sich ein Karakal bedroht, zuckt er mit den Ohren, dreht und wendet sie.
- **Ohrpinsel** (4–5 cm schwarze Pinsel) [4][2][5][3]
  - Jedes Ohr endet in einem Pinsel aus schwarzen Haaren, etwa 4–5 cm lang.
  - Keine andere afrikanische Katze hat deutliche Ohrpinsel.
  - Wozu die Pinsel dienen, weiß niemand genau. Die beliebteste Vermutung: als Signal an andere Karakale.
  - Junge kommen mit flach anliegenden Ohren zur Welt. Mit etwa einem Monat stellen sich die Ohren auf; die Pinsel sind dann erst etwa 1 cm lang.
- **Augen** [2][3][6]
  - Meist leuchtend grün oder gelb, manchmal blau. Jungtiere haben bläuliche Augen.
  - Von oberhalb jedes Auges zieht sich eine dunkle Linie seitlich an der Nase hinab. Forschende vermuten, dass diese dunklen „Tränenstreifen“ die Blendung durch die Sonne verringern könnten.
  - Wie andere Katzen haben Karakale hinten im Auge eine spiegelartige Schicht, durch die ihre Augen im Licht einer Taschenlampe leuchten.
- **Gesicht** [3][2][7]
  - Schwarze Flecken an den Schnurrhaarpolstern und über den Augen, dazu weißes Fell an Kinn, Kehle und rund um die Augen.
  - Man vermutet, dass das auffällig gezeichnete Gesicht Karakalen hilft, sich mit ihrer Mimik zu „unterhalten“.
  - Duftdrüsen an Wangen und Kinn helfen ihm, Geruchsbotschaften für andere Karakale zu hinterlassen.
- **Zähne** (28–30 Zähne) [2][7]
  - Das normale Katzengebiss hat 30 Zähne, doch beim Karakal fehlt meist ein winziger oberer Vorbackenzahn: In einer Stichprobe hatten ihn nur 8 von 100 Schädeln.
  - Eckzähne bis etwa 2 cm lang, unterstützt von kräftigen Kiefermuskeln.
  - Kleine Beute tötet er mit einem Biss in den Nacken, größere mit einem Biss in die Kehle.
  - Größeren Vögeln rupft er vor dem Fressen die Federn aus.
- **Pfoten** (5–6 cm Pfotenlänge) [2][4][5]
  - Die Pfoten sind etwa 5–6 cm lang. Steife Haare zwischen den Ballen helfen beim Laufen auf heißem, lockerem Sand.
  - An jeder Vorderpfote sitzt eine kräftige Afterkralle, die er bei der Jagd einsetzt.
  - Karakale kratzen an Bäumen, um ihre Krallen zu schärfen. Dabei hinterlassen sie auch Duft und Spuren für andere Karakale.
- **Hinterbeine** (≈3 m gemeldeter Sprung) [2][5][7][8]
  - Lange, muskulöse Hinterbeine heben die Hüfte etwas höher als die Schultern (etwa 46 cm).
  - Sie katapultieren den Karakal aus dem Sitzen etwa 3 m hoch in die Luft – hoch genug, um Vögel herunterzuschlagen.
  - In Labortests leisteten die schnellen Muskelfasern eines Karakals für ihre Größe etwa 3-mal so viel wie die von trainierten Radsportlern.
- **Schwanz** (18–34 cm Schwanz) [2][4][9]
  - Etwa ein Drittel der Kopf-Rumpf-Länge – für eine Katze ziemlich kurz.
  - Sandrot bis golden bis ganz zur Spitze, und er hängt fast gerade nach unten.
  - Der Eurasische Luchs und die Afrikanische Goldkatze, seine nächste Verwandte, haben beide eine schwarze Schwanzspitze.
- **Fell** [2][4][3]
  - Einfarbig, ohne Flecken oder Streifen auf dem Rücken: golden bis ziegelrot. Daher stammt der afrikaanse Name rooikat, „rote Katze“.
  - Karakale aus trockenen, regenarmen Gebieten sind meist heller. Weibchen sind oft heller als Männchen.
  - Der cremefarbene Bauch trägt kleine orange oder braune Flecken.
  - Schwarze (melanistische) Karakale wurden nachgewiesen, sind aber äußerst selten.
- **Bauch** (≈1 kg Nahrung pro Tag) [2][4][10][11][12]
  - Ein wilder Karakal frisst etwa 1 kg Nahrung pro Tag.
  - Als reiner Fleischfresser bekommt er einen Großteil des Wassers, das er braucht, aus seiner Beute. So kann er in trockenen Gegenden leben.
  - Forschende haben in seinem gesamten Verbreitungsgebiet 151 verschiedene Beutetierarten nachgewiesen.
  - Bei Kapstadt jagen manche Karakale an der Küste. Dort besteht etwa ein Drittel ihrer Nahrung aus Seevögeln, sogar aus gefährdeten Brillenpinguinen.

### Zahlen

| Angabe | Wert | Hinweise |
|---|---|---|
| Gewicht | 8–20 kg | erwachsene Männchen; Weibchen 6–16 kg; Kann Beute erlegen, die etwa doppelt so schwer ist wie er [2][5][4] |
| Länge | 61–106 cm | Kopf und Rumpf, dazu ein 18–34 cm langer Schwanz [2] |
| Höhe | ≈46 cm | an der Schulter; die Hüfte sitzt etwas höher [2][5] |
| Sprung | ≈3 m | berichtet, um Vögel herunterzuholen; ≈6½× seine eigene Schulterhöhe [2][5][7] |
| Ohrpinsel | 4–5 cm | schwarze Haare an jeder Ohrspitze [4][2] |
| Speiseplan | 151 | Beutearten im gesamten Verbreitungsgebiet nachgewiesen [10] |
| Nahrung | ≈1 kg | pro Tag in freier Wildbahn [2] |
| Streifgebiet | 7–1.116 km² | von einem durchschnittlichen Weibchen im Westkap (Südafrika) bis zu einem Männchen in Saudi-Arabien [2][4] |
| Wurf | 1–6 | Junge, meist 2–3, nach 68–81 Tagen [2][5][3] |
| Lebensdauer | ≈10–12 Jahre | in freier Wildbahn; Rekord: 20,3 Jahre im Zoo [2][5][18] |

### Fotos

- [Ohrpinsel aus der Nähe, Mountain-Zebra-Nationalpark, Südafrika](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Caracal_Caracal-001.jpg) (Foto: Leo za1, CC BY-SA 3.0)
- [Ein hell gelbbrauner Karakal im offenen Gelände](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Caracal_caracal_caracal_54847036.jpg) (Foto: Justin Ponder, CC BY 4.0)
- [Ein ziegelroter Karakal im trockenen Buschland](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Caracal_caracal_ssp._caracal.jpg) (Foto: Christiaan Viljoen, CC BY 4.0)
- [Rast im hohen Gras, Pinsel aufgestellt](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Caracal_(3926003359).jpg) (Foto: Gopal Vijayaraghavan, CC BY 2.0)
- [Unterwegs im trockenen Gras, Kenia](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kenya%2C_Safari_(45203934645).jpg) (Foto: Nina R, CC BY 2.0)
- [Aufrecht sitzend: Der Schwanz misst etwa ein Drittel der Körperlänge](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Caracal_caracal_caracal_61427348.jpg) (Foto: Christiaan Viljoen, CC BY 4.0)
- [Maul weit offen, mit langen Eckzähnen (Zootier)](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zahnezeigen(15549660746).jpg) (Foto: Rolf Dietrich Brecher, CC BY 2.0)
- [Mutter und Junges im Zoo Kopenhagen](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Caracal_female_and_kitten_playing.jpg) (Foto: Clipartqueen, CC0)
- [Beim Jungtier sind die Pinsel noch kurz (Hamerton Zoo Park, Großbritannien)](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Caracal_Kitten_-_Hamerton_Zoo_Park_(48851452021).jpg) (Foto: Airwolfhound, CC BY-SA 2.0)

### Fragen

- **Wie hoch kann ein Karakal springen?** Karakale sollen aus der Hocke etwa 3 m senkrecht hochspringen können, rund das 6½-Fache ihrer Schulterhöhe, um Vögel aus der Luft zu schlagen. Die Angaben reichen von „2 m oder mehr“ bis 4 m, und eine moderne Messung haben wir nicht gefunden. [2][4][5]
- **Ist ein Karakal ein Luchs?** Nein. Wegen seiner Pinselohren bekam er den Namen „Wüstenluchs“, doch er gehört zu einer eigenen Gattung, Caracal. DNA-Analysen zeigen: Seine nächsten Verwandten sind die Afrikanische Goldkatze und der Serval. [2][4][19]
- **Kann man einen Karakal als Haustier halten?** Forschende halten Karakale für ungeeignete Haustiere: Sie brauchen viel Platz und behalten wilde Gewohnheiten wie Jagen, Springen und Markieren mit Urin. Der Handel mit exotischen Haustieren bereitet Naturschützern Sorgen, und in Großbritannien braucht man eine Genehmigung für gefährliche Wildtiere, um einen Karakal zu halten. [2][4][20]
- **Ist ein Karakal für Menschen gefährlich?** Wilde Karakale sind scheu und meiden Menschen. Wir haben keine wissenschaftlichen Berichte darüber gefunden, dass wilde Karakale jemanden ernsthaft verletzt hätten. Konflikte mit Menschen drehen sich meist um Schafe, Ziegen, Geflügel und Hauskatzen. Wie jede Wildkatze kann ein Karakal kratzen und beißen, wenn er in die Enge getrieben wird. Versuche deshalb nie, einen anzufassen oder zu füttern. [7][13][2][39]
- **Was bedeutet der Name Karakal?** Er stammt vom türkischen karakulak, „schwarzes Ohr“, nach den schwarzen Rückseiten seiner Ohren. In Südafrika heißt er rooikat, „rote Katze“. [1][2]
- **Ist der Karakal vom Aussterben bedroht?** Nicht weltweit: Die IUCN stuft den Karakal als „nicht gefährdet“ ein, weil er im südlichen und östlichen Afrika häufig ist. In weiten Teilen Asiens und Nordafrikas ist er aber selten, und in Indien gibt es vielleicht nur noch etwa 50 Tiere. [29][30][2][25]
- **Wie schnell ist ein Karakal?** Das hat noch niemand gemessen. Die wissenschaftliche Artbeschreibung sagt nur, der Karakal gelte als die schnellste Katze seiner Größe auf kurzen Strecken. Für Angaben wie 80 km/h, die man im Internet findet, konnten wir keine Quelle entdecken. [2]
- **Wie jagt ein Karakal und was frisst er?** Er schleicht sich leise so nah wie möglich heran und springt dann zu, schnellt hoch oder sprintet los. Er frisst Nagetiere, Hasen, Klippschliefer, Vögel und kleine Antilopen und kann Beute erlegen, die etwa doppelt so schwer ist wie er selbst. Forschende haben 151 Beutearten nachgewiesen. [7][2][10]

### Karakal: Mythen und Fakten

Tippe bei jeder Behauptung auf Mythos oder Fakt und prüfe dann die Antwort.

- "Der Karakal ist eine Luchsart." **Mythos!** Wegen seiner Pinselohren und seines kurzen Schwanzes bekam er den Namen „Wüstenluchs“, doch er gehört zu einer eigenen Gattung, Caracal. DNA-Analysen zeigen: Seine nächsten Verwandten sind die Afrikanische Goldkatze und der Serval, und seine Linie spaltete sich mehr als eine Million Jahre vor dem Auftauchen der Luchse ab. [2][4][19]
- "Karakale sind gute Haustiere." **Mythos!** Karakale brauchen viel Platz und behalten ihre wilden Gewohnheiten: Sie jagen, springen und markieren ihr Revier mit Urin. Forschende halten sie für ungeeignete Haustiere, und der Heimtierhandel bereitet Naturschützern Sorgen. In Großbritannien braucht man eine Genehmigung für gefährliche Wildtiere, um einen zu halten. [2][4][20]
- "Karakale können fliegende Vögel aus der Luft schlagen." **Fakt!** Sie springen hoch und schlagen mit den Vorderpfoten nach Vögeln, wenn diese auffliegen – manchmal nach mehreren auf einmal. [2][4][7]
- "Karakale können mit 80 km/h sprinten." **Nicht belegt!** Wir haben keine Messung der Höchstgeschwindigkeit eines Karakals gefunden. Die wissenschaftliche Artbeschreibung sagt nur, er gelte als die schnellste Katze seiner Größe auf kurzen Strecken. Meist schleicht er sich nah heran und springt zu, statt Beute zu verfolgen. [2][7]
- "Die Ohrpinsel eines Karakals funktionieren wie Antennen und helfen ihm beim Hören." **Nicht belegt!** Niemand weiß, wozu die Pinsel dienen. Die führende Idee sind Signale an andere Karakale; andere vermuten Schutz vor Fliegen oder Tarnung. Keine davon wurde überprüft. [4][5][3]
- "Der Name „Karakal“ bedeutet „schwarzes Ohr“." **Fakt!** Er stammt vom türkischen karakulak: kara „schwarz“ + kulak „Ohr“. In Indien bedeutet sein dortiger Name siyah gosh ebenfalls „schwarzes Ohr“. [1][2][21]
- "Karakale leben nur in Afrika." **Mythos!** Sie leben auch in Arabien, im Nahen Osten, in der Türkei, in Zentralasien und in Indien. Damit haben sie eines der größten Verbreitungsgebiete aller wild lebenden Raubtiere. [2][4]
- "Karakale verstecken manchmal Futter in Bäumen." **Fakt!** Manchmal. Ein Karakal kann große Beute in einem Baum oder dichten Busch verstecken und später zurückkehren – allerdings seltener als ein Leopard. [2][4][3]

### Karakal-Rekorde

Superlative und Rekordhalter, jeweils anhand der Quelle geprüft.

- Afrikas größte Kleinkatze: Karakal, 6–18 kg (die größte der „Kleinkatzen“ Afrikas) [4][5]
- Höchster berichteter Sprung: Karakal, ≥3 m (um Vögel herunterzuholen; ein älterer Bericht nennt bis zu 4 m) [2]
- Nachgewiesene Beute: Karakal, 151 Arten (gefunden in 63 Studien aus 26 Ländern (1842–2021)) [10]
- Größtes Streifgebiet: Ein Männchen in Saudi-Arabien, 1.116 km² (im Winter genutzt; Weibchen in Südafrika kommen mit etwa 7 km² aus) [2][4]
- Höchster Lebensraum: Karakale in Äthiopien und Lesotho, 3.300 m (über dem Meer, obwohl eine Studie zeigte, dass sie Gelände unter etwa 1.200 m bevorzugen) [2][4]
- Ältester bekannter Karakal: Ein in der Wildnis geborenes Weibchen in Menschenobhut, 20,3 Jahre (wilde Karakale werden etwa 10–12 Jahre alt) [18][2]
- Älteste Mutter: Ein Karakal-Weibchen, 18 Jahre (so alt war ein Weibchen, als es Junge bekam) [4]

### Karakale und Menschen: eine Geschichte

Von der heiligen Katze über den königlichen Jagdgefährten bis zum Schädling und zur geschützten Art.

- **Altes Ägypten**: Eine heilige Katze. Die Ägypter stellten Karakale auf Wandmalereien und als Bronzefiguren dar und mumifizierten einige von ihnen. [7][2]
- **Persien und Indien**: Partner bei der Vogeljagd. Königliche Jäger in Iran, Indien, Ägypten und Syrien richteten Karakale darauf ab, Vögel, Hasen und kleine Antilopen zu fangen. Bei Taubenwettkämpfen soll ein Karakal 10 oder mehr Vögel auf einen Schlag heruntergeholt haben. [2][7][5][4]
- **Mogulreich**: Die Jagdkatze des Kaisers. Neben dem Geparden war der Karakal eine von nur zwei Katzen, die Menschen zur Jagd einsetzten. Kaiser Akbar trug zu seinem Ruhm bei, und königliche Bücher über die Pflege von Geparden erwähnten auch Karakale. [22]
- **1616**: Ältester Nachweis in Indien. Forschende sammelten 134 Berichte über Karakale in Indien; der früheste stammt aus dem Jahr 1616. [23]
- **1761**: Ein Name aus dem Türkischen. Der französische Naturforscher Buffon nannte ihn caracal, nach dem türkischen karakulak, „schwarzes Ohr“. [2][1]
- **1776**: Wissenschaftlich benannt. Schreber beschrieb ihn als Felis caracal vom Kap der Guten Hoffnung; später wurde der Fundort genauer als Tafelberg in Kapstadt festgelegt. [2]
- **1931–1952**: Als Schädling gejagt. Bei Bekämpfungsaktionen in der südafrikanischen Karoo wurden im Schnitt 2.219 Karakale pro Jahr getötet, um Schafe und Ziegen zu schützen. [2]
- **1979**: Regeln für den Handel. CITES nahm die asiatischen Karakale in Anhang I auf, was den kommerziellen Handel verbietet, und alle übrigen Karakale in Anhang II. [24]
- **2006**: Die DNA entscheidet. Ein DNA-Stammbaum aller heute lebenden Katzen stellte den Karakal zum Serval und zur Afrikanischen Goldkatze – weit weg von den Luchsen. [19][2]
- **2021**: Indien greift ein. Indien nahm den Karakal in einen Rettungsplan für 22 bedrohte Arten auf. Dort gibt es möglicherweise nur noch etwa 50 Tiere. [25]
- **2025**: Ein überraschender Besuch. Eine Kamerafalle erwischte ein junges Karakal-Männchen im Wildschutzgebiet Gandhi Sagar in Zentralindien, wo Karakale fast verschwunden waren. [21][25]

### Ein Karakal wird groß

Vom blinden Neugeborenen zum selbstständigen Jäger in weniger als einem Jahr.

- **Vor der Geburt**: Ein geheimes Versteck. Die Mutter wählt als Wurfhöhle einen alten Bau von Stachelschwein oder Erdferkel, eine Felsspalte, einen Baum oder dichtes Gebüsch und polstert sie mit Fell und Federn aus. [2][5][26]
- **Tag 1**: Blind geboren. Nach etwa 2½ Monaten (68–81 Tagen) kommen 1–6 Junge zur Welt, meist 2–3. Jedes wiegt etwa 165–250 g. [5][3][2][18]
- **6–10 Tage**: Augen auf. Die Jungen öffnen die Augen, die anfangs bläulich sind. [2][3]
- **≈1 Monat**: Ohren hoch. Die flach anliegenden Ohren stellen sich auf, mit Pinseln von nur etwa 1 cm Länge. Man nimmt an, dass die Jungen mit etwa 4 Wochen anfangen, Fleisch zu fressen. [2][7]
- **≈6 Wochen**: Umzug. In einer Studie in Kapstadt nutzten Mütter etwa sechs Wochen lang 1–3 Hauptverstecke und wechselten dann zwischen kurzzeitigen Verstecken. Ihre Jagdausflüge dauerten etwa 12 Stunden. [26]
- **4–6 Monate**: Jagdunterricht. Die Jungen hören auf, Milch zu trinken, bekommen mit 4–5 Monaten ihr Erwachsenengebiss und folgen der Mutter, um jagen zu lernen. [7][5][2]
- **9–10 Monate**: Auszug. Junge Karakale werden selbstständig. Junge Männchen wandern manchmal 60–90 km weit; Weibchen lassen sich oft in der Nähe der Mutter nieder. [2][4]
- **14–20 Monate**: Erwachsen. Weibchen pflanzen sich meist erstmals mit etwa 14 Monaten fort, Männchen mit 18–20 Monaten. [2]
- **10–12 Jahre**: Ein langes Leben. Wilde Karakale werden etwa 10–12 Jahre alt. Der älteste bekannte wurde in einem Zoo 20,3 Jahre alt. [2][5][18]

### Wo Karakale leben

Karakale mögen trockenes Land mit etwas Deckung: Savanne, Buschland, felsige Hügel und Trockenwald. Offene Sandwüsten und Regenwald meiden sie.

- **Afrika → Indien** eines der größten Verbreitungsgebiete aller Raubtiere. Von der Südspitze Afrikas nach Norden bis Arabien und in die Türkei und nach Osten über Zentralasien (Turkmenistan, Usbekistan) bis nach Indien. [2][4][27]
- **3.300 m** höchste Nachweise. Von Meereshöhe bis 3.300 m in den Bergen Äthiopiens und Lesothos, obwohl Karakale tiefer gelegenes Gelände bevorzugen. [2][4]
- **−38 %** des früheren Gebiets in Afrika verloren. Im südlichen und östlichen Afrika sind Karakale häufig, in Nord- und Westafrika dagegen selten und nur lückenhaft verbreitet. [2][4]
- **−96 %** Rückgang in Indien seit 2001. Einst aus 13 indischen Bundesstaaten gemeldet, überleben Karakale heute vor allem rund um Ranthambhore (Rajasthan) und Kutch (Gujarat). [23][25]

In Südafrika und Namibia breiten sich Karakale auf Farmland aus, und rund um Kapstadt leben sie direkt neben der Stadt.

### Karakal vs. Luchs

Beide haben Pinselohren, doch die nächste Verwandte des Karakals ist die Afrikanische Goldkatze, nicht der Luchs.

| | Karakal | Eurasischer Luchs | Afrikanische Goldkatze |
|---|---|---|---|
| Wissenschaftlicher Name [2][9][28] | Caracal caracal | Lynx lynx | Caracal aurata |
| Lebensraum [2][9][28] | Trockene Savanne, Buschland und Hügel in Afrika und Asien | Wälder Europas und Nordasiens | Regenwälder Äquatorialafrikas |
| Gewicht [4][9][28] | 6–18 kg | 17–25 kg | 7–16 kg |
| Ohren [4][9][28] | Lange schwarze Pinsel (4–5 cm) | Lange schwarze Pinsel | Abgerundet, ohne Pinsel |
| Fell [4][9][28] | Einfarbig gelbbraun bis ziegelrot | Grau bis rötlich, oft gefleckt | Rotbraun oder grau, gefleckt oder einfarbig |
| Schwanz [2][9][28] | Etwa ⅓ der Körperlänge, ohne schwarze Spitze | Kurz, mit schwarzer Spitze | Etwa ⅓ der Körperlänge, schwarze Spitze |
| Pfoten [4][9] | Steife Haare zwischen den Ballen für Sand | Im Winter pelzige „Schneeschuh“-Pfoten | — |
| Hauptbeute [2][9][28] | Nagetiere, Hasen, Klippschliefer, Vögel, kleine Antilopen | Kleine Huftiere wie Rehe und Gämsen | Nagetiere und kleine Ducker |
| Erlegt Beute bis [4][9] | 2–3× der eigenen Größe | 3–4× der eigenen Größe | Unbekannt |

Karakal und Afrikanische Goldkatze teilen sich die Gattung Caracal; der Serval ist das dritte Mitglied ihrer Linie. Luchse (Gattung Lynx) bilden einen eigenen Zweig.

### Ist der Karakal bedroht?

Nicht weltweit: Im südlichen Afrika sind Karakale häufig. Doch in weiten Teilen Asiens und Nordafrikas sind sie selten, und in Indien gibt es vielleicht nur noch ein paar Dutzend.

- **Rote Liste der IUCN:** Nicht gefährdet (LC) (Trend unbekannt). Im südlichen und östlichen Afrika weit verbreitet und häufig; dort breitet er sich sogar auf Farmland aus. Doch in Afrika hat er etwa 38 % seines früheren Verbreitungsgebiets verloren, und laut Forschenden ist die Bestandsentwicklung in den meisten Teilen seines Verbreitungsgebiets unbekannt. [29][30][2][4]
- Rote Liste der IUCN, bewertet 2014 (veröffentlicht 2016).
- **Gefahr: Als Schädling getötet** (2.219 pro Jahr): Karakale reißen manchmal Schafe und Ziegen, deshalb werden sie von Farmern erschossen, in Fallen gefangen und vergiftet. Bekämpfungsaktionen in der Karoo töteten 1931–1952 im Schnitt 2.219 Tiere pro Jahr. In einer Umfrage von 2023 gab über die Hälfte der Farmer in der Karoo an, schon illegales Gift gegen Raubtiere eingesetzt zu haben. [2][4][31]
- **Gefahr: Verschwinden in Asien** (≈50 in Indien): Lebensraumverlust, Bejagung und Konflikte mit Viehhirten haben Karakale in Asien selten gemacht. In Indien gibt es vielleicht noch etwa 50; Pakistan stuft den Karakal mit 100–150 Tieren als vom Aussterben bedroht ein. [25][4][23][27]
- **Gefahr: Straßen und Rattengift** (78 %): Rund um Kapstadt sind Autos die häufigste gemessene Todesursache, und bei 78 % von 102 untersuchten Karakalen fand man Rattengift im Körper. Die Stadt schneidet außerdem die rund 50 Karakale der Kaphalbinsel vom Umland ab, sodass es bei ihnen zunehmend zu Inzucht kommt. [32][33][34]
- **Gefahr: Heimtierhandel**: Schätzungsweise 50–100 Karakale werden jedes Jahr aus Somaliland in die Golfstaaten geschmuggelt, und im Internet werden Karakale offen als exotische Haustiere angeboten. [4]
- **Was hilft: Gesetzlicher Schutz**: Asiatische Karakale stehen seit 1979 in CITES-Anhang I. In vielen Ländern ist die Jagd verboten, und Indien stellt Karakale unter seinen höchsten Schutzstatus. [24][4][22]
- **Was hilft: Indiens Rettungsplan**: Seit 2021 gehört der Karakal zu den 22 Arten in Indiens Rettungsprogramm, und Forschende planten Erhebungen mit Kamerafallen in der Landschaft zwischen Ranthambhore und Kuno. [25]
- **Was hilft: Klügere Viehhaltung**: Das Töten von Karakalen hat die Verluste an Nutztieren nicht beendet, und Studien deuten darauf hin, dass es sie sogar verschlimmern kann. Fachleute empfehlen sicherere Nachtpferche und anderen Schutz, der die Tiere nicht tötet. [2][4]
- **Was hilft: Bürgerwissenschaft** (1.232+): Menschen in Kapstadt haben dem Urban Caracal Project mehr als 1.232 Sichtungen gemeldet, dazu überfahrene Tiere, was hilft, gefährliche Stellen zu finden. [35][32]
- **Was hilft: Rückkehr**: In Israel haben sich Karakale in den letzten 20 Jahren stark erholt, und in Abu Dhabi entdeckten Kamerafallen einen Karakal – der erste bestätigte Nachweis dort seit 1965 (gemeldet 2020). [36][17]
- **Afrikanische Goldkatze** (VU): Die nächste Verwandte des Karakals lebt in Afrikas Regenwäldern. Sie hat etwa 44 % ihres bekannten Verbreitungsgebiets verloren und wird durch Abholzung, Straßen und die Jagd auf Buschfleisch bedroht. [28][37]
- **Serval** (LC): Das dritte Mitglied der Karakal-Linie jagt in feuchteren Graslandschaften als der Karakal. [38][2][5]

### Laute und Signale des Karakals

- Schnurren: Zufrieden und entspannt, genau wie eine Hauskatze. [7][2]
- Ohren zucken, drehen und wenden sich: Fühlt sich bedroht. [2]
- Kopf tief, Ohren nach außen gedreht, Schwanz zuckt: Nähert sich langsam einem Rivalen oder einer Gefahr. [2]
- Maul weit offen, Zähne gebleckt, Ohren angelegt, Fauchen oder Spucken: Eine deutliche Warnung: Zurück! [2]
- „Wah-wah“-Ruf: Wirkt beunruhigt. [5]
- Bellen, Zwitschern und Miauen: Kontaktrufe zwischen Karakalen. [2]
- Urin an Büsche gespritzt, zerkratzte Baumstämme: Duftbotschaften, die sein Streifgebiet markieren. [2][5]

### Fellfarben

- **Gelbbraun**: Sandfarben bis goldbraun, ohne Flecken auf dem Rücken. Karakale aus trockenen, regenarmen Gebieten sind meist am hellsten. (Häufig in Wüsten und trockenem Buschland) [2][4]
- **Ziegelrot (Rooikat)**: Ein sattes, rotbraunes Fell. Im südlichen Afrika sind Karakale einheitlich rotbraun – daher der afrikaanse Name rooikat, „rote Katze“. (Typisch für das südliche Afrika) [2][4]
- **Schwarz (melanistisch)**: Ein ganz dunkles Fell. Schwarze Karakale wurden in Kenia und Uganda nachgewiesen, und in Zentralisrael wurde eine dunkle Form mit grauen Erwachsenen und schwarzen Jungen beschrieben. (Äußerst selten) [2][4][3]
- **Mutter mit Jungem**: Junge haben kurze Pinsel, bläuliche Augen und Ohren, die sich erst mit etwa einem Monat aufrichten. (Würfe mit 1–6 Jungen, meist 2–3) [3][2][5]

### Karakal-Quiz

1. Was bedeutet der Name „Karakal“? **Schwarzes Ohr.** Er stammt vom türkischen karakulak: kara „schwarz“ + kulak „Ohr“. [1][2]
2. Ist der Karakal ein Luchs? **Nein, er bildet mit der Afrikanischen Goldkatze eine eigene Gattung.** DNA-Analysen zeigen: Seine nächsten Verwandten sind die Afrikanische Goldkatze und der Serval. [2][4]
3. Wie hoch springt ein Karakal ungefähr, um nach einem Vogel zu schlagen? **Etwa 3 m.** Er soll etwa 3 m hoch springen, rund das 6½-Fache seiner eigenen Schulterhöhe. [2][5]
4. Wie lang sind die Ohrpinsel eines Karakals? **4–5 cm.** Die schwarzen Pinsel sind etwa 4–5 cm lang. [4]
5. Wozu dienen die Pinsel? **Das weiß niemand genau.** Die beliebteste Idee sind Signale an andere Karakale, doch das wurde nicht überprüft. [4][3]
6. Was bedeutet der afrikaanse Name „rooikat“? **Rote Katze.** Rooikat bedeutet „rote Katze“ – wegen des rötlichen Fells der Karakale im südlichen Afrika. [2]
7. Welche Fellfarbe ist bei Karakalen äußerst selten? **Schwarz.** Schwarze (melanistische) Karakale wurden in Kenia, Uganda und Israel nachgewiesen, sind aber sehr selten. [2][4]
8. Wie viele Beutetierarten haben Forschende bei Karakalen nachgewiesen? **151.** Eine Auswertung von 63 Studien aus 26 Ländern ergab 151 Beutearten. [10]
9. Was ist ungewöhnlich an den Zähnen eines Karakals? **Meist fehlt ein winziger oberer Vorbackenzahn.** Das normale Katzengebiss hat 30 Zähne, aber in einer Stichprobe hatten nur 8 von 100 Karakalschädeln den winzigen oberen Vorbackenzahn. [2]
10. Welche Karakale stehen in CITES-Anhang I? **Nur die asiatische Population.** Asiatische Karakale stehen seit 1979 in Anhang I, alle anderen in Anhang II. [24]
11. Wie viele Karakale gibt es in Indien vielleicht noch? **Etwa 50.** Vielleicht überleben nur noch etwa 50, vor allem rund um Ranthambhore und Kutch. [25]
12. Was ist rund um Kapstadt die häufigste gemessene Todesursache bei Karakalen? **Autos.** Verkehrsunfälle sind die Hauptursache, sogar bei Karakalen mit GPS-Halsband. [32]

### Quellen (geprüft am 2026-10-16)

1. [Merriam-Webster Dictionary. Caracal (definition and etymology).](https://www.merriam-webster.com/dictionary/caracal)
2. [Veals AM, Burnett AD, Morandini M, Drouilly M, Koprowski JL (2020). Caracal caracal (Carnivora: Felidae). Mammalian Species 52(993):71–85.](https://doi.org/10.1093/mspecies/seaa006)
3. [Phillips L (2009). Caracal caracal. Animal Diversity Web, University of Michigan Museum of Zoology.](https://animaldiversity.org/accounts/Caracal_caracal/)
4. [IUCN SSC Cat Specialist Group. Caracal (Caracal caracal) – Living species.](https://www.catsg.org/living-species-caracal)
5. [San Diego Zoo Wildlife Alliance. Caracal (Caracal caracal). Animals & Plants.](https://animals.sandiegozoo.org/animals/caracal)
6. [Ollivier FJ, Samuelson DA, Brooks DE, Lewis PA, Kallberg ME, Komáromy AM (2004). Comparative morphology of the tapetum lucidum (among selected species). Veterinary Ophthalmology 7(1):11–22.](https://doi.org/10.1111/j.1463-5224.2004.00318.x)
7. [Urban Caracal Project (University of Cape Town). Caracal (rooikat) basics.](https://www.urbancaracal.org/caracal-basics)
8. [Kohn TA, Noakes TD (2013). Lion (Panthera leo) and caracal (Caracal caracal) type IIx single muscle fibre force and power exceed that of trained humans. Journal of Experimental Biology 216(6):960–969.](https://doi.org/10.1242/jeb.078485)
9. [IUCN SSC Cat Specialist Group. Eurasian lynx (Lynx lynx) – Living species.](https://www.catsg.org/living-species-eurasianlynx)
10. [Parchizadeh J, Schooler SL, Adibi MA, Arias MG, Rezaei S, Belant JL (2023). A review of caracal and jungle cat diets across their geographical ranges during 1842–2021. Ecology and Evolution 13(5):e10130.](https://doi.org/10.1002/ece3.10130)
11. [Leighton GRM, Froneman PW, Serieys LEK, Bishop JM (2024). Sustained use of marine subsidies promotes niche expansion in a wild felid. Science of the Total Environment 914:169912.](https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2024.169912)
12. [Kotzé P (2024, 8 Oct). Caracal, meet penguin: how humans pushed unlikely predator and prey together. Mongabay.](https://news.mongabay.com/2024/10/caracal-meet-penguin-how-humans-pushed-unlikely-predator-and-prey-together/)
13. [Hickling CJ, Serieys LEK, Leighton GRM, Kienle SS, Bishop JM, Carroll KA (2026). Illuminating the influence of artificial light at night on the behavior of an adaptable carnivore. Science of the Total Environment 1016:181469.](https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2026.181469)
14. [Barocas A, Weisbein Y, Geffen E (2026). Creek beds and Cape hares: spatial and seasonal determinants of caracal movement and diet in a hyperarid desert ecosystem. Ecology and Evolution 16(2):e73117.](https://doi.org/10.1002/ece3.73117)
15. [Urban Caracal Project (University of Cape Town). What we do.](https://www.urbancaracal.org/what-we-do)
16. [Rodríguez Valiente A, Trinidad A, García Berrocal JR, Górriz C, Ramírez Camacho R (2014). Extended high-frequency (9–20 kHz) audiometry reference thresholds in 645 healthy subjects. International Journal of Audiology 53(8):531–545.](https://doi.org/10.3109/14992027.2014.893375)
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18. [AnAge: The Animal Ageing and Longevity Database. Caracal caracal entry. Human Ageing Genomic Resources.](https://genomics.senescence.info/species/entry.php?species=Caracal_caracal)
19. [Johnson WE, Eizirik E, Pecon-Slattery J, Murphy WJ, Antunes A, Teeling E, O'Brien SJ (2006). The late Miocene radiation of modern Felidae: a genetic assessment. Science 311(5757):73–77.](https://doi.org/10.1126/science.1122277)
20. [UK Government. The Dangerous Wild Animals Act 1976 (Modification) (No. 2) Order 2007 (SI 2007/2465), Schedule.](https://www.legislation.gov.uk/uksi/2007/2465/schedule/made)
21. [Shrivastava S (2025, 4 Aug). Caracal sighting offers a clue, not a sign of recovery, say conservation biologists. Mongabay-India.](https://india.mongabay.com/2025/08/caracal-sighting-offers-a-clue-not-a-sign-of-recovery-say-conservation-biologists/)
22. [Tandon A (2022, 18 May). From a life among royals, to fighting for survival. Mongabay-India.](https://india.mongabay.com/2022/05/from-a-life-among-royals-to-fighting-for-survival/)
23. [Khandal D, Dhar I, Reddy GV (2020). Historical and current extent of occurrence of the caracal Caracal caracal (Schreber, 1776) in India. Journal of Threatened Taxa 12(16):17173–17193.](https://doi.org/10.11609/jott.6477.12.16.17173-17193)
24. [UNEP-WCMC / CITES Secretariat. Species+ : Caracal caracal – CITES listings.](https://speciesplus.net/species#/taxon_concepts/4645/legal)
25. [Shrivastava S (2023, 11 Oct). As caracals inch towards extinction, path to conserving the wild cat remains unclear. Mongabay-India.](https://india.mongabay.com/2023/10/as-caracals-inch-towards-extinction-path-to-conserving-the-wild-cat-remains-unclear/)
26. [Serieys L, Leighton GR, Merondun J, Bishop JM (2024). Denning and maternal behavior of caracals (Caracal caracal). Research Square preprint.](https://doi.org/10.21203/rs.3.rs-3840757/v1)
27. [Gritsina MA (2019). The caracal Caracal caracal Schreber, 1776 in Uzbekistan. Journal of Threatened Taxa 11(4):13470–13477.](https://doi.org/10.11609/jott.4375.11.4.13470-13477)
28. [IUCN SSC Cat Specialist Group. African golden cat (Caracal aurata) – Living species.](https://www.catsg.org/living-species-africangoldencat)
29. [Avgan B, Henschel P, Ghoddousi A (2016). Caracal caracal. The IUCN Red List of Threatened Species 2016 (errata version): e.T3847A102424310. Assessed 9 May 2014.](https://doi.org/10.2305/IUCN.UK.2016-2.RLTS.T3847A50650230.en)
30. [GBIF. IUCN Red List checklist entry: Caracal caracal (von Schreber, 1776), Least Concern (IUCN taxon 3847).](https://api.gbif.org/v1/species/2435010/iucnRedListCategory)
31. [Drouilly M, Nattrass N, O'Riain MJ (2023). Small-livestock farmers' perceived effectiveness of predation control methods and the correlates of reported illegal poison use in the South African Karoo. Ambio 52(10):1635–1649.](https://doi.org/10.1007/s13280-023-01892-7)
32. [Urban Caracal Project (University of Cape Town). Threats.](https://www.urbancaracal.org/threats)
33. [Leighton GRM, Bishop JM, Camarero P, Mateo R, Serieys LEK (2026). Toxic towns: drivers of anticoagulant rodenticide exposure in an urban edge carnivore. Environmental Pollution 407:128859.](https://doi.org/10.1016/j.envpol.2026.128859)
34. [Kyriazis CC, Serieys LEK, Bishop JM, Drouilly M, Viljoen S, Wayne RK, Lohmueller KE (2024). The influence of gene flow on population viability in an isolated urban caracal population. Molecular Ecology 33(9):e17346.](https://doi.org/10.1111/mec.17346)
35. [Urban Caracal Project (University of Cape Town). Report sightings and roadkill.](https://www.urbancaracal.org/report-sightings-roadkill)
36. [Hadad E, Kosicki JZ, Yosef R (2025). The return of the caracal Caracal caracal: 56 years of population changes in Israel. Ecological Modelling 508:111197.](https://doi.org/10.1016/j.ecolmodel.2025.111197)
37. [GBIF. IUCN Red List checklist entry: Caracal aurata (Temminck, 1827), Vulnerable.](https://api.gbif.org/v1/species/5787236/iucnRedListCategory)
38. [GBIF. IUCN Red List checklist entry: Leptailurus serval (von Schreber, 1776), Least Concern.](https://api.gbif.org/v1/species/2435172/iucnRedListCategory)
39. [Urban Caracal Project (University of Cape Town). Living with caracals.](https://www.urbancaracal.org/livingwithcaracals)

## Maße und Details

- **Länge:** 61-106 cm
- **Gewicht:** 6-20 kg
- **Lebenserwartung:** 10-16 Jahre
- **Wurfgröße:** 1-6
- **Tragzeit:** 68-81 Tage

## Ernährung und Fütterung

Karakale sind unerbittliche Jäger, die hauptsächlich kleine Säugetiere, Vögel und manchmal sogar größere Beute fressen.

- **Hauptnahrung:** Vögel, Nagetiere, Hasen, Schliefer, Kleine Antilopen
- **Nahrungssuche:** Hinterhalt

## Ökologische Zusammenhänge

- **Jagt:** [Klippschliefer](https://www.snappit.app/de/explore/klippschliefer) (*Procavia capensis*) — Hauptbeutetier in einigen Regionen.
- **Jagt:** Dorkasgazelle (*Gazella dorcas*) — Jagt oft Kitze oder kleinere erwachsene Tiere.
- **Wird gefressen von:** Löwe (*Panthera leo*) — Wird gelegentlich von größeren Raubtieren gejagt.
- **Jagt:** Kaphase (*Lepus capensis*) — Hauptbeute in manchen trockenen Gegenden, etwa in der Arava-Wüste in Israel.

## Merkmale

- [Pelzig](https://www.snappit.app/de/explore/traits/pelzig): Pelzig beschreibt Tiere, die eine dichte Schicht aus weichen Haaren oder Fell besitzen.
- [Einzelgänger](https://www.snappit.app/de/explore/traits/einzelg%C3%A4nger): Einzelgänger leben den größten Teil ihres Lebens allein und interagieren mit Artgenossen nur zur Paarung oder zur Aufzucht der Jungen.
- [Getarnt](https://www.snappit.app/de/explore/traits/getarnt): Getarnt beschreibt Organismen, die über eine Färbung oder Musterung verfügen, durch die sie mit ihrer Umgebung verschmelzen.
- [Savanne](https://www.snappit.app/de/explore/traits/savanne): Dieses Lebensraum-Merkmal kennzeichnet Arten, die in Savannen heimisch sind. Das sind Graslandschaften mit vereinzelten Bäumen, die typischerweise in tropischen oder subtropischen Regionen mit ausgeprägten Regen- und Trockenzeiten vorkommen.
- [Lauerjäger](https://www.snappit.app/de/explore/traits/lauerj%C3%A4ger): Ein Lauerjäger jagt, indem er geduldig wartet und sich versteckt, um dann einen plötzlichen Angriff zu starten, wenn arglose Beute in Reichweite kommt.
- [Fleischfressend](https://www.snappit.app/de/explore/traits/fleischfressend): Dieses Merkmal kennzeichnet Organismen, deren Ernährung vollständig oder hauptsächlich aus tierischem Gewebe besteht.

## Sammlungen

- [Mammals](https://www.snappit.app/de/explore/collections/s%C3%A4ugetiere)

## Sicherheit

**Gefahr:** 2/5 · Gering

Karakale sind scheue Wildtiere und sollten aus der Ferne bewundert werden. Ein in die Enge getriebener Karakal kann kratzen und beißen. Versuche deshalb niemals, ihn zu berühren oder zu füttern.

## Häufig gestellte Fragen

### Wie identifiziert man Karakal?

Vergleiche Ohren, Schnauze, Schwanz, Füße und Fellzeichnung. Die Größe ist ohne Vergleichsobjekt in der Nähe schwer einzuschätzen, und Jungtiere haben oft noch nicht die Färbung erwachsener Tiere. Säugetiere bestimmen: Lade ein Foto hoch und vergleiche die sichtbaren Merkmale.

### Was ist der/die/das länge von Karakal?

61-106 cm

### Was ist der/die/das gewicht von Karakal?

6-20 kg

### Was ist der/die/das lebenserwartung von Karakal?

10-16 Jahre

### Was frisst Karakal?

Karakale sind unerbittliche Jäger, die hauptsächlich kleine Säugetiere, Vögel und manchmal sogar größere Beute fressen.

### Wo findet man Karakal normalerweise?

Savannen

### Was ist der/die/das wurfgröße von Karakal?

1-6

## Wo zu sehen

- [Brandywine Zoo](https://www.snappit.app/de/guides/places/brandywine-zoo) — Delaware, US · Zoo
- [Oklahoma City Zoo and Botanical Garden](https://www.snappit.app/de/guides/places/oklahoma-city-zoo-and-botanical-garden) — Oklahoma, US · Zoo

## Ansehen

- [Video abspielen: Karakal](https://www.snappit.app/de/videos/karakal)
- [YouTube](https://youtube.com/watch?v=GNJ7sH-mN9M)

## Mehr Säugetiere

- [Östliches Fuchshörnchen](https://www.snappit.app/de/explore/%C3%B6stliches-fuchsh%C3%B6rnchen) (*Sciurus niger*)
- [Östliches Baumwollschwanzkaninchen](https://www.snappit.app/de/explore/%C3%B6stliches-baumwollschwanzkaninchen) (*Sylvilagus floridanus*)
- [Streifenbackenhörnchen](https://www.snappit.app/de/explore/streifenbackenh%C3%B6rnchen) (*Tamias striatus*)
- [Kalifornisches Ziesel](https://www.snappit.app/de/explore/kalifornisches-ziesel) (*Otospermophilus beecheyi*)

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Quelle: [Karakal: Steckbrief, Merkmale & Fundorte — Snappit](https://www.snappit.app/de/explore/karakal)
