# Schiffshalter (*Remora*)

Schiffshalter sind Fische, die auf größeren Meerestieren wie Haien und Walen mitfahren. Sie haben eine spezielle Saugscheibe auf dem Kopf, mit der sie sich an ihren Wirten festhalten können.

- **Kategorie:** [Fische](https://www.snappit.app/de/explore/categories/fische)
- **Seltenheit:** Gewöhnlich
- **Gefahr:** 1/5 · Sehr gering
- **Lebensraum:** Meer
- **Auch bekannt als:** Remora, Saugfisch, Gewöhnlicher Schiffshalter, Haisauger

![Schiffshalter](https://res.cloudinary.com/drieglelr/image/upload/v1771426506/objects/6358.jpg)

## Aussehen

Der Schiffshalter hat einen schlanken, stromlinienförmigen Körper mit einer ovalen Saugscheibe oben auf dem Kopf. Die Scheibe besteht aus Reihen von Lamellen und sieht ein bisschen aus wie eine geriffelte Schuhsohle. Der Gewöhnliche Schiffshalter ist durchgehend dunkel bräunlich grau und hat keinen Streifen. Sein Verwandter, der Gestreifte Schiffshalter, hat an jeder Seite einen breiten dunklen Streifen mit weißem Rand.

## Taxonomie

- **Reich:** Animalia
- **Stamm:** Chordata
- **Klasse:** Actinopterygii
- **Ordnung:** Perciformes
- **Familie:** Echeneidae
- **Gattung:** Remora

## Schiffshalter aus der Nähe

Schiffshalter (Familie Echeneidae) sind 8 Arten schlanker Meeresfische, die sich in warmen Meeren weltweit von Haien, Rochen, Walen, Schildkröten und großen Knochenfischen mitnehmen lassen. Oben auf dem Kopf tragen sie eine ovale Saugscheibe: eine vordere Rückenflosse, die zu Reihen aus stacheligen Lamellen umgebaut wurde. Der Gewöhnliche Schiffshalter (Remora remora), meist etwa 40 cm lang, ist das Vorbild für das Modell auf dieser Seite.

Auch genannt: Remora, Gewöhnlicher Schiffshalter, Haisauger, Saugfisch, Echeneidae.

### Besondere Fähigkeiten

- **Per Anhalter** (17,4 N Zugkraft, um ihn von Haihaut zu lösen): Ein Schiffshalter schwimmt zu einem großen Tier, drückt seine Scheibe an und hält sich fest. Um einen Gestreiften Schiffshalter von Haihaut abzuziehen, brauchte es etwa 17,4 N, so viel, als würde man eine 1,8 kg schwere Tasche anheben. [6][8][7]
  - In Tests brauchte man mehr Kraft, um Gestreifte Schiffshalter von Haihaut (17,4 N) als von glattem Kunststoff (11,2 N) abzuziehen, weil sich die Spinulae in der rauen Haut verhaken.
  - Muskeln stellen die Lamellen auf und erzeugen so den Sog. Sie können sie auch wieder absenken, sodass der Schiffshalter loslassen und sich bewegen kann.
  - Schiffshalter fahren auf Haien, Rochen, großen Knochenfischen, Schildkröten, Walen, Delfinen und sogar auf Schiffen mit. Gestreifte Schiffshalter sollen sich auch schon an den Beinen von Tauchern festgesaugt haben.
  - Kraft, um einen Gestreiften Schiffshalter abzuziehen: Haihaut 17,4 N; Glatter Kunststoff 11,2 N
- **Lamellen-Griff** (≈185× mehr Sog bei Zug): Röntgenblick auf die Scheibe: Reihen von Lamellen, besetzt mit winzigen Stacheln. In Ruhe ist der Sog sanft, doch wenn das Wirtstier ruckt, kann er auf etwa das 185-Fache steigen. [6][2][4]
  - In Ruhe lag der Sog im Schnitt nur 0,5 kPa unter dem Druck des umgebenden Wassers. Als Gestreifte Schiffshalter nach hinten gezogen wurden, wie es ein schwimmendes Wirtstier tut, stieg er auf glattem Kunststoff auf 92,7 kPa darunter.
  - Auf Haihaut krallen sich die Spinulae durch Reibung fest, deshalb war weniger Sog nötig (46,6 kPa darunter), und der Halt war trotzdem stärker.
  - Tastsensoren in der weichen Lippe der Scheibe melden dem Schiffshalter vielleicht den Moment, in dem er Kontakt bekommt.
  - Sog in der Scheibe: Gezogen, glatter Kunststoff 92,7; Gezogen, Haihaut 46,6; In Ruhe 0,5
- **Reste-Snacks** (Ruderfußkrebse Hauptnahrung des Gewöhnlichen Schiffshalters): Wer nah bei einem Jäger mitfährt, bekommt Reste ab. Schiffshalter flitzen für Bröckchen los und lesen winzige Parasiten ab. [8][10][7]
  - Gestreifte Schiffshalter fressen kleine Fische, Reste von der Beute ihrer Wirtstiere und deren Parasiten.
  - Der Gewöhnliche Schiffshalter frisst hauptsächlich parasitische Ruderfußkrebse, kleine Krebstiere.
  - Junge Gestreifte Schiffshalter richten an Riffen manchmal Putzstationen ein und putzen Papageifische von Parasiten.
- **Ram-Modus** (3,7–5,7 % mehr Sauerstoff fürs Pumpen): Auf einem Wirtstier in Fahrt hört ein Schiffshalter auf, seine Kiemen zu pumpen, und lässt stattdessen das vorbeiströmende Wasser durch sein offenes Maul fließen. [9]
  - Gestreifte Schiffshalter wechselten zur Ram-Ventilation, sobald das Wasser mit 10–50 cm pro Sekunde vorbeiströmte, je nach ihrer Größe.
  - Das Pumpen verbrauchte 3,7–5,7 % mehr Sauerstoff als die Ram-Atmung. Schnelleres Wasser machte es nicht noch teurer.
  - Die Studie kam zu dem Schluss, dass das Pumpen die Gestreiften Schiffshalter weniger kostet, als es für Fische im Allgemeinen berichtet worden war.
- **Windschatten-Surfen** (bis zu 84 % weniger Widerstand an den besten Stellen; noch umstritten): Auf Blauwalen suchen sich Schiffshalter geschützte Stellen und rutschen oder gleiten dann über die Haut, um im Windschatten des Wals zu bleiben. [14][11]
  - Kameras auf Blauwalen zeigten, dass sich Schiffshalter dort sammeln, wo sich die Strömung hinter Erhebungen der Haut ablöst. Der Widerstand sinkt dort um bis zu 71–84 % gegenüber freiem Wasser.
  - Sie bewegten sich durch Rutschen (angeheftet) und Gleiten (knapp über der Haut). Das Gleiten senkte den Widerstand an manchen Stellen um 50–72 %, und ein Venturi-Effekt hilft vielleicht, sie nah an der Haut zu halten.
  - Eine frühere Computerstudie an einem einzelnen angehefteten Gestreiften Schiffshalter fand, dass die Strömung des Wirtstiers kaum einen Unterschied machte. Deshalb klären Forschende noch, wie stark der Widerstand bestimmt, wo Schiffshalter mitfahren.
  - Gesparter Widerstand auf einem Blauwal: Angeheftet an den besten Stellen 71–84 %; Gleitend (an manchen Stellen) 50–72 %
- **Tiefsee-Mitfahrer** (1.460 m tiefster belegter Schiffshalter): Schiffshalter gehen dorthin, wohin ihre Wirtstiere gehen. Ein Gewöhnlicher Schiffshalter fuhr auf einem Walhai bis in 1.460 m Tiefe mit, wo das Wasser 3,6 °C hatte. [15][10]
  - Eine Studie an tieftauchenden Walhaien und Chilenischen Teufelsrochen fand Gewöhnliche Schiffshalter und Lotsenfische, die ihren Wirtstieren weit unterhalb der sonnenbeschienenen Zone treu blieben.
  - Ein Lotsenfisch wurde beim Wiederaufstieg desselben Tauchgangs in 900 m Tiefe (7,5 °C) gefilmt.
  - Gewöhnliche Schiffshalter leben meist in den obersten 200 m. Wie sie in der Tiefe mit Kälte, Dunkelheit und Druck zurechtkommen, ist unbekannt.
  - Wie tief ist das?: Schiffshalter auf einem Walhai 1.460 m; Lotsenfisch, gleicher Tauchgang 900 m; Übliche Tiefengrenze der Schiffshalter 200 m
- **Allein unterwegs** (≈1 Jahr junge Gestreifte Schiffshalter schwimmen frei): Schiffshalter können auch allein schwimmen. Junge Gestreifte Schiffshalter leben etwa ein Jahr lang frei, und erwachsene sind oft in Gruppen über Riffen unterwegs. [7][3]
  - Gestreifte Schiffshalter schlüpfen mit 4,7–7,5 mm Länge und schwimmen frei, bis sie etwa 3 cm lang sind. Dann beginnen sie, sich an Wirtstiere zu heften.
  - Erwachsene Gestreifte Schiffshalter sieht man oft in frei schwimmenden Gruppen über flachen Korallenriffen. Die Remora-Arten des offenen Ozeans sind bei ihren Wirtstieren viel wählerischer.
  - Ohne Schwimmblase und als eher schlechte Schwimmer sind sie für weite Strecken trotzdem auf Wirtstiere angewiesen.
- **Streifen-Check** (Kiefer bis Schwanz der Seitenstreifen des Gestreiften Schiffshalters): Gestreifter oder Gewöhnlicher Schiffshalter? Schau auf die Flanke: Der Gestreifte hat einen dunklen, weiß eingefassten Streifen, der Gewöhnliche ist einfarbig dunkel graubraun. [7][10]
  - Der breite dunkle Streifen des Gestreiften Schiffshalters reicht vom Kiefer bis zum Ansatz der Schwanzflosse und hat weiße Ränder.
  - Sein Schwanz ist schwarz mit weißen Ecken, und seine Rücken- und Bauchflossen sind dunkel mit weißen Säumen.
  - Der Gewöhnliche Schiffshalter ist durchgehend dunkel bräunlich grau, ohne Streifen.

### Körperteile

- **Saugscheibe** (bis zu 26 Lamellen) [1][2][3][4][5]
  - Eine ovale Scheibe oben auf dem Kopf. Sie ist die vordere Rückenflosse des Schiffshalters, völlig umgebaut: Jede Lamelle wächst aus einem Flossenstachel.
  - Schiffshalter haben bis zu 26 Lamellen, die in der Mitte der Scheibe in eine linke und eine rechte Hälfte geteilt sind.
  - Der weiche Rand der Scheibe trägt Druckstab-Tastsensoren. Sie wurden zum ersten Mal bei einem Fisch gefunden; zuvor kannte man sie nur von den Kloakentieren (Schnabeltier und Ameisenigel).
  - Die Scheibe haftet auch auf schnell schwimmenden Wirtstieren, trotz des starken Widerstands durch das vorbeiströmende Wasser.
- **Lamellen und Spinulae** (2–4 Reihen Spinulae auf jeder Lamelle) [6][2][1]
  - Muskeln kippen die Lamellen nach oben oder unten. Aufgestellte Lamellen machen die Scheibe zu einer Kammer mit geringerem Druck als im Wasser außen, sodass das Meer den Schiffshalter andrückt.
  - Jede Lamelle trägt 2–4 Reihen winziger, nach hinten gerichteter Stacheln, der Spinulae. Sie bestehen aus mineralisiertem Gewebe, ähnlich wie kleine Zähne.
  - Die Spinulae haften durch Reibung, vor allem auf rauer Haut wie der von Haien. Wenn ein Schiffshalter wächst, bekommen seine Lamellen mehr Reihen und mehr Spinulae.
- **Maul** (Unterbiss Unterkiefer steht vor) [7]
  - Der Unterkiefer ragt weit über den Oberkiefer hinaus.
  - In den Kiefern sitzen viele kleine, spitze Zähne in bürstenartigen Feldern (sogenannte Bürstenzähne).
  - Junge Gestreifte Schiffshalter bekommen kleine Zähne im Oberkiefer und größere im Unterkiefer.
- **Essensreste** [8][7]
  - Gestreifte Schiffshalter fressen kleine Fische, Reste von den Mahlzeiten ihres Wirtstiers und dessen Parasiten.
  - Sie fangen auch frei lebende Krebstiere wie Krabben sowie Tintenfische.
- **Kiemen** (10–50 cm/s Strömung für die Ram-Atmung nötig) [9]
  - In ruhigem Wasser pumpt ein Gestreifter Schiffshalter das Wasser selbst über seine Kiemen.
  - Sobald das Wasser mit 10–50 cm pro Sekunde (je nach Größe) vorbeiströmt, hört er mit dem Pumpen auf und lässt die Strömung die Arbeit machen. Das nennt man Ram-Ventilation.
  - Das Pumpen kostet ihn nur 3,7–5,7 % mehr Sauerstoff als die Ram-Atmung.
- **Darm** (Keine Schwimmblase) [7][10]
  - Der Gestreifte Schiffshalter hat keine Schwimmblase, die Gasblase, mit der viele Fische im Wasser schweben.
  - Außerdem ist er ein eher schlechter Schwimmer und verlässt sich deshalb auf Wirtstiere, um voranzukommen.
  - Der Gewöhnliche Schiffshalter frisst hauptsächlich parasitische Ruderfußkrebse, kleine Krebstiere, die auf großen Fischen leben.
- **Körper** (86,4 cm größter Gewöhnlicher Schiffshalter) [10][8][11]
  - Der Gewöhnliche Schiffshalter ist dunkel bräunlich grau und meist etwa 40 cm lang, höchstens 86,4 cm.
  - Sein Verwandter, der Gestreifte Schiffshalter, wird bis zu 110 cm lang.
  - Ein angehefteter Schiffshalter hat die Form eines stromlinienförmigen Körpers, sodass das Wasser nur wenig an ihm zerrt: wahrscheinlich zu wenig, um ihn abzureißen, selbst auf einem schnellen Wirtstier.
- **Schwanz und Flossen** (22–26 Strahlen in der zweiten Rückenflosse) [10][7][8]
  - Hinter der Scheibe sind die zweite Rückenflosse und die Afterflosse lang und spiegeln einander: beim Gewöhnlichen Schiffshalter 22–26 bzw. 22–24 Weichstrahlen.
  - Beim Gestreiften Schiffshalter ist der Schwanz schwarz mit deutlichen weißen Ecken.
  - Manche Fischer binden eine Leine an den schmalen Schwanzansatz eines Schiffshalters, lassen ihn schwimmen und holen ihn samt allem, woran er sich festsaugt, wieder ein.
- **Das Wirtstier** (≈ die Hälfte der gefilmten Haie hatte Begleitfische) [3][12][13][14]
  - Gewöhnliche Schiffshalter fahren meist auf Haien des offenen Ozeans mit, auf Fächerfischen wie Marlinen und auf Schwertfischen.
  - Jede Art hat ihre Lieblinge: Der Wal-Schiffshalter fährt nur auf Walen und Delfinen mit, und Remora albescens scheint auf Mantarochen angewiesen zu sein.
  - In einer Kamerastudie an 7 Haiarten in drei Ozeanen hatte fast die Hälfte der Haie Begleitfische.
  - Auf Blauwalen versammeln sich Schiffshalter dort, wo sich die Strömung hinter Erhebungen der Haut ablöst; das senkt ihren Widerstand um bis zu 71–84 %.

### Zahlen

| Angabe | Wert | Hinweise |
|---|---|---|
| Länge (Gewöhnlicher Schiffshalter) | bis zu 86,4 cm | meist etwa 40 cm; Der Gestreifte Schiffshalter wird bis zu 110 cm lang [10][8] |
| Arten | 8 | in der Familie der Schiffshalter, Echeneidae [3] |
| Scheibenlamellen | bis zu 26 | jede begann als Flossenstachel [3][1] |
| Zugkraft zum Lösen | 17,4 N | Gestreifter Schiffshalter auf Haihaut; 11,2 N auf glattem Kunststoff; Etwa so viel Zugkraft, wie man zum Anheben einer 1,8-kg-Tasche braucht [6] |
| Stärkster Sog | 92,7 kPa | unter dem Druck des umgebenden Wassers, bei Zug; 0,5 kPa in Ruhe; Etwa das 185-Fache des Sogs in Ruhe [6] |
| Gesparter Widerstand | bis zu 84 % | an den besten Stellen auf einem Blauwal [14] |
| Tiefste Mitfahrt | 1.460 m | auf einem Walhai, bei 3,6 °C [15][10] |
| Sauerstoffkosten des Pumpens | +3,7–5,7 % | zusätzlicher Sauerstoff, den ein Gestreifter Schiffshalter fürs Pumpen der Kiemen statt für die Ram-Atmung braucht [9] |
| Längster Aufenthalt auf einem Wirtstier | 87 Tage | ein Wal-Schiffshalter-Paar auf einem Spinnerdelfin [16] |
| Früher fossiler Schiffshalter | < 32 Millionen Jahre | Opisthomyzon aus der Schweiz, mit der Scheibe hinter dem Kopf [17] |

### Fotos

- [Gestreifter Schiffshalter mit sichtbarer Scheibe, St. John, Amerikanische Jungferninseln](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echeneis_naucrates_-_Reef1980.jpg) (Foto: NOAA Photo Library (NOAA CCMA Biogeography Team), CC BY 2.0)
- [Gewöhnlicher Schiffshalter (Remora remora), NOAA-Foto](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Remora_remora.jpg) (Foto: NOAA CCMA Biogeography Team, Public domain)
- [Gestreifter Schiffshalter beim freien Schwimmen, Amerikanische Jungferninseln](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echeneis_naucrates_-_Reef1981.jpg) (Foto: NOAA Photo Library (NOAA CCMA Biogeography Team), CC BY 2.0)
- [Gestreifter Schiffshalter mit einem Papageifisch, Thailand](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echeneis_naucrates_335479137.jpg) (Foto: portioid, CC BY-SA 4.0)
- [Grüne Meeresschildkröte mit einem Gestreiften Schiffshalter](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echeneis_naucrates_241647485.jpg) (Foto: shahar chaikin, CC BY 4.0)
- [Echte Karettschildkröte mit Schiffshaltern, Nordägypten](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hawksbill_turtle_in_Egypt.jpg) (Foto: SEJanssen, CC BY-SA 4.0)
- [Grüne Meeresschildkröte mit Schiffshaltern, Rotes Meer, Ägypten](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Suppenschildkr%C3%B6te_(Chelonia_mydas)_DSCF1115WI.jpg) (Foto: Kora27, CC BY-SA 4.0)
- [Pottwal-Mutter und Kalb vor Mauritius; das Kalb trägt Schiffshalter](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mother_and_baby_sperm_whale.jpg) (Foto: Gabriel Barathieu, CC BY-SA 2.0)

### Fragen

- **Was ist ein Schiffshalter (Remora)?** Ein Schiffshalter ist eine von 8 Fischarten der Familie Echeneidae, die mit einer Saugscheibe oben auf dem Kopf auf größeren Tieren mitfahren. Die Scheibe ist eine umgebaute Rückenflosse. [3][1]
- **Warum heften sich Schiffshalter an Haie?** Wegen einer energiesparenden Mitfahrt, Essensresten und Parasiten zum Fressen und besserer Chancen, einen Partner zu treffen. Außerdem finden Begleitfische vielleicht Schutz vor Fressfeinden, wenn sie in der Nähe eines großen Wirtstiers bleiben. [19][9][8][16][13]
- **Wie haftet ein Schiffshalter am Hai?** Muskeln stellen Lamellen in seiner Scheibe auf, was Sog erzeugt, während winzige Spinulae auf den Lamellen durch Reibung greifen. Um einen Gestreiften Schiffshalter von Haihaut abzuziehen, brauchte es etwa 17,4 N. [6][2]
- **Sind Schiffshalter Parasiten?** Nicht genau. Sie saugen kein Blut, sondern fressen Reste, kleine Fische und Parasiten. Aber Mitfahrer erhöhen den Widerstand, und manche wurden dabei beobachtet, wie sie sich in Körperöffnungen von Mantarochen drängten. Forschende sagen, die Beziehung kann für das Wirtstier zwischen nützlich und schädlich wechseln. [19][8][27]
- **Was fressen Schiffshalter?** Kleine Fische, Reste von den Mahlzeiten ihrer Wirtstiere und deren Parasiten. Der Gewöhnliche Schiffshalter frisst vor allem parasitische Ruderfußkrebse, und junge Gestreifte Schiffshalter putzen manchmal Riffische von Parasiten. [8][10][7]
- **Kann sich ein Schiffshalter an einem Menschen festsaugen?** Ja. Gestreifte Schiffshalter sollen Taucher begleitet und sich an deren Beinen festgesaugt haben. Sie sind harmlos, aber die raue Scheibe kann wehtun. Versuche nicht, sie anzufassen oder zu fangen; beobachte sie aus der Entfernung. [7][8]
- **Wie groß werden Schiffshalter?** Der Gewöhnliche Schiffshalter ist meist etwa 40 cm lang, höchstens 86,4 cm. Der Gestreifte Schiffshalter kann 110 cm erreichen, der Marlin-Schiffshalter nur etwa 40 cm. [10][8][28]
- **Sind Schiffshalter vom Aussterben bedroht?** Nein. Der Gewöhnliche Schiffshalter, der Gestreifte Schiffshalter und der Wal-Schiffshalter stehen auf der Roten Liste der IUCN als nicht gefährdet (2012 bewertet). [10][8][12][26]

### Mythen und Fakten über Schiffshalter

Seemannsgarn, „Blutsauger“-Gerüchte und echte Wissenschaft. Was stimmt, was nicht?

- "Ein Schiffshalter kann ein Schiff aufhalten." **Mythos!** Der römische Schriftsteller Plinius der Ältere behauptete, dieser Fisch „gebiete Schiffen stillzustehen“, und gab einem von ihnen die Schuld, das Schiff von Marcus Antonius in der Schlacht bei Actium aufgehalten zu haben. Der Name Remora ist lateinisch für „Verzögerung“. Schiffshalter heften sich zwar an Schiffsrümpfe, aber ein Fisch dieser Größe kann kein Schiff stoppen. [18][10]
- "Die Saugscheibe eines Schiffshalters ist eine umgebaute Flosse." **Fakt!** Untersuchungen an heranwachsenden Schiffshaltern zeigen, dass sich jede Lamelle aus einem Stachel der vorderen Rückenflosse bildet. Ein fossiler Schiffshalter aus der Schweiz, etwas weniger als 32 Millionen Jahre alt, hatte eine einfachere Scheibe weiter hinten, hinter dem Kopf. [1][17]
- "Schiffshalter saugen ihren Wirtstieren Blut ab." **Mythos!** Der „Sauger“ sitzt oben auf dem Kopf, nicht am Maul, und funktioniert wie ein Saugnapf mit Haftstacheln. Schiffshalter fressen Reste, kleine Fische und winzige Parasiten, kein Blut. [6][8][10]
- "Schiffshalter helfen ihren Wirtstieren immer, indem sie Parasiten abputzen." **Nicht bewiesen!** Schiffshalter fressen zwar Parasiten, aber niemand hat gemessen, ob das die Nachteile für die Wirtstiere aufwiegt, etwa zusätzlichen Widerstand. Forschende nehmen heute an, dass die Beziehung je nach Zeit und Ort zwischen nützlich und schädlich schwankt. [19][10]
- "Ein Schiffshalter haftet allein durch Sog." **Mythos!** Sog ist nur ein Teil davon. Winzige Spinulae auf den Lamellen sorgen zusätzlich für Reibung. Auf rauer Haihaut nutzten Gestreifte Schiffshalter weniger Sog, hielten sich aber fester. [6][2]
- "Schiffshalter fahren nur auf Haien mit." **Mythos!** Sie fahren auch auf Rochen, Mantas, Schildkröten, Walen, Delfinen, großen Knochenfischen und Schiffen mit. Der Wal-Schiffshalter fährt nur auf Walen und Delfinen mit. [8][3][20]
- "Menschen haben Schiffshalter zum Fischen benutzt." **Fakt!** Fischer haben eine Leine an den Schwanz eines Schiffshalters gebunden und ihn freigelassen. Wenn er sich an einem Fisch oder einer Schildkröte festsaugte, zogen sie beide ein. [8][7]
- "Schiffshalter bleiben im flachen Wasser." **Mythos!** Gewöhnliche Schiffshalter leben meist in den obersten 200 m, aber einer blieb auf einem tauchenden Walhai bis hinunter in 1.460 m. [10][15]

### Schiffshalter-Rekorde

Superlative aus Schiffshalter-Studien, jeweils anhand der Quelle geprüft.

- Tiefster belegter Schiffshalter: Gewöhnlicher Schiffshalter auf einem Walhai, 1.460 m (Wasser 3,6 °C; ein Lotsenfisch erreichte beim selben Tauchgang 900 m) [15]
- Bester Platz auf einem Blauwal: Schiffshalter auf Blauwalen, bis zu 84 % (weniger Widerstand als im freien Wasser, an den beliebtesten Stellen) [14]
- Erster Beleg einer treuen Mitfahrt: Wal-Schiffshalter-Paar auf einem Spinnerdelfin, 87 Tage (ein anderes Paar blieb 47 Tage; Fernando de Noronha, Brasilien) [16]
- Erster Fisch mit Druckstab-Tastsensoren: Die Scheibenlippe des Schiffshalters, 2020 (diese Sensoren kannte man zuvor nur vom Schnabeltier und von Ameisenigeln) [4]
- Früher fossiler Schiffshalter: Opisthomyzon glaronensis, Schweiz, < 32 Millionen Jahre (seine Scheibe saß hinter dem Kopf und hatte keine Spinulae) [17]
- Superhalt nach dem Vorbild des Schiffshalters: MUSAS-Gerät (2025), 1.391× (des eigenen Gewichts, auf weichen, nassen Oberflächen; die Roboterscheibe von 2017 schaffte das 340-Fache) [21][5]

### Ein Tag auf Fahrt mit einem Schiffshalter

Die meisten Schiffshalter verbringen ihre Tage unterwegs auf einem Wirtstier. Das sind die Aufgaben im Tag eines Schiffshalters, nach Studien an echten Mitfahrern.

- **Anheften**: Eine Mitfahrgelegenheit finden. Ein Schiffshalter schwimmt zu einem großen Tier und drückt seine Scheibe auf die Haut. Auf Blauwalen sammeln sich Schiffshalter dort, wo die Strömung am ruhigsten ist. [6][14]
- **Unterwegs**: Gratis atmen. Strömt das Wasser mit 10–50 cm pro Sekunde vorbei, hört er auf, seine Kiemen zu pumpen, und lässt die Strömung durch sein Maul fließen. [9]
- **Fortbewegung**: Rutschen und Gleiten. Er kann angeheftet über die Haut rutschen oder knapp über ihr gleiten und bleibt so in der Zone mit wenig Widerstand. [14]
- **Snackzeit**: Reste schnappen. Wenn das Wirtstier frisst, schnappt sich ein Schiffshalter vielleicht Reste von dessen Mahlzeit oder liest winzige parasitische Ruderfußkrebse von der Haut. [8][10]
- **Tauchgang**: Festhalten!. Taucht das Wirtstier ab, taucht der Schiffshalter mit. Einer blieb auf einem Walhai bis hinunter in 1.460 m. [15]
- **Treffpunkt**: Einen Partner finden. Auf demselben Wirtstier mitzufahren hilft Schiffshaltern, einander zu treffen. Zwei Wal-Schiffshalter fuhren 87 Tage lang Seite an Seite auf dem Bauch eines Delfins mit und waren wahrscheinlich ein Brutpaar. [16]

### Als Schiffshalter aufwachsen

Vom treibenden Ei zum Mitfahrer, vor allem am Beispiel des Gestreiften Schiffshalters.

- **Frühling und Sommer**: Eier im offenen Wasser. Gestreifte Schiffshalter laichen an den meisten Orten im Frühling und Sommer, im Mittelmeer im Herbst. Ihre großen, runden Eier treiben im Meer. Im Golf von Mexiko erreicht das Laichen im August seinen Höhepunkt. [7][22]
- **Schlüpfen**: Winzige Larve. Die frisch geschlüpften Larven sind nur 4,7–7,5 mm lang, mit großem Dottersack und Augen, die noch keine Farbe haben. [7]
- **Wachsen**: Die Scheibe entsteht. Wenn der junge Fisch wächst, werden die Stacheln der vorderen Rückenflosse zu den Lamellen der Scheibe, und jede Lamelle bekommt mehr Spinulae. [7][1]
- **≈1 Jahr, ≈3 cm**: Erste Mitfahrt. Junge Gestreifte Schiffshalter leben etwa ein Jahr lang frei, bis sie etwa 3 cm lang sind, und beginnen dann, sich an Wirtstiere zu heften. [7]
- **Erwachsen**: Größere Mitfahrer, größere Wirtstiere. Weibchen wachsen langsamer, werden aber größer als Männchen (im Durchschnitt etwa 60 cm gegenüber 48 cm bei voller Größe). Je größer der Gestreifte Schiffshalter, desto größer ist tendenziell sein Wirtstier. [22]

### Gewöhnlicher vs. Gestreifter Schiffshalter vs. Lotsenfisch

Drei berühmte Begleiter von Haien. Nur zwei von ihnen können sich festsaugen.

| | Gewöhnlicher Schiffshalter | Gestreifter Schiffshalter | Lotsenfisch |
|---|---|---|---|
| Wissenschaftlicher Name [10][8][23] | Remora remora | Echeneis naucrates | Naucrates ductor |
| Familie [10][7][23] | Echeneidae (Schiffshalter) | Echeneidae (Schiffshalter) | Carangidae (Stachelmakrelen) |
| Saugscheibe [10][7][23] | Ja | Ja | Nein |
| Größte Länge [10][8][23] | 86,4 cm | 110 cm | 70 cm |
| Aussehen [10][7][23] | Einfarbig dunkel bräunlich grau | Dunkler Seitenstreifen mit weißem Rand | Bläulich mit 6–7 dunklen Querbändern |
| Wichtigste Wirtstiere [3][24][15][8][23] | Haie des offenen Ozeans (auch Walhaie), Fächerfische, Schwertfische | Fast alles: Haie, Rochen, Knochenfische, Schildkröten, Wale, Schiffe | Haie, Rochen, große Knochenfische, Schildkröten |
| Übliche Tiefe [10][8][23] | 0–200 m | 1–85 m | 0–300 m |
| Tiefste Beobachtung mit Wirtstier [15] | 1.460 m | Unbekannt | 900 m |
| Rote Liste der IUCN [10][8][23] | Nicht gefährdet | Nicht gefährdet | Nicht gefährdet |

Lotsenfische sind Stachelmakrelen, keine Schiffshalter. Ihre Jungen suchen oft Schutz unter Quallen und treibendem Seetang.

### Roboter nach dem Vorbild des Schiffshalters

Ingenieure kopieren die Scheibe des Schiffshalters, um Greifer zu bauen, die unter Wasser haften und auf Befehl wieder loslassen.

- **340×** das eigene Gewicht. Eine 3D-gedruckte Scheibe mit Kohlefaser-Spinulae nach dem Vorbild des Gestreiften Schiffshalters trug bis zum 340-Fachen ihres Eigengewichts und ließ einen kleinen Roboter mitfahren, sogar auf Haihaut (2017). [5]
- **≈60 %** besser als ein lebender Schiffshalter. Ein einfacher Nachbau der Scheibe haftete besser, je mehr Lamellen hinzukamen, und auf haihautähnlicher Rauheit übertraf er den Halt lebender Schiffshalter um fast 60 % (2019). [25]
- **1.391×** Verhältnis von Haftkraft zu Gewicht. Ein Gerät von 2025, das auf Tricks des Schiffshalters beruht, haftet auf weichen, nassen Oberflächen wie der Darmschleimhaut, um winzige Sensoren und Medikamente mit langsamer Freisetzung zu transportieren. [21]

Das sind Forschungsgeräte, getestet im Labor und in Tierstudien.

### Sind Schiffshalter bedroht?

Nein. Der Gewöhnliche Schiffshalter und seine Verwandten gelten als nicht gefährdet, sind aber auf große Wirtstiere angewiesen, die vielerorts in Not sind.

- **Rote Liste der IUCN:** Nicht gefährdet (LC) (Trend unbekannt). Der Gewöhnliche Schiffshalter, der Gestreifte Schiffshalter und der Wal-Schiffshalter sind alle als nicht gefährdet eingestuft. Gewöhnliche Schiffshalter leben in warmen Meeren weltweit. [10][26][8][12]
- IUCN-Rote Liste, bewertet am 23. August 2012
- **Gefahr: Verlust der Wirtstiere**: Schiffshalter brauchen große Tiere zum Mitfahren. Forschende warnen, dass sinkende Bestände der Wirtstiere auch ihre Begleitfische mit nach unten ziehen könnten. [13]
- **Gefahr: Sich wandelnde Meere**: Ob Haie Begleitfische tragen, hängt von Wassertemperatur, Salzgehalt und Wind ab, und der Klimawandel kann sie alle verändern. [13]
- **Gefahr: Fischerei**: Gewöhnliche und Gestreifte Schiffshalter werden in manchen Fischereien und von Sportanglern gefangen. [10][8]
- **Was hilft: Schutzgebiete**: In drei Ozeanen hatten Haie in teilweise geschützten Gebieten mit größerer Wahrscheinlichkeit Begleitfische, und in streng geschützten Gebieten hatten sie mehr davon. [13]
- **Was hilft: Wirtstiere schützen**: Haie, Rochen, Schildkröten und Wale tragen Schiffshalter mit sich, also schützt der Schutz der Wirtstiere auch die Mitfahrer. [13]
- **Was hilft: Beobachtungen von Tauchern**: Fotos und Videos von Tauchern und Forschenden enthüllen immer wieder neues Verhalten von Schiffshaltern, etwa die Berichte von Mantarochen aus dem Jahr 2026. [27]
- **Gestreifter Schiffshalter (Echeneis naucrates)** (LC): Schiffshalter der Riffe und Küsten; 2012 bewertet. [8][26]
- **Wal-Schiffshalter (Remora australis)** (LC): Fährt nur auf Walen und Delfinen mit; 2012 bewertet. [12][26]

### Art

- **Gewöhnlicher Schiffshalter**: Durchgehend dunkel bräunlich grau, meist etwa 40 cm lang und höchstens 86,4 cm, mit einer Scheibe aus Lamellen auf dem Kopf. (Offener Ozean; meist auf Haien, Fächerfischen und Schwertfischen) [10][3]
- **Gestreifter Schiffshalter**: Schlank, mit einem breiten dunklen Seitenstreifen mit weißem Rand und einem schwarzen Schwanz mit weißen Ecken. Bis zu 110 cm lang. (Fährt auf fast allem mit oder schwimmt frei über Riffen) [7][8][3]
- **Wal-Schiffshalter**: Bis zu 76 cm lang. Kommt nur auf Walen, Delfinen und Tümmlern vor, manchmal paarweise am Bauch. (Spezialist für Wale und Delfine) [12][3][16]
- **Jungtier**: Schlüpft mit unter 1 cm und mit großem Dottersack. Die Scheibe bildet sich beim Wachsen, und junge Gestreifte Schiffshalter schwimmen frei, bis sie etwa 3 cm lang sind. (Manche jungen Gestreiften Schiffshalter putzen Riffische von Parasiten) [7][1]

### Schiffshalter-Quiz

1. Woraus besteht die Saugscheibe eines Schiffshalters? **Aus einer umgebauten Rückenflosse.** Jede Lamelle der Scheibe entsteht aus einem Stachel der vorderen Rückenflosse. [1]
2. Wie viele Schiffshalter-Arten gibt es? **8.** Die Familie der Schiffshalter, Echeneidae, hat 8 Arten. [3]
3. Was sind Spinulae? **Winzige zahnähnliche Stacheln auf den Lamellen der Scheibe.** Spinulae sind winzige, mineralisierte Stacheln, die durch Reibung haften. [2]
4. Wie viel Kraft brauchte es, um einen Gestreiften Schiffshalter von Haihaut abzuziehen? **Etwa 17,4 N.** Etwa 17,4 N, mehr als die 11,2 N auf glattem Kunststoff. [6]
5. Wie tief fuhr ein Gewöhnlicher Schiffshalter auf einem Walhai mit? **1.460 m.** Er blieb auf dem Walhai bis hinunter in 1.460 m, wo das Wasser 3,6 °C hatte. [15]
6. Was bedeutet das lateinische Wort „remora“? **Verzögerung.** Remora bedeutet „Verzögerung“ oder „Hindernis“, nach dem alten Glauben, diese Fische würden Schiffe bremsen. [10]
7. Welcher Schiffshalter fährt nur auf Walen und Delfinen mit? **Wal-Schiffshalter.** Der Wal-Schiffshalter heftet sich nur an Waltiere: Wale, Delfine und Tümmler. [12][3]
8. Wie atmet ein mitfahrender Schiffshalter? **Er lässt das vorbeiströmende Wasser über seine Kiemen fließen.** Auf einem Wirtstier in Fahrt schaltet er auf Ram-Ventilation um und lässt die Strömung die Arbeit machen. [9]
9. Was fand die Blauwal-Studie von 2020 heraus? **Schiffshalter suchen sich Stellen, die ihren Widerstand um bis zu 84 % senken.** Schiffshalter sammelten sich an geschützten Stellen, die den Widerstand um bis zu 71–84 % senken. [14]
10. Woran erkennst du Echeneis naucrates im Unterschied zum Gewöhnlichen Schiffshalter? **Ein dunkler Seitenstreifen mit weißem Rand.** Der dunkle Streifen des Gestreiften Schiffshalters reicht vom Kiefer bis zum Schwanz; der Gewöhnliche Schiffshalter ist einfarbig dunkel graubraun. [7][10]
11. Was konnte eine vom Schiffshalter inspirierte Scheibe von 2017? **Bis zum 340-Fachen ihres Eigengewichts halten.** Die Roboterscheibe hielt bis zum 340-Fachen ihres Gewichts und ließ einen Roboter mitfahren. [5]
12. Wie lange blieb ein Wal-Schiffshalter-Paar auf einem Spinnerdelfin? **87 Tage.** Das Paar blieb 87 Tage lang Seite an Seite auf dem Bauch des Delfins. [16]

### Quellen (geprüft am 2026-10-16)

1. [Britz R, Johnson GD (2012). Ontogeny and homology of the skeletal elements that form the sucking disc of remoras (Teleostei, Echeneoidei, Echeneidae). Journal of Morphology 273:1353–1366.](https://doi.org/10.1002/jmor.20063)
2. [Beckert M, Flammang BE, Nadler JH (2015). Remora fish suction pad attachment is enhanced by spinule friction. Journal of Experimental Biology 218:3551–3558.](https://doi.org/10.1242/jeb.123893)
3. [Kenaley CP, Stote A, Ludt WB, Chakrabarty P (2019). Comparative functional and phylogenomic analyses of host association in the remoras (Echeneidae), a family of hitchhiking fishes. Integrative Organismal Biology 1:obz007.](https://doi.org/10.1093/iob/obz007)
4. [Cohen KE, Flammang BE, Crawford CH, Hernandez LP (2020). Knowing when to stick: touch receptors found in the remora adhesive disc. Royal Society Open Science 7:190990.](https://doi.org/10.1098/rsos.190990)
5. [Wang Y, Yang X, Chen Y, Wainwright DK, Kenaley CP, Gong Z, Liu Z, Liu H, Guan J, et al. (2017). A biorobotic adhesive disc for underwater hitchhiking inspired by the remora suckerfish. Science Robotics 2:eaan8072.](https://doi.org/10.1126/scirobotics.aan8072)
6. [Fulcher BA, Motta PJ (2006). Suction disk performance of echeneid fishes. Canadian Journal of Zoology 84:42–50.](https://doi.org/10.1139/z05-167)
7. [Florida Museum of Natural History. Sharksucker (Echeneis naucrates). Discover Fishes species profile.](https://www.floridamuseum.ufl.edu/discover-fish/species-profiles/echeneis-naucrates/)
8. [Froese R, Pauly D (eds) (2025). Echeneis naucrates, Live sharksucker. FishBase (version 2025).](https://www.fishbase.se/summary/Echeneis-naucrates.html)
9. [Steffensen JF, Lomholt JP (1983). Energetic cost of active branchial ventilation in the sharksucker, Echeneis naucrates. Journal of Experimental Biology 103:185–192.](https://doi.org/10.1242/jeb.103.1.185)
10. [Froese R, Pauly D (eds) (2025). Remora remora, Shark sucker. FishBase (version 2025).](https://www.fishbase.se/summary/Remora-remora.html)
11. [Beckert M, Flammang BE, Anderson EJ, Nadler JH (2016). Theoretical and computational fluid dynamics of an attached remora (Echeneis naucrates). Zoology 119.](https://doi.org/10.1016/j.zool.2016.06.004)
12. [Froese R, Pauly D (eds) (2025). Remora australis, Whalesucker. FishBase (version 2025).](https://www.fishbase.se/summary/Remora-australis.html)
13. [Walker JK, Meeuwig JJ, Thompson CDH (2026). Environmental and protection effects of shark-companion associations across three ocean basins. Ecology and Evolution.](https://doi.org/10.1002/ece3.73823)
14. [Flammang BE, Marras S, Anderson EJ, Lehmkuhl O, Mukherjee A, Cade DE, Beckert M, et al. (2020). Remoras pick where they stick on blue whales. Journal of Experimental Biology 223:jeb226654.](https://doi.org/10.1242/jeb.226654)
15. [Fontes J, Castellano-González G, Macena BCL, Afonso P (2023). Hitchhiking to the abyss. Ecology and Evolution 13:e10126.](https://doi.org/10.1002/ece3.10126)
16. [Silva-Jr JM, Sazima I (2003). Whalesuckers and a spinner dolphin bonded for weeks: does host fidelity pay off? Biota Neotropica 3(2):1–5.](https://doi.org/10.1590/S1676-06032003000200012)
17. [Friedman M, Johanson Z, Harrington RC, Near TJ, Graham MR (2013). An early fossil remora (Echeneoidea) reveals the evolutionary assembly of the adhesion disc. Proceedings of the Royal Society B 280:20131200.](https://doi.org/10.1098/rspb.2013.1200)
18. [Pliny the Elder (c. 77 CE). The Natural History, Book 32, chapter 1 (trans. J. Bostock, H. T. Riley, 1855). Perseus Digital Library.](http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus:text:1999.02.0137:book=32:chapter=1)
19. [Gayford JH (2024). The multidimensional spectrum of eco-evolutionary relationships between sharks and remoras. Journal of Fish Biology.](https://doi.org/10.1111/jfb.15759)
20. [Sazima I, Grossman A (2006). Turtle riders: remoras on marine turtles in Southwest Atlantic. Neotropical Ichthyology 4:123–126.](https://doi.org/10.1590/S1679-62252006000100014)
21. [Kang Z, Gomez JA, Ross AM, Kirtane AR, Zhao M, Cai Y, Chen FX, et al. (2025). Mechanical underwater adhesive devices for soft substrates. Nature.](https://doi.org/10.1038/s41586-025-09304-4)
22. [Bachman BA, Kraus R, Peterson CT, Grubbs RD, Peters EC (2018). Growth and reproduction of Echeneis naucrates from the eastern Gulf of Mexico. Journal of Fish Biology 93.](https://doi.org/10.1111/jfb.13790)
23. [Froese R, Pauly D (eds) (2025). Naucrates ductor, Pilotfish. FishBase (version 2025).](https://www.fishbase.se/summary/Naucrates-ductor.html)
24. [Green SM, Hearn A, Green JR (2023). Species associated with whale sharks Rhincodon typus in the Galapagos Archipelago. Biodiversity Data Journal 11:e97864.](https://doi.org/10.3897/BDJ.11.e97864)
25. [Gamel KM, Garner AM, Flammang BE (2019). Bioinspired remora adhesive disc offers insight into evolution. Bioinspiration & Biomimetics 14:056014.](https://doi.org/10.1088/1748-3190/ab3895)
26. [Wikidata. Echeneidae (Q239771); Common remora (Q749460, IUCN status Least Concern, IUCN ID 198651); Live sharksucker (Q1156517); Whalesucker (Q850041).](https://www.wikidata.org/wiki/Q239771)
27. [Yeager EA, Pate J, Stevens GMW, Turffs B, Macdonald C (2026). Hiding in plain sight: evidence of Echeneidae cloacal and gill diving behavior in manta ray hosts. Ecology and Evolution.](https://doi.org/10.1002/ece3.73548)
28. [Froese R, Pauly D (eds) (2025). Remora osteochir, Marlin sucker. FishBase (version 2025).](https://www.fishbase.se/summary/Remora-osteochir.html)

## Maße und Details

- **Länge:** 30-86.4 cm
- **Gewicht:** 0.5-2.5 kg
- **Lebenserwartung:** 5-10 Jahre
- **Maximale Tiefe:** 1460 m
- **Wasserart:** Salzwasser

## Ernährung und Fütterung

Schiffshalter fressen Reste von den Mahlzeiten ihres Wirts, kleine Fische und winzige Parasiten. Der Gewöhnliche Schiffshalter frisst vor allem parasitische Ruderfußkrebse, das sind kleine Krebstiere.

- **Hauptnahrung:** parasitische Ruderfußkrebse, Reste von den Mahlzeiten des Wirts, kleine Fische
- **Nahrungssuche:** Resteverwertung

## Ökologische Zusammenhänge

- **Symbiotisch mit:** [Tigerhai](https://www.snappit.app/de/explore/tigerhai) (*Galeocerdo cuvier*) — Fährt auf großen Haien wie diesem mit und schnappt sich Reste von deren Mahlzeiten.
- **Symbiotisch mit:** [Riesenmanta](https://www.snappit.app/de/explore/mantarochen) (*Mobula birostris*) — Manche Schiffshalter fahren auf Mantarochen mit. Forschende untersuchen noch, ob das dem Rochen nützt oder ihn stört.
- **Symbiotisch mit:** Grüne Meeresschildkröte (*Chelonia mydas*) — Fährt manchmal gratis auf Meeresschildkröten mit. Forschende haben nicht gezeigt, dass das der Schildkröte nützt.

## Merkmale

- [Wildtiere und Wildpflanzen](https://www.snappit.app/de/explore/traits/wildtiere-und-wildpflanzen): Die freilebende Tier- und Pflanzenwelt umfasst alle nicht domestizierten Tiere und Pflanzen in ihren natürlichen Lebensräumen.
- [Sozial](https://www.snappit.app/de/explore/traits/sozial): Soziale Tiere leben in organisierten Gruppen und kooperieren, um ihr Überleben zu sichern, beispielsweise bei der Nahrungssuche, Verteidigung und Aufzucht der Jungen.
- [Symbiotisch](https://www.snappit.app/de/explore/traits/symbiotisch): Beschreibt eine Beziehung zwischen zwei verschiedenen Arten, die eng zusammenleben, was oft einer oder beiden zugutekommt.
- [Aquatisch](https://www.snappit.app/de/explore/traits/aquatisch): Aquatische Lebensräume umfassen Umgebungen, in denen Organismen überwiegend im Wasser leben, darunter Ozeane, Flüsse, Seen und Feuchtgebiete.
- [Meer](https://www.snappit.app/de/explore/traits/meer): Marine Lebensräume umfassen alle Salzwasserumgebungen der Ozeane der Erde und beherbergen eine immense Vielfalt an Wasserlebewesen.

## Sammlungen

- [Fish](https://www.snappit.app/de/explore/collections/fische)

## Sicherheit

**Gefahr:** 1/5 · Sehr gering

Schiffshalter sind harmlos, aber ihre raue Saugscheibe kann wehtun. Versuche nicht, sie anzufassen oder zu fangen, und halte Abstand zu den großen Tieren, auf denen sie mitfahren. Beobachte sie aus der Entfernung und sag einem Erwachsenen Bescheid, wenn sich einer an dir festsaugt.

## Häufig gestellte Fragen

### Wie identifiziert man Schiffshalter?

Achte auf Körperform, Lage und Umriss der Flossen, Maulstellung, Streifen und Flecken. Jungfische und laichbereite Tiere können andere Muster tragen, und Zuchtfarben im Aquarium sehen oft ganz anders aus als Wildfische. Fische bestimmen: Lade ein Foto hoch und vergleiche die sichtbaren Merkmale.

### Was ist der/die/das länge von Schiffshalter?

30-86.4 cm

### Was ist der/die/das gewicht von Schiffshalter?

0.5-2.5 kg

### Was ist der/die/das lebenserwartung von Schiffshalter?

5-10 Jahre

### Was frisst Schiffshalter?

Schiffshalter fressen Reste von den Mahlzeiten ihres Wirts, kleine Fische und winzige Parasiten. Der Gewöhnliche Schiffshalter frisst vor allem parasitische Ruderfußkrebse, das sind kleine Krebstiere.

### Wo findet man Schiffshalter normalerweise?

Meer

### Was ist der/die/das maximale Tiefe von Schiffshalter?

1460 m

## Mehr Fische

- [Regenbogenforelle](https://www.snappit.app/de/explore/regenbogenforelle) (*Oncorhynchus mykiss*)
- [Bachforelle](https://www.snappit.app/de/explore/bachforelle) (*Salmo trutta*)
- [Bachsaibling](https://www.snappit.app/de/explore/bachsaibling) (*Salvelinus fontinalis*)
- [Amerikanischer Seesaibling](https://www.snappit.app/de/explore/amerikanischer-seesaibling) (*Salvelinus namaycush*)

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Quelle: [Schiffshalter: Steckbrief, Merkmale & Fundorte — Snappit](https://www.snappit.app/de/explore/schiffshalter)
