An den Teichen könnt ihr in Ruhe spazieren gehen, beobachten, lauschen und an Entdeckerstationen spielen. Ein guter Ausgangspunkt für den ersten Besuch ist Wartha nordöstlich von Bautzen: Das Besucherzentrum HAUS DER TAUSEND TEICHE steht direkt am Einstieg in den Naturerlebnispfad Guttauer Teiche. Prüft vor einem Ausflug mit Programm drinnen und draußen die Öffnungshinweise, denn eine längere Umbaupause steht bevor.
Die Teiche werden bis heute bewirtschaftet. Dämme, Wassergräben, Schilfgürtel und Wald liegen hier nebeneinander, weil Generationen von Teichwirten sie angelegt und gepflegt haben. Im übrigen Reservat wechseln sich feuchte Niederungen mit sandiger Heide und Kiefernwäldern ab. Dazwischen liegen Dörfer und landwirtschaftliche Flächen. Auch die deutschen und sorbischen Ortsnamen zeigen, dass die Menschen zu dieser Landschaft gehören.
Bei Guttau lohnt es sich, immer wieder stehen zu bleiben. Lasst alle einmal durchs Fernglas schauen, vergleicht die Vögel auf dem offenen Wasser mit den Rufen aus dem Schilf und sucht nach den Gräben, die die Teiche verbinden. Vielleicht zieht ein Seeadler über euch hinweg. Mit kleinen Entdeckungen lässt sich aber besser planen als mit der Hoffnung auf ein besonders spektakuläres Tier. Auch Fischotter leben hier, sind jedoch ausgesprochen schwer zu beobachten.
Wenn das Besucherzentrum geöffnet ist, gibt die Ausstellung zur Teichwirtschaft im Jahreslauf den Kindern eine Geschichte mit auf den Weg nach draußen. Die Fische im Aquarium werden dort gehalten; die Vögel und anderen Wildtiere entlang der Wege leben frei. Auf dem Wassererlebnisgelände können Kinder ausprobieren, wie sich Wasser bewegen lässt, und später beim Spaziergang das echte Teichsystem genauer betrachten. Packt Wechselkleidung ein, wenn das zu eurem Tagesplan gehört. Möchtest du wissen, was für ein Tier das ist? Bestimme jedes gefundene Tier mit der Snappit-App.
Das Reservat wurde 1994 eingerichtet und 1996 von der UNESCO anerkannt. Sein Naturschutzgedanke baut auf einer jahrhundertealten Teichwirtschaft auf. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die Guttauer Teiche um- und ausgebaut und erhielten dabei weitgehend ihre heutige Form. Die Bewirtschaftung der Teiche und der Schutz ihrer Tier- und Pflanzenwelt bleiben hier eng miteinander verbunden. Das Besucherzentrum steht auf einem ehemaligen Wirtschaftshof. Vier alte Granitsäulen sind im neueren Gebäude erhalten geblieben.