
Signalkrebs
pacifastacus leniusculus
Der Signalkrebs ist ein robustes, faszinierendes Süßwasserkrebs, das ursprünglich in West-Nordamerika beheimatet ist. Obwohl er in seiner Heimat geschätzt wird, hat er in Europa und Asien als sehr erfolgreiche invasive Art traurige Berühmtheit erlangt. Dieser extrem anpassungsfähige und aggressive Krebs kann eine breite Palette von Wasserbedingungen tolerieren und ist bekannt dafür, einheimische Arten überall dort zu verdrängen, wo er eingeführt wird. Seinen deutschen Namen verdankt er den leuchtend weißen oder türkisfarbenen Flecken an den Gelenken seiner Scheren, die an die Signalflaggen eines Eisenbahnwärters erinnern. Dieses zähe Lebewesen spielt eine wichtige Rolle in aquatischen Ökosystemen, indem es durch seine ausgiebigen Grabgewohnheiten Flussbetten verändert und als wichtiger Akteur in Süßwasser-Nahrungsnetzen fungiert. Einen dieser Mini-Hummer am Flussgrund entlangkriechen zu sehen, bietet einen spannenden Einblick in die verborgene, aktive Welt der Süßwasser-Wirbellosen.
Lebensraum: Typischerweise in klaren, kühlen Süßwasserumgebungen wie Bächen, Flüssen, Seen und Teichen zu finden, wo er felsige Untergründe oder lehmige Ufer nutzt, um schützende Gänge zu graben.
Aussehen
Als relativ großer Süßwasserkrebs misst der Signalkrebs typischerweise zwischen 9 und 16 Zentimetern Länge. Sein Körper ist glatt, ohne die bei einigen anderen Krebsarten vorkommenden starken Dornen, und seine Farbe variiert von bläulich-braun bis rötlich-braun. Sein markantestes Erkennungsmerkmal im Feld ist der leuchtend weiße oder hellblaue Fleck am Gelenk seiner massiven, kräftigen Scheren. Die Unterseiten seiner Scheren sind auffallend leuchtend rot, was er aggressiv aufblitzen lässt, wenn er sich bedroht fühlt. Er besitzt einen glatten Panzer, lange Antennen und einen fächerförmigen Schwanz, der zum schnellen Rückwärtsschwimmen dient.

Kategorie
AnimalSeltenheit
Common
Gefahr
1/5 · Sehr gering
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Interessante Fakten
Weibliche Signalkrebse tragen ihre befruchteten Eier bis zu acht Monate lang unter ihrem Schwanz und schützen sie so durch den kalten Winter.
Die charakteristischen weißen Flecken an ihren Scheren imitieren die Signalflaggen, die einst von Eisenbahnarbeitern verwendet wurden, was ihnen ihren Namen 'Signal' verleiht.
Ihr intensives Graben kann Flussufer untergraben und in Gebieten mit hohen Populationen gelegentlich zu starker Ufererosion und -kollaps führen.
Besondere Fähigkeiten
Pestresistenz
Trägt den tödlichen Wasserschimmel, bekannt als Krebspest, ohne selbst ernsthaft zu erkranken, und fungiert als hochwirksamer Überträger, der einheimische Konkurrenten dezimiert.
Terrestrisches Wandern
Kann nachts beträchtliche Strecken über feuchtes Land kriechen, um zwischen nicht verbundenen Gewässern zu wechseln oder schlechten Wasserbedingungen zu entkommen.
Schnelle Autotomie
Kann freiwillig eine Schere oder ein Bein abwerfen, um dem Griff eines Raubtiers zu entkommen, und das verlorene Glied während der nachfolgenden Häutungszyklen vollständig regenerieren.
Maße und Details
- Länge
- 9+ cm
- Gewicht
- 0.05+ kg
- Lebenserwartung
- 10+ Jahre
- Gelegegröße
- 100200+
- Brutzeit
- 150+ Tage
Ernährung und Fütterung
Ein opportunistischer Fresser, der fast jede organische Materie aufnimmt, die er finden kann, und seine Ernährung zwischen Vegetation und tierischem Protein ausbalanciert.
Altersunterschiede: Jungtiere ernähren sich hauptsächlich von proteinreichen aquatischen Wirbellosen, während ausgewachsene Tiere einen höheren Anteil an Pflanzenmaterial und verrottendem Laub zu sich nehmen.
Hauptnahrung
- Wasserpflanzen
- Insekten und Larven
- Schnecken
- Kleine Fische
- Detritus
Nahrungssuche
- Futtersuche
Ökologische Zusammenhänge
Edelkrebs
Astacus astacus
Verdrängt diese einheimische europäische Art um Nahrung und Unterschlupf und überträgt gleichzeitig die tödliche Krebspest.

Fischotter
Lutra lutra
Jagd intensiv auf Signalkrebse und nutzt sie als wertvolle, proteinreiche aquatische Nahrungsquelle.
Krebspest
Aphanomyces astaci
Fungiert als Träger für diesen tödlichen parasitären Wasserschimmel und verbreitet ihn auf anfällige einheimische Krebsarten.
Merkmale
Für dieses Objekt sind noch keine Merkmal-Badges vergeben.
Auch bekannt als
Noch keine Alternativnamen vorhanden.
Sammlungen
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Sicherheit
Gefahr
1/5 · Sehr gering
Noch keine besonderen Sicherheitshinweise.
Häufig gestellte Fragen
Wie identifiziert man Signalkrebs?
Der einfachste Weg, Signalkrebs zu bestimmen, ist die Verwendung der Naturführer-App Snappit.
Was ist der/die/das länge von Signalkrebs?
9+ cm
Was ist der/die/das gewicht von Signalkrebs?
0.05+ kg
Was ist der/die/das lebenserwartung von Signalkrebs?
10+ Jahre
Was frisst Signalkrebs?
Ein opportunistischer Fresser, der fast jede organische Materie aufnimmt, die er finden kann, und seine Ernährung zwischen Vegetation und tierischem Protein ausbalanciert.
Wo findet man Signalkrebs normalerweise?
Typischerweise in klaren, kühlen Süßwasserumgebungen wie Bächen, Flüssen, Seen und Teichen zu finden, wo er felsige Untergründe oder lehmige Ufer nutzt, um schützende Gänge zu graben.
Wie jagt Signalkrebs?
Futtersuche
Was ist der/die/das gelegegröße von Signalkrebs?
100200+
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