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ParkMecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Biosphärenreservat Schaalsee

Am Schaalsee könnt ihr in aller Ruhe zwischen schilfgesäumten Seen, Feuchtwiesen und Dörfern wandern, die von der früheren innerdeutschen Grenze geprägt sind.

Über diesen Ort

Am Schaalsee könnt ihr in aller Ruhe zwischen schilfgesäumten Seen, Feuchtwiesen und Dörfern wandern, die von der früheren innerdeutschen Grenze geprägt sind. Beginnt im Informationszentrum PAHLHUUS in Zarrentin und geht anschließend zum Moorerlebnispfad direkt dahinter. Vom Steg aus kommt ihr dem Feuchtgebiet nahe, ohne seinen empfindlichen Boden zu betreten.

Das Biosphärenreservat umfasst 310 Quadratkilometer in Mecklenburg-Vorpommern. Der Schaalsee selbst reicht auch nach Schleswig-Holstein, doch nicht sein gesamtes Ufer gehört zu diesem Reservat. Sucht euch für den Tag einen überschaubaren Bereich aus. In Zarrentin lassen sich eine Ausstellung und ein kurzer Spaziergang besonders einfach verbinden. Bei Neuenkirchen erwartet euch eine längere Wanderung durch die Landschaft.

In großen Teilen des Reservats leben und wirtschaften Menschen. Alte Hecken trennen die Felder, während flache Feuchtgebiete Kranichen Rastplätze bieten. Die hier vorgestellten Vögel und Fischotter leben frei, die Binsenschneide wächst natürlich im Moor. Wasserbüffel und Rinder, die ihr gelegentlich in der Neuenkirchener Niederung sehen könnt, sind dagegen Weidetiere aus landwirtschaftlicher Haltung. Vergiss nicht, die Snappit-Naturführer-App mitzunehmen, um einheimische Arten zu scannen.

Eis und Schmelzwasser formten die Hügel und Seebecken. Später prägte die Landwirtschaft die Landschaft mit Hecken, Feldern und Dörfern. Während der deutschen Teilung verlief die Grenze durch den Schaalsee. Die Zugangsbeschränkungen ließen der Tierwelt ungewöhnlich ruhige Bereiche, doch Menschen wurden auch zwangsumgesiedelt und Dörfer abgerissen. 1990 begann der Schutz als Naturpark, 1998 folgte die Ausweisung als Biosphärenreservat und 2000 die UNESCO-Anerkennung. Das Reservat gehört zum Grünen Band entlang der ehemaligen Grenze.

Was ihr hier machen könnt

Erkundet den Moorerlebnispfad hinter dem PAHLHUUS mit Rückweg auf derselben Strecke und kehrt um, wenn es für eure Gruppe passt. Für eine vollständige Seerunde bietet sich der etwa 4 km lange Kirchensee-Rundweg ab dem Parkplatz bei Kirche und Kloster an. Unterwegs liegen ein Beobachtungsstand, eine Brücke und eine alte Lindenallee. Die separate, 8,5 km lange Wanderung am Neuenkirchener See beginnt am Parkplatz an der Zufahrt zur Badestelle in Neuenkirchen und führt über Techin. Hier erwarten euch Wurzeln, Steine, Betonfahrspuren und Kopfsteinpflaster. Der ausgeschilderte Kranichkieker in Neuenkirchen eignet sich für einen zusätzlichen Beobachtungsstopp. Rechnet für einen Abstecher extra Wegstrecke ein.

Saisonale Infos

Bei nassem Wetter können die naturbelassenen Wege schlammig und rutschig sein. Wählt die längere Wanderung nur, wenn die Bedingungen für eure Gruppe passen, und meidet Waldwege bei starkem Wind. Prüft vor der Anreise die aktuellen Hinweise des Reservats und beachtet Absperrungen vor Ort. Im Winter braucht ihr warme Kleidung, wenn ihr am Wasser länger stehen bleibt.

Barrierefreiheit

Der Moorsteg hat einen Handlauf und ist für die Nutzung mit Rollstuhl und Kinderwagen ausgelegt. Fragt vor der Anreise beim PAHLHUUS nach dem aktuellen Zugang, den Rückwegmöglichkeiten und den Öffnungszeiten der barrierefreien Toilette. Bei einer vollständigen Moorrunde können eine ungesicherte Straßenquerung und ein kurzer Abschnitt auf einer Straße dazugehören. Der Rückweg auf derselben Strecke hält den Ausflug überschaubarer. Der Kirchensee-Rundweg ist unbefestigt. Wurzeln, Steine und Kopfsteinpflaster machen die Neuenkirchener Route für Rollstühle und Kinderwagen wenig geeignet.

Nicht verpassen

1

Moorerlebnispfad

Folgt dem Steg durch das Zarrentiner Kalkflachmoor.

2

Brücke am Kirchensee

Haltet auf der 4-km-Runde zwischen zwei Wasserflächen inne.

3

Techiner Heckenlandschaft

Wandert durch ein altes Netz aus Feldhecken.

4

Kranichkieker

Beobachtet die renaturierte Feuchtniederung vom öffentlichen Aussichtspunkt.

Spaziergänge und Routen

Moorerlebnispfad ab PAHLHUUS mit Rückweg auf derselben Strecke

Folgt dem Moorerlebnispfad hinter dem Informationszentrum und haltet an den Informationstafeln. Wählt euren Umkehrpunkt selbst und geht auf derselben Strecke zurück.

Für Rollstühle und Kinderwagen vorgesehen. Klärt den aktuellen Zustand sowie den Zugang von eurem Stellplatz oder eurer Bushaltestelle.

Moorerlebnispfad ab PAHLHUUS mit Rückweg auf derselben Strecke

Kirchensee und Halbinsel Strangen

Folgt der offiziellen Runde am Schaalseeufer entlang zum Beobachtungsstand und zur Brücke am Strangendamm. Weiter geht es durch die Lindenallee und auf der Kirchenseeseite zurück.

Für einen Ausflug mit Rollstuhl oder Kinderwagen plant zunächst mit dem Moorerlebnispfad und besprecht den aktuellen Zugang mit dem PAHLHUUS.

Kirchensee und Halbinsel Strangen

Neuenkirchener See über Techin

Nutzt die offizielle Route über Schulweg, Techin und Kranichhof und kehrt am Neuenkirchener See entlang zurück. Nehmt das Routenblatt mit, damit die Verbindungen durch die Dörfer und über die Feldwege klar sind.

Am besten für Wanderer, die auf unebenem Untergrund sicher unterwegs sind. Freiliegende Wurzeln und Kopfsteinpflaster sind mit Rädern mühsam.

Neuenkirchener See über Techin

Ein entspannter erster Besuch

Gebt euch 1,5–2 Stunden für das PAHLHUUS und das Moor. Lest ein paar Tafeln, macht draußen eine ruhige Pause und kehrt zurück, bevor alle müde sind. Verlängert den Tag nur, wenn Wetter und Energie mitspielen.

Ein längerer Tag in der Landschaft

Plant 3,5–4,5 Stunden für die Neuenkirchener Runde mit einem Imbiss und Fernglaspausen. Ergänzt den Kranichkieker als eigenen Stopp, wenn noch Zeit bleibt. Der Zugang zum Aussichtspunkt kommt zur Routenlänge hinzu.

Aktivitäten

Zwischen den Seen lauschen

Bleibt auf der Kirchensee-Runde eine Minute still und zählt unterschiedliche Geräusche: Vögel, Schilf, Wind und Schritte. Vergleicht, was ihr gehört habt, bevor ihr nach der Quelle sucht.

Das Feuchtgebiet vom Steg aus entdecken

Lasst Kinder vom Weg aus nach offenem Wasser, hohen Pflanzen und Gehölzen suchen. Die Tafeln erklären, warum der Wasserstand in einem Flachmoor nahe an der Oberfläche liegen muss. Lasst alles dort, wo es wächst.

Beobachten, ohne hinterherzugehen

Am Kranichkieker sucht sich jeder ein sichtbares Tier aus und beschreibt sein Verhalten. Büffel und Rinder sind Weidetiere aus landwirtschaftlicher Haltung; Kraniche und andere vorbeikommende Vögel leben wild.

Drinnen die Seenlandschaft kennenlernen

Die Ausstellung im PAHLHUUS stellt Tiere und Landschaft des Reservats vor. Sie eignet sich als erster Stopp bei Regen. Im regulären Betrieb von Dienstag bis Sonntag gibt es eine Pause von 12:00 bis 13:00 Uhr. Prüft die Zeiten vor der Anreise erneut.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Schaut auch in den Himmel über dem See. Ein Seeadler kann in einiger Entfernung vorbeiziehen. Genießt seinen markanten Umriss, ohne ihm am Ufer zu folgen.

Hört am Kranichkieker erst einmal genau hin. Beobachtet ankommende Kraniche vom Aussichtspunkt und lasst ihnen Ruhe an ihren nassen Rastplätzen.

Beobachtet Graugänse vom Kirchensee-Rundweg aus. Gebt Familien mit Gösseln reichlich Platz zum Überqueren des Weges und lasst sie ihre Nahrung selbst suchen.

Haltet am Wasserrand nach einem großen weißen Vogel Ausschau. Verfolgt seine langsamen Bewegungen mit dem Fernglas, statt für ein Foto näher heranzugehen.

Vielleicht seht ihr nur einen kurzen blauen Blitz. Bleibt an einer freien Aussichtsstelle am Wasser stehen, statt dem Vogel ins Gebüsch zu folgen.

Schaut euch Gruppen von Tauchenten auf dem offenen Wasser an. Für die Bestimmung kann ein Fernglas nötig sein. Schellenten kommen im Reservat vor, müssen aber auf eurer gewählten Runde nicht zu sehen sein.

Ein Fischotter ist eine glückliche Überraschung. Eine ruhige Pause an einer öffentlichen Aussichtsstelle am Wasser reicht. Sucht weder private Uferbereiche noch mögliche Ruheplätze ab.

Die Informationstafeln helfen euch, diese hohe Moorpflanze zu erkennen. Ihre Blattränder sind scharf gezähnt. Betrachtet deshalb ihre Form, ohne sie anzufassen oder zu pflücken.

Wenn an der Kolonie Betrieb herrscht, beobachtet die Mehlschwalben vom öffentlichen Besucherbereich aus und lest die Informationstafel. Haltet den Anflug der Vögel zum Gebäude frei.

Kalkflachmoor

Der Zarrentiner Moorsteg führt durch ein Kalkflachmoor, einen nassen Lebensraum mit kalkliebenden Pflanzen wie der Binsenschneide. Bleibt auch dort auf dem Steg, wo der Boden fest aussieht.

Schilf, Seen und feuchte Niederungen

Offenes Wasser, Schilfränder und renaturierte flache Gewässer bieten unterschiedliche Nahrungs- und Ruheplätze. Von öffentlichen Aussichtspunkten könnt ihr beobachten und die besonders geschützten Rückzugsbereiche ungestört lassen.

Hecken und Buchenwälder

Die Waldgebiete des Reservats stehen für den baltischen Buchenwald. Alte Feldhecken verbinden Lebensräume in der Agrarlandschaft. Achtet darauf, wie sich Windschutz, Licht und Vogelgesang verändern, wenn euer Weg zwischen ihnen wechselt.

Eine gemalte Feldhecke verbindet einen Laubwald mit einem alten Baum; im Vordergrund sind Gehölze, Gras und Laubstreu zu sehen.

Hecken verbinden Lebensräume zwischen den Feldern. Die schematische KI-Illustration macht diese Funktion am Beispiel der Techiner Heckenlandschaft verständlich; sie zeigt keinen bestimmten Landschaftsausschnitt.

Illustration: OpenAI image generation; editorial composition: Snappit. Factual source: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe

Geschichten und Entdeckungen

Ein See aus Eis und Wasser

Der Schaalsee ist bis zu etwa 72 m tief. Seine langgezogenen, unregelmäßigen Becken gehören zu einer von Gletschern und Schmelzwasser geformten Landschaft. Kleine Teiche blieben dort zurück, wo verschüttete Eisblöcke schmolzen.

Hecken mit Geschichte

Die alten Feldhecken bei Techin haben große Veränderungen in der Landwirtschaft überdauert. Wertvoll ist ihr zusammenhängendes Netz: Deckung und Nahrungsplätze setzen sich von einem Feldrand zum nächsten fort.

Die passende Jahreszeit

Das Wetter bestimmt das Tempo

Verkürzt bei Kälte die Wanderung und plant für die Vogelbeobachtung eine eigene Pause mit warmer Kleidung. Nach Regen erfordert die unebene Neuenkirchener Strecke mehr Aufmerksamkeit. Haltet euch mit kleinen Kindern eine einfache Rückwegmöglichkeit offen.

Anreise und praktische Tipps

Praktischer Ausgangspunkt

Im PAHLHUUS könnt ihr Wanderkarten kaufen; es gibt auch eine barrierefreie Toilette. Klärt, wann diese bei eurem Besuch zugänglich ist. Fahrräder werden verliehen. Reserviert vorab, bringt Helme mit und fragt für Kinder nach passenden Größen.

Die ganze Anreise planen

Wählt über die offizielle Anreiseseite des Reservats euren Bahnhof und das passende Verkehrsunternehmen für die Weiterfahrt. Prüft für Zarrentin die VLP-Linienbusse oder den Rufbus, einschließlich Vorbestellung und letzter sinnvoller Rückfahrt. Am PAHLHUUS ist das Parken kostenpflichtig.

Den Rückweg genauso sorgfältig prüfen

Wenn ihr eine vollständige Moorrunde gehen oder rollen möchtet, fragt nach der aktuell passenden Strecke für eure Bedürfnisse. Eine frühere Prüfung erfasste eine ungesicherte Straßenquerung und 150 m auf einer Straße. Die Angaben zum Steg allein beschreiben noch nicht den ganzen Ausflug.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

9

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Nehmt ein Fernglas mit

Viele Vögel lassen sich damit besser genießen als mit dem Handy fotografieren.

Prüft die PAHLHUUS-Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist normalerweise montags geschlossen und macht eine Mittagspause.

Plant Parkgebühren am PAHLHUUS ein und nutzt auch andernorts ausgewiesene Parkplätze.

Nehmt Wasser, einen kleinen Imbiss und Schuhe für nasse, unebene Wege mit.

Bleibt in Naturschutzgebieten auf den Wegen, führt Hunde an der Leine und lasst Pflanzen unberührt.

Gebt fressenden und ruhenden Vögeln Raum. Nutzt den Zoom, statt näher heranzugehen.

Lasst SUP und Drohne zu Hause. Boote müssen für den Schaalsee registriert sein; manche Gewässerbereiche sind für Boote ganz gesperrt.

Prüft vor dem Losgehen eure Busverbindung zurück. Badet nur an offiziellen Badestellen.

Häufig gestellte Fragen

Das Reservat hat viele Zugänge. Für den ersten Besuch eignet sich das PAHLHUUS in der Wittenburger Chaussee 13 in Zarrentin am Schaalsee. Die Ausstellung ist kostenlos; für das Parken fallen gesonderte Gebühren an.
Im Reservat gibt es keinen Bahnhof der Deutschen Bahn. Prüft je nach Ausgangspunkt und Ziel Verbindungen über Hagenow Land, Gadebusch, Rehna oder Ratzeburg. Zarrentin wird von VLP-Linienbussen und dem Rufbus bedient. Klärt eine gegebenenfalls nötige Vorbestellung und den Fußweg ab eurer Haltestelle.
Kraniche nutzen die Neuenkirchener Niederung während des Vogelzugs, doch ihre Zahl und ihr Ankunftszeitpunkt schwanken. Ein Fischotter wäre eine glückliche Zugabe. Freut euch über die Vögel, die ihr vom Weg aus seht, statt abgelegene Ufer oder Schilfbereiche abzusuchen.
Besucht die Ausstellung im PAHLHUUS und entscheidet danach, ob das Wetter noch einen kurzen Spaziergang zulässt. Prüft die aktuellen Öffnungszeiten, besonders die Mittagspause und den Montag als regulären Schließtag.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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