
Wald-Gilbweiderich
lysimachia nemorum
Der Wald-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum) ist eine bezaubernde, niedrig wachsende, ausdauernde Wildblume, die in den feuchten, schattigen Wäldern Europas beheimatet ist. Diese zarte Pflanze gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und kriecht über den Waldboden, wobei sie lockere Matten aus leuchtend grünem Laub bildet, gesprenkelt mit sternförmigen gelben Blüten. Oft in alten Laubwäldern zu finden, dient sie als wunderbarer Indikator für reiche, ungestörte feuchte Waldökosysteme. Im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem Acker-Gauchheil, der offene, sonnige Felder bevorzugt, gedeiht der Wald-Gilbweiderich im kühlen, gefilterten Schatten der Kronenbäume. Er hat eine lange Blütezeit von Mai bis September und sorgt für einen fröhlichen Farbtupfer entlang von Waldwegen und Bachufern, wenn viele andere Waldblumen bereits verblüht sind.
Lebensraum: Typischerweise in feuchten Laubwäldern, schattigen Bachufern und nassen, moosigen Lichtungen zu finden.
Aussehen
Der Wald-Gilbweiderich ist eine kahle, kriechende Staude mit niederliegenden oder aufsteigenden Stängeln von 10 bis 30 cm Länge. Seine glatten, leuchtend grünen Blätter sind eiförmig, spitz zulaufend und in gegenüberliegenden Paaren entlang der rötlich gefärbten Stängel angeordnet. Die kleinen, einzelnen Blüten sind etwa 12-15 mm breit und besitzen fünf leuchtend gelbe, spitze Blütenblätter und fünf schlanke, gelbe Staubblätter. Diese zarten Blüten werden von langen, fadenförmigen Stielen getragen, die aus den Blattachseln entspringen und anmutig nicken, bevor sie sich vollständig zum Himmel öffnen.

Kategorie
PflanzenSeltenheit
Common
Gefahr
1/5 · Sehr gering
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Interessante Fakten
Da er hauptsächlich in ungestörten, feuchten Wäldern gedeiht, nutzen Ökologen diese Art häufig als Indikator für alte, gesunde Waldlebensräume.
Trotz seines gebräuchlichen Namens ist der Wald-Gilbweiderich tatsächlich enger mit den Gilbweiderichen verwandt als mit dem echten Acker-Gauchheil.
Seine Blüten produzieren keinen Nektar; sie verlassen sich ausschließlich darauf, reichlich Pollen anzubieten, um Schwebfliegen und kleine Wildbienen zur Bestäubung anzulocken.
Besondere Fähigkeiten
Schattentoleranz
Gedeiht in Umgebungen mit wenig Licht durch Optimierung der Chlorophyllproduktion, wodurch es Waldböden unter dichten Baumkronen bedecken kann.
Kriechende Bewurzelung
Seine kriechenden Stängel bilden an den Knoten Adventivwurzeln, wenn sie feuchten Boden berühren, was eine schnelle vegetative Ausbreitung und Stabilisierung an Ufern ermöglicht.
Wetterempfindliche Blüten
Die zarten gelben Blüten öffnen sich vollständig bei hellem Tageslicht, schließen sich aber bei stark bewölktem Wetter oder Regen, um ihren Pollen vor Feuchtigkeit zu schützen.
Maße und Details
- Länge
- 10-30 cm
- Lebenserwartung
- 2-5 Jahre
Ernährung und Fütterung
Als photoautotrophe Pflanze produziert sie ihre eigene Energie mittels Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid durch Photosynthese, ergänzt durch Bodennährstoffe.
Hauptnahrung
- Sonnenlicht
- Wasser
- Kohlendioxid
- Stickstoff (Boden)
- Phosphor
Ökologische Zusammenhänge
Schwebfliege
Meliscaeva cinctella
Besucht die Blüten, um sich von Pollen zu ernähren, und wirkt als Bestäuber, obwohl die Pflanze keinen Nektar produziert.

Schwarze Wegschnecke
Arion ater
Ernährt sich von den weichen, feuchten Blättern der kriechenden Stängel am Waldboden.
Breitblättriger Dornfarn
Dryopteris dilatata
Konkurriert mit dem Wald-Gilbweiderich um Bodenfläche und Sonnenlicht in feuchten Waldumgebungen.
Merkmale
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Auch bekannt als
Noch keine Alternativnamen vorhanden.
Sammlungen
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Sicherheit
Gefahr
1/5 · Sehr gering
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Häufig gestellte Fragen
Wie identifiziert man Wald-Gilbweiderich?
Der einfachste Weg, Wald-Gilbweiderich zu bestimmen, ist die Verwendung der Naturführer-App Snappit.
Was ist der/die/das länge von Wald-Gilbweiderich?
10-30 cm
Was ist der/die/das lebenserwartung von Wald-Gilbweiderich?
2-5 Jahre
Was frisst Wald-Gilbweiderich?
Als photoautotrophe Pflanze produziert sie ihre eigene Energie mittels Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid durch Photosynthese, ergänzt durch Bodennährstoffe.
Wo findet man Wald-Gilbweiderich normalerweise?
Typischerweise in feuchten Laubwäldern, schattigen Bachufern und nassen, moosigen Lichtungen zu finden.
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