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ParkBaden-Württemberg, Deutschland

Botanischer Garten und Arboretum (Tübingen)

Hier könnt ihr bei einem Ausflug vom tropischen Regenwald zu Gebirgspflanzen und Apfelbäumen spazieren.

Über diesen Ort

Hier könnt ihr bei einem Ausflug vom tropischen Regenwald zu Gebirgspflanzen und Apfelbäumen spazieren. Beginnt am Haupteingang auf der Morgenstelle neben Gebäude 5 und sucht euch ein paar Bereiche aus, die euch interessieren. Die Gewächshäuser eignen sich gut für den Anfang, besonders wenn die Kinder gleich etwas Ungewöhnliches entdecken möchten.

Im Tropicarium findet ihr Farne neben dem Eingang. Folgt den Wegen durch die Regenwaldbepflanzung und schaut, wie weit sich der Riesenbambus nach oben streckt. Draußen nutzt das Alpinum den Hang, um Gebirgspflanzen zu zeigen. Im Rhododendron-Tal begleitet ihr einen Bach zwischen Farnen und Sträuchern. Die Abteilung Schwäbische Alb führt euch zurück in heimische Landschaften, von Kalkmagerrasen bis zum Wald.

Das Arboretum liegt nördlich des Nordrings und lohnt einen eigenen, gemütlichen Spaziergang. Die Gehölze sind nach Pflanzenfamilien geordnet: Nadelgehölze findet ihr eher im Westen, die Obstsammlung im Osten. In diesem Universitätsgarten wird gearbeitet und geforscht, und auch beim Besuch gibt es viel im Kleinen zu entdecken. Ein unbekanntes Blatt, ein Pflanzenschild und eine gute Frage reichen oft schon, damit alle neugierig bleiben. Fragst du dich, welcher Vogel oder welches Insekt das ist? Finde es mit der Snappit-Natur-App heraus.

Die Geschichte der Tübinger Botanischen Gärten reicht bis zum Arzt und Pflanzenkundler Leonhart Fuchs im 16. Jahrhundert zurück. Ein späterer Universitätsgarten nahe der Innenstadt diente mehr als 150 Jahre lang Lehre und Forschung. Der heutige Garten auf der Morgenstelle wurde 1969 eröffnet. Einige Gewächshauspflanzen zogen vom alten Standort mit um. Heute dienen die Sammlungen der Forschung, der Wissensvermittlung und dem Schutz gefährdeter Pflanzen aus der Region.

Was ihr hier machen könnt

Für einen kürzeren Besuch geht ihr vom Haupteingang zu den Schauhäusern, erkundet Tropicarium und Sukkulentenhaus und sucht anschließend die Karnivorenvitrine in der Ökologischen Abteilung oberhalb der Gewächshäuser auf. Zurück zum Haupteingang geht es auf den Gartenwegen, die ihr auf dem Hinweg genommen habt.

Wenn ihr mehr Zeit draußen verbringen möchtet, nehmt das Alpinum und das Rhododendron-Tal dazu und kehrt anschließend zum selben Eingang zurück. Rechnet mit Steigungen und, je nach Wegwahl, mit Treppen. Diese Variante ist anstrengender als ein Besuch mit Schwerpunkt auf den Schauhäusern.

Für die Gehölze und Obstbäume sucht ihr auf dem Übersichtsplan einen geöffneten Zugang zum Arboretum nördlich des Nordrings. Fragt beim Gartenteam nach dem Fußweg dorthin, falls ihr unsicher seid. Schaut euch einige Gehölzgruppen und das Pomarium im Osten an. Danach geht ihr auf eurem Hinweg zurück zum Haupteingang, zur Bushaltestelle oder zum Parkplatz. Plant genug Zeit ein, um vor Gartenschluss wieder dort zu sein. Die Vorschläge lassen sich nach Lust und Ausdauer anpassen und haben keine feste Rundenlänge.

Saisonale Infos

Die Blütezeiten verschieben sich mit dem Wetter. Auch Pflanzen in den Vitrinen können im Winter weniger auffallen. An einem feuchten Tag lohnt sich ein genauer Blick auf Moose; auf nassen Steinen, Laub und bei Frost ist aber Vorsicht nötig. Beachtet bei starkem Wind oder Unwetter die Sperrungen und verschiebt den Spaziergang zwischen den Bäumen auf einen anderen Tag.

Barrierefreiheit

Im Garten gibt es Steigungen und Treppen. Die Universität nennt stufenlose Haupteingänge zu den Schauhäusern und zum Tropicarium, stuft den Gebäudekomplex aber als nur teilweise zugänglich ein. Zur Abteilung mit tropischen Nutzpflanzen führen Stufen, zur Baumkronenplattform eine Wendeltreppe. Einige Wege in den Häusern sind schmal und mit Naturstein belegt. Barrierefreie Toiletten sind im Schaugewächshaus und im Tropicarium aufgeführt. Fragt für einen Besuch mit Rollstuhl oder Kinderwagen nach einem geeigneten Eingang und einem aktuell nutzbaren Hin- und Rückweg. Auch die Obstwiese im Arboretum liegt am Hang. Telefon: 07071 29-78822.

Nicht verpassen

1

Tropicarium

Regenwaldpflanzen, tropische Farne und ein Riesenbambus unter einem ungewöhnlichen Dach aus Sechsecken.

2

Karnivorenvitrine

Klappfallen, Fangschläuche und Klebeblätter vergleichen, ohne sie anzufassen.

3

Rhododendron-Tal und Alpinum

ein Bachtal und Gebirgspflanzen am Hang.

4

Arboretum und Pomarium

Gehölzfamilien kennenlernen und die Vielfalt der Kulturäpfel entdecken.

Spaziergänge und Routen

Gewächshäuser und Pflanzenfallen

Geht vom Haupteingang zu den Schauhäusern und zur Karnivorenvitrine oberhalb davon. Danach kehrt ihr zum Haupteingang zurück. Sucht euch lieber zwei Häuser aus, als jedes Pflanzenschild lesen zu wollen.

Stufenlose Gebäudeeingänge bedeuten nicht, dass alle Ausstellungsbereiche ohne Stufen erreichbar sind. Lasst bei Bedarf die Treppen zur Nutzpflanzenabteilung und zur Baumkronenplattform aus und fragt nach einem passenden Zugangsweg.

Gewächshäuser und Pflanzenfallen

Gehölzfamilien und Obstbäume

Beginnt an einem geöffneten Zugang zum Arboretum nördlich des Nordrings. Schaut euch einige Nadelgehölze im Westen, Laubgehölze im mittleren Bereich und Apfelbäume im Pomarium im Osten an. Kehrt zu dem Eingang zurück, den ihr benutzt habt.

Fragt bei einem Besuch mit Rollstuhl oder Kinderwagen vorab nach den Steigungen und nutzbaren Zugängen, bevor ihr diesen Spaziergang auswählt.

Gehölzfamilien und Obstbäume

Ein überschaubarer erster Besuch

Beginnt im Regenwald, vergleicht ein paar Sukkulenten und schaut zum Schluss bei der Karnivorenvitrine vorbei. Hebt euch das Arboretum für einen zweiten Besuch auf, wenn alle schon genug Schilder gelesen haben und genug gelaufen sind.

Ein Herbstvormittag bei den Bäumen

Nehmt euch vor allem Zeit für das Arboretum, mit Stopps für Blattformen und Apfelsortenschilder. Geht vor Gartenschluss auf eurem Hinweg zurück. Wenn ihr anschließend noch in die Gewächshäuser möchtet, plant auch dafür ausreichend Zeit ein.

Aktivitäten

Drei Arten, Wasser zu speichern

Sucht euch im Sukkulentenhaus drei unterschiedlich geformte Pflanzen aus. Achtet auf dicke Blätter oder Sprosse und vergleicht dann Pflanzen aus Amerika mit solchen aus Afrika. Hinter ähnlichen Formen können ganz verschiedene Pflanzenfamilien stecken.

Eine Expedition im Moosformat

Holt euch den kostenlosen Moospfad-Faltplan im Foyer der Gewächshäuser und sucht ein paar nahe Stationen aus. Vergleicht vom Weg aus ein polsterförmiges Moos mit einem gefiederten. Mit einer Lupe wird daraus eine richtige Entdeckungstour, bei der es auf mehr als die Namen ankommt.

Die Baum-Schatzsuche lösen

Bucht vor eurem Besuch unter [email protected]. Die Kinder lösen Pflanzenrätsel, um den Code der Schatzkiste herauszufinden. Fragt nach der passenden Altersversion und vereinbart, wann ihr die Unterlagen vor dem Besuch abholt.

Bei den Gewächshäusern bleiben

Das Sukkulentenhaus ist ein interessanter Gegenpol zum feuchten Tropicarium. Nehmt euch mehr Zeit, um den Bau der Pflanzen zu vergleichen, und hebt euch die Abteilungen am Hang für trockeneres Wetter auf. Auf dem Hin- und Rückweg müsst ihr trotzdem durch den Garten im Freien.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Wenn Früchte an den Bäumen hängen, vergleicht Form und Farbe der Äpfel und lest die Sortenschilder. Ein Baum kann mehrere aufgepfropfte Sorten tragen. Fotografiert die Äpfel, statt sie zu pflücken oder zu probieren.

Sucht das Schild des Riesenbambus und folgt den Halmen mit dem Blick vom Boden bis zum Dach. Ein Foto von unten zeigt die Größe gut. Bleibt dabei auf dem Weg und fasst die wachsenden Triebe nicht an.

Achtet auf die zweiteiligen Fangblätter mit ihren bewimperten Rändern. Vergleicht sie mit den benachbarten Fangschläuchen. Bitte nicht berühren oder füttern und die Fallen nicht absichtlich zum Zuschnappen bringen.

Dieser kleine Fleischfresser lebt im Wasser. Sucht nach dem Schild und den zarten Blattquirlen unter der Oberfläche; zwischen den anderen Pflanzen ist er manchmal schwer zu erkennen. Fotografiert durch die Vitrine, ohne hineinzufassen.

Haltet im zeitigen Frühjahr nach den hängenden weißen Blütenglocken der Märzenbecher mit ihren farbigen Spitzen Ausschau. Eine Nahaufnahme vom Wegrand zeigt die Details, ohne dass ihr ins Beet treten müsst.

Im späten Frühjahr könnt ihr nach weißen Blüten mit einem farbigen Streifen auf jedem Blütensegment suchen. Sie stehen über schmalen Blättern. Fotografiert neben einer einzelnen Blüte auch den ganzen Blütenstand.

Im Sommer sind die orangefarbenen Blütenstände ein schönes Motiv für Nahaufnahmen. Schaut euch erst die kleinen Einzelblüten an und macht dann ein Foto der ganzen Pflanze. Freut euch über besuchende Insekten, ohne mit einer bestimmten Schmetterlingsart zu rechnen.

Märzenbecher mit schmalen Grundblättern, zwei hängenden weißen Glocken und einer vergrößerten Blüte mit sechs ähnlich langen, grün markierten Blütenblättern.

Die botanische Illustration vergrößert die grün markierten Blütenspitzen des Märzenbechers. Die Art war Tübingens Garten-Highlight im März 2026; die Darstellung ist keine aktuelle Blühmeldung. KI-Illustration; allgemeine Merkmale, nicht maßstabsgetreu.

AI illustration created with OpenAI imagegen; factual references: Universität Tübingen · NC State Extension

Geschichten und Entdeckungen

Ein Blick aufs Dach lohnt sich

Das Dach des Tropicariums besteht aus sechs unterschiedlich hohen Sechsecken. Schaut zwischen den Pflanzen nach oben und entdeckt, wie Architekt Hermann Blomeier Tageslicht in den Regenwaldraum gebracht hat.

Ein Garten für die Rückkehr bedrohter Pflanzen

Gemeinsam mit Fachleuten aus dem Naturschutz zieht der Garten gefährdete Pflanzen aus der Region heran. Ein Teil wird vermehrt, um wieder an geeigneten Wildstandorten ausgepflanzt zu werden. Die öffentlich zugänglichen Lebensraumabteilungen helfen zu verstehen, warum diese Pflanzen bestimmte Bedingungen brauchen.

Die passende Jahreszeit

Bei jedem Besuch ein anderer Schwerpunkt

Sucht früh im Jahr nach Märzenbechern, im späten Frühjahr nach Weißem Affodill und im Sommer nach der Knolligen Seidenpflanze. Im Herbst rücken Obstbäume und Baumkronen in den Mittelpunkt. Orientiert euch an den aktuellen Pflanzenschildern und am Garden Explorer. Blüte und Sichtbarkeit in den Sammlungen verändern sich im Jahreslauf.

Anreise und praktische Tipps

Zuerst ins Foyer

Im Foyer der Gewächshäuser bekommt ihr den Faltplan zum Moospfad. Barrierefreie Toiletten sind im Schaugewächshaus und im Tropicarium aufgeführt. Nehmt Trinkwasser mit und plant Essen und Trinken unabhängig vom Garten, statt euch auf ein Café zu verlassen.

An der Gartenhaltestelle aussteigen

Fahrt mit der Linie 5 bis Botanischer Garten und geht zum Haupteingang neben Auf der Morgenstelle 5. Prüft für die Rückfahrt die richtige Fahrtrichtung an der Haltestelle in der Auskunft. Wegen der Umleitung an der Steinlachallee bedient die Linie 5 voraussichtlich bis zum 31. Oktober 2027 weder Hauptbahnhof Süd noch Poststraße; Änderungen sind möglich. Nutzt für den Anschluss am Bahnhof die aktuelle Fahrplanauskunft. Mit dem Auto könnt ihr im Parkhaus Ebenhalde, Schnarrenbergstraße 158, parken.

Den ganzen Zugangsweg planen

Sagt bei eurer Anfrage, ob ihr mit dem Bus oder vom Parkhaus Ebenhalde kommt und welche Sammlungen ihr besuchen möchtet. Klärt den Weg durchs Freie, den Gebäudeeingang und den Zugang zur Toilette zusammen. Die Baumkronenplattform und die Treppen zur tropischen Nutzpflanzenabteilung könnt ihr auslassen.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

7

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Den richtigen Garten ansteuern

Der Alte Botanische Garten in der Innenstadt ist ein eigener Park. Euer Ziel ist der Universitätscampus auf der Morgenstelle.

Mit dem Bus

Die Linie 5 verbindet den Tübinger Hauptbahnhof mit der Haltestelle Botanischer Garten. Prüft Hin- und Rückfahrt in der TüBus-/naldo-Auskunft; auf dem südlichen Linienabschnitt gibt es eine baustellenbedingte Umleitung.

Mit dem Auto

Nutzt das Parkhaus Ebenhalde, Schnarrenbergstraße 158. Der Parkplatz am Haupteingang ist unter der Woche Universitätsangehörigen mit entsprechendem Parkausweis vorbehalten.

Zu Fuß statt auf Rädern

Das Fahren mit Tretrollern, Laufrädern und Fahrrädern ist verboten, auch mit Kinderfahrrädern.

Anschauen und stehen lassen

Bleibt auf den Wegen und lasst Pflanzen, Früchte und Samen an ihrem Platz. Bitte nichts probieren.

Leichtes Gepäck

Nehmt Trinkwasser mit. Im Garden Explorer oder mit Fotos der Pflanzenschilder könnt ihr festhalten, welche Pflanzen euch interessieren.

Mit einer Gruppe unterwegs

Meldet größere Gruppen und Schulklassen vorher an, auch wenn ihr keine Führung bucht.

Häufig gestellte Fragen

Der Eintritt ist frei. Freiland und Arboretum sind täglich von 8 bis 16:30 Uhr geöffnet. Die Gewächshäuser öffnen montags bis freitags um 8 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen um 10 Uhr und schließen um 16:30 Uhr. Schaut vor der Anreise auf die Besucherseite und in die aktuellen Meldungen des Gartens.
Die Grüne Werkstatt bietet eine selbstständig durchgeführte Schatzsuche im Arboretum für die Altersgruppen 8–11 und 11–13 Jahre an. Ihr müsst vorher buchen und die Unterlagen einige Tage vor dem Besuch abholen und bezahlen. Für das Wochenende ist eine vorherige Absprache nötig.
Draußen sind Hunde an kurzer Leine erlaubt. In die Gewächshäuser und Teiche dürfen sie nicht. Plant mit Hund also einen Besuch im Freiland.
Ja, konzentriert euch dann auf Tropicarium, Sukkulentenhaus und Subtropenhaus. Vom Eingang führt der Weg trotzdem ein Stück durchs Freie. Nehmt deshalb eine Regenjacke mit und prüft, ob die Häuser geöffnet sind.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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