
Zinnoberroter Kelchbovist
calostoma cinnabarinum
Der Zinnoberrote Kelchbovist, wissenschaftlich bekannt als Calostoma cinnabarinum, ist ein faszinierender und optisch unverwechselbarer Pilz, der in bestimmten Waldökosystemen vorkommt. Im Gegensatz zu typischen Bauchpilzen besitzt diese Art einen auffälligen, oft rötlichen Stiel und ist während ihrer frühen Entwicklung von einer einzigartigen gallertartigen Schicht umhüllt, die ihm seinen denkwürdigen Beinamen „in Aspik“ verleiht. Dieser leuchtende Pilz spielt eine entscheidende ökologische Rolle als Mykorrhizapartner, indem er eine symbiotische Beziehung mit den Wurzeln bestimmter Bäume eingeht. Er erleichtert den Austausch von essentiellen Nährstoffen aus dem Boden zu seinen Wirtsbäumen und erhält im Gegenzug Kohlenhydrate. Sein auffälliges Aussehen, das einen leuchtend roten Sporensack mit einer geleeartigen Hülle und einem strukturierten Stiel kombiniert, macht ihn zu einem faszinierenden Fund für jeden Naturfreund.
Lebensraum: Diese Art gedeiht auf dem Waldboden in Laub- und Mischwäldern, häufig zwischen Moos oder Laubstreu, wo sie typischerweise symbiotische Beziehungen mit Eichen oder Kiefern eingeht.
Aussehen
Calostoma cinnabarinum ist sofort an seinem leuchtend zinnoberroten bis orangeroten Sporensack erkennbar, der typischerweise kugelförmig bis leicht abgeflacht ist und einen Durchmesser von etwa 1 bis 2,5 cm hat. Dieser farbenfrohe Kopf wird von einem markanten, oft gerippten oder genetzten Stiel getragen, der 3 bis 6 cm hoch und 0,5 bis 1,5 cm dick ist und dessen Farbe von blassgelb bis rötlich-orange variiert. Ein wesentliches Erkennungsmerkmal, besonders bei jüngeren Exemplaren, ist die dicke, durchsichtige, geleeartige Schicht, die den sich entwickelnden Fruchtkörper umhüllt und ihm ein glänzendes, gallertartiges Aussehen verleiht.

Kategorie
PilzeSeltenheit
Common
Gefahr
1/5 · Sehr gering
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Interessante Fakten
Seine bemerkenswert leuchtende zinnoberrote Farbe verdankt er einzigartigen Pigmenten, was ihn zu einem der optisch auffälligsten Pilze in seinen heimischen Wäldern macht.
Das „Aspik“ in seinem englischen Trivialnamen bezieht sich auf die klare, geleeartige äußere Schicht, die den jungen Fruchtkörper umhüllt und an eine herzhafte Sülze erinnert.
Der Gattungsname „Calostoma“ leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet „schöner Mund“, ein direkter Hinweis auf seine elegante und ausgeprägte apikale Pore.
Im Gegensatz zu vielen Bauchpilzen, die ihre Sporen aus einer aufgerissenen Oberfläche freisetzen, besitzt diese Art eine markante, präzise apikale Pore an der Spitze ihres Sporensacks für den Sporenausstoß.
Besondere Fähigkeiten
Sporenstrahl-Freisetzung
Wenn der Pilz reif ist, trocknet die innere Sporenmasse zu einem feinen Pulver. Äußere Störungen, wie Regentropfen oder vorbeiziehende Tiere, können bewirken, dass ein kleiner Sporenstoß durch eine apikale Pore ausgestoßen wird, was die Verbreitung erleichtert.
Nährstoffaustausch-Netzwerk
Der Pilz bildet eine ektomykorrhizale Beziehung mit den Wurzeln von Wirtsbäumen und tauscht effizient wichtige Bodennährstoffe wie Phosphor und Stickstoff gegen die Kohlenhydrate aus, die die Bäume durch Photosynthese produzieren.
Feuchtigkeitsspeichernde Hülle
Der sich entwickelnde Fruchtkörper ist von einer einzigartigen, dicken, klaren gallertartigen Schicht umhüllt. Man nimmt an, dass diese Hülle wichtigen Schutz vor Austrocknung und physischer Beschädigung bietet und so eine optimale Entwicklung unter wechselnden Umweltbedingungen gewährleistet.
Maße und Details
- Länge
- 3-8 cm
- Gewicht
- 0.001-0.01 kg
Ernährung und Fütterung
Der Zinnoberrote Kelchbovist deckt seinen Nährstoffbedarf hauptsächlich durch eine symbiotische ektomykorrhizale Verbindung mit den Wurzelsystemen bestimmter Wirtsbäume. Zusätzlich nimmt er zersetzendes organisches Material aus dem umgebenden Waldboden auf und trägt so zum Nährstoffkreislauf bei.
Hauptnahrung
- Kohlenhydrate (von Wirtsbäumen)
- Stickstoffverbindungen (aus dem Boden)
- Phosphor (aus dem Boden)
- Zersetzendes Laubstreu
Nahrungssuche
- Symbiotische Aufnahme Und Saprotrophe Aufnahme
Ökologische Zusammenhänge

Eiche
Quercus species
Bildet essentielle ektomykorrhizale Verbindungen mit seinen Wurzeln und erhält Kohlenhydrate.

Kiefer
Pinus species
Bildet essentielle ektomykorrhizale Verbindungen mit seinen Wurzeln und erhält Kohlenhydrate.
Waldschnecken
Various gastropod species
Kann sich von den Fruchtkörpern ernähren und möglicherweise durch den Verzehr zur Sporenverbreitung beitragen.
Bodenbakterien
Various bacterial species
Beteiligt sich an der Zersetzung von organischem Material im selben Bodenökosystem.
Merkmale
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Auch bekannt als
Noch keine Alternativnamen vorhanden.
Sammlungen
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Sicherheit
Gefahr
1/5 · Sehr gering
Noch keine besonderen Sicherheitshinweise.
Häufig gestellte Fragen
Wie identifiziert man Zinnoberroter Kelchbovist?
Der einfachste Weg, Zinnoberroter Kelchbovist zu bestimmen, ist die Verwendung der Naturführer-App Snappit.
Was ist der/die/das länge von Zinnoberroter Kelchbovist?
3-8 cm
Was ist der/die/das gewicht von Zinnoberroter Kelchbovist?
0.001-0.01 kg
Was frisst Zinnoberroter Kelchbovist?
Der Zinnoberrote Kelchbovist deckt seinen Nährstoffbedarf hauptsächlich durch eine symbiotische ektomykorrhizale Verbindung mit den Wurzelsystemen bestimmter Wirtsbäume. Zusätzlich nimmt er zersetzendes organisches Material aus dem umgebenden Waldboden auf und trägt so zum Nährstoffkreislauf bei.
Wo findet man Zinnoberroter Kelchbovist normalerweise?
Diese Art gedeiht auf dem Waldboden in Laub- und Mischwäldern, häufig zwischen Moos oder Laubstreu, wo sie typischerweise symbiotische Beziehungen mit Eichen oder Kiefern eingeht.
Wie jagt Zinnoberroter Kelchbovist?
Symbiotische Aufnahme Und Saprotrophe Aufnahme
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