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Fliegengift

amianthium muscitoxicum

Das Fliegengift (Amianthium muscitoxicum) ist eine auffällige, hochgiftige mehrjährige Pflanze, die im Osten der Vereinigten Staaten beheimatet ist. Erkennbar an ihren hohen, dichten Büscheln sternförmiger weißer Blüten, die sich beim Reifen charmant blassgrün färben, verleiht diese Pflanze lichten Wäldern und sandigen Kiefernheiden ein dramatisches Flair. Jenseits ihrer Schönheit birgt die Pflanze eine faszinierende und leicht makabre Geschichte: Frühe amerikanische Siedler zerdrückten ihre Zwiebel, mischten sie mit Zucker oder Honig und verwendeten die Mischung als wirksames, hausgemachtes Insektizid, um Hausfliegen zu töten. Trotz ihres zarten Aussehens gehört Amianthium zur Familie der Melanthiaceae und besitzt einen potenten chemischen Abwehrmechanismus. Ihre Blätter, Stängel und insbesondere ihre Zwiebel enthalten giftige Alkaloide, die als schwere neurologische Störfaktoren wirken. Diese Toxizität dient als starkes Abschreckungsmittel gegen grasende Pflanzenfresser und sichert das Überleben der Pflanze in ihren natürlichen Lebensräumen, während sie gleichzeitig Viehbesitzern und Sammlern zur Vorsicht mahnt.

Lebensraum: Typischerweise in feuchten bis trockenen lichten Wäldern, sandigen Kiefernheiden und Bergwiesen im gesamten Osten der Vereinigten Staaten zu finden.

Aussehen

Das Fliegengift weist basale, grasartige Blätter auf, die linear, riemenförmig und relativ dick sind und sich am unteren Teil der Pflanze in Bodennähe gruppieren. Im Spätfrühling und Sommer treibt es einen einzelnen, blattlosen, glatten Stängel aus, der zwischen 30 und 120 Zentimeter hoch wird. Der Stängel wird von einer dichten, auffälligen, zylindrischen Traube aus sternförmigen, sechsblättrigen Blüten gekrönt. Diese zarten Blüten öffnen sich zunächst in einem makellosen, leuchtenden Weiß, wechseln aber auf einzigartige Weise zu einem gelblich-grünen oder purpur-grünen Farbton, wenn sie altern und Früchte zu produzieren beginnen.

ReichPlantaeStammTracheophytaKlasseLiliopsidaOrdnungLilialesFamilieMelanthiaceaeGattungAmianthium
Fliegengift
Fliegengift

Kategorie

Pflanzen

Seltenheit

Common

Gefahr

1/5 · Sehr gering

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Interessante Fakten

Alle Teile der Pflanze sind hochgiftig und können bei Vieh eine schwere Krankheit namens 'Wankerkrankheit' (Staggers) verursachen, die durch starke neurologische Störungen, taumelnde Bewegungen und schnelle Atmung gekennzeichnet ist.

Der gebräuchliche Name 'Fliegengift' stammt von einer frühen Kolonialpraxis, bei der die Zwiebeln der Pflanze zerstoßen und mit Melasse oder Honig gemischt wurden, um eine tödliche Falle für lästige Stubenfliegen zu schaffen.

Der wissenschaftliche Gattungsname der Pflanze, Amianthium, bedeutet im Griechischen 'unbefleckte Blume' und bezieht sich auf das reine, makellose Weiß ihrer frisch geöffneten Blüten.

Besondere Fähigkeiten

Fähigkeit

Synthese toxischer Alkaloide

Produziert starke neurotoxische Alkaloide, insbesondere in ihrer Zwiebel, die historisch als Insektizid dienten und säugetierartige Pflanzenfresser abschrecken.

Fähigkeit

Farbwechselnde Blüten

Ihre auffälligen weißen Blüten verfärben sich mit zunehmendem Alter blassgrün und signalisieren so Bestäubern visuell, welche Blüten frisch geöffnet und welche bereits bestäubt sind.

Fähigkeit

Regeneration der mehrjährigen Zwiebel

Überlebt strenge Winter und gelegentliche Oberflächenbrände, indem sie sich in eine robuste, unterirdische Zwiebel zurückzieht, wodurch sie im Frühjahr schnell wieder austreiben kann.

Maße und Details

Länge
30-120 cm
Lebenserwartung
5-30 Jahre

Ernährung und Fütterung

Wie die meisten Pflanzen stellt das Fliegengift seine eigene Nahrung durch Photosynthese her, indem es Sonnenlicht, Wasser und atmosphärisches Kohlendioxid nutzt.

Hauptnahrung

  • Sonnenlicht
  • Kohlendioxid
  • Wasser
  • Bodenmineralien

Ökologische Zusammenhänge

giftig für

Hausrind

Bos taurus

Vieh, das versehentlich an der Pflanze weidet, erleidet schwere Vergiftungen, was historisch zu landwirtschaftlichen Bedenken führte.

wird bestäubt von

Behaarter Blütenkäfer

Trichiotinus piger

Käfer werden von den kleinen, weißen Blüten für Pollen und Nektar angezogen, was die Fortpflanzung der Pflanze erleichtert.

Merkmale

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Auch bekannt als

Noch keine Alternativnamen vorhanden.

Sammlungen

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Sicherheit

Gefahr

1/5 · Sehr gering

Noch keine besonderen Sicherheitshinweise.

Häufig gestellte Fragen

Wie identifiziert man Fliegengift?

Der einfachste Weg, Fliegengift zu bestimmen, ist die Verwendung der Naturführer-App Snappit.

Was ist der/die/das länge von Fliegengift?

30-120 cm

Was ist der/die/das lebenserwartung von Fliegengift?

5-30 Jahre

Was frisst Fliegengift?

Wie die meisten Pflanzen stellt das Fliegengift seine eigene Nahrung durch Photosynthese her, indem es Sonnenlicht, Wasser und atmosphärisches Kohlendioxid nutzt.

Wo findet man Fliegengift normalerweise?

Typischerweise in feuchten bis trockenen lichten Wäldern, sandigen Kiefernheiden und Bergwiesen im gesamten Osten der Vereinigten Staaten zu finden.

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