# Gemeiner Krake (*Octopus vulgaris*)

Oktopusse sind clevere Meeresbewohner mit acht Armen, die mit Saugnäpfen besetzt sind. Sie können ihre Farbe und Textur ändern, um sich vor Raubtieren zu verstecken oder sich im Ozean an Beute heranzuschleichen.

- **Kategorie:** [Invertebrate](https://www.snappit.app/de/explore/categories/wirbellose)
- **Seltenheit:** Gewöhnlich
- **Gefahr:** 2/5 · Gering
- **Lebensraum:** Meer
- **Auch bekannt als:** Gewöhnlicher Krake, Europäischer Krake, Gemeiner Oktopus, Oktopus, Octopus vulgaris

![Gemeiner Krake](https://res.cloudinary.com/drieglelr/image/upload/v1771426044/objects/6275.jpg)

## Aussehen

Der Oktopus hat einen weichen, knollenförmigen Kopf und acht kräftige Arme, die mit Saugnäpfen besetzt sind. Seine Haut kann schnell Farbe und Textur verändern und verschmilzt oft nahtlos mit der felsigen oder von Korallen geprägten Umgebung.

## Taxonomie

- **Reich:** Animalia
- **Stamm:** Mollusca
- **Klasse:** Cephalopoda
- **Ordnung:** Octopoda
- **Familie:** Octopodidae
- **Gattung:** Octopus

## Gemeiner Krake aus der Nähe

Der Gemeine Krake (Octopus vulgaris) ist ein weichkörperiges Weichtier mit acht Armen. Er lebt auf felsigem, sandigem und schlammigem Meeresboden im Mittelmeer und im Ostatlantik, von Südengland bis Westafrika. Tagsüber hält er sich in einer Höhle auf, jagt vor allem nachts Krabben und Schalentiere und kann Farbe und Oberfläche seiner Haut im Handumdrehen verändern. Ähnlich aussehende Kraken in Amerika, Australien und anderen Regionen trugen lange denselben Namen, doch die Wissenschaft behandelt mehrere von ihnen inzwischen als eigene Arten.

Auch genannt: Gemeiner Oktopus, Gewöhnlicher Krake, Oktopus, Octopus vulgaris.

### Besondere Fähigkeiten

- **Farbwechsel** (3 Arten von Farborganen): Der Gemeine Krake ändert Farbe, Muster und Höckerigkeit seiner Haut im Handumdrehen, um sich zu tarnen oder Signale zu senden. [4][10]
  - Chromatophoren öffnen und schließen sich unter direkter Nervensteuerung, nicht durch Hormone, deshalb können Muster über die Haut flackern.
  - Darunter sorgen Iridophoren für Glanz, und Leukophoren werfen weißes Licht zurück.
  - Hauthöcker, die Papillen, richten sich auf und ahmen raue Felsen oder Tang nach.
  - Im Leben reichen seine Farben von Gelbbraun und Rotbraun bis Dunkelbraun oder Grau.
- **Tintenköder** (3 Formen von Tinte): Wird er angegriffen, spritzt er dunkle Tinte aus dem Trichter und huscht davon, während der Räuber verwirrt ist. [9][4]
  - Tinte entsteht im Tintenbeutel, wird durch Melanin dunkel gefärbt und mit Schleim aus dem Trichterorgan vermischt.
  - Dünne Tinte bildet eine Nebelwand. Dickere, schleimreiche Klumpen, sogenannte Pseudomorphe, sehen grob wie ein Kopffüßer aus, wie ein Köder.
  - Lange, dünne Tintenfäden heißen „Seile“ (englisch „ropes“).
- **Düsenflucht** (2,5× Blutdruck bei Aktivität): Für eine schnelle Flucht füllt er seinen Mantel mit Wasser und spritzt es durch den Trichter wieder aus, sodass er rückwärts davonschießt. [4][6][11]
  - Kraken kriechen auf ihren Armen, und wenn sie schnell fliehen müssen, können sie sich per Rückstoß davonschießen.
  - Das Düsen ist Schwerstarbeit: Der Druck in der Hauptarterie steigt von etwa 40 cm Wassersäule in Ruhe auf 100 cm oder mehr bei Anstrengung.
  - Das Hauptherz schlägt kaum schneller. Stattdessen pumpt es mit jedem Schlag mehr Blut.
- **Spaltenquetscher** (0 Knochen): Ohne Skelett kann ein Krake seinen weichen Körper in eine Spalte fließen lassen und in seiner Höhle verschwinden. [4][13]
  - Seine alte Weichtierschale ist zu zwei winzigen Stäbchen (Stylets) geschrumpft, darum ist der Schnabel der wichtigste harte Teil, der durch die Öffnung passen muss.
  - Gemeine Kraken wählen Höhlen in Felsspalten oder legen sie in Sand und Schlamm an und verändern sie, zum Beispiel mit Steinen und Muschelschalen.
  - In der Höhle sind sie vor Räubern wie Zackenbarschen, Lippfischen, Aalen und Haien sicherer.
- **Schmecken durch Tasten** (220–320 Saugnäpfe pro Arm): Ein Krake erkundet Spalten mit den Armspitzen und schmeckt, was er berührt, und findet so eine versteckte Krabbe, ohne sie zu sehen. [14][4][8][5][6]
  - Junge Gemeine Kraken jagen vor allem durch Fühlen und Schmecken in Spalten und unter Steinen und bevorzugen Krabben.
  - Erwachsene umschließen außerdem einen Stein mit Armen und Schwimmhaut und nutzen dann die Armspitzen, um Beute aufzuspüren und aufzuscheuchen.
  - Beim Kalifornischen Zweipunkt-Kraken tragen Saugnapfzellen chemotaktile Rezeptoren, die Chemikalien auf Oberflächen erkennen, etwa auf Beute.
  - Etwa 300 Millionen seiner 500 Millionen Nervenzellen liegen in den Armen, deshalb kann jeder Arm teilweise selbstständig arbeiten.
  - Wo die Nervenzellen sitzen: Arme ≈300 Mio.; Sehlappen ≈130 Mio.; Restliches Gehirn ≈40 Mio.
- **Blick ins Innere** (3 Herzen): Wirf einen Blick hinein: drei Herzen, blaues Blut, ein ringförmiges Gehirn, ein harter Schnabel und ein Tintenbeutel. [4]
  - Ein Hauptherz pumpt das Blut durch den Körper, zwei Kiemenherzen drücken es durch die Kiemen.
  - Das Blut ist blau wegen Hämocyanin, einem Farbstoff auf Kupferbasis, der Sauerstoff transportiert.
  - Das Gehirn legt sich wie ein Ring um die Speiseröhre.
  - Der Tintenbeutel liegt dicht an der Mitteldarmdrüse. Sein Gang mündet in den Darm, und die Tinte verlässt den Körper durch den Trichter.
- **Eierwächterin** (bis zu 500.000 Eier in einem Gelege): Eine Krakenmutter hängt Eierschnüre an die Decke ihrer Höhle und bewacht sie, bis die Jungen schlüpfen. [4][15]
  - Sie legt 100.000 bis 500.000 Eier, jedes etwa 2 mm lang, in langen Eischnüren (englisch „festoons“).
  - Sie bläst frisches Wasser über die Eier und streicht darüber, um Algen und Keime fernzuhalten, in kaltem Wasser bis zu 4–5 Monate lang.
  - In dieser Zeit frisst sie meist nichts und kann ein Drittel ihres Gewichts oder mehr verlieren. Es ist ihr einziges Gelege: Ihr Leben endet ungefähr dann, wenn die Jungen schlüpfen.
  - Untersuchungen an einer anderen Krakenart legen nahe, dass Hormone aus kleinen Drüsen nahe den Augen, den Sehdrüsen, diesen letzten Lebensabschnitt auslösen.
- **Arm-Nachwuchs** (Wochen–Monate bis ein Arm nachwächst): Wird ein Arm schwer verletzt oder geht verloren, kann ein Gemeiner Krake einen neuen wachsen lassen, mit Muskeln und Nerven. [4][16][17]
  - Ein verlorener Arm wächst innerhalb von Wochen bis Monaten nach.
  - Forschende untersuchen das Nachwachsen bei Kopffüßern seit über 160 Jahren, in mehr als 100 Studien.
  - Der Gemeine Krake ist ein Modelltier für diese Forschung, und mit Mikroskopen verfolgt man, wie der neue Arm entsteht.
  - Anders als manche Kraken hat er keine eingebaute Sollbruchstelle, um einen Arm absichtlich abzuwerfen.

### Körperteile

- **Augen** (1 Art von Lichtsinneszellen) [1][2][3][4]
  - Jedes Auge hat eine waagerechte, schlitzförmige Pupille.
  - Die Augen haben nur eine Art von Lichtsinneszellen. In Tests unterschieden Gemeine Kraken Schattierungen nach Helligkeit, aber nicht nach Farbe.
  - Kraken können polarisiertes Licht wahrnehmen. Das hilft ihnen vielleicht, im sonnendurchfluteten Wasser Beute oder Feinde zu entdecken.
- **Gehirn** (≈500 Millionen Nervenzellen insgesamt) [4][5]
  - Das Gehirn ist ein Ring um die Speiseröhre, deshalb wandert verschluckte Nahrung mitten hindurch.
  - Etwa 130 Millionen Nervenzellen sitzen in den beiden Sehlappen hinter den Augen, im übrigen Gehirn nur etwa 40 Millionen.
  - Zählt man die Arme dazu, hat ein Gemeiner Krake etwa 500 Millionen Nervenzellen, davon rund 300 Millionen in den Armen.
  - Forschende vermuten, dass sich der kräftige Schnabel und die bezahnte Zunge entwickelt haben könnten, weil die Nahrung in kleinen Stücken durch den Gehirnring passen muss.
- **Arme** (4–5½× so lang wie der Mantel) [4][5][6]
  - Acht Arme, jeder 4- bis 5½-mal so lang wie der Mantel. Das dritte Paar ist meist am längsten.
  - Eine Schwimmhaut verbindet die Armansätze.
  - Etwa 300 Millionen Nervenzellen verlaufen durch die Arme, darum steuert jeder Arm einen Großteil seiner Bewegung und seines Tastsinns selbst.
  - Bei Männchen ist der dritte rechte Arm etwas kürzer und hat eine besondere Spitze für die Paarung.
- **Saugnäpfe** (220–320 Saugnäpfe pro Arm) [4][7][8]
  - Unter jedem Arm verlaufen zwei Reihen Saugnäpfe: bei einem großen Kraken etwa 220 bis 320 pro Arm, insgesamt rund 2.000.
  - Zwei oder drei Saugnäpfe an den Seitenarmen sind besonders groß, bei Männchen noch stärker.
  - Saugnäpfe haften auf nassen und sogar rauen Flächen, weil sich ihr weiches Gewebe der Form der Oberfläche anpasst.
  - Saugnäpfe schmecken auch, was sie berühren. Bei einem nahen Verwandten, dem Kalifornischen Zweipunkt-Kraken, fanden Forschende „Schmecken durch Berühren“-Rezeptoren in Saugnapfzellen.
- **Trichter** (2 Aufgaben Rückstoß und Tinte) [4][9]
  - Der Trichter (Siphon) ist eine Röhre, die unter dem Kopf aus der Mantelöffnung ragt.
  - Spritzt der Krake Wasser kräftig aus dem Trichter, schießt er rückwärts davon: Rückstoßantrieb.
  - Auch die Tinte aus dem Tintenbeutel tritt durch den Trichter aus.
  - Sogar frisch geschlüpfte Kraken von nur 1–2 mm Länge schwimmen per Rückstoß.
- **Haut** (3 Arten von Farborganen) [4][10]
  - Die Haut hat drei Arten von Farborganen: Chromatophoren (Farbstoffsäckchen mit gelbem, orangem, rotem, braunem und schwarzem Pigment), schillernde Iridophoren und weiße Leukophoren.
  - Jede Chromatophore ist ein elastisches Farbstoffsäckchen, das winzige Muskeln aufziehen, die mit dem Gehirn verschaltet sind. Darum können sich die Farben so schnell ändern.
  - Der Gemeine Krake kann auf dem Rücken vier große Hauthöcker (Papillen) in Rautenform aufrichten, dazu einen oder zwei über jedem Auge.
  - Ein Paar weißer Flecken hinten auf dem Mantel ist typisch für den Gemeinen Kraken.
- **Herzen** (3 Herzen) [4][11]
  - Drei Herzen: Ein Hauptherz (Körperherz) pumpt das Blut durch den Körper, zwei Kiemenherzen drücken es durch die Kiemen.
  - Das Blut ist blau, weil es den Sauerstoff mit Hämocyanin transportiert, einem Farbstoff auf Kupferbasis.
  - In Ruhe schlägt das Hauptherz eines 500 g schweren Gemeinen Kraken etwa 40–50-mal pro Minute (bei 22 °C). Ist der Krake aktiv, pumpt das Herz pro Schlag mehr Blut, statt viel schneller zu schlagen.
- **Schnabel** (1 großer harter Körperteil) [4][12]
  - In der Mitte, unter den Armen, sitzt ein harter, papageienartiger Schnabel aus Chitin, dazu eine Zunge mit Zähnchen, die Radula.
  - Sein Speichel enthält Giftstoffe und Enzyme, die Krabben und Fische schnell ruhigstellen und anfangen zu verdauen.
  - Um an Schalentiere zu kommen, kann er mit zahnbesetzten Höckern nahe der Radula ein winziges Loch bohren und die Schale mit Speichel aufweichen.
  - Ein Skelett gibt es nicht, und die alte Weichtierschale ist zu zwei winzigen Stäbchen geschrumpft. So bleibt der Schnabel der wichtigste harte Teil.
- **Höhle** (Tagsüber Zeit in der Höhle) [4][13][14]
  - Gemeine Kraken verbringen den größten Teil des Tages in einer Höhle: einer Felsspalte oder einer Mulde, die sie selbst in Sand oder Schlamm anlegen, manchmal mit Steinen und Muschelschalen.
  - Auf weichem Meeresboden kann es begrenzen, wo sie leben, wenn Baumaterial für Höhlen fehlt.
  - Schalen und Krabbenreste häufen sich draußen als Abfallhaufen. Doch junge Kraken fressen etwa 30 % ihrer Beute weit weg von zu Hause, und Wellen spülen kleine Reste fort.
  - Sie sind meist nachts aktiv, von der Küste bis in etwa 250 m Tiefe, meist aber in Wasser flacher als 100 m.

### Zahlen

| Angabe | Wert | Hinweise |
|---|---|---|
| Mantellänge | bis zu 40 cm | meist etwa 25 cm [4] |
| Gesamtlänge | max. ≈1,8 m | die Arme sind 4–5½-mal so lang wie der Mantel [4] |
| Gewicht | über 20 kg | das größte bekannte; die meisten sind viel kleiner [4] |
| Saugnäpfe | 220–320 pro Arm | in zwei Reihen, bei größeren Tieren; Insgesamt rund 2.000 Saugnäpfe [4] |
| Nervenzellen | ≈500 Millionen | etwa 300 Millionen davon in den Armen; 3 von 5 sitzen in den Armen [5] |
| Herzen | 3 | 1 Hauptherz und 2 Kiemenherzen, die blaues Blut pumpen [4] |
| Ruhepuls | 40–50 pro Min. | ein 500-g-Krake bei 22 °C [11] |
| Eier pro Gelege | 100.000–500.000 | jedes etwa 2 mm lang [4] |
| Lebensdauer | 1–2 Jahre | Weibchen legen nur einmal Eier [4] |
| Tiefe | 0–250 m | meist flacher als 100 m [4] |

### Fotos

- [Versteckt in einer Felsspalte bei Plakias, Kreta, Griechenland](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Common_octopus.jpg) (Foto: Martijn Klijnstra, CC BY-SA 4.0)
- [Eine Krakenmutter mit ihren Eiern](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Polpo_Femmina_con_uova_2009-08-12.jpg) (Foto: Ruggero Caravita, CC BY-SA 3.0)
- [Ein Auge aus der Nähe](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dettaglio_dell'occhio_di_un_polpo.jpg) (Foto: Federico Stefanelli, CC BY-SA 4.0)
- [Meeresschutzgebiet Medes-Inseln, Costa Brava, Spanien](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Common_octopus_(Octopus_vulgaris)%2C_Pedra_de_Deu%2C_Medes_Islands%2C_Spain.jpg) (Foto: Jouni Kuisma, DiveCodex, CC BY-SA 4.0)
- [Moneglia, Ligurien, Italien](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gew%C3%B6hnlicher_Krake_Octopus_vulgaris_1.jpg) (Foto: Holger Krisp, CC BY 4.0)
- [Blue Lagoon, Akamas-Halbinsel, Zypern](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Octopus_(28836592458).jpg) (Foto: Ansgar Gruber, CC BY-SA 2.0)
- [Cathedral Cave, Gozo, Malta](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulpo_com%C3%BAn_(Octopus_vulgaris)%2C_Cathedral_Cave%2C_Gozo%2C_Malta%2C_2021-08-23%2C_DD_27.jpg) (Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0)
- [Arrábida, Atlantikküste Portugals](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulpo_com%C3%BAn_(Octopus_vulgaris)%2C_Parque_natural_de_la_Arr%C3%A1bida%2C_Portugal%2C_2022-07-29%2C_DD_22.jpg) (Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0)
- [Teno-Rasca, Teneriffa, Kanarische Inseln](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulpo_com%C3%BAn_(Octopus_vulgaris)%2C_franja_marina_Teno-Rasca%2C_Tenerife%2C_Espa%C3%B1a%2C_2022-01-05%2C_DD_128.jpg) (Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0)

### Fragen

- **Wie viele Herzen hat ein Oktopus?** Drei. Zwei Kiemenherzen pumpen Blut durch die Kiemen, und ein Hauptherz pumpt es durch den Körper. In Ruhe schlägt das Hauptherz eines 500 g schweren Gemeinen Kraken etwa 40–50-mal pro Minute. [4][11]
- **Wie intelligent ist der Gemeine Krake?** Sehr gut darin, praktische Probleme zu lösen. In Labortests lernten Gemeine Kraken, den Stöpsel aus einem Glasgefäß zu ziehen, um an eine Krabbe zu gelangen, und wurden mit Übung schneller. Eine berühmte Studie von 1992 fand, dass Kraken, die einem trainierten Kraken zugesehen hatten, danach dieselbe Kugel (rot oder weiß) wählten, doch es war eine einzelne Studie, und Forschende diskutieren weiterhin, wie viel Kraken durch Zuschauen lernen. Kokosnussschalen als Unterschlupf zu nutzen, wurde bei einer anderen Art beobachtet, dem Adernkraken. [22][34][20]
- **Wie viele Saugnäpfe hat ein Gemeiner Krake?** Ein großer Gemeiner Krake hat an jedem Arm etwa 220–320 Saugnäpfe in zwei Reihen, insgesamt rund 2.000. Die Saugnäpfe haften an nassem, rauem Fels und können schmecken, was sie berühren. [4][7][8]
- **Können Oktopusse Farben sehen?** Wahrscheinlich nicht. Ihre Augen haben nur eine Art von Lichtsinneszellen, und in Tests unterschieden Gemeine Kraken Schattierungen nach Helligkeit, nicht nach Farbe. Forschende klären noch, wie sie sich so gut an ihre Umgebung anpassen; vielleicht spürt auch ihre Haut Licht. [4][2][3][26][27]
- **Wie lange lebt ein Gemeiner Krake?** Etwa 1–2 Jahre. Weibchen vermehren sich nur einmal: Eine Mutter bewacht ihre Eier Wochen oder Monate lang, hört auf zu fressen und stirbt ungefähr dann, wenn sie schlüpfen. [4]
- **Ist der Gemeine Krake für Menschen gefährlich?** Nein. Wie andere Kraken hat er giftigen Speichel, um Krabben und Fische zu überwältigen, aber für Menschen ist er nicht gefährlich. Bisse sind selten und passieren meist, wenn jemand einen frisch gefangenen Kraken anfasst. Ein Biss kann wehtun und sich selten infizieren, sag also einem Erwachsenen Bescheid und geh zum Arzt. Fass Kraken in der Natur nie an: Blaugeringelte Kraken tragen ein Gift, das schon Menschen getötet hat. [4][12][35]
- **Wo lebt der Gemeine Krake?** Octopus vulgaris lebt im Mittelmeer und im Ostatlantik, von der Südküste Englands bis nach Westafrika, zu den Azoren, den Kanarischen Inseln und den Kapverden. Er lebt auf felsigem, sandigem oder schlammigem Meeresboden von der Küste bis in etwa 250 m Tiefe. Ähnliche Kraken anderswo gelten heute als eigene Arten. [4][23]
- **Wie jagt ein Gemeiner Krake?** Meistens nachts. Er tastet mit den Armen Spalten und Räume unter Steinen ab oder umschließt einen Stein mit Armen und Schwimmhaut und scheucht die Beute mit den Armspitzen auf. Er fängt Krabben, Hummer, Fische und Schalentiere und kann Schalen anbohren oder aufbrechen. [4][14]

### Gemeiner Krake: Mythos oder Fakt?

Um Kraken ranken sich wilde Geschichten. Das sagen die Belege.

- "Ein Krake hat acht Tentakel." **Mythos!** Es sind Arme. Kalmare und Sepien haben acht Arme und dazu zwei lange Fangarme; Kraken haben nur die acht Arme. [4][19]
- "Kraken haben drei Herzen und blaues Blut." **Fakt!** Zwei Kiemenherzen pumpen Blut durch die Kiemen, und ein Hauptherz pumpt es durch den Körper. Das Blut ist blau, weil sein Sauerstoffträger, das Hämocyanin, auf Kupfer basiert. [4]
- "Ein Krake hat neun Gehirne." **Mythos!** Er hat ein ringförmiges Gehirn. Aber etwa 300 Millionen seiner 500 Millionen Nervenzellen sitzen in den Armen, die einen Großteil ihrer Bewegung selbst steuern. Daher kommt der Spitzname „neun Gehirne“. [4][5][6]
- "Kraken sehen die Farben, die sie nachahmen." **Mythos!** Ihre Augen haben nur eine Art von Lichtsinneszellen, und in Experimenten unterschieden Gemeine Kraken Schattierungen nach Helligkeit, nicht nach Farbe. Sie scheinen stattdessen Helligkeit, Muster und Oberflächenstruktur anzupassen. Wie genau sie sich so gut tarnen, wird noch erforscht. [4][2][3][1]
- "Der Gemeine Krake trägt Kokosnussschalen mit sich, um sich darin zu verstecken." **Mythos!** Das ist der Adernkrake (Amphioctopus marginatus) aus Indonesien, der Kokosnusshälften trägt und als Unterschlupf nutzt. Der Gemeine Krake versteckt sich in Felsspalten und in Höhlen, die er selbst anlegt, manchmal mit Steinen und Muschelschalen. [20][4][13]
- "Der Gemeine Krake tarnt sich als Seeschlange oder Rotfeuerfisch." **Mythos!** Das ist der Mimic-Krake, eine andere Art aus Indonesien. Der Gemeine Krake versteckt sich vor allem, indem er mit seinem Hintergrund verschmilzt. [21][4]
- "Ein Krake kann ein Glas öffnen, um die Krabbe darin zu holen." **Fakt!** In Experimenten zogen Gemeine Kraken den Stöpsel aus Glasgefäßen, um an eine lebende Krabbe zu gelangen, und wurden mit Übung besser. [22]
- "Der Gemeine Krake lebt in allen Meeren der Welt." **Mythos!** Früher hielt man ihn für weltweit verbreitet. Studien zu Körperbau und DNA zeigen inzwischen: Ähnliche Kraken im Westatlantik (Octopus americanus und O. insularis), im Südwesten Australiens (O. djinda) und anderswo sind eigene Arten. Octopus vulgaris selbst lebt im Mittelmeer und im Ostatlantik. [4][23][24][25]

### Rekorde des Gemeinen Kraken

Große Zahlen und Rekordhalter, jeweils anhand ihrer Quelle geprüft.

- Weltgrößte Fischerei auf eine einzelne Krakenart: Gemeiner Krake vor Nordwestafrika, ≈58.000 t (Afrikas Krakenfang im Jahr 2010, fast ausschließlich diese Art; Marokko brachte etwa 32.000 t an Land) [4]
- Größtes Gelege: Gemeine Krakenmutter, bis zu 500.000 (Eier in Schnüren an der Decke ihrer Höhle) [4]
- Längster Wachdienst: Gemeine Krakenmutter, bis zu 4–5 Monate (bewacht ihre Eier ohne zu fressen, in kaltem Wasser) [4]
- Nervenzellen außerhalb des Gehirns: Arme des Gemeinen Kraken, ≈300 Millionen (3 von 5 seiner Nervenzellen sitzen in den Armen) [5]
- Rekordgröße: Gemeiner Krake, über 20 kg (bei einer Gesamtlänge von bis zu etwa 1,8 m) [4]
- Saugnapf-Zahl: Gemeiner Krake, ≈2.000 (220–320 Saugnäpfe an jedem Arm eines großen Kraken) [4]

### Das Leben eines Gemeinen Kraken

Vom 2 mm kleinen Ei zum Jäger am Meeresboden und zum Elternteil in nur ein bis zwei Jahren.

- **Tag 0**: Ein Ei an der Schnur. Die Mutter hängt ihre Eier, jedes etwa 2 mm lang, in Schnüren an die Decke ihrer Höhle. [4]
- **Wochen bis Monate**: Bewacht. Sie reinigt die Eier und bläst frisches Wasser darüber. In warmem Wasser schlüpfen sie schneller, in kaltem kann es 4–5 Monate dauern. [4]
- **Schlüpfen**: Ein winziger Driftling. Frisch Geschlüpfte sind 1–2 mm lang und durchsichtig, mit kurzen Armen und wenigen Saugnäpfen. Sie schwimmen geradewegs nach oben ins offene Wasser und leben dort als Plankton. [4]
- **Wochen bis Monate**: Nachtschwimmer. Die Jungtiere (Paralarven) düsen umher, steigen nachts zur Oberfläche auf, bleiben tagsüber tiefer und fressen junge Krebstiere. [4]
- **Ansiedeln**: Hinab zum Meeresboden. Sie lassen sich nieder, verwandeln sich in eine kleine Erwachsenenform mit vielen Saugnäpfen und gemusterter Haut und beginnen ein verstecktes Leben am Meeresboden. [4]
- **Heranwachsen**: Höhle und Abendessen. Junge Kraken finden Höhlen und jagen Krabben und Schalentiere durch Tasten und Schmecken, meist nachts. [4][14]
- **Etwa 1 Jahr**: Erwachsen. Erwachsene paaren sich mit mehreren Partnern, feste Paare gibt es nicht. Ein Weibchen behält die Spermapakete des Männchens, bis sie bereit ist, ihre Eier zu legen. [4]
- **1–2 Jahre**: Ein kurzes Leben. Eine Mutter hört auf zu fressen, solange sie ihre Eier bewacht, und stirbt ungefähr dann, wenn sie schlüpfen. Gemeine Kraken leben etwa 1–2 Jahre. [4]

### Wie sich der Gemeine Krake versteckt

Farbenblinde Augen und trotzdem eine der besten Tarnungen im Meer. Diese Teile machen sie möglich.

- **3** Arten von Farborganen. Chromatophoren enthalten gelbes, oranges, rotes, braunes oder schwarzes Pigment. Iridophoren sorgen für Glanz, und Leukophoren werfen weißes Licht zurück. [4]
- **Nerven** nicht Hormone. Jede Chromatophore wird von winzigen Muskeln geöffnet, die mit dem Gehirn verschaltet sind, deshalb können sich Muster sehr schnell und sehr fein ändern. [10]
- **4** große Höcker auf dem Rücken. Vier große Papillen in Rautenform auf dem Rücken sowie eine oder zwei über jedem Auge lassen sich aufrichten, um raue Felsen und Tang nachzuahmen. [4]
- **1** Art von Lichtsinneszellen im Auge. In Tests unterscheiden Kraken Schattierungen nach Helligkeit, nicht nach Farbe. Ihre Tarnung scheint Helligkeit und Muster anzupassen statt exakter Farben. [4][2][3][1]
- **Haut** die Licht spürt. Die Haut des Kalifornischen Zweipunkt-Kraken reagiert von selbst auf Licht, und ein lichtempfindliches Gen ist in Saugnäpfen und Haut des Gemeinen Kraken aktiv. Wie sehr das der Tarnung hilft, ist noch nicht bekannt. [26][27]

Eine Idee aus einem Computermodell: Die schlitzförmige Pupille könnte es dem Kraken ermöglichen, aus winzigen Unterschieden in der Unschärfe Farbe herauszulesen. Bei lebenden Kraken wurde das nicht nachgewiesen.

### Gemeiner Krake, Kalmar und Sepia im Vergleich

Alle drei sind Kopffüßer mit Tinte und großem Gehirn, aber ihre Körper sind unterschiedlich gebaut.

| | Gemeiner Krake | Kalmar | Sepia |
|---|---|---|---|
| Arme und Fangarme [4][19] | 8 Arme | 8 Arme + 2 lange Fangarme | 8 Arme + 2 lange Fangarme |
| Schale im Innern [4][19] | Keine oder 2 winzige Stäbchen (Stylets) | Meist eine dünne Schulpfeder (Gladius) | Eine gekammerte Schale (Schulp) |
| Saugnäpfe [4][19] | Sitzen direkt am Arm | Auf Stielen, mit Hornringen | Auf Stielen, mit Hornringen |
| Pupillenform [1] | Waagerechter Schlitz | U-förmig (Kalmare im Flachwasser) | U-förmig |
| Eier [4] | Mutter bewacht und reinigt sie | In Gallerte gehüllt | In Gallerte gehüllt |
| Tinte [9] | Ja | Ja | Ja |

Die Spalten zu Kalmar und Sepia beschreiben die jeweilige Gruppe allgemein; einzelne Arten unterscheiden sich.

### Ist der Gemeine Krake bedroht?

Nein. Er ist weit verbreitet und häufig, gehört aber auch zu den am stärksten befischten Kraken der Welt.

- **Rote Liste der IUCN:** Nicht gefährdet (LC) (Trend unbekannt). Häufig im Mittelmeer und im Ostatlantik. Die Bestände können von Jahr zu Jahr stark schwanken. [28][29][4]
- IUCN Rote Liste (über Wikidata und GBIF)
- **Gefahr: Starke Befischung** (≈58.000 t): Er wird von Hobbyfischern bis zu großen Flotten von allen gefangen. Vor Nordwestafrika trägt er die weltweit größte Fischerei auf eine einzelne Krakenart, wo sinkende Fangmengen gemeldet wurden. [4]
- **Gefahr: Auf und Ab von Jahr zu Jahr**: Die Jungen treiben Wochen oder Monate als Plankton umher, deshalb beeinflussen Strömungen und Meeresbedingungen stark, wie viele junge Kraken jedes Jahr ankommen. [4]
- **Was hilft: Als empfindungsfähig anerkannt** (2022): Das britische Gesetz Animal Welfare (Sentience) Act 2022 zählt alle Kopffüßer, etwa Kraken, zu den Tieren im Sinne des Gesetzes. [30]
- **Was hilft: Die Debatte um Zucht** (2024): Weil der Gemeine Krake so wertvoll ist, arbeiten Forschende und Unternehmen, vor allem in Spanien, an seiner Zucht, auch wenn sich die Aufzucht der winzigen Jungtiere als schwierig erwiesen hat. Manche Forschende sprechen sich gegen Krakenzucht aus, weil Kraken andere Tiere fressen und ein komplexes Verhalten zeigen. 2024 verbot der US-Bundesstaat Washington die Krakenzucht. [4][31][32][33]

### Farbmuster

- **Rotbraun gefleckt**: Fleckiges Braun, Rotbraun und Cremeweiß auf höckeriger Haut, eine Mischung, die mit Fels und Tang verschmilzt. (Alltagstarnung) [4][10]
- **Blass**: Entspannen sich die Chromatophorenmuskeln, schrumpfen die Farbstoffsäckchen zu Punkten, und die weißen Leukophoren scheinen durch, sodass die Haut blass cremefarben oder grau wird. (Schlafende Kraken einer verwandten Art werden gleichmäßig blass) [10][4][18]
- **Dunkelrot**: Sind die roten und braunen Chromatophoren weit aufgezogen, färbt sich die Haut tief rotbraun. (Farbstoffsäckchen ganz offen) [10][4]
- **Mutter mit Eiern**: Ein Weibchen in ihrer Höhle, an deren Decke Schnüre winziger Eier hängen. Sie bleibt Wochen oder Monate bei ihnen. (Ihr einziges Gelege) [4]

### Quiz zum Gemeinen Kraken

1. Wie viele Herzen hat ein Gemeiner Krake? **3.** Ein Hauptherz und zwei Kiemenherzen. [4]
2. Was macht das Blut von Kraken blau? **Hämocyanin, ein Farbstoff auf Kupferbasis.** Hämocyanin transportiert Sauerstoff und enthält Kupfer. [4]
3. Wie viele Saugnäpfe sitzen an jedem Arm eines großen Gemeinen Kraken? **Etwa 220–320.** Etwa 220–320 pro Arm, also rund 2.000 insgesamt. [4]
4. Wo sitzen etwa 300 Millionen seiner 500 Millionen Nervenzellen? **In den Armen.** Etwa 3 von 5 Nervenzellen sitzen in den Armen. [5]
5. Welche Form hat das Gehirn eines Kraken? **Ein Ring um die Speiseröhre.** Die Nahrung wandert mitten durch das ringförmige Gehirn. [4]
6. Was ist ein Pseudomorph? **Ein dunkler Tintenklecks, der grob wie ein Kopffüßer aussieht.** Dicke, schleimreiche Tinte kann einen Köder-Klecks bilden. [9]
7. Welcher Krake trägt Kokosnussschalen mit sich, um sie als Unterschlupf zu nutzen? **Adernkrake.** Der Adernkrake aus Indonesien, nicht der Gemeine Krake. [20]
8. Was konnten Gemeine Kraken in Farbtests unterscheiden? **Helligkeit, aber keine Farbe.** Ihre Augen haben nur eine Art von Lichtsinneszellen. [2][3][4]
9. Wie viele Eier kann eine Gemeine Krakenmutter legen? **100.000–500.000.** Sie hängt sie in Schnüren an die Decke ihrer Höhle. [4]
10. Wie lange lebt ein Gemeiner Krake normalerweise? **1–2 Jahre.** Er lebt schnell und stirbt jung: etwa 1–2 Jahre. [4]
11. Wo lebt Octopus vulgaris nach heutigem Stand der Wissenschaft? **Im Mittelmeer und im Ostatlantik.** Ähnliche Kraken anderswo gelten heute als eigene Arten. [4][23]
12. Was ist der wichtigste harte Teil im Körper eines Kraken? **Sein Schnabel.** Ohne Skelett sind nur der Schnabel (und zwei winzige Stäbchen) hart. [4]

### Quellen (geprüft am 2026-10-16)

1. [Stubbs AL, Stubbs CW (2016). Spectral discrimination in color blind animals via chromatic aberration and pupil shape. PNAS 113:8206–8211.](https://doi.org/10.1073/pnas.1524578113)
2. [Messenger JB, Wilson AP, Hedge A (1973). Some evidence for colour-blindness in Octopus. Journal of Experimental Biology 59:77–94.](https://doi.org/10.1242/jeb.59.1.77)
3. [Messenger JB (1977). Evidence that Octopus is colour blind. Journal of Experimental Biology 70:49–55.](https://doi.org/10.1242/jeb.70.1.49)
4. [Jereb P, Roper CFE, Norman MD, Finn JK (eds) (2016). Cephalopods of the World, Vol. 3: Octopods and Vampire Squids. FAO Species Catalogue for Fishery Purposes 4(3). FAO, Rome.](https://www.fao.org/3/i3489e/i3489e.pdf)
5. [Young JZ (1963). The number and sizes of nerve cells in Octopus. Proceedings of the Zoological Society of London 140:229–254.](https://doi.org/10.1111/j.1469-7998.1963.tb01862.x)
6. [Hochner B (2012). An embodied view of octopus neurobiology. Current Biology 22:R887–R892.](https://doi.org/10.1016/j.cub.2012.09.001)
7. [Tramacere F, Kovalev A, Kleinteich T, Gorb SN, Mazzolai B (2014). Structure and mechanical properties of Octopus vulgaris suckers. Journal of the Royal Society Interface 11:20130816.](https://doi.org/10.1098/rsif.2013.0816)
8. [van Giesen L, Kilian PB, Allard CAH, Bellono NW (2020). Molecular basis of chemotactile sensation in octopus. Cell 183:594–604.](https://doi.org/10.1016/j.cell.2020.09.008)
9. [Derby CD (2014). Cephalopod ink: production, chemistry, functions and applications. Marine Drugs 12:2700–2730.](https://doi.org/10.3390/md12052700)
10. [Messenger JB (2001). Cephalopod chromatophores: neurobiology and natural history. Biological Reviews 76:473–528.](https://doi.org/10.1017/S1464793101005772)
11. [Wells MJ (1979). The heartbeat of Octopus vulgaris. Journal of Experimental Biology 78:87–104.](https://doi.org/10.1242/jeb.78.1.87)
12. [Fry BG, Roelants K, Norman JA (2009). Tentacles of venom: toxic protein convergence in the Kingdom Animalia. Journal of Molecular Evolution 68:311–321.](https://doi.org/10.1007/s00239-009-9223-8)
13. [Katsanevakis S, Verriopoulos G (2004). Den ecology of Octopus vulgaris Cuvier, 1797, on soft sediment: availability and types of shelter. Scientia Marina 68:147–157.](https://doi.org/10.3989/scimar.2004.68n1147)
14. [Mather JA (1991). Foraging, feeding and prey remains in middens of juvenile Octopus vulgaris (Mollusca: Cephalopoda). Journal of Zoology 224:27–39.](https://doi.org/10.1111/j.1469-7998.1991.tb04786.x)
15. [Wodinsky J (1977). Hormonal inhibition of feeding and death in octopus: control by optic gland secretion. Science 198:948–951.](https://doi.org/10.1126/science.198.4320.948)
16. [Imperadore P, Fiorito G (2018). Cephalopod tissue regeneration: consolidating over a century of knowledge. Frontiers in Physiology 9:593.](https://doi.org/10.3389/fphys.2018.00593)
17. [Imperadore P, Galli R, Winterhalder MJ, Zumbusch A, Uckermann O (2022). Imaging arm regeneration: label-free multiphoton microscopy to dissect the process in Octopus vulgaris. Frontiers in Cell and Developmental Biology 10:814746.](https://doi.org/10.3389/fcell.2022.814746)
18. [Medeiros SLS, Paiva MMM, Lopes PH, Blanco W, Lima FD, Oliveira JBC, et al. (2021). Cyclic alternation of quiet and active sleep states in the octopus. iScience 24:102223.](https://doi.org/10.1016/j.isci.2021.102223)
19. [Young RE, Vecchione M, Mangold KM. Decapodiformes. Tree of Life Web Project.](http://tolweb.org/Decapodiformes/19404)
20. [Mann J, Patterson EM (2013). Tool use by aquatic animals. Philosophical Transactions of the Royal Society B 368:20120424.](https://doi.org/10.1098/rstb.2012.0424)
21. [Norman MD, Finn J, Tregenza T (2001). Dynamic mimicry in an Indo-Malayan octopus. Proceedings of the Royal Society B 268:1755–1758.](https://doi.org/10.1098/rspb.2001.1708)
22. [Fiorito G, von Planta C, Scotto P (1990). Problem solving ability of Octopus vulgaris Lamarck (Mollusca, Cephalopoda). Behavioral and Neural Biology 53:217–230.](https://doi.org/10.1016/0163-1047(90)90441-8)
23. [Côrtes MO, Dos Santos BB, de Freitas RHA, O’Brien CE, Leite TS (2026). Review of the ecological aspects of sympatric species Octopus americanus and Octopus insularis in the Western Atlantic. Current Zoology.](https://doi.org/10.1093/cz/zoaf023)
24. [Amor MD, Hart AM (2021). Octopus djinda (Cephalopoda: Octopodidae): a new member of the Octopus vulgaris group from southwest Australia. Zootaxa 5061:145–156.](https://doi.org/10.11646/zootaxa.5061.1.7)
25. [Amor MD, Doyle SR, Norman MD, Roura A, Hall NE, et al. (2019). Genome-wide sequencing uncovers cryptic diversity and mito-nuclear discordance in the Octopus vulgaris species complex. bioRxiv 573493.](https://doi.org/10.1101/573493)
26. [Ramirez MD, Oakley TH (2015). Eye-independent, light-activated chromatophore expansion (LACE) and expression of phototransduction genes in the skin of Octopus bimaculoides. Journal of Experimental Biology 218:1513–1520.](https://doi.org/10.1242/jeb.110908)
27. [Al-Soudy AS, Maselli V, Galdiero S, Kuba MJ, Polese G, Di Cosmo A (2021). Identification and characterization of a rhodopsin kinase gene in the suckers of Octopus vulgaris: looking around using arms? Biology 10:936.](https://doi.org/10.3390/biology10090936)
28. [Wikidata (2026). Common octopus (Q651361): Octopus vulgaris Cuvier, 1797; IUCN conservation status Least Concern; IUCN taxon ID 162571.](https://www.wikidata.org/wiki/Q651361)
29. [GBIF (2026). Octopus vulgaris Cuvier, 1797: IUCN Red List category.](https://api.gbif.org/v1/species/2289671/iucnRedListCategory)
30. [UK Parliament (2022). Animal Welfare (Sentience) Act 2022, section 5.](https://www.legislation.gov.uk/ukpga/2022/22/section/5)
31. [Iglesias J, Sánchez FJ, Bersano JGF, Carrasco JF, Dhont J, Fuentes L, et al. (2007). Rearing of Octopus vulgaris paralarvae: present status, bottlenecks and trends. Aquaculture 266:1–15.](https://doi.org/10.1016/j.aquaculture.2007.02.019)
32. [Jacquet J, Franks B, Godfrey-Smith P, Sánchez-Suárez W (2019). The case against octopus farming. Issues in Science and Technology 35(2).](https://issues.org/the-case-against-octopus-farming/)
33. [Washington State Legislature (2024). HB 1153 (2023–24): Prohibiting octopus farming. Bill summary.](https://app.leg.wa.gov/billsummary?BillNumber=1153&Year=2023)
34. [Fiorito G, Scotto P (1992). Observational learning in Octopus vulgaris. Science 256:545–547.](https://doi.org/10.1126/science.256.5056.545)
35. [Campanelli A, Sanchez-Politta S, Saurat JH (2008). Cutaneous ulceration after an octopus bite: infection due to Vibrio alginolyticus, an emerging pathogen. Annales de Dermatologie et de Vénéréologie 135:225–227.](https://doi.org/10.1016/j.annder.2007.04.010)

## Maße und Details

- **Größe:** 30 cm
- **Gewicht:** 5 kg
- **Lebenserwartung:** 1 Jahre
- **Anzahl der Arme:** 8
- **Number Of Hearts:** 3

## Ernährung und Fütterung

Oktopusse sind clevere Raubtiere, die sich im Ozean an Krabben, Muscheln und kleinen Fischen gütlich tun.

- **Hauptnahrung:** Krabben, Hummer, Muscheln, Schnecken, kleine Fische
- **Nahrungssuche:** Nahrungssuche

## Ökologische Zusammenhänge

- **Wird gefressen von:** [Tigerhai](https://www.snappit.app/de/explore/tigerhai) (*Galeocerdo cuvier*) — Haie gehören zu den Fressfeinden von Oktopussen.
- **Wird gefressen von:** [Großer Tümmler](https://www.snappit.app/de/explore/gro%C3%9Fer-t%C3%BCmmler) (*Tursiops truncatus*) — Delfine jagen Oktopusse.
- **Wird gefressen von:** Mittelmeer-Muräne (*Muraena helena*) — Muränen sind geschickte Oktopusjäger.

## Merkmale

- [Einzelgänger](https://www.snappit.app/de/explore/traits/einzelg%C3%A4nger): Einzelgänger leben den größten Teil ihres Lebens allein und interagieren mit Artgenossen nur zur Paarung oder zur Aufzucht der Jungen.
- [Getarnt](https://www.snappit.app/de/explore/traits/getarnt): Getarnt beschreibt Organismen, die über eine Färbung oder Musterung verfügen, durch die sie mit ihrer Umgebung verschmelzen.
- [Werkzeuggebrauch](https://www.snappit.app/de/explore/traits/werkzeuggebrauch): Dieses Merkmal beschreibt Organismen, die externe Objekte manipulieren, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
- [Fleischfressend](https://www.snappit.app/de/explore/traits/fleischfressend): Dieses Merkmal kennzeichnet Organismen, deren Ernährung vollständig oder hauptsächlich aus tierischem Gewebe besteht.
- [Regenerationsfähig](https://www.snappit.app/de/explore/traits/regenerationsf%C3%A4hig): Regenerationsfähige Organismen besitzen die Fähigkeit, verlorene oder beschädigte Körperteile, Gewebe oder Organe nachwachsen zu lassen.
- [Schlüsselart](https://www.snappit.app/de/explore/traits/schl%C3%BCsselart): Beschreibt eine Art, deren Anwesenheit und Rolle einen unverhältnismäßig großen Einfluss auf ihre Umwelt haben.
- [Meer](https://www.snappit.app/de/explore/traits/meer): Marine Lebensräume umfassen alle Salzwasserumgebungen der Ozeane der Erde und beherbergen eine immense Vielfalt an Wasserlebewesen.
- [Giftig](https://www.snappit.app/de/explore/traits/giftig-venomous): Giftige Organismen produzieren Toxine, die typischerweise durch einen Biss oder Stich in ein anderes Tier injiziert werden.
- [Nachtaktiv](https://www.snappit.app/de/explore/traits/nachtaktiv): Nachtaktive Tiere sind hauptsächlich in den Nachtstunden aktiv und ruhen oder schlafen normalerweise tagsüber.

## Sammlungen

- [Invertebrates](https://www.snappit.app/de/explore/collections/wirbellose)

## Sicherheit

**Gefahr:** 2/5 · Gering

Oktopusse immer aus sicherer Entfernung beobachten und in der freien Natur niemals anfassen.

## Häufig gestellte Fragen

### Wie identifiziert man Gemeiner Krake?

Achte auf Flossen, Arme, Tentakel, Schalen und die Körpersymmetrie. Unter Wasser verschiebt das Licht die Farben, deshalb zählen Körperbau und Zeichnung meist mehr als der Farbton. Meerestiere bestimmen: Lade ein Foto hoch und vergleiche die sichtbaren Merkmale.

### Was ist der/die/das größe von Gemeiner Krake?

30 cm

### Was ist der/die/das gewicht von Gemeiner Krake?

5 kg

### Was ist der/die/das lebenserwartung von Gemeiner Krake?

1 Jahre

### Was frisst Gemeiner Krake?

Oktopusse sind clevere Raubtiere, die sich im Ozean an Krabben, Muscheln und kleinen Fischen gütlich tun.

### Wo findet man Gemeiner Krake normalerweise?

Meer

### Was ist der/die/das anzahl der Arme von Gemeiner Krake?

8

## Wo zu sehen

- [Akron Zoo](https://www.snappit.app/de/guides/places/akron-zoo) — Ohio, US · Zoo
- [Greater Cleveland Aquarium](https://www.snappit.app/de/guides/places/greater-cleveland-aquarium) — Ohio, US · Aquarium
- [Milwaukee County Zoo](https://www.snappit.app/de/guides/places/milwaukee-county-zoo) — Wisconsin, US · Zoo
- [Shedd Aquarium](https://www.snappit.app/de/guides/places/shedd-aquarium-bcecdab1-11f4-466d-be23-048967779224) — Illinois, US · Aquarium
- [Belle Isle Aquarium](https://www.snappit.app/de/guides/places/belle-isle-aquarium-7070d6a0-55ef-44c8-b5e5-a86a5499b266) — US · Zoo
- [Long Island Aquarium and Exhibition Center](https://www.snappit.app/de/guides/places/long-island-aquarium-and-exhibition-center) — New York, US · Zoo

[Alle Orte, an denen man Gemeiner Krake sehen kann](https://www.snappit.app/de/guides/where-to-see/oktopus)

## Mehr Invertebrate

- [Koralle](https://www.snappit.app/de/explore/koralle)
- [Krabbenspinne](https://www.snappit.app/de/explore/krabbenspinne) (*Mecaphesa asperata*)
- [Gartenkreuzspinne](https://www.snappit.app/de/explore/gartenkreuzspinne) (*Araneus diadematus*)
- [Braune Einsiedlerspinne](https://www.snappit.app/de/explore/braune-einsiedlerspinne) (*Loxosceles reclusa*)

---

Quelle: [Gemeiner Krake: Steckbrief, Merkmale & Fundorte — Snappit](https://www.snappit.app/de/explore/oktopus)
