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ParkBrandenburg, Deutschland

Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin könnt ihr mit neugierigen Kindern alte Buchenwälder und vogelreiche Feuchtgebiete entdecken.

Über diesen Ort

Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin könnt ihr mit neugierigen Kindern alte Buchenwälder und vogelreiche Feuchtgebiete entdecken. Wenn ihr euren Ausflug flexibel gestalten möchtet, beginnt an der Blumberger Mühle bei Angermünde: Schaut euch die Ausstellung an, geht eine Runde draußen und nehmt euch Zeit für den Blick über die benachbarten Fischteiche.

Das Reservat ist eine große, bewohnte Landschaft mit rund 240 Seen, landwirtschaftlichen Betrieben, Dörfern und Wäldern im Nordosten Brandenburgs. Einen zentralen Eingang, von dem aus ihr alles erreicht, gibt es nicht. Die Ausflüge hier konzentrieren sich auf den östlichen Teil: die Blumberger Mühle für Entdeckungen auf kurzen Wegen und den Buchenwald Grumsin für eine längere Wanderung. Wählt eines der beiden Ziele als Schwerpunkt, statt zwischen ihnen zu hetzen.

Für einen Wald im Tiefland ist der Grumsin überraschend hügelig. Gletscher hinterließen Höhenzüge und Senken, dazwischen liegen Seen und feuchte Wälder. Stellenweise stehen hohe Stämme weit auseinander; anderswo sorgen umgestürzte Bäume und junger Aufwuchs für ein weniger aufgeräumtes Bild. Gerade diese Vielfalt macht den Wald interessant. Von den markierten Wegen aus könnt ihr sie erleben, ohne die geschützten Bereiche im Inneren zu stören. Nimm den ultimativen Naturführer mit: Bestimme Vögel, Pflanzen und Tiere mit der Snappit-App.

Das Biosphärenreservat wurde 1990 gegründet. Zu seinen Aufgaben gehört es, eine Landschaft zu erhalten, in der Menschen leben und arbeiten und zugleich natürliche Lebensräume geschützt werden. Der Grumsin wurde 2011 Teil der UNESCO-Welterbestätte der Buchenwälder. Die Blumberger Teiche zeigen eine andere Seite dieser Geschichte: Die Fischzucht reicht hier bis ins Mittelalter zurück und wird heute schonend weitergeführt. Wasserflächen, Schilf und angrenzende Wälder bieten wild lebenden Tieren Lebensraum in dieser bewirtschafteten Landschaft.

Was ihr hier machen könnt

An der Blumberger Mühle gibt euch schon das Gebäude ein kleines Rätsel auf: Es sieht aus wie ein hohler Baumstumpf. Drinnen erfahrt ihr, wie Buchenwälder, Moore und die Nutzung der Landschaft durch den Menschen zusammenhängen. Dreht draußen eine gemütliche Runde durch den Naturgarten, die Feuchtbereiche und die Spiellandschaft. Die Europäischen Sumpfschildkröten leben in einer eigenen Freianlage. Zählt an warmen Tagen, wie viele ihr beim Sonnenbaden entdeckt. Der schwankende Moorsteg und der Vogelbeobachtungsturm bringen etwas Abenteuer dazu, stellen aber andere Anforderungen an die Beweglichkeit als die Ausstellung.

Für die wild lebenden Vögel lohnt sich ein Fernglas. Nehmt euch Zeit für den Blick über die Blumberger Teiche. Vielleicht zeigt sich ein Seeadler oder Fischadler über dem Wasser; im Herbst kommen durchziehende Wasservögel und Kraniche hinzu. Fragt am Empfang, welche öffentlichen Beobachtungsplätze sich an diesem Tag anbieten. An den Teichen wird auch Fischerei betrieben. Lasst Betriebswege und gesperrte Ufer den Menschen und Tieren, die sie nutzen.

Für eine ausgedehnte Waldwanderung startet die 7,2 km lange Runde Grünes Buchenblatt am Besucherzentrum des Geoparks in Groß-Ziethen. Folgt den grünen Buchenblättern am lebensgroßen Mammutmodell Georg vorbei zur ehemaligen Steinschlägergrube Sperlingsherberge. Findlinge aus der Eiszeit, feuchte Senken und Buchenwälder bieten Kindern viel zu entdecken. Zur Strecke gehört eine alte Pflasterstraße entlang der Kernzonengrenze. Auch wenn dies die kürzere der beiden vorgestellten Runden ist, solltet ihr die Strecke nicht unterschätzen.

Wandererfahrene Familien können die 10,5 km lange Runde Orangefarbenes Buchenblatt ab Altkünkendorf wählen. Entlang der geschützten Kernzone wechseln sich Höhenzüge, Senken und Blicke auf Waldseen wie den Buckowsee ab. Mit der offiziellen Abkürzung über die Pflasterstraße von Louisenhof nach Altkünkendorf verkürzt sich die Runde auf etwa 9 km. Plant dafür einen ganzen Wandertag ein und folgt durchgehend den orangefarbenen Markierungen.

Saisonale Infos

Die Blumberger Mühle öffnet normalerweise täglich: von April bis Oktober 10:00–18:00 Uhr, von November bis März 10:00–16:00 Uhr. Prüft mögliche Ausnahmen an Feiertagen. BiberBus und WelterbeBus fahren saisonal vom 1. April bis 31. Oktober. Nasses Laub, Schlamm und Frost erschweren das Gehen auf Waldwegen und Holzstegen. Meidet Waldwanderungen bei starkem Wind.

Barrierefreiheit

Ausstellung und Restaurant der Blumberger Mühle sind stufenlos erreichbar; auch draußen lässt sich eine stufenlose Strecke wählen. Die Wege bestehen aus befestigtem Sand, teilweise Gras und Kopfsteinpflaster. Moorsteg und Beobachtungsturm sind nicht mit dem Rollstuhl zugänglich. Fragt im Zentrum nach einer passenden Runde. Die barrierefreie Toilette hat eine 91 cm breite Tür; vor dem WC gibt es eine Bewegungsfläche von 120 × 120 cm. Das WC ist nur von vorne anfahrbar; klärt deshalb, ob ein Umsetzen für euch möglich ist. Die Buchenblatt-Wanderwege im Grumsin sind nicht barrierefrei und eignen sich nicht zum Radfahren. Unebenes Gelände und Pflaster machen sie auch für Kinderwagen zu keiner unkomplizierten Wahl.

Nicht verpassen

1

Blumberger Teiche

Beobachtet eine bewirtschaftete Teichlandschaft, die wilde Adler, Kraniche und andere Wasservögel nutzen.

2

Buchenwald Grumsin

Alte Bäume, umgestürzte Stämme, Seen und Moore in einer eiszeitlich geformten Landschaft.

3

Runde Grünes Buchenblatt

7,2 km mit Mammutmodell, Findlingen und Wald.

4

Blumberger Mühle

Ein Besucherzentrum in Baumstumpfform, Entdeckungen draußen und eine fantasievolle Spiellandschaft.

Hohe Baumstämme unter einem hellgrünen Kronendach im Grumsiner Forst; darunter junger Aufwuchs und ein laubbedeckter Waldboden. Ein Text erläutert den Kühlungseffekt alter Wälder.

Frühlingsgrün im Grumsiner Forst, aufgenommen im April 2014. Das Kronendach gehört zu einem Waldökosystem, das sein eigenes Mikroklima beeinflusst; Untersuchungen im Grumsin fanden besonders kühle Bedingungen in den geschützten Kernzonen.

Uckermaerker / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 · Creative Commons 1 · Creative Commons 2

Spaziergänge und Routen

Runde Grünes Buchenblatt

Folgt ab dem Besucherzentrum des Geoparks in Groß-Ziethen den grünen Buchenblättern. Die Strecke ist eine vollständige Runde; Mammut und Steinschlägergrube liegen am Weg.

Die Strecke ist nicht barrierefrei. Tragt geeignete Schuhe und überlegt vor dem Start, wie lange die Kinder gut laufen können.

Runde Grünes Buchenblatt

Runde Orangefarbenes Buchenblatt

Startet in Altkünkendorf und folgt den orangefarbenen Buchenblättern. Mit der offiziellen Abkürzung über die Pflasterstraße von Louisenhof nach Altkünkendorf ergibt sich eine etwa 9 km lange Alternative.

Eine Wanderung für Familien, die längere Strecken und unebenes Gelände gewohnt sind. Nicht barrierefrei und nicht zum Radfahren geeignet.

Runde Orangefarbenes Buchenblatt

Ein erster Besuch mit jüngeren Kindern

Verbringt den Vormittag an der Blumberger Mühle und lasst die Kinder bei einer kurzen Entdeckungsrunde draußen den Ton angeben. Geht danach wieder hinein oder macht Mittagspause. Hängt nur so lange Vogelbeobachtung an, wie alle noch Lust darauf haben.

Ein Tag für ausdauernde Wanderer

Wählt entweder die grüne Runde ab Groß-Ziethen oder die orangefarbene ab Altkünkendorf. Nehmt ein Mittagessen mit, speichert vor dem Losgehen die Angaben zur Rückfahrt und plant genug Zeit für Pausen ein, damit ihr auf den letzten Kilometern nicht hetzen müsst.

Aktivitäten

Drei Waldfotos

Lasst bei einer Grumsin-Wanderung jedes Kind drei Motive vom Weg aus suchen: einen lebenden Baum, umgestürztes Holz und eine feuchte Senke. Vergleicht, wie viel Licht jeweils dorthin fällt. Mitnehmen müsst ihr dafür nichts.

Die Landschaft drinnen kennenlernen

Die Ausstellung der Blumberger Mühle verbindet Wald, Moore und Landnutzung. Macht sie bei anhaltendem Regen zum Hauptziel und ergänzt nur so viel vom Außengelände, wie sich angenehm anfühlt.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Blickt von öffentlichen Beobachtungsplätzen über die Blumberger Teiche. Seeadler nutzen die Landschaft zur Nahrungssuche. Wartet geduldig und schaut über das ganze Gebiet, statt nach einem Nest zu suchen.

Auch Fischadler fischen an den Blumberger Teichen. Beobachtet von einem vorgesehenen Aussichtspunkt den Luftraum über dem offenen Wasser. Vielleicht seht ihr einen jagenden Vogel; eine planbare Vorführung ist es nicht.

Für Kraniche lohnt sich an den Teichen besonders der Herbst. Beobachtet einfliegende Vögel von einem öffentlichen Aussichtspunkt aus und haltet großen Abstand zu ihren Schlafgewässern.

Im Feuchtgebiet an den Blumberger Teichen leben Biber. Achtet auf Spuren, die vom Weg aus zu sehen sind, und fragt im Zentrum nach aktuellen Beobachtungen. Nähert euch keinen Dämmen, Erdbauen oder Biberburgen.

Fischotter gehören zur Tierwelt dieser Feuchtlandschaft, sind tagsüber aber wesentlich schwerer zu entdecken als Vögel. Ein Blick von einem öffentlichen Weg aus ist ein Glücksfall.

Moorfrösche gehören zu den wild lebenden Tieren im Blumberger Feuchtgebiet. Entdeckt ihr einen Frosch am Weg, lohnt sich ein vorsichtig aufgenommenes Foto. Der Fundort allein reicht für die Bestimmung nicht aus. Fasst die Tiere nicht an.

Macht im Grumsin die Buchen selbst zum Fotomotiv: Vergleicht vom Weg aus einen hohen lebenden Stamm, jungen Aufwuchs und umgestürztes Holz. Lasst Rinde, Pilze und Totholz unberührt.

Haltet bei warmem Wetter in der Freianlage der Blumberger Mühle nach sonnenbadenden Europäischen Sumpfschildkröten Ausschau. Kennzeichnet sie als Tiere in Haltung und bleibt hinter der Besucherbegrenzung.

Geschichten und Entdeckungen

Warum die Teiche Menschen brauchen

Wasserstände und Dämme der Blumberger Teiche werden im Rahmen der Fischerei gepflegt. Unterschiedliche Wassertiefen bieten Vögeln unterschiedliche Möglichkeiten. Zum Naturschutz im Reservat gehören sowohl die schonende Nutzung der Landschaft als auch Wald, der sich selbst überlassen bleibt.

Die passende Jahreszeit

Zeit für Herbstvögel

Im Herbst kann der abendliche Kranicheinflug an den Blumberger Teichen einen Besuch lohnen. Klärt aber, welcher öffentliche Beobachtungsplatz und welche Zugangszeiten zu eurer Rückfahrt passen. Denkt an die frühere Schließzeit des Zentrums im Winter und das Ende des saisonalen Busverkehrs.

Anreise und praktische Tipps

Platz für eine Pause

An der Blumberger Mühle gibt es Toiletten, eine Wickelmöglichkeit, Sitzplätze und ein Restaurant mit eigenen Öffnungszeiten. Der Infopunkt in Altkünkendorf hat eine öffentliche Toilette. Prüft die Öffnungszeiten des Infopunkts, bevor ihr seine Einrichtungen fest einplant.

Die ganze Anreise prüfen

Nutzt die aktuelle Auskunft des VBB oder der Verkehrsunternehmen für den Zug nach Angermünde und den Anschlussbus. Auf manchen Fahrten der Linie 462 sind Kleinbusse mit begrenztem Platz im Einsatz. Fragt wegen Kinderwagen oder Fahrrädern nach. RufBus-Fahrten müsst ihr mindestens 60 Minuten vorher anmelden.

Die Runde draußen gesondert planen

Besprecht für die Blumberger Mühle unter 03331 26040, welche Wege und welche Toilettenausstattung für euch passen. Ein stufenloser Eingang macht Moorsteg und Turm nicht zugänglich. Berücksichtigt bei der Wahl der Bushaltestelle auch den längeren Kopfsteinpflasterweg ab Görlsdorf.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

8

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Wählt euren Ausgangspunkt

Fahrt zur Blumberger Mühle 2 in Angermünde, zum Geoparkzentrum in Groß-Ziethen oder zum Grumsin-Infopunkt in Altkünkendorf. Das sind drei verschiedene Startpunkte.

Über den Bahnhof Angermünde

In der Saison bringt euch der BiberBus 462 zur Blumberger Mühle und der WelterbeBus 497 nach Altkünkendorf. Prüft die genaue Haltestelle und die Rückfahrt; nicht jede Fahrt der Linie 462 hält am Zentrum.

Den letzten Abschnitt mitplanen

Von der werktags bedienten Haltestelle Görlsdorf, Bahnübergang der Linie 462 sind es etwa 600 m auf einem gepflasterten Weg zur Blumberger Mühle. Die Linie 920 bedient Groß-Ziethen. Prüft ihren Fahrplan für die grüne Runde.

Essen gesondert planen

Das Restaurant der Blumberger Mühle öffnet derzeit Mittwoch–Sonntag von 10:00–16:00 Uhr. Am 16. Oktober 2026 bleibt es geschlossen. Nehmt ein Picknick mit, wenn ihr außerhalb dieser Zeiten kommt.

Eintritt fürs Zentrum

Die Blumberger Mühle ist kostenpflichtig. Eine Familienkarte kostet derzeit 7 € für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder. Schaut vor der Anreise auf die Preisseite des Betreibers.

Gut ausgerüstet in den Wald

Nehmt Wasser, feste Schuhe und eine offline gespeicherte Karte mit. Im Grumsin gibt es Funklöcher. Parkplätze sind in Altkünkendorf knapp; nutzt ausgewiesene Stellplätze und haltet Zufahrten frei.

Gebt Wildtieren Raum

Bleibt im Grumsin auf markierten Wegen, führt Hunde an der Leine und lasst Pilze und andere Naturmaterialien liegen. Baden, Feuer und Camping sind dort verboten.

Häufig gestellte Fragen

Nutzt die markierten Wege. Sie führen durch Wälder der Pufferzone und entlang der Kernzonengrenze. Die geschützte Kernzone dürft ihr nicht abseits der Wege erkunden. Wenn ihr den Wald genauer kennenlernen möchtet, bucht eine offizielle Führung.
Nein. Die Sumpfschildkröten leben in einer Freianlage, und im Naturgarten wachsen auch angebaute Pflanzen. Die Vögel, die an den Fischteichen einfliegen, sind wild. Die Tierbauten auf dem Spielplatz und Mammut Georg in Groß-Ziethen sind gestaltete Elemente und keine Wildtiersichtungen.
Besucht die Ausstellung in der Blumberger Mühle und kürzt den Teil draußen ab. Das Zentrum gibt euch einen guten Einstieg ins Reservat, ohne dass ihr euch auf eine lange Waldrunde festlegen müsst. Prüft die Öffnungszeiten, bevor ihr es als Ausweichziel einplant.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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