
Montpellier-Zistrose
cistus monspeliensis
Die Montpellier-Zistrose (Cistus monspeliensis) ist ein robuster, immergrüner Strauch, der im Mittelmeerraum beheimatet ist. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Macchie- und Garigue-Strauchlandschaften, bekannt für ihre Fähigkeit, in armen, steinigen Böden zu gedeihen und intensive Sommertrockenheiten zu überleben. Diese widerstandsfähige Pflanze ist bekanntermaßen feuerangepasst und nutzt die Hitze von Waldbränden, um ihre Samenschalen aufzubrechen und sich schnell zu regenerieren, wodurch sie ihre Dominanz in Landschaften nach Bränden sichert. Ihr harziges Laub verströmt ein ausgeprägtes, angenehmes Balsamaroma, das charakteristisch für die mediterranen Hügellandschaften ist.
Lebensraum: Typischerweise in mediterranen Ökosystemen zu finden, insbesondere in trockenen, felsigen offenen Strauchheiden, Garigues und degradierten Kiefernwäldern auf sauren Böden.
Aussehen
Dieser dichte, buschige Strauch wird typischerweise 60 bis 120 cm hoch. Er ist leicht an seinen klebrigen, linearen, dunkelgrünen Blättern zu erkennen, die sich rau anfühlen, gegenständig sind und beim Zerdrücken einen starken Balsamduft verströmen. Im Spätfrühling produziert die Pflanze reichlich Büschel kleiner, fünfblättriger weißer Blüten, jede etwa 2 bis 3 cm im Durchmesser, mit einem leuchtend gelben Zentrum aus dichten Staubblättern. Die darauf folgenden Samenkapseln sind klein, holzig und in fünf Klappen gespalten.

Kategorie
PflanzenSeltenheit
Common
Gefahr
1/5 · Sehr gering
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Interessante Fakten
In der Antike wurden Ziegen durch Zistrosenbüsche getrieben, damit das wertvolle Ladanum-Harz an ihren Fellen und Barthaaren kleben blieb, was den Hirten das Sammeln erleichterte.
Die Montpellier-Zistrose ist aufgrund ihrer flüchtigen Harze leicht entflammbar, was tatsächlich dazu beiträgt, Waldbrände zu schüren, die konkurrierende Vegetation eliminieren und ihre eigene Samenkeimung auslösen.
Das klebrige Harz, das von ihren Blättern produziert wird und als Ladanum bekannt ist, wird seit der Antike geerntet und in der Parfümindustrie als Fixiermittel verwendet.
Besondere Fähigkeiten
Pyrophile Keimung
Ihre Samen besitzen extrem harte Schalen, die jahrelang im Boden ruhen und auf die intensive Hitze eines Waldbrandes angewiesen sind, um die Keimung auszulösen.
Harzsekretion
Die Blätter scheiden ein klebriges, stark aromatisches Harz namens Ladanum aus, das den Wasserverlust während trockener Sommer minimiert und Weidetiere abschreckt.
Trockenheitstoleranz
Sie besitzt ein tiefes Wurzelsystem und kann während extremer Trockenheit einen Teil ihrer Blätter abwerfen, um Feuchtigkeit zu speichern.
Maße und Details
- Länge
- 60-120 cm
- Lebenserwartung
- 10-25 Jahre
Ernährung und Fütterung
Als photosynthetische Pflanze erzeugt sie ihre eigene Energie aus Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid, während sie essentielle Mineralien über ihr Wurzelsystem aufnimmt.
Hauptnahrung
- Sonnenlicht
- Wasser
- Kohlendioxid
- Bodenmineralien
Ökologische Zusammenhänge
Hypocistis
Cytinus hypocistis
Die parasitäre Pflanze Cytinus hypocistis wächst direkt an den Wurzeln von Cistus monspeliensis und entzieht ihrem Wirt Nährstoffe und Wasser.

Westliche Honigbiene
Apis mellifera
Westliche Honigbienen besuchen häufig die zahlreichen weißen Blüten, um Pollen zu sammeln, und unterstützen so die Kreuzbestäubung.
Merkmale
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Auch bekannt als
Noch keine Alternativnamen vorhanden.
Sammlungen
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Sicherheit
Gefahr
1/5 · Sehr gering
Noch keine besonderen Sicherheitshinweise.
Häufig gestellte Fragen
Wie identifiziert man Montpellier-Zistrose?
Der einfachste Weg, Montpellier-Zistrose zu bestimmen, ist die Verwendung der Naturführer-App Snappit.
Was ist der/die/das länge von Montpellier-Zistrose?
60-120 cm
Was ist der/die/das lebenserwartung von Montpellier-Zistrose?
10-25 Jahre
Was frisst Montpellier-Zistrose?
Als photosynthetische Pflanze erzeugt sie ihre eigene Energie aus Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid, während sie essentielle Mineralien über ihr Wurzelsystem aufnimmt.
Wo findet man Montpellier-Zistrose normalerweise?
Typischerweise in mediterranen Ökosystemen zu finden, insbesondere in trockenen, felsigen offenen Strauchheiden, Garigues und degradierten Kiefernwäldern auf sauren Böden.
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