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ParkMecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Botanischer Garten Rostock

Im Botanischen Garten Rostock könnt ihr entdecken, wie Pflanzen auf einer Ostseedüne, an einem Quellteich und im Hochgebirge leben, alles innerhalb eines Stadtgartens.

Über diesen Ort

Im Botanischen Garten Rostock könnt ihr entdecken, wie Pflanzen auf einer Ostseedüne, an einem Quellteich und im Hochgebirge leben, alles innerhalb eines Stadtgartens. Geht am Besuchereingang Hamburger Straße/Holbeinplatz hinein, nehmt euch das Gartenfaltblatt und sucht euch zunächst ein paar Lebensräume aus. Auf den 7,8 Hektar wechseln sich beschilderte Sammlungen mit Waldstücken, feuchten Bereichen und offenen Pflanzungen ab. Auch im gemütlichen Kindertempo gibt es viel zu entdecken.

Die Küstendünenanlage lohnt sich hier besonders. Ihre Teilbereiche zeigen unterschiedliche Bedingungen, vom hellen, beweglichen Dünensand über ältere Dünen bis zu feuchten Senken. Hier wachsen unter anderem die Stranddistel, das Wahrzeichen des Gartens, und die Wald-Kiefer. In einem anderen Bereich zeigt die Mooranlage kleine Pflanzen, die mit nassem, nährstoffarmem Boden zurechtkommen. Dieser Lebensraum im Kleinen braucht viel gärtnerische Pflege: Er ist eine angelegte Sammlung und kein intaktes natürliches Moor.

Das Alpinum zeigt euch eine andere Pflanzenwelt. Der einen halben Hektar große Steingarten trennt Pflanzen von Kalk- und Silikatgesteinen und ordnet sie anschließend nach Gebirgsregionen. Achtet auf niedrige Polster und kleine Pflanzen mit erstaunlich auffälligen Blüten. Der Baumgarten, das Arboretum, verteilt sich über große Teile des Geländes. Im Japangarten wachsen ostasiatische Bäume und Sträucher rund um ein Reetdachhaus. Das Gebäude ist ein Beispiel norddeutscher Bauweise und wird heute für den Unterricht genutzt.

Wenn die Loki-Schmidt-Gewächshäuser geöffnet sind, ergänzt das Tropenhaus den Besuch um feuchtwarme Luft, Aufsitzerpflanzen, Wasserpflanzen und fleischfressende Pflanzen. Plant dafür einen eigenen Zeitblock ein. Die Sammlung aus mediterranen Klimazonen steht in einem Arbeitsgewächshaus, das für Besucher geschlossen ist; ein eigenes Sukkulentengewächshaus ist weiterhin geplant. Auch allein im Freigelände lässt sich ein abwechslungsreicher Besuch verbringen. Fragst du dich, welcher Vogel oder welches Insekt das ist? Finde es mit der Snappit-Natur-App heraus.

Die Pflanzensammlungen der Universität reichen bis 1568 zurück, als Medizinalpflanzen der Ausbildung von Ärzten dienten. Es folgten mehrere Umzüge und eine Unterbrechung; das heutige Gelände wurde 1939 eröffnet. Die Umstrukturierungen seit den 1990er-Jahren führten schließlich dazu, dass die älteren Sammlungen aus der Doberaner Straße an die Hamburger Straße umzogen. Der erste Teil der Loki-Schmidt-Gewächshäuser öffnete 2009. Artenschutz, ökologische Bewirtschaftung und Lehre prägen den Garten bis heute.

Was ihr hier machen könnt

Für einen ersten Besuch könnt ihr 45–60 Minuten für die Küstendüne und einen Teich einplanen und anschließend zum selben Besuchertor zurückkehren. Lasst die Kinder vergleichen, welche Pflanzen im trockenen Sand und welche am Wasser wachsen. Eine einfache Aufgabe reicht: Sucht euch aus jedem Lebensraum eine Pflanze aus und fotografiert sie zusammen mit ihrem Namensschild.

Mit 90–150 Minuten könnt ihr das Alpinum, einen Teil des Arboretums und den Japangarten dazunehmen. Wenn alle noch Lust aufs genaue Hinschauen haben, passt auch die Mooranlage dazu. Das sind Vorschläge zum Kombinieren, keine ausgeschilderten Rundwege. Orientiert euch an den Hinweisen im Garten und geht ruhig auf bekannten Wegen zurück, wenn das einfacher ist. Für Gewächshaus und Garten zusammen könnt ihr 2–3 Stunden einplanen, einschließlich des Rückwegs zur Hamburger Straße/Holbeinplatz. Beginnt drinnen, solange das Haus geöffnet ist, und sucht euch danach eure Stationen im Freien aus.

Eine weitere Familienaufgabe bieten die Nutzpflanzenbeete: Findet je eine Pflanze, die mit Lebensmitteln, einem Werkstoff und Medizin zu tun hat, und lest nach, wofür sie verwendet wird. Anschauen genügt; Pflanzen dürfen hier weder gepflückt noch probiert werden.

Saisonale Infos

Das Freigelände ist täglich geöffnet: von März bis Oktober montags bis freitags 7–19 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen 9–19 Uhr; von November bis Februar 9–16 Uhr. Plant die Loki-Schmidt-Gewächshäuser nach bestätigter Öffnung an einem Wochentag zwischen 10 und 15 Uhr ein. Fragt direkt beim Garten nach, ob die Häuser freitags geöffnet sind und ob es eine Mittagsschließung gibt. An Wochenenden und Feiertagen sind die Häuser normalerweise geschlossen, ausgenommen ausdrücklich angekündigte Führungen, bei denen sie geöffnet werden. Prüft vor der Anreise die offizielle Besuchsseite.

Barrierefreiheit

Bei der Sanierung rund um das Alpinum und die oberen beiden Teiche wurden wassergebundene mineralische Wegedecken statt Asphalt angelegt. Daraus ergibt sich keine durchgehend stufenlose Verbindung durch alle Sammlungen. Wenn ihr mit Rollstuhl oder Kinderwagen kommt, fragt nach einer passenden Strecke vom Eingang und wieder zurück, dem aktuellen Wegezustand und Schwellen an den Gewächshäusern. Öffentliche Toiletten sind vorhanden; eine stufenlos zugängliche Toilette ist nicht bestätigt. Behaltet kleine Kinder an Teichen und feuchten Lebensräumen dicht bei euch.

Nicht verpassen

1

Küstendünenpflanzen der Ostsee mit der Stranddistel, dem Wahrzeichen des Gartens

2

Ein Alpinum von einem halben Hektar, geordnet nach Gesteinsart und Gebirgsregion

3

Frühlingswald, eine gepflegte Mooranlage und drei von Quellen gespeiste Teiche

4

Ostasiatische Pflanzen rund um das norddeutsche Reetdachhaus im Japangarten

Spaziergänge und Routen

Ein erster Blick auf Düne und Wasser

Geht vom Besuchereingang zur Küstendünenanlage und zu einem Teich und nehmt euch Zeit, die beiden Lebensräume zu vergleichen. Kehrt auf öffentlichen Wegen zum Eingang zurück; ihr müsst keine Pflanzflächen durchqueren, um eine Runde zu schließen.

Fragt nach, welcher Zugang zu den Teichen zu euren Mobilitätsbedürfnissen passt. Dieser Vorschlag ist kein als barrierefrei geprüfter Rundweg.

Ein ausgedehnter Besuch im Freigelände

Startet am Besuchertor und verbindet Alpinum, Arboretum, Düne und Teiche mit dem Japangarten. Wenn Zeit bleibt, nehmt die Mooranlage dazu. Am Ende kehrt ihr zum selben Tor zurück. Diese Auswahl von Stationen könnt ihr selbst kombinieren; sie ist keine Abbiegeanleitung.

Die bisherigen Wegesanierungen garantieren keinen Zugang zu jedem Beet oder Nebenweg. Vielleicht passt ein kürzerer Besuch mit Hin- und Rückweg auf derselben Strecke besser zu eurer Gruppe.

Tropenhaus und Lieblingsplätze im Freien

Geht an der Hamburger Straße/Holbeinplatz hinein und besucht das Tropenhaus während der bestätigten Öffnung. Wählt danach zwei oder drei Bereiche im Freien, etwa Alpinum, Japangarten und einen Teich. Kehrt zum selben Besuchertor zurück. Die Zeitschätzung umfasst das Anschauen drinnen, die Stationen draußen und den Rückweg.

Fragt vor dem Losgehen beim Personal nach dem Zugang zum Gewächshaus und einem für euch gut machbaren Rückweg durch den Garten.

Die passende Station zur Jahreszeit

Plant im Frühjahr den Buchenwald früh in euren Besuch ein. Im Herbst könnt ihr dem Japangarten mehr Zeit geben. Lasst eine letzte Station offen, damit noch genug Energie für den entspannten Rückweg zum Holbeinplatz bleibt.

Aktivitäten

Zwei Lebensräume, zwei Fotos

An der Düne und an einem Teich sucht sich jeder eine Pflanze aus, deren Form zum Standort zu passen scheint. Macht ein Foto der Pflanze und eines ihres Schildes. Vergleicht die Bilder später; ihr müsst beim Spaziergang nicht jede Pflanze benennen können.

Die Herkunft einer Pflanze lesen

Sucht auf einem Schild nach dem wissenschaftlichen Namen und der geografischen Herkunft. Verbindet diese Herkunft im Alpinum mit der Gebirgsgruppe und der Gesteinsart. Lasst die Kinder entscheiden, welche Region sie als Nächstes erkunden möchten.

Ein kürzerer Besuch im geöffneten Tropenhaus

Wenn das Tropenhaus geöffnet ist, könnt ihr mehr Zeit mit Aufsitzerpflanzen, Wasserpflanzen und fleischfressenden Pflanzen verbringen und den Gang durchs Freigelände kurz halten. Die Kalthaussammlung ist für Besucher geschlossen; das geplante Sukkulentengewächshaus ist kein zusätzliches Gebäude, mit dem ihr bei Regen rechnen könnt. Bei starkem Wind, Schnee oder Eis wählt für das Freigelände lieber einen anderen Tag.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Sucht die Stranddistel in der Dünenanlage und vergleicht sie mit dem Wahrzeichen des Gartens. Ihre blaue Färbung und die stachelige Form erinnern an eine Distel, doch sie gehört zu den Doldenblütlern. Fotografiert vom Weg aus; ihr Aussehen verändert sich im Jahreslauf.

Zur Dünenpflanzung gehört auch die Wald-Kiefer. Sie erinnert daran, dass an der Küste neben Gräsern auch Gehölze wachsen. Bestimmt sie mithilfe ihres Schildes und nehmt die umliegende Dünenpflanzung mit ins Bild.

Sucht den beschilderten Urweltmammutbaum in den Gehölzsammlungen. Er wirft sein Laub ab; ein Winterfoto sieht deshalb ganz anders aus als eine Aufnahme in der belaubten Zeit. Mit etwas Abstand könnt ihr auch die benachbarten Bäume zeigen.

Betrachtet den Buchenwald als Ganzes: Die Bäume bestimmen, wie viel Licht zu den Pflanzen am Boden gelangt. Vergleicht einen Blick unter das Kronendach mit einem offenen Beet an anderer Stelle. Bleibt dabei auf den öffentlichen Wegen.

Bärlauch prägt im Frühjahr einen Teil der Buchenwaldanlage. Versucht, die Pflanzen zusammen mit den Bäumen aufzunehmen, und sucht nach dem Schild, statt ein Blatt zu pflücken. Dieses Motiv gibt es zur passenden Jahreszeit, nicht das ganze Jahr über.

Die Moosbeere wächst zwischen den Torfmoosbulten der Mooranlage. Nehmt euch Zeit und sucht vom Rand aus nach der kleinen beschilderten Pflanze. Tretet nicht auf das Moos und greift auch für einen näheren Blick nicht hinein.

Der Breitblättrige Rohrkolben gehört zu den Pflanzen, die am Rand der Teiche aus dem Wasser ragen. Sucht von einem öffentlichen Uferweg aus nach einem beschilderten Bestand und vergleicht ihn mit den Schwimmblattpflanzen weiter draußen. Watet nicht hinein und nehmt keine Halme mit.

Der Geflügelte Spindelstrauch ist im Herbst ein lohnendes Motiv im Japangarten. Seine Farbe verändert sich im Jahreslauf; außerdem könnt ihr nach den korkigen Flügelleisten an den Zweigen schauen. Fotografiert, ohne Zweige zu biegen oder abzubrechen.

Panoramafoto eines Gartens im Frühling: links ein Weg neben einer steinigen Pflanzfläche, in der Mitte blühende Gehölze und ein weiterer Weg, rechts hohe grüne Blätter an einem schmalen Wasserlauf unter Bäumen.

Ein weiter Blick auf den feuchten Gartenbereich in Rostock zeigt, wie dicht unterschiedliche Pflanzungen beieinanderliegen. Archivfoto vom 4. Mai 2011; Bepflanzung und Wege können sich seitdem verändert haben.

Schiwago, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; source file linked in source_urls. · Creative Commons

Geschichten und Entdeckungen

Eine Düne mit Sand aus der Nähe

Bei der Sanierung ab 2013 wurde der ältere Graudünensand wiederverwendet. Für die Weißdüne kam Sand aus dem Anlandungsgebiet vor Warnemünde hinzu. So ist die Anlage eng mit Rostocks eigener Küste verbunden.

Ein Bach mit Mühlenvergangenheit

Der Kayenmühlengraben durchzieht den Garten und trieb früher die Kayenmühle im Bereich des heutigen Werftdreiecks an. Quellen entlang seines Laufs versorgen die drei Teiche mit und ermöglichen die feuchten Lebensraumanlagen.

Die passende Jahreszeit

Drei Gründe zum Wiederkommen

Ein Frühlingsbesuch im Wald, ein Lebensraumvergleich im Sommer und ein Rundgang zu Bäumen und Sträuchern im Herbst zeigen unterschiedliche Seiten der Sammlung. Für einen weiteren Besuch reichen dieselben wenigen Stationen. Vergleicht eure Fotos, statt jedes Mal den ganzen Garten abzudecken.

Anreise und praktische Tipps

Faltblätter, Toiletten und Unterrichtsräume

Am Eingang gibt es ein Gartenfaltblatt, öffentliche Toiletten sind vorhanden. Das Japanhaus dient dem Unterricht und Seminaren; verlasst euch nicht darauf, hineingehen zu können. Bringt mit, was ihr für einen kurzen Aufenthalt im Freien braucht.

Ankommen am Holbeinplatz

Fahrt bis S Holbeinplatz und geht zum Besuchertor an der Hamburger Straße. Der Garten nennt die S-Bahn-Linien S1, S2 und S3, die Straßenbahnen 1, 2 und 5 sowie den Bus 28. Prüft mögliche Änderungen in einer aktuellen Fahrplanauskunft. Parkmöglichkeiten gibt es laut Anreisehinweisen im Bereich Hans-Sachs-Allee und Tschaikowskistraße; ein freier Platz ist nicht garantiert. Für die Weiterfahrt verlasst ihr den Garten wieder durch dasselbe Tor.

Wege passend zu euren Bedürfnissen

Ein Wegeprojekt von 2023 verbesserte den Bereich am Alpinum und an den oberen Teichen mit wassergebundenen Decken. Damals waren weitere Arbeiten vorgesehen. Fragt deshalb nach dem heutigen Zustand, Stufen, Steigungen, Toiletten und Gewächshauszugängen, statt von einem vollständig barrierefreien Gelände auszugehen. Das Gartenbüro erreicht ihr unter +49 381 498 6250.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Der richtige Eingang

Geht zur Hamburger Straße/Holbeinplatz. Hans-Sachs-Allee 49 ist der Wirtschaftseingang; die Schwaansche Straße ist die Postanschrift.

Mit Bus und Bahn

Fahrt bis S Holbeinplatz. Dort halten S-Bahn, Straßenbahn und Bus. Prüft eure Verbindung vor der Abfahrt.

Kostenloser Eintritt

Für Führungen gibt es ein eigenes Programm; Spenden sind willkommen. Schulbesuche meldet ihr beim Garten an.

Fahrräder und Hunde bleiben draußen

Fahrradständer stehen am Eingang; Räder dürfen nicht mit in den Garten. Hunde haben keinen Zutritt.

Rücksicht auf die Pflanzen

Betretet keine ungemähten Wiesen. Rote Schilder weisen häufig auf giftige oder allergene Pflanzen hin, gelbe auf Erhaltungskulturen. Pflückt keine Pflanzen und füttert keine Tiere.

Kinder begleiten

Kinder bis einschließlich 14 Jahre dürfen nur mit Erwachsenen hinein. Als Familienaktivität eignet sich die Actionbound-Rallye des Gartens für Kinder und Jugendliche.

Häufig gestellte Fragen

Ja, das Freigelände hat dann kürzere Öffnungszeiten. Es wird ein ruhigerer Besuch, bei dem Bäume und Pflanzenformen im Mittelpunkt stehen. Prüft die Gewächshausöffnung gesondert.
Wenn das Tropenhaus sicher geöffnet ist und zu eurer Gruppe passt, kann sich der Besuch lohnen. Der Garten liegt überwiegend im Freien, und das reetgedeckte Japanhaus ist ein Unterrichtsraum, kein verlässlich zugänglicher Unterstand.
Die Lebensraumanlagen und beschilderten Sammlungen werden gärtnerisch angelegt und gepflegt. Sie zeigen, wie natürliche Pflanzengemeinschaften funktionieren. Eine Art im Garten zu sehen bedeutet aber nicht, dass sie in Rostock wild vorkommt.
Nein. Düne, Alpinum, Bäume und Teiche ergeben auch allein einen schönen Ausflug im Freien. Forschungs- und Anzuchtbereiche gehören nicht zum normalen selbstständigen Besuch.

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