
Lebertangare
piranga flava
Die Lebertangare (Piranga flava) ist ein auffälliger, mittelgroßer Singvogel, der die Kiefern-Eichen-Wälder Amerikas ziert. Ihr Trivialname „hepatic“ (leberartig) stammt vom griechischen Wort für Leber ab und bezieht sich direkt auf das gedämpfte, gräulich-ziegelrote Gefieder des erwachsenen Männchens. Obwohl sie die für Tangaren typischen leuchtenden Farben teilen, haben jüngste genetische Studien ergeben, dass sie tatsächlich zur Familie der Kardinäle (Cardinalidae) gehören. Im Gegensatz zu den hyperaktiven Waldsängern, die oft ihren Lebensraum teilen, sind Lebertangaren für ihre träge, bedächtige Nahrungssuche bekannt, bei der sie sorgfältig Insekten aus dem hohen Blätterdach des Waldes picken. Sie besiedeln ein unglaublich großes geografisches Gebiet, das sich vom Südwesten der Vereinigten Staaten bis nach Argentinien erstreckt. In diesem riesigen Gebiet zeigen sie eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit an verschiedene Gebirgs- und Hochlandwälder. Für Vogelbeobachter ist die Sichtung einer Lebertangare eine wunderbare Belohnung, die oft Geduld und ein scharfes Gehör für ihren charakteristischen, rauen „tschuck“-Ruf erfordert, der durch die Kiefern hallt. Ihre Anwesenheit ist ein wunderbarer Indikator für gesunde, alte Kiefern-Eichen-Waldökosysteme.
Lebensraum: Sie kommen hauptsächlich in offenen Bergkiefern-, Kiefern-Eichen- und Eichenwäldern vor und suchen oft bedächtig hoch oben im Blätterdach des Waldes nach Nahrung.
Aussehen
Männchen sind charakteristisch leberrot (ein Ziegelrot mit gräulichen Tönen), mit einem dunkleren Rücken und helleren Unterseiten, abgesetzt durch einen deutlichen dunkelgrauen Fleck an den Wangen (Ohrdecken). Weibchen hingegen sind von einem matten Senfgelb oder Olivgelb, ebenfalls mit dem charakteristischen dunklen Wangenfleck und einem gräulichen Rücken. Beide Geschlechter haben einen ziemlich kräftigen, dunklen, leicht hakenförmigen Schnabel, der merklich dicker ist als der anderer nordamerikanischer Tangaren. Sie sind etwa 17 bis 20 Zentimeter lang, haben eine Flügelspannweite von etwa 30 bis 33 Zentimetern und zeigen eine etwas gedrungene, großköpfige Silhouette, wenn sie hoch im Blätterdach sitzen.

Kategorie
VögelSeltenheit
Common
Gefahr
1/5 · Sehr gering
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Interessante Fakten
Trotz ihres Namens haben Gentests bewiesen, dass Lebertangaren – zusammen mit allen nordamerikanischen Piranga-Tangaren – tatsächlich zur Familie der Kardinäle gehören.
Das Wort „hepatic“ bedeutet „zur Leber gehörend“ und beschreibt perfekt die einzigartige, gedämpfte ziegelrote Färbung des erwachsenen Männchens.
Sie haben eines der größten zusammenhängenden Verbreitungsgebiete aller Singvögel Amerikas, das von Arizona und New Mexico bis nach Argentinien reicht.
Im Gegensatz zu vielen farbenprächtigen Vögeln, die schnell durch die Bäume huschen, ist die Lebertangare berühmt für ihre Trägheit und bewegt sich bei der Insektenjagd bedächtig wie ein Papagei.
Besondere Fähigkeiten
Kräftiger Hakenschnabel
Ihr ungewöhnlich dicker, leicht hakenförmiger Schnabel ist perfekt angepasst, um die harten Exoskelette von Käfern zu zerquetschen und Wildfrüchte zu pflücken.
Träge Nahrungssuche im Blätterdach
Sie nutzen eine methodische, langsame Nahrungssuchtechnik, um Blätter und Rinde sorgfältig zu inspizieren, was es ihnen ermöglicht, außergewöhnlich gut getarnte Insekten zu entdecken.
Markanter Ruf
Sie verwenden einen scharfen, tiefen „tschuck“-Ruf, der durch dichtes Laub dringt und es Partnern und Familienmitgliedern ermöglicht, über weite Waldgebiete in Kontakt zu bleiben.
Maße und Details
- Länge
- 17-20 cm
- Flügelspannweite
- 30-33 cm
- Gewicht
- 0.028-0.045 kg
- Lebenserwartung
- 5-8 Jahre
- Top Speed
- 40 km/h
- Gelegegröße
- 3-5
- Brutzeit
- 13-14 Tage
- Zugstrecke
- 2500 km
Ernährung und Fütterung
Sie ernähren sich ausgewogen von Waldinsekten, Spinnen und saisonalen Wildbeeren.
Altersunterschiede: Nestlinge werden fast ausschließlich mit Insekten gefüttert, insbesondere mit weichhäutigen Raupen, bevor sie als Erwachsene auch Früchte fressen.
Hauptnahrung
- Käfer
- Raupen
- Spinnen
- Beeren
- Kleine Wildfrüchte
Nahrungssuche
- Foraging
Ökologische Zusammenhänge
Ponderosa-Kiefer
Pinus ponderosa
Bietet der Tangare entscheidenden Nistraum, Schutz und Nahrungsgründe.

Rundschwanzsperber
Accipiter cooperii
Greifvögel, die in bewaldeten Gebieten aktiv Tangaren und andere Singvögel jagen.
Bergkiefernkäfer
Dendroctonus ponderosae
Lebertangaren helfen bei der Kontrolle der Populationen dieser potenziell schädlichen Waldinsekten.
Merkmale
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Auch bekannt als
Noch keine Alternativnamen vorhanden.
Sammlungen
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Sicherheit
Gefahr
1/5 · Sehr gering
Noch keine besonderen Sicherheitshinweise.
Häufig gestellte Fragen
Wie identifiziert man Lebertangare?
Der einfachste Weg, Lebertangare zu bestimmen, ist die Verwendung der Naturführer-App Snappit.
Was ist der/die/das länge von Lebertangare?
17-20 cm
Was ist der/die/das flügelspannweite von Lebertangare?
30-33 cm
Was ist der/die/das gewicht von Lebertangare?
0.028-0.045 kg
Was ist der/die/das lebenserwartung von Lebertangare?
5-8 Jahre
Was ist der/die/das top Speed von Lebertangare?
40 km/h
Was frisst Lebertangare?
Sie ernähren sich ausgewogen von Waldinsekten, Spinnen und saisonalen Wildbeeren.
Wo findet man Lebertangare normalerweise?
Sie kommen hauptsächlich in offenen Bergkiefern-, Kiefern-Eichen- und Eichenwäldern vor und suchen oft bedächtig hoch oben im Blätterdach des Waldes nach Nahrung.
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