Hier erwarten euch rote Sandsteintürme, schattige Bachtäler und Waldwege, auf denen ihr immer wieder etwas entdecken könnt. Mit jüngeren Kindern startet ihr am besten auf dem Biosphären-Erlebnisweg in Fischbach und lasst die Spielstationen das Tempo bestimmen. Für einen längeren Waldtag bietet sich der Spurensuche-Weg bei Johanniskreuz an. Wer trittsicher ist und gern ausgiebig wandert, kann den Dahner Felsenpfad zum Hauptziel machen.
Das Reservat ist eine große, bewohnte Landschaft mit Dörfern, bewirtschafteten Wäldern, Weinbergen und geschützten Lebensräumen. Einen einzigen Haupteingang gibt es nicht. Die drei hier beschriebenen Wanderungen liegen alle in Rheinland-Pfalz, im deutschen Teil des Reservats. Die Nordvogesen liegen in Frankreich und brauchen eine eigene Ausflugsplanung. Wählt für euren Tag ein Wandergebiet, statt viel Zeit mit den Fahrten zwischen verschiedenen Startpunkten zu verbringen.
Rund um Dahn fallen die Sandsteinfelsen besonders auf. Felswände ragen neben schmalen Pfaden auf, Treppen führen zu Aussichtspunkten, und zwischen den Bäumen öffnen sich Blicke auf bewaldete Höhen. In Fischbach geht es gemächlicher zu: Auf der Talrunde könnt ihr immer wieder anhalten und etwas entdecken. Johanniskreuz erzählt dazu von den Menschen im Wald, von alten Grenzen und der Köhlerei bis zu den Zeichen, die Forstleute heute noch verwenden.
Wer sich Zeit lässt, bekommt hier mehr von der Natur mit. Fotografiert Blätter, beobachtet einen Bach vom öffentlichen Weg aus oder hört erst einmal zu, bevor ihr die Kamera ausrichtet. Seit einem Wiederansiedlungsprojekt leben im Pfälzerwald wieder Luchse in freier Wildbahn. Eine Begegnung wäre allerdings eine große Ausnahme. Plant euren Tag rund um die Landschaft und die kleinen Entdeckungen, die ihr genießen könnt, ohne Tiere zu stören. Bereit zum Snappen und Lernen? Lade die Snappit-App herunter, um jede Naturart hier zu bestimmen.
Der Pfälzerwald wurde 1992 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Seit 1998 bildet er mit den französischen Nordvogesen ein grenzüberschreitendes Reservat. Zu seiner Geschichte gehören neben dem Naturschutz auch Jahrhunderte der Waldarbeit und Landwirtschaft. Bei einer Zusammenkunft von Forstleuten in Johanniskreuz im Jahr 1843 setzte sich der Name Pfälzerwald durch. Der Spurensuche-Weg macht diese Geschichte des bewirtschafteten Waldes heute erlebbar.