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ZooBrandenburg, Deutschland

Biosphäre Potsdam

In der Biosphäre Potsdam könnt ihr ein paar Stunden zwischen tropischen Pflanzen, frei fliegenden Schmetterlingen und kleinen Tieren verbringen, bei denen sich genaues Hinsehen lohnt.

Über diesen Ort

In der Biosphäre Potsdam könnt ihr ein paar Stunden zwischen tropischen Pflanzen, frei fliegenden Schmetterlingen und kleinen Tieren verbringen, bei denen sich genaues Hinsehen lohnt. In diesem überdachten Garten in Bornstedt ist die Luft warm und feucht. Ein Wasserfall gehört zur bepflanzten Landschaft, und die Wege führen vom bodennahen Grün bis hinauf zu den Kronen hoher Bäume. Verstaut zuerst größere Taschen und schaut dann in Ruhe nach oben: Auch die Pflanzen selbst sind hier ein Grund für den Besuch.

Die Regenwaldlandschaft erstreckt sich über etwa 5.000 Quadratmeter und beherbergt mehr als 20.000 kultivierte Pflanzen. Kaffee, Kakao und Bananen schlagen die Verbindung zu Dingen, die ihr von zu Hause kennt. Dazu kommen Tiere in Terrarien, Volieren und Aquarien; einige bewegen sich frei durch die Halle. Auch diese frei laufenden oder fliegenden Bewohner gehören zur betreuten Tierhaltung des Hauses.

Setzt bei eurem Rundgang drei Schwerpunkte: den Höhenweg durch die Baumkronen, das begehbare Schmetterlingshaus und die als U-Boot gestaltete Aquasphäre. Nehmt euch dazwischen Zeit für die kleineren Schauanlagen. Ein gut getarntes Insekt oder ein ruhender Frosch wird leicht übersehen, gerade wenn die Kinder schon auf den nächsten Raum gespannt sind. Bereit zum Snappen und Lernen? Lade die Snappit-App herunter, um jede Naturart hier zu bestimmen.

Das Gebäude entstand als Blumenhalle für die Potsdamer Bundesgartenschau 2001. Nach dem Umbau eröffnete hier am 14. September 2002 die Biosphäre als Tropengarten. Auf dem Bornstedter Feld wurden damals ehemalige Militärflächen in ein neues Wohnviertel und einen öffentlichen Park umgewandelt. Das Erbe der Gartenschau ist bis heute gut erkennbar: Direkt neben der bepflanzten Halle liegt der Volkspark. So könnt ihr an einem Tag zwei ganz unterschiedliche Gartenlandschaften erleben.

Was ihr hier machen könnt

Folgt den Besucherwegen durch die bepflanzte Halle und legt am Wasserfall und am Urwaldsee einen Stopp ein, bevor ihr die höhere Ebene erkundet. Vom Höhenweg aus könnt ihr die Blätter und Äste neben euch mit den Pflanzen weiter unten vergleichen. Lasst die Kinder eine Blattform aussuchen, die sie später wiedererkennen möchten. So haben sie etwas zum Suchen, ohne jedes Schild lesen zu müssen.

Geht mithilfe der Pflanzenschilder auf die Suche nach bekannten Lebensmitteln. Der scheinbare Stamm einer Banane besteht aus dicht aneinanderliegenden Blattbasen, während Kaffee an einem verholzten Strauch wächst. Haltet auch nach Vanille Ausschau: Das vertraute Aroma stammt von einer Orchidee. Eine weitere interessante Nutzpflanze ist die Panama-Hut-Pflanze, aus deren Blattfasern Hüte hergestellt werden. Lasst Blüten, Früchte und Blätter an den Pflanzen.

Schaut euch im Schmetterlingshaus neben den fliegenden Faltern auch die Puppen an. Welche Entwicklungsstadien entdeckt ihr? Wartet dann darauf, dass ein Blauer Morphofalter seine Flügel öffnet. Mit der braunen Unterseite und der leuchtenden Oberseite kann dasselbe Tier wie zwei unterschiedliche Schmetterlinge wirken. Nicht jede vorgestellte Art wird bei eurem Besuch gerade umherfliegen.

In der Aquasphäre führt die Reise vom Wald ins Meer. In der U-Boot-Kulisse geht es unter anderem um Mangroven, tropische Meeresbewohner und die Tiefsee. Sucht euch ein Aquarium aus und beobachtet, wie die Fische ihren Lebensraum nutzen. An den Terrarien könnt ihr die Suche nach einem Wandelnden Blatt zu einem ruhigen Beobachtungsspiel machen. Klopft dabei nicht gegen die Scheiben.

Saisonale Infos

Die überdachte Anlage eignet sich das ganze Jahr über für einen Ausflug bei Kälte oder Regen. Blüten und Schmetterlingsbestand wechseln; freut euch deshalb auf den gesamten Garten und nicht nur auf eine bestimmte Blüte. Am 13. und 27. November 2026 öffnet die Biosphäre erst um 12 Uhr. Am 24. und 31. Dezember 2026 ist sie geschlossen. Prüft vor der Anreise die offizielle Seite zu den Öffnungszeiten, besonders rund um Sonderveranstaltungen.

Barrierefreiheit

Der Eingang ist stufenlos, und die befestigten Wege in der Tropenhalle sind breit genug für Rollstühle. Über Rampen und Aufzüge ist ein vollständiger Rundgang möglich. Es gibt rollstuhlgerechte Toiletten und kostenlose Leihrollstühle. Fragt vorher nach, wenn ihr einen Rollstuhl ausleihen möchtet oder Hilfe bei der Routenwahl mit Kinderwagen braucht. Auch Café, Restaurant, Rezeption und Kasse sind stufenlos erreichbar.

Ein taktiles Leitsystem und eine akustische Wegführung fehlen. Blinden Gästen empfiehlt die Biosphäre deshalb eine Begleitperson. Wer empfindlich auf Geräusche, Lichtreize oder geschlossene Räume reagiert, sollte auf das künstliche Gewitter mit Blitz und Donner sowie auf die dunkleren Ausstellungsräume im U-Boot-Stil vorbereitet sein. Fragt das Personal, wie ihr euren Besuch darauf abstimmen könnt.

Nicht verpassen

1

Blick aus den Baumkronen

Auf dem Höhenweg seid ihr zwischen den oberen Ästen unterwegs und seht den Tropengarten aus einer anderen Perspektive.

2

Entwicklung der Schmetterlinge

Nehmt euch Zeit für die Puppenschau, bevor ihr die frei fliegenden Falter beobachtet.

3

Aquasphäre

Die Ausstellung im U-Boot-Stil verbindet euren Regenwaldbesuch mit Mangroven und tropischen Meeren.

4

Tropenpflanzen aus dem Alltag

Entdeckt die lebenden Pflanzen hinter Kaffee, Bananen, Kakao und Vanille.

Spaziergänge und Routen

Ein entspannter Familienrundgang

Geht in Ruhe durch den Garten, genießt den Blick aus den Baumkronen und gönnt euch längere Pausen im Schmetterlingshaus und in der Aquasphäre. Schaut vor einem ausgedehnten Pflanzenstopp nach, ob bald eine Tierfütterung beginnt. Zum Abschluss könnt ihr etwas trinken oder essen, wenn Café oder Restaurant geöffnet sind.

Für neugierige Pflanzenfans

Entdeckt mithilfe der Schilder die Verbindung zwischen Kaffee, Bananen, Kakao und Vanille und den vertrauten Lebensmitteln. Vergleicht den aus Blattbasen aufgebauten Bananenstamm mit einem verholzten Kaffeestrauch. Sucht dann die Panama-Hut-Pflanze und überlegt, wofür tropische Blätter noch genutzt werden. Schaut zum Schluss von oben auf den Garten, um die verschiedenen Wuchsformen im Zusammenhang zu sehen.

Aktivitäten

Das Spiel mit dem genauen Hinsehen

Sucht euch ein Terrarium aus. Jede Person zeigt auf ein Detail, ohne die Scheibe zu berühren: vielleicht ein Auge, einen blattförmigen Umriss oder ein ruhendes Tier, das ihr zuerst übersehen habt. Vergleicht anschließend, woran ihr es entdeckt habt.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Wartet, bis ein ruhender Falter die Flügel öffnet: Oben leuchten sie blau, unten sind sie braun und tragen augenähnliche Zeichnungen. Mit geschlossenen Flügeln ist er leicht zu übersehen.

Lasst euch vom Team im Schmetterlingshaus zeigen, woran ihr den Malachitfalter unter den frei fliegenden Arten erkennt. Beobachtet ein gelandetes Tier in Ruhe und gebt ihm Platz.

Haltet in den Aquarien nach dem Falschen Clownfisch Ausschau. Wenn er sich zwischen den Tentakeln einer Anemone aufhält, könnt ihr mit etwas Abstand das enge Zusammenleben der beiden Tiere beobachten.

Achtet beim Dreifarben-Glanzstar auch auf die Geräusche. Die Biosphäre hebt seine vielfältigen Rufe hervor. Wenn ihr ruhig beobachtet, entdeckt ihr eher etwas von seinem Verhalten.

Tagsüber seht ihr möglicherweise einen schlafenden Frosch mit geschlossenen Lidern statt seiner leuchtend roten Augen. Schaut genau durch die Terrarienscheibe und lasst ihn ungestört.

Sucht die Anlage des Königspythons einen Moment lang mit den Augen ab, bevor ihr weitergeht. Eine ruhende Schlange kann lange stillhalten. Geduld bringt mehr, als ihre Aufmerksamkeit wecken zu wollen.

Der Treffpunkt für die Tierfütterung am Dienstag liegt bei den Vogelvolieren. Beobachtet, wie sich das Hörnchen bewegt und das Gleichgewicht hält, und fragt das Pflegeteam nach seinem Leben in den Bäumen.

Sucht den beschilderten Kaffeestrauch und schaut, ob er gerade Blüten oder Früchte trägt. Die roten, kirschähnlichen Früchte sehen ganz anders aus als die gerösteten Bohnen aus der Küche.

Schaut euch die Blattbasen an, die den scheinbaren Stamm der Banane bilden. Nutzt zur Bestimmung das Pflanzenschild und betrachtet mögliche Blüten oder Früchte, ohne sie anzufassen.

Haltet zwischen den Tropenpflanzen nach der beschilderten Kokospalme Ausschau. Eine ganze lebende Pflanze zu erkennen, ist eine schöne Ergänzung zur bekannten Kokosnuss aus dem Lebensmittelladen.

Eine Bananenpflanze mit großen länglichen Blättern und geschichteten Blattbasen steht einem verzweigten Kaffeestrauch mit kleineren glänzenden Blättern gegenüber.

Vergleicht die dicht geschichteten Blattbasen der Banane mit den verholzten Trieben des Kaffeestrauchs. Schematische KI-Illustration, keine Abbildung bestimmter Pflanzen in der Biosphäre. Nutzt zur Bestimmung die Pflanzenschilder.

Illustration: AI-generated for Snappit; factual references documented in source-manifest.json.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

10

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Mit Bus und Bahn

Vom Potsdamer Hauptbahnhof bringt euch die Tram 96 Richtung Campus Jungfernsee zur Haltestelle Volkspark direkt vor der Biosphäre. Von der Tram-92-Haltestelle Campus Fachhochschule sind es etwa 300 Meter zu Fuß. Prüft den aktuellen Fahrplan.

Mit Auto oder Fahrrad

Die Adresse ist Georg-Hermann-Allee 99, 14469 Potsdam. Neben dem Gebäude gibt es kostenpflichtige Parkplätze, am Haupteingang kostenlose Fahrradstellplätze. Merkt euch euer Kennzeichen für den Parkautomaten.

Parkrabatt

Fragt vor dem Bezahlen an der Eintrittskasse nach dem Rabatt für Besucher. Mit einem entsprechenden deutschen Schwerbehindertenausweis könnt ihr euch beim Personal über das Verfahren zum kostenlosen Parken informieren.

Kleidung und Gepäck

Leichte Kleidung in mehreren Schichten ist in der warmen, feuchten Halle praktisch. Große Taschen und Rucksäcke gehören in die Schließfächer. Behaltet eure Eintrittskarte während des Besuchs bei euch.

Essen und Trinken

Mitgebrachte Speisen dürft ihr im Foyer essen, aber nicht in der Tropenhalle. Alkoholfreie Getränke könnt ihr mitnehmen. Prüft die Tagesöffnungszeiten von Café und Restaurant, wenn ihr eine Essenspause einplant.

Rücksicht auf die Tiere

Bleibt auf den Wegen, lasst die Pflanzen unberührt und füttert, berührt oder bedrängt die Tiere nicht. Gebt Schmetterlingen Platz zum Landen.

Fotografieren

Private Fotos und Videos sind erlaubt. Im Schmetterlingshaus sowie an Aquarien und Terrarien dürft ihr nicht mit Blitz fotografieren.

Einlass ins Schmetterlingshaus

Letzter Einlass ist montags bis freitags um 16:40 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen um 17:10 Uhr. Plant euren Besuch dort rechtzeitig ein.

Häufig gestellte Fragen

Tickets bekommt ihr online und an der Kasse. Vergleicht den endgültigen Onlinepreis einschließlich möglicher Buchungsgebühren mit dem Preis vor Ort. Kinder unter drei Jahren haben freien Eintritt; außerdem gibt es eine Familienkarte. Die Altersgruppen und alle aktuellen Tarife findet ihr auf der Ticketseite.
Das Café Tropencamp am Urwaldsee bietet Getränke, Kuchen und Snacks. Im Restaurant Urwaldblick gibt es Mahlzeiten und einen klimatisierten Innenbereich. Das Restaurant könnt ihr auch ohne Eintrittskarte für die Biosphäre besuchen. Die Öffnungstage und -zeiten der beiden Angebote unterscheiden sich. Frühstücks- und Brunchangebote solltet ihr vorab buchen.
Hunde und andere Haustiere dürfen nicht mit hinein. Wenn ihr mit einem Blindenführhund kommt, meldet ihn vor dem Besuch an und bringt die in der Hausordnung verlangten Nachweise mit.
Ja. Für den benachbarten Volkspark gelten eigene Eintrittsregelungen. Fragt nach dem Kombi-Tagesticket, das vor Ort verkauft wird. Öffentliche Führungen gibt es an ausgewählten Terminen. Eine private Führung zur Tier- und Pflanzenwelt ist auch auf Englisch buchbar und dauert normalerweise etwa 1½ Stunden. Bei der Gruppenbuchung wird mindestens der Preis für zehn Personen berechnet.

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