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ParkThüringen, Deutschland

Biosphärenreservat Thüringer Wald

Hier erwartet euch ein Waldtag voller kleiner Entdeckungen: ein Bach neben dem Weg, ein umgestürzter Baum voller Leben und eine Wiese, die sich plötzlich zwischen den Hügeln öffnet.

Über diesen Ort

Hier erwartet euch ein Waldtag voller kleiner Entdeckungen: ein Bach neben dem Weg, ein umgestürzter Baum voller Leben und eine Wiese, die sich plötzlich zwischen den Hügeln öffnet. Schmiedefeld am Rennsteig eignet sich gut als erster Ausgangspunkt. Beginnt im kostenfreien Infozentrum in der Brunnenstraße 1. Die interaktive Ausstellung stellt euch Wälder, Wiesen, Bäche und Moore des Reservats vor, bevor ihr euch für eine Wanderung entscheidet.

Das UNESCO-Biosphärenreservat umfasst rund 337 Quadratkilometer im mittleren Thüringer Wald. Es liegt innerhalb des größeren Naturparks Thüringer Wald, für den es einen eigenen, weiter gefassten Regionalführer gibt. Hier geht es vor allem um die Biosphärenlandschaft rund um Schmiedefeld und Vesser sowie einen möglichen Moorausflug bei Oberhof. Für diese bewohnte Region gibt es kein einzelnes Eingangstor. Die vorgestellten Orte eignen sich für verschiedene Ausflüge und liegen nicht alle an einer kurzen Runde.

Ein großer Teil der Landschaft ist bewaldet, doch der Wald sieht längst nicht überall gleich aus. In der Kernzone Vessertal dürfen alte Bäume und Totholz stehen oder liegen bleiben und Pilzen und Tieren Unterschlupf bieten. Anderswo wird der Wald bewirtschaftet, während Mahd und Beweidung die Bergwiesen offen halten. Beides gehört zum Schutz dieser Landschaft: Manche Bereiche überlässt man sich selbst, andere werden behutsam gepflegt.

Auch ohne seltene Tierbeobachtung gibt es viel zu entdecken. Lauscht dem fließenden Wasser, vergleicht breite Blätter mit Tannennadeln oder fotografiert dieselbe Wiese zu verschiedenen Jahreszeiten vom Weg aus. Wenn ihr gezielt Wildtiere beobachten möchtet, bieten geführte Besuche einer Beobachtungskanzel bei Frauenwald die Chance, freilebendes Rotwild zu sehen. Meldet euch vorher an und stellt euch auf eine längere, stille Wartezeit ein. Ob sich die Tiere zeigen, bleibt offen. Mach deinen Besuch zur Safari! Nutze die Snappit-App, um Wildtier-Sichtungen hier zu scannen und zu loggen.

Das Vessertal wurde 1939 als Naturschutzgebiet ausgewiesen; 1959 folgte eine Naturwaldparzelle. Die UNESCO erkannte das ursprüngliche Biosphärenreservat Vessertal 1979 an. Spätere Erweiterungen bezogen mehr von der umliegenden, bewirtschafteten Landschaft ein. Das heutige, rund 337 Quadratkilometer große Reservat erhielt 2018 die UNESCO-Anerkennung. Zu seinen Aufgaben gehören Naturschutz, Forschung und die Entwicklung nachhaltiger Lebens- und Wirtschaftsweisen gemeinsam mit den Menschen vor Ort.

Was ihr hier machen könnt

Für die erste Familienwanderung bietet sich der 3,2 km lange Erlebnispfad Schmiedefeld an. Die Runde beginnt am Kurpark unterhalb des Sportplatzes und kehrt dorthin zurück. Unterwegs kommt ihr durch Bergwald, an Quellbächen und Wiesenrändern vorbei. An den Entdeckerstationen können Kinder die Käferperspektive ausprobieren und mehr über Vögel und das Leben im Bach erfahren. Fragt in der Touristinformation nach dem Quiz zum Pfad. Die Wege vom Infozentrum, Parkplatz oder der Bushaltestelle zum Kurpark kommen in beiden Richtungen hinzu.

Wenn ihr lieber mehr Wald und weniger Spielstationen möchtet, wählt die Urwaldpfad-Familienrunde um den Großen Herrenhügel. Vom Eingangsportal an der ehemaligen Vesserschanze zurück zum selben Portal sind es etwa 4,6 km. Die Runde verläuft auf Waldwegen, darunter dem Försterstieg, und führt durch einen Teil der Kernzone. Rechnet den Hin- und Rückweg vom Parkplatz oder der Bushaltestelle in Vesser zusätzlich ein. Dieser Ausgangspunkt ist ein anderer als der Start der langen Tour ab Schmiedefeld. Fragt vor dem Aufbruch vor Ort nach dem aktuellen Zustand der Familienrunde.

Für Moorpflanzen lohnt sich ein eigener Ausflug zum Schützenbergmoor bei Oberhof. Zum etwa 0,3 km langen Rundweg vor Ort gehört ein 230 m langer Holzsteg. Der Weg zum Moor ist jedoch Teil des Ausflugs. Ab der Bushaltestelle Grenzadler ist der Zuweg mit 1,5 km je Richtung angegeben: Zusammen mit der Moorrunde sind das etwa 3,3 km. Ab dem Busbahnhof Oberhof plant ihr über Stein 16 insgesamt rund 4,3 km ein. Bleibt auf dem Steg und nehmt euch Zeit, die kleinen Pflanzen zu betrachten.

Wenn ihr eine Stunde habt, lohnt sich das Infozentrum auch allein. Für einen halben Tag könnt ihr es mit einer nahen Runde und einem Picknick verbinden. Eine geführte Wildbeobachtung braucht einen eigenen Zeitblock: Zu den 2–3 Stunden auf der Kanzel kommen die vom Veranstalter vorgesehenen Treff- und Zugangszeiten hinzu.

Saisonale Infos

Der Weg ins Vessertal neben der ehemaligen Sprungschanzenanlage wurde nach der Bachrenaturierung am 30. September 2026 wieder geöffnet. Die Onlinebeschreibung des langen Urwaldpfads trägt weiterhin den Hinweis „geschlossen“. Fragt deshalb im Infozentrum nach eurer genauen Runde und beachtet Absperrungen vor Ort. Vom 19. Oktober bis voraussichtlich 14. November 2026 wird die Bushaltestelle Schmiedefeld Gartenstraße nicht bedient. Der Betreiber verweist auf Suhler Chaussee. Prüft vor der Anreise aktuelle Wege- und Verkehrsmeldungen. Nasse oder vereiste Bohlen können den Moorsteg ungeeignet machen, auch wenn er normalerweise geöffnet ist.

Barrierefreiheit

Das Infozentrum hat einen barrierefreien Eingang und eine barrierearme Ausstellung. Es gibt Audioguides auf Englisch und für Menschen mit Seheinschränkungen. Die Schmiedefelder und Vessertaler Wanderungen führen durch Waldgelände. Keine der beiden Runden ist hier als durchgehend stufenfrei sowie rollstuhl- oder kinderwagentauglich bestätigt. Der 230 m lange Steg im Schützenbergmoor wird als barrierefrei beschrieben; das gilt jedoch nicht automatisch für den 1,5 km langen Waldzuweg ab Grenzadler. Fragt vor der Entscheidung nach Oberflächen, Steigungen und der Eignung für eure Mobilitätshilfe.

Nicht verpassen

1

Ein Wald-Erlebnispfad mit Bach- und Wiesenstationen

2

Alte Bäume und Totholz auf der Vessertaler Familienrunde

3

Ein Hochmoorsteg mit winzigen, spezialisierten Pflanzen

4

Eine kostenfreie Mitmachausstellung und buchbare Wildbeobachtungen

Pferde auf einer grünen Weide im Vessertal, an einem bewaldeten Rand.

Pferde im Vessertal nördlich von Vesser am 24. Juni 2017. Die Aufnahme ergänzt den Gegensatz zwischen gepflegten offenen Flächen und geschützten Waldlebensräumen; sie belegt keinen konkreten Pflegeauftrag dieser Tiere.

Dguendel / Wikimedia Commons / CC BY 4.0 · Creative Commons

Spaziergänge und Routen

Erlebnispfad Schmiedefeld am Rennsteig

Ein Wald-Lernpfad mit Bach- und Wiesenlebensräumen, kleinen Entdeckeraufgaben und einem Sinnesabschnitt, den Schülerinnen und Schüler aus dem Ort mitgestaltet haben. Nehmt euch für ein paar Stationen richtig Zeit, statt möglichst schnell alle zu schaffen.

Eine durchgehende Rollstuhl- oder Kinderwagentauglichkeit ist nicht bestätigt. Fragt im Infozentrum, welche Abschnitte zu eurer Gruppe passen, bevor ihr den Ort verlasst.

Erlebnispfad Schmiedefeld am Rennsteig

Urwaldpfad Vessertal: Familienrunde

Die kürzere Waldrunde um den Großen Herrenhügel führt durch einen Teil der Biosphären-Kernzone. Hier stehen alte Bäume, liegendes Totholz und die Entwicklung des Waldes im Mittelpunkt, weniger eine Folge von Spielstationen.

Ein durchgehend stufenfreier Verlauf ist nicht bestätigt. Allein wegen der kurzen Strecke solltet ihr keinen Rollstuhl oder herkömmlichen Kinderwagen einplanen.

Urwaldpfad Vessertal: Familienrunde

Schützenbergmoor ab Grenzadler

Wandert zum Hochmoor, folgt dem kurzen Lehrpfad und kehrt auf dem Zuweg zurück. Vom Holzsteg aus könnt ihr das Moor beobachten, ohne seine empfindliche Oberfläche zu betreten.

Der 230 m lange Steg wird als barrierefrei beschrieben. Dass Steigungen und Oberflächen der Zuwege für jede Mobilitätshilfe geeignet sind, ist nicht bestätigt. Fragt bei der Oberhof-Information nach dem gesamten Weg.

Schützenbergmoor ab Grenzadler

Ein erster halber Tag in Schmiedefeld

Beginnt in der Ausstellung, fragt nach den aktuellen Wegen und holt das Quiz zum Erlebnispfad ab. Geht zum Kurpark, lauft die 3,2 km lange Runde und kehrt zu eurem Ankunftspunkt zurück. Plant Zeit für diese Verbindungswege und ein Picknick ein. Ausstellung und Pfad haben keinen gemeinsamen vermessenen Ausgangspunkt.

Ein ruhiger Ausflug ins Vessertal

Fragt zunächst, ob die Familienrunde begehbar ist, und startet dann am Portal bei der ehemaligen Vesserschanze. Macht die rund 4,6 km lange Runde zum Hauptprogramm und lasst Zeit für Totholz und fließendes Wasser. Der separate Rückweg zum Parkplatz oder zur Bushaltestelle im Ort gehört mit in die Planung.

Ein kleiner Moortag bei Oberhof

Startet am Grenzadler, wandert zum Schützenbergmoor, erkundet die kurze Stegrunde und geht auf dem Zuweg zurück. Die insgesamt etwa 3,3 km lassen Zeit, Pflanzen in Ruhe anzuschauen. Entscheidet über einen Abstecher zum Veilchenbrunnen gesondert und rechnet die zusätzliche Strecke ein. Er gehört nicht automatisch zu diesem kurzen Plan.

Aktivitäten

Dem Bach eine stille Minute schenken

Haltet an einer sicheren Stelle auf dem Weg an, sprecht eine Minute lang nicht und zählt verschiedene Geräusche: Wasser, Wind und Vögel. Vergleicht danach eine ruhig fließende mit einer plätschernden Stelle, ohne ins Wasser zu gehen oder Steine zu bewegen.

Drei Lebensphasen eines Baumes entdecken

Sucht vom Vessertaler Weg aus einen lebenden Baum, stehendes Totholz und einen gefallenen Stamm. Was könnte jeder davon einem Tier oder Pilz bieten? Lasst Rinde und Holz unberührt. Wertvoll sind sie gerade dort, wo sie bleiben dürfen.

Wiesenfarben sammeln

Findet vom Weg aus drei Blütenfarben und beobachtet eine gut sichtbare Blüte, bis vielleicht ein Insekt vorbeikommt. Fotografiert den Anblick, statt einen Strauß zu pflücken. Kommt in einem anderen Monat wieder und vergleicht, was sich verändert hat.

Das Reservat drinnen entdecken

Vergleicht in der interaktiven Ausstellung des Schmiedefelder Infozentrums die Lebensräume Wald, Moor, Wiese und Bach. Lasst jedes Kind etwas auswählen, nach dem es bei einer späteren Wanderung Ausschau halten möchte. Der englische Audioguide hilft Besuchern, die kein Deutsch lesen. Prüft die Öffnungszeiten, bevor ihr die Ausstellung als Ausweichziel einplant.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Haltet von einer öffentlichen Brücke oder einem Weg aus nach einem kleinen dunklen Vogel mit heller Brust am fließenden Wasser Ausschau. Bleibt lieber an einer Stelle stehen, statt dem Bachufer zu folgen. Auch wenn ihr keinen Vogel seht, lohnt es sich, dem Wasser zu lauschen.

Lauscht im Wald zuerst, bevor ihr das Fernglas hebt. Vielleicht zeigt sich zwischen den Bäumen kurz ein großer dunkler Specht. Betrachtet Baumhöhlen vom Weg aus, ohne näher heranzugehen oder zu prüfen, ob ein Nest besetzt ist.

Einem schwarz-gelben Feuersalamander begegnet ihr mit etwas Glück im feuchten Wald. Achtet auf eure Schritte, lasst ihm Platz und berührt ihn nicht. Hebt weder Holz an noch steigt in einen Bach, um nach erwachsenen Tieren oder Larven zu suchen.

Wenn ihr gezielt Rotwild beobachten möchtet, bucht den geführten Kanzelbesuch bei Frauenwald und fragt nach der Gesamtdauer. Nehmt eine warme Schicht fürs Stillsitzen mit. Die Tiere leben frei; weder ihr Erscheinen noch ein Foto aus der Nähe ist sicher.

Betrachtet eine eindeutig erkennbare Weißtanne vom Weg aus und vergleicht ihre Nadeln mit denen benachbarter Nadelbäume. Tannenzapfen stehen aufrecht und zerfallen am Baum. Ein vollständiger Zapfen am Boden ist deshalb kein guter Beleg dafür, dass über euch eine Weißtanne steht.

Ein glatter grauer Stamm und breite Blätter sind gute Fotomotive, wenn die Vögel verborgen bleiben. Macht erst eine Aufnahme, die den Baum im Wald zeigt. Ein Blattdetail lohnt sich nur, wenn ihr es bequem vom Weg aus erkennen könnt.

Achtet darauf, wie sich die Baumarten an feuchteren Stellen verändern. Fotografiert eine Erle und ihre Umgebung am Bach vom öffentlichen Weg aus. Dafür müsst ihr weder über nasse Wurzeln steigen noch das Ufer betreten.

Schaut von den Wegen aus über die Bergwiesen nach gelben Blüten und prüft die Bestimmung anhand eines klaren Fotos. Arnika ist hier selten geworden. Freut euch über einen Fund, betretet dafür aber nicht die Wiese und pflückt keine Blüte.

Schaut von einem freigegebenen Steg aus nach kleinen, kriechenden Pflanzen zwischen der Moorvegetation. Winzige Blätter sind aus der Entfernung schwer zu unterscheiden. Wenn ihr die Art nicht sicher bestimmen könnt, genießt einfach das Zusammenspiel der Pflanzen.

Schaut neben dem Steg im Schützenbergmoor nach winzigen runden Blättern mit glänzenden Härchen. Nutzt bei Bedarf den Kamerazoom und lasst Füße und Ausrüstung auf den Bohlen. Berührt die Blätter nicht und setzt keine Insekten darauf.

Bergwald mit unterschiedlichen Entwicklungen

Fichtenwälder, Buchenmischwälder und feuchte bachbegleitende Wälder prägen das Reservat. Manche Wälder werden bewirtschaftet und an ein verändertes Klima angepasst; Kernzonen dürfen sich selbst entwickeln. An einem einzelnen Nadelbaum lässt sich nicht ablesen, ob er gepflanzt wurde oder von selbst gewachsen ist.

Kühle Bäche und Quellbereiche

Die Vesser und weitere Bergbäche verbinden die Höhen mit den Tälern. Kleine Wasserlebewesen, Fische und die Fortpflanzungsgewässer des Feuersalamanders sind auf Bedingungen angewiesen, die leicht gestört werden. Beobachtet von Brücken und Wegen aus, statt im Wasser Tiere zu sammeln.

Offene Bergwiesen

Die Wiesen zwischen den Wäldern bieten Blüten und Nahrung für Insekten. Wie sie aussehen, hängt von Boden, Feuchtigkeit und dem Zeitpunkt der Mahd oder Beweidung ab. Bleibt auf den Wegen, auch wenn eine ungemähte Stelle verlockend aussieht.

Kleine Moore

Im Reservat gibt es verschiedene Moortypen, darunter Quell- und Regenmoore. Nässe verlangsamt den Abbau abgestorbener Pflanzen und hilft, Kohlenstoff zu speichern. Das Schützenbergmoor bietet einen ausgewiesenen öffentlichen Steg. Andere Moore sind keine Einladung, über den Torf zu laufen.

Geschichten und Entdeckungen

Ein Bach kommt wieder ans Licht

Am ehemaligen Auslauf der Vessertalschanze wurde bei der Renaturierung eine Betonüberdeckung über rund 40 m Bachlauf entfernt. Wasser und Wassertiere können diesen Abschnitt nun wieder freier durchqueren. Mit dem Abschluss der Arbeiten im September 2026 wurde auch der benachbarte Wanderweg wieder geöffnet.

Warum Totholz bleibt

Ein alter Baum kann Höhlen, abgebrochene Äste und zerfallendes Holz bieten, die in einer jungen Pflanzung fehlen. Im Kernzonenwald des Vessertals dürfen solche Strukturen mit der Zeit entstehen. Besucher erleben ausgewählte Bereiche von den Wegen aus.

Wiesen brauchen Menschen

Bergwiesen bleiben durch Mahd oder Beweidung offen. Rinder, Schafe und Pferde, die dabei helfen, sind gezielt gehaltene Haustiere. Sie gehören nicht zu den in diesem Führer vorgeschlagenen Wildarten.

Die passende Jahreszeit

Für jede Jahreszeit einen Schwerpunkt wählen

Im späten Frühjahr und frühen Sommer lohnt es sich, Wiesenrändern mehr Zeit zu geben. Nutzt im Sommer das lange Tageslicht für eine entspannte Waldrunde. Im Herbst färbt sich der Wald, und auf der Beobachtungskanzel wird es beim Stillsitzen kälter. Fragt im Winter vor Ort, welche Wege nutzbar sind. Die genannten Wanderstrecken beschreiben keine geräumten Winterwege.

Anreise und praktische Tipps

Schmiedefeld als Infostopp nutzen

Infozentrum und Touristinformation befinden sich gemeinsam in der Brunnenstraße 1. Die kostenfreie Ausstellung bietet Filme, Mitmachelemente, ein Quiz und englische Audioerläuterungen. Normalerweise ist sie montags bis samstags von 09:00–17:00 Uhr geöffnet. Prüft Feiertage und Änderungen auf der offiziellen Seite. Nehmt Essen und Wasser auf die Wanderungen mit und fragt vor dem Verlassen des Orts nach Toiletten.

Bahn, Bus und der letzte Fußweg

Die Region erreicht ihr über Erfurt, Ilmenau oder Suhl. Prüft die Verbindung für euren konkreten Reisetag. Die Linie 300 verbindet Ilmenau und Schmiedefeld mit den Ästen nach Frauenwald beziehungsweise Suhl. Der RennsteigShuttle erreicht den Bahnhof Rennsteig an Wochenenden und Thüringer Feiertagen; im veröffentlichten Fahrplan sind der 24. und 31. Dezember ausgenommen. Von dort ist der ausgeschilderte Weg zum Infozentrum 2,4 km je Richtung lang, also 4,8 km allein für diese Verbindung hin und zurück. Alternativ prüft ihr den Bus von Kreuzung Rennsteig nach Schmiedefeld Brunnenstraße. Vom 19. Oktober bis voraussichtlich 14. November 2026 nutzt ihr Suhler Chaussee statt der nicht bedienten Haltestelle Gartenstraße. Bei Oberhof beginnt der Moorzuweg an der Bushaltestelle Grenzadler. Prüft die Verbindung dorthin und die letzte Rückfahrt.

Den ganzen Weg prüfen

Das Infozentrum bietet einen barrierefreien Eingang und eine barrierearme Ausstellung. Fragt dort nach, wenn ihr bestimmte Anforderungen habt. Am Schützenbergmoor gilt die Beschreibung als barrierefrei für den kurzen Steg, nicht für den nötigen Waldzuweg. Eine Einstufung als leichte Wanderung sagt nichts über sämtliche Bordsteine, Wurzeln oder Steigungen aus. Hier wird weder eine vollständig geprüfte Rollstuhlroute noch eine sicher vorhandene barrierefreie Toilette zugesagt.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

10

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Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Den richtigen Start wählen

Der 3,2 km lange Erlebnispfad beginnt am Kurpark unterhalb des Sportplatzes. Die Vessertaler Familienrunde startet am Portal bei der ehemaligen Vesserschanze. In beiden Streckenlängen sind zusätzliche Zuwege aus dem Ort nicht automatisch enthalten.

Den Rückweg mitrechnen

Der Moorsteg ist nur ein Teil des insgesamt etwa 3,3 km langen Ausflugs ab der Bushaltestelle Grenzadler und zurück. Liegt euer Parkplatz weiter entfernt, kommt dieser Zuweg hinzu.

Für einen kurzen Tag den Bus nutzen

Die Linie 300 verbindet Ilmenau mit Schmiedefeld und fährt auf verschiedenen Ästen nach Frauenwald oder Suhl. Prüft Fahrtziel und Rückfahrt, statt davon auszugehen, dass jeder Bus jeden Ort bedient.

Auf den Bahnhofsnamen achten

An Wochenenden und Feiertagen fahren Züge zum Bahnhof Rennsteig außerhalb von Schmiedefeld. Der ausgeschilderte Fußweg zum Infozentrum ist 2,4 km je Richtung lang. Nutzt den Anschlussbus, wenn diese zusätzliche Strecke nicht zu eurer Gruppe passt.

Für die Berge packen

Nehmt Wanderschuhe, Regenschutz, Wasser und ein Picknick mit. Die Ausstellung eignet sich als Schlechtwetterplan. Wenn starker Wind vorhergesagt ist, verschiebt Waldwanderungen auf einen ruhigeren Tag.

Wildtieren Raum lassen

Bleibt auf ausgeschilderten Wegen und dem Moorsteg, führt Hunde nah bei euch an der Leine und lasst Pflanzen, Holz und Bachsteine an ihrem Platz. Ruhiges Beobachten bringt mehr, als einem Tier zu folgen.

Den Ausstellungsbesuch planen

Das Infozentrum öffnet normalerweise montags bis samstags. Prüft Feiertagsregelungen, bevor ihr fest damit plant, besonders bei einem Sonntagsausflug.

Wildbeobachtung vorher buchen

Fragt den Veranstalter nach Treffpunkt, Zugang, Kosten und der Eignung für eure Kinder. 2–3 Stunden still zu sitzen kann sich deutlich länger anfühlen, als genauso lange zu wandern.

Häufig gestellte Fragen

Das Biosphärenreservat liegt im größeren Naturpark, hat aber eine enger gefasste Grenze sowie eine eigene Verwaltung, Zonierung und eigene Besucherangebote. Dieser Führer stellt das Biosphärenreservat vor; der Führer zum Naturpark Thüringer Wald behandelt die weitere Umgebung.
Erst wenn ihr am Moor angekommen seid. Rechnet den Hin- und Rückweg dazu: Ab der Bushaltestelle Grenzadler sind es insgesamt rund 3,3 km, ab dem Busbahnhof Oberhof etwa 4,3 km. Die Beschreibung des barrierefreien Stegs sagt nichts über die Zugänglichkeit dieser Zuwege aus.
Sucht nach der Familienrunde um den Großen Herrenhügel. Sie führt vom Portal an der ehemaligen Vesserschanze etwa 4,6 km zurück zum Ausgangspunkt. Die vollständige Tour ab Schmiedefeld ist rund 21 km lang und ein eigener Ausflug. Fragt vor Ort nach der aktuellen Zugänglichkeit. Die unterschiedlichen Routennamen und Ausgangspunkte können sonst leicht verwirren.
Bei den geführten Kanzelbesuchen nahe Frauenwald beobachtet ihr freilebende Tiere. Dafür braucht ihr eine vorherige Anmeldung und Geduld. Eine Sichtung ist nie garantiert. Die Kanzel wird hier nicht als frei zugänglicher Aussichtspunkt für spontane Besuche empfohlen.
Das kostenfreie Infozentrum in der Brunnenstraße 1 bietet Filme, Mitmachstationen und ein Quiz. Prüft zuerst die aktuellen Öffnungstage. Nasse Stege und Waldwege sind ein guter Grund, eine Wanderung zu verkürzen oder zu verschieben, statt unbedingt alles abhaken zu wollen.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

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