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ParkSchleswig-Holstein, Deutschland

Botanischer Garten Kiel

Im Botanischen Garten der Kieler Universität könnt ihr bei einem entspannten Ausflug von Gebirgspflanzen über nordische Feuchtlebensräume bis in tropische Gewächshäuser wandern.

Über diesen Ort

Im Botanischen Garten der Kieler Universität könnt ihr bei einem entspannten Ausflug von Gebirgspflanzen über nordische Feuchtlebensräume bis in tropische Gewächshäuser wandern. Beginnt am Haupteingang auf dem Campus: Die schmiedeeisernen Bäume im Tor geben einen Vorgeschmack auf die besonderen afrikanischen Butterbäume in der Sammlung. Der gelb gepflasterte Weg führt zu einem zentralen Platz. Hier könnt ihr gut entscheiden, in welche Richtung es weitergeht. Gemeint ist der heutige Garten an der Straße Am Botanischen Garten; der Alte Botanische Garten an der Förde ist ein anderer Ort.

Lasst die Kinder mitentscheiden, was ihr erkundet. In Richtung Amerika liegen Bäume und die Spielfläche, im Europarevier kleine Lebensraumdarstellungen. Oder ihr macht euch auf zu den Schaugewächshäusern. Im Freiland lassen sich Unterschiede gut entdecken: Düne, Heide und Erlenbruch zeigen, wie Pflanzen mit ganz verschiedenen Bedingungen zurechtkommen. Im zentralen „System der Pflanzen“ bilden Beete und Pflasterung einen Stammbaum der Blütenpflanzen. Sucht euch zwei benachbarte Schilder aus und schaut, ob ihr bei den Pflanzen Ähnlichkeiten erkennt.

Das Alpinum bringt etwas Höhe und einen anderen Blick auf die Pflanzen. Zwischen großen Steinen wachsen kleine Gebirgspflanzen; der künstliche Hügel erhebt sich etwa 10 Meter über den übrigen Garten. Bleibt auf den Wegen und klettert nicht auf die Felsen, denn sie können verrutschen. Nach den Freilandrevieren verändert sich in den Schauhäusern spürbar die Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Sucht euch lieber einige gegensätzliche Häuser aus, statt von Schild zu Schild durch die ganze Sammlung zu eilen.

Ihr könnt hier viel entdecken, ohne alles abhaken zu müssen. Ein jüngeres Kind erinnert sich vielleicht besonders an den Sand und die Klanginstallationen. Ein älteres findet womöglich ein wasserspeicherndes Blatt spannend, eine Pflanze, die auf einer anderen wächst, oder den Unterschied zwischen Riesenseerose und Lotos. Fotos und Zeichnungen sind schöne Erinnerungen. Blüten, Zapfen und Samen bleiben im Garten. Möchtest du wissen, was für ein Tier das ist? Bestimme jedes gefundene Tier mit der Snappit-App.

Der Botanische Garten der Universität entstand 1669 als Arzneigarten, angelegt von Johann Daniel Major, vier Jahre nach der Universitätsgründung. Mit der Entwicklung Kiels und der Universität zog er mehrfach um. Der heutige Campusgarten ist der fünfte Standort und wurde 1985 für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Der vorherige Standort am Schwanenweg ist als Alter Botanischer Garten an der Förde erhalten.

Was ihr hier machen könnt

Für einen kurzen Besuch folgt ihr vom Haupttor dem gelben Weg zum Lotus- und Gondwanahaus, schaut durch die Scheiben und geht denselben Weg zurück. Vor dem Ausgang könnt ihr noch zur Spielfläche abbiegen. Verlasst den Garten wieder durch das Haupttor. Rechnet dafür mit etwa 45–60 Minuten.

Für mehr Abwechslung im Freiland geht ihr vom Haupttor durch Amerika nach Europa und weiter zum Fuß des Alpinums. Über den Arzneipflanzengarten und die zentralen Beete des Pflanzenstammbaums kommt ihr zum gelben Weg und zum Haupttor zurück. Plant 90–120 Minuten ein; den Hügel könnt ihr nach Wunsch ergänzen. Für einen Besuch mit Freiland und Schauhäusern sind 2–3 Stunden sinnvoll. Von den Schauhäusern geht es über den Arzneipflanzengarten und den zentralen Platz zum selben Haupttor zurück. Dies sind Besuchsvorschläge, keine ausgeschilderten Rundwege. Für die vollständigen Runden ist keine Länge veröffentlicht; die ungefähr 10 km des Gartens beziehen sich auf das gesamte Wegenetz.

Saisonale Infos

Der Garten ist normalerweise täglich geöffnet, der reguläre Eintritt ist frei. Bei manchen Sonderveranstaltungen wird Eintritt erhoben. Im Oktober ist das Freiland von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, die Schauhäuser von 09:30 bis 16:30 Uhr. Von April bis September gelten 09:00–18:00 Uhr im Freiland und 09:30–17:30 Uhr in den Schauhäusern. Von November bis Januar schließen beide deutlich früher: das Freiland um 15:00 Uhr, die Schauhäuser um 14:45 Uhr. Im Februar und März liegen die Schließzeiten dazwischen. Prüft vor der Anreise die offizielle Übersicht und aktuelle Hinweise und lasst genug Zeit für den Weg zum Ausgang.

Barrierefreiheit

Vom Eingang führt ein gelb gepflasterter Hauptweg in den Garten. Deshalb sind aber nicht alle Gartenwege und Schauhausbereiche gleichermaßen zugänglich: Im Alpinum geht es bergauf, und im Bambusbereich gibt es schmale, gewundene Nebenwege. Der Zugang vom Westring führt über eine Brücke mit einer ansteigenden Rampe ohne Stufen. Fragt vor eurem Besuch nach einer passenden Strecke für Rollstuhl oder Kinderwagen und nach den Toiletten. Genaue Angaben zu Steigungen, Breiten und Türschwellen sind nicht veröffentlicht. Im Winter werden nur die Hauptwege gestreut.

Nicht verpassen

1

Gebirgspflanzen im Alpinum und auf Wunsch der Blick vom Hügel

2

Ein lebendiger Stammbaum in den Beeten des Systems der Pflanzen

3

Gegensätze zwischen Regenwald-, Nebelwald- und Trockenklima-Schauhäusern

4

Eine Spielfläche mit Sand, einem Hügel und Klanginstallationen

Spaziergänge und Routen

Vom Eingang zum Lotos und zur Spielfläche

Startet am Haupttor. Folgt dem gelb gepflasterten Weg zum Lotus- und Gondwanahaus und schaut von außen hinein. Geht auf dem gelben Weg zurück in Richtung Eingang, biegt auf den ausgeschilderten Seitenweg zur Spielfläche ab und kehrt danach zum Eingangsweg zurück. Verlasst den Garten durch dasselbe Haupttor.

Der gepflasterte Zugang sagt nichts über die Zugänglichkeit der gesamten Spielfläche aus. Klärt eure Anforderungen mit dem Personal; Angaben zu Steigungen und Wegbreiten liegen nicht vor.

Amerika, Europa und der Gebirgsgarten

Nehmt vom Haupttor den linken Weg an der Spielfläche vorbei ins Amerikarevier. Folgt den Gartenwegen weiter nach Europa mit seinen Lebensraumdarstellungen und dann zum Fuß des Alpinums. Wenn es für euch passt, ergänzt die Wege auf den Hügel und kommt anschließend wieder herunter. Geht weiter zum Arzneipflanzengarten und an den Beeten des Systems der Pflanzen zurück zum zentralen Platz. Auf dem gelben Hauptweg erreicht ihr wieder das ursprüngliche Haupttor.

Lasst den Hügel aus, wenn der Anstieg für euch nicht passt. Klärt die übrigen Wegbeläge trotzdem mit dem Personal. Diese Runde ist nicht als stufenfrei bestätigt.

Pflanzenfamilien und Schauhäuser

Startet am Haupttor und folgt dem gelben Weg zum zentralen Platz. Geht an den Beeten der Pflanzenfamilien entlang zum Arzneipflanzengarten und auf den Verbindungswegen weiter zu den Schauhäusern. Sucht euch mehrere geöffnete Häuser und die Schaubereiche im Innenhof aus. Danach geht ihr auf demselben Weg durch das Freiland zurück: am Arzneipflanzengarten vorbei zum zentralen Platz und auf dem gelben Weg zum ursprünglichen Haupttor.

Fragt nach einer passenden Runde durch die Schauhäuser für euren Rollstuhl oder Kinderwagen. Auch wenn bei Regen die Häuser im Mittelpunkt stehen, gehört ein Weg durch das Freiland dazu.

Aktivitäten

Blattformen sammeln, ohne etwas mitzunehmen

Sucht drei Fotomotive: ein fächerförmiges Blatt im Subtropenhaus, ein fleischiges Geldbaumblatt und die hängenden Fäden im Nebelwaldhaus. Lasst jede Person erklären, welche Form sie wiedererkennen würde. Pflanzen und Schilder bleiben unberührt.

Kleine Landschaften vergleichen

Haltet im Europarevier an zwei gegensätzlichen Lebensraumdarstellungen an, etwa Heide und Erlenbruch. Fragt die Kinder, welche Unterschiede ihnen bei Pflanzen und Boden auffallen. Macht ein Beobachtungsspiel daraus; ihr müsst nicht alles bestimmen.

Zwei gegensätzliche Häuser auswählen

Konzentriert euch auf das Nebelwaldhaus und ein Trockenklimahaus und plant eine Zeichenpause oder ein paar sorgfältige Fotos ein. Falls ein Haus geschlossen ist, wählt einen anderen geöffneten Schaubereich. Denkt daran, rechtzeitig aufzubrechen, damit genug Zeit für den Rückweg durch das Freiland zu eurem Eingang bleibt.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Sucht im Amerikarevier nach dem beschilderten Zucker-Ahorn. Im Garten gehört er zu den frühen Herbstfärbern; manchmal beginnt das schon Anfang bis Mitte September. Fotografiert die Blätter am Baum, statt sie abzupflücken.

Hier geht es um den Riesenmammutbaum, Sequoiadendron giganteum, in der Amerikasammlung. Betrachtet den Unterschied zwischen seiner Rinde und dem immergrünen Laub. Die gewaltigen kalifornischen Bäume aus Büchern sagen nichts über die Größe des Kieler Exemplars aus.

Unterscheidet den Urweltmammutbaum mithilfe des Pflanzenschilds vom Riesenmammutbaum. Seine weich wirkenden Nadeln fallen zum Winter ab. Das Pflanzenblatt der Universität verzeichnet Exemplare in diesem Campusgarten; der bekannte, 1948 gepflanzte Baum steht im separaten Alten Botanischen Garten.

Haltet im Nebelwaldhaus nach den herabhängenden graugrünen Fäden von Tillandsia usneoides Ausschau. Macht vom Weg aus eine Nahaufnahme und vergleicht die Wuchsform mit den Farnen daneben.

Sucht im Subtropenhaus nach der beschilderten Chamaerops humilis. Ihre fächerförmigen Blätter eignen sich gut zum Zeichnen: Beginnt mit dem Umriss und ergänzt anschließend die schmalen Blattabschnitte.

Sucht nach Crassula ovata mit ihren dicken, rundlichen Blättern. Sie speichern Wasser. Das ist ein guter Anhaltspunkt beim Vergleich von Pflanzen aus trockenen Gebieten mit Regenwaldpflanzen. Fragt das Personal, wo der Geldbaum gerade zu sehen ist.

Schaut im Sommer durch die Scheiben des Lotus- und Gondwanahauses nach Lotosblättern und möglichen Blüten. Die Pflanzen überwintern unter Wasser; im Winter sieht die Anlage daher anders aus.

Haltet im Victoriahaus nach den großen Schwimmblättern Ausschau. Lest am Schild nach, welche Pflanze gerade zu sehen ist: Der Garten kultiviert verschiedene Victoria-Riesenseerosen, deren Blattbild sich mit dem Wachstum verändert.

Botanische KI-Illustration eines verzweigten Geldbaums mit paarigen dicken grünen Blättern und rötlichen Rändern; rechts vergrößerte Blattfläche und Seitenprofil.

Vergleicht am Geldbaum die Blattfläche mit dem dicken Profil: Die fleischigen Blätter speichern Wasser. Fragt nach dem aktuellen Standort im Schauhaus. KI-Illustration, kein Foto eines Gartenexemplars.

Snappit editorial illustration generated with OpenAI imagegen, 2026-10-16; factual references retained in manifest.

Anreise und praktische Tipps

Praktische Pausenorte

Nutzt den offiziellen Plan, um die WCs zu finden. Im Amerikapavillon könnt ihr eine Pause machen, und auf der Spielfläche können Kinder sich nach dem ruhigen Anschauen austoben. Plant nicht fest mit einem Café oder einem Verpflegungsangebot.

Den passenden Eingang wählen

Vom Haupttor ist es günstig zur Bushaltestelle Botanischer Garten. Wenn ihr über die Neufeldtstraße kommt, überquert die Brücke zum Eingang Richtung Westring und merkt euch dieses Tor für den Rückweg. Die Brücke hat eine ansteigende Rampe ohne Stufen. Prüft die aktuelle Verbindung bei der KVG: Baustellenumleitungen können Hin- und Rückfahrt betreffen.

Nach euren Wunschzielen fragen

Sagt dem Personal, ob euch vor allem die Spielfläche, das Alpinum oder bestimmte Schauhäuser interessieren. Der Besucherplan hilft bei der Orientierung, enthält aber keine Angaben zur Ausstattung barrierefreier Toiletten, zu Wegbreiten, Steigungen oder allen Türdurchgängen. Ihr erreicht den Garten unter +49 431 880-4275 oder +49 431 880-4276.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

8

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Den richtigen Garten ansteuern

Verwendet die Adresse Am Botanischen Garten 1–9, 24118 Kiel. Der Alte Botanische Garten an der Förde ist ein anderes Ausflugsziel.

Mit dem Bus anreisen

Die Haltestelle Botanischer Garten liegt am Haupttor. Prüft bei der KVG die Linien 50, 81 und X60; das Angebot hängt vom Wochentag ab, bei der X60 auch vom Hochschulbetrieb. Beachtet aktuelle Umleitungen.

Parken vorher planen

Die Zufahrt über die Leibnizstraße ist während des Universitätsbetriebs eingeschränkt. Alternativ erreicht ihr den Garten von der Neufeldtstraße über die Brücke mit Rampe. Besucherinnen und Besucher mit Gehbehinderung können an der Schranke über die Sprechanlage um Zufahrt bitten.

Toilettenpause einplanen

Der Gartenplan zeigt WCs an der Spielfläche, am Nebeneingang und bei den Schauhäusern. Fragt nach der aktuellen Verfügbarkeit und barrierefreien Einrichtungen.

Platz zum Spielen nutzen

Dafür ist die ausgewiesene Spielfläche da. Kinder unter 14 Jahren brauchen eine erwachsene Begleitung. Passt an offenen Wasserflächen und im Alpinum besonders auf.

Pflanzen unberührt lassen

Bleibt auf den Wegen, nehmt keine Pflanzenteile mit und probiert nichts in den Arznei- oder Nutzpflanzenbeeten.

Mit leichtem Gepäck kommen

Große Taschen müssen laut Besuchsordnung draußen bleiben. Klärt die Möglichkeiten vorher, wenn ihr sperriges Gepäck dabeihabt.

Fahrräder und Roller draußen lassen

Beides darf nicht mit in den Garten. Hunde sind mit Ausnahme von Assistenzhunden ebenfalls nicht erlaubt. Fahrradständer stehen vor den Eingängen.

Häufig gestellte Fragen

Die große Schaugewächshausanlage ist während ihrer eigenen Öffnungszeiten zugänglich. Das separate Lotus- und Gondwanahaus nahe dem Eingang schaut ihr von außen an. Die Anzuchtbereiche sind normalerweise nicht öffentlich.
Die Schauhäuser bieten euch einen guten Schwerpunkt im Trockenen. Der Weg dorthin führt allerdings durch das Freiland. Nehmt Regenschutz mit und berücksichtigt, dass die Schauhäuser früher schließen. Manche Häuser sind warm und feucht, andere kühler.
Probiert die Klanginstallationen aus und nutzt Sandbereich und Hügel auf der Spielfläche. Am Eingangspavillon oder in der Eingangshalle der Schauhäuser könnt ihr nach dem Kinderheft „Reise der Pflanzen“ fragen. Dafür wird eine kleine Gebühr erhoben. Führungen für Kinder müssen vorher vereinbart werden.
Plant einen gewöhnlichen Besuch nicht fest darum herum. Schmetterlingsausstellungen sind Sonderveranstaltungen, und für eine Titanenwurzblüte braucht es eine konkrete aktuelle Ankündigung. Die lebende Pflanzensammlung ist das tägliche Besuchsziel.

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