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ParkSchleswig-Holstein, Deutschland

Forstbaumschule (Kiel)

In der Forstbaumschule in Kiel-Düsternbrook könnt ihr zwischen alten Parkbäumen, Teichen und Wiesen einen Naturausflug machen, den ihr jederzeit verkürzen könnt.

Über diesen Ort

In der Forstbaumschule in Kiel-Düsternbrook könnt ihr zwischen alten Parkbäumen, Teichen und Wiesen einen Naturausflug machen, den ihr jederzeit verkürzen könnt. Beginnt am Eingang am Düvelsbeker Weg neben dem Restaurant: Die beiden Linden bieten euch ein erstes Motiv, bevor ihr euch für einen längeren Spaziergang entscheidet. Schon bald könnt ihr zwischen schattigen Baumgruppen und offenen Flächen wählen, auf denen Kinder eine Spielpause einlegen können.

Der Name erinnert an die Lehrbaumschule, die es hier tatsächlich gab. Heute gehört das Gelände zu einem öffentlichen Landschaftspark. Das gleichnamige Restaurant darin wird eigenständig betrieben. Ihr könnt den Park also auch ohne Tischreservierung genießen. Schenkt den Bäumen ebenso viel Aufmerksamkeit wie dem Gebäude: Hier lassen sich breite und schmale Kronen oder Laubzweige und Nadelbaumäste gut miteinander vergleichen.

Mit jüngeren Kindern bleibt ihr am besten zunächst in diesem Park. Der Diederichsenpark liegt jenseits des Niemannswegs, das Düsternbrooker Gehölz weiter südlich. Ein Abstecher zur Förde bringt zusätzliche Straßen, Steigungen und einen weiteren Rückweg mit sich. Schon an den kleinen Gewässern in der Forstbaumschule gibt es viel zu entdecken. Betrachtet die Spiegelungen vom Weg aus, lasst die feuchten Ufer ungestört und schaut, wie unterschiedlich ein Baum vor Wasser, Wiese oder Wald wirkt. Vergiss nicht, die Snappit-Naturführer-App mitzunehmen, um einheimische Arten zu scannen.

August Niemann gründete die Baumschule 1788, damit Studierende der königlich-dänischen Forstlehranstalt in Kiel praktische Erfahrungen sammeln konnten. Die Baumanzucht hatte einen dringenden Zweck: Holz wurde als Brennstoff und zum Bauen gebraucht. Ab 1898 gestaltete die Stadt das Gelände zu einem öffentlichen Landschaftspark um. An die Stelle der geradlinigeren Baumschulanlage traten geschwungene Wege und offene Flächen. Das heutige Restaurant entstand 1904–1905. Spätere Erweiterungen trugen dazu bei, dass der Park seine heutige Gestalt erhielt. Das Niemann-Denkmal erinnert daran, dass die ersten Besucher hier lernten, wie man Bäume heranzieht.

Was ihr hier machen könnt

Für einen kurzen Besuch kommt ihr durch den Eingang am Ende des Düvelsbeker Wegs in den Park. Haltet bei den Linden vor dem Restaurant an und folgt dann den öffentlichen Parkwegen nach Osten und Nordosten zu den kleinen nördlichen Teichen. Wählt einen Aussichtspunkt, den ihr bequem erreicht, und geht auf demselben Weg zum Eingang zurück. Plant dafür 30–45 Minuten einschließlich Fotopausen ein.

Für einen längeren Ausflug geht ihr zunächst zum Restaurant zurück und folgt dann den Parkwegen nach Süden an den Wiesen entlang zum größeren Teich nahe Schlieffenallee und Niemannsweg. Betrachtet ihn vom Weg aus und kehrt auf denselben Wegen an den Wiesen entlang zum Restaurant und zum Eingang am Düvelsbeker Weg zurück. Für den gesamten Besuch einschließlich des nördlichen Abschnitts und aller Rückwege könnt ihr 60–90 Minuten einplanen. Wenn noch Energie da ist, bietet sich eine Spielpause auf der Katholikenwiese an der Feldstraße an. Danach geht ihr auf denselben Parkwegen zurück. Das sind Besuchsvorschläge, keine ausgeschilderten Wanderwege. Für keinen der beiden vollständigen Spaziergänge liegen gemessene Streckenlängen oder Höhenmeter vor.

Saisonale Infos

Im Frühling könnt ihr frisches Laub vergleichen, im Sommer den Spaziergang mit Pausen auf den Wiesen verbinden. Im Herbst lohnen sich besonders die Buchenfärbung und die Blätter der Edelkastanien. Im Winter stehen bei Tageslicht Stämme und Verzweigungen im Mittelpunkt. Bei Regen können abschüssige Wege und Laub rutschig werden. Verschiebt den Spaziergang unter Bäumen bei starkem Wind.

Barrierefreiheit

Rechnet mit Steigungen und Gefälle statt mit einer ebenen Gartenrunde. Eine städtische Untersuchung von 2020 nennt eine steile Rampe an der Schlieffenallee und einen unebenen Zugang von der Feldstraße. Wenn ihr mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs seid, fragt vor einer längeren Strecke beim Kieler Grünflächenamt nach einem geeigneten Eingang und dem aktuellen Zustand der Wege. Für die vorgeschlagenen Spaziergänge ist kein durchgehend stufenfreier Verlauf bestätigt. Klärt die Toilettennutzung gesondert mit dem Restaurant.

Nicht verpassen

1

Die alten Linden neben dem Restaurant als schöner Ausgangspunkt für einen Baumspaziergang.

2

Die nördlichen Teiche und der größere südliche Teich, betrachtet von den Parkwegen aus.

3

Die Katholikenwiese für eine Spielpause und die SportBox-Ausleihe per App.

4

Eine Forstschulgeschichte, die 1788 beginnt und an die das August-Niemann-Denkmal erinnert.

Blick von einem hellen Parkweg unter großen grünen Baumkronen auf eine sonnige Rasenfläche in der Forstbaumschule Kiel, aufgenommen 2012.

Ein Blick in die Forstbaumschule Kiel am 9. Juni 2012. Vergleicht bei eurem Spaziergang die Baumkronen und offenen Flächen; die Aufnahme dokumentiert keinen aktuellen Wegzustand.

Christian Alexander Tietgen / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 / 2012-06-09 · Creative Commons

Spaziergänge und Routen

Bäume am Restaurant und nördliche Teiche

Startet am Parkeingang am Ende des Düvelsbeker Wegs. Geht an den Linden beim Restaurant vorbei und folgt den öffentlichen Wegen nach Osten und Nordosten zu den kleinen nördlichen Teichen. Wählt einen Blick aufs Wasser vom Weg aus als Umkehrpunkt, bevor ihr zum Niemannsweg hinausgeht.

Eine kurze Strecke ist nicht automatisch stufenfrei oder für Rollstühle geeignet. Fragt bei der Stadt nach einem passenden Eingang und Weg, wenn Steigungen oder Wegbeläge für euch entscheidend sind.

Bäume, Wiesen und südlicher Teich

Beginnt mit dem Besuch der nördlichen Teiche und geht zum Restaurant zurück. Folgt den Parkwegen nach Süden an den Wiesen entlang zum größeren Teich nahe der Ecke Schlieffenallee und Niemannsweg. Bleibt für die Pause am Teich auf einem öffentlichen Weg und für diesen Besuch innerhalb des Parks.

Eine kurze Strecke ist nicht automatisch stufenfrei oder für Rollstühle geeignet. Fragt bei der Stadt nach einem passenden Eingang und Weg, wenn Steigungen oder Wegbeläge für euch entscheidend sind.

Aktivitäten

Ein Baumporträt aus drei Bildern

Jeder sucht sich einen Baum aus, der vom Weg aus gut zu sehen ist: Macht ein Foto von seiner gesamten Gestalt, eines vom Stamm und eines von einem erreichbaren Blatt oder Zweig. Vergleicht die Bilder auf einer Bank oder bei einer kleinen Stärkung. Die Unterschiede sind auch spannend, wenn ihr nicht jeden Baum benennen könnt.

Zeit für ein Spiel lassen

Plant die Katholikenwiese nach Lust und Laune als Spielstopp ein. Über die städtische SportBox könnt ihr per App kostenlos Geräte ausleihen, darunter Wikingerschach und ein Springseil. Wählt ein Spiel, das zum Platz und zu den anderen Besuchern passt. Prüft die Ausleihe in der App, bevor ihr euch auf einen bestimmten Gegenstand verlasst.

Ein kleinerer Plan für einen Tag mit Schauern

Beschränkt euch auf einen kurzen Besuch bei den Bäumen am Restaurant und geht auf demselben Weg zurück. Wenn das Restaurant geöffnet hat, kann ein Essen den längeren Spaziergang ersetzen. Prüft vorher Öffnungszeiten und Platzangebot. Bei Dauerregen oder starkem Wind hebt ihr euch Teiche und Gehölze besser für einen anderen Tag auf.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Beginnt bei den beiden alten Linden vor dem Restaurant, die im Naturdenkmalverzeichnis von 2017 stehen. Nehmt ihre Stämme zusammen mit dem Gebäude ins Bild und vergleicht dann die Kronen. Die Bezeichnung Linde bleibt hier allgemein; eine bestimmte Art oder Kreuzung ist damit nicht benannt.

Achtet auf eine dunkle, immergrüne Krone und lange Nadeln, die paarweise stehen. Fotografiert neben dem ganzen Baum auch einen erreichbaren Zweig, ohne ihn herunterzuziehen. Eine Krone aus der Ferne reicht für eine sichere Bestimmung nicht aus.

Die langen Blätter mit scharf gezähnten Rändern lassen sich gut mit Buchenblättern vergleichen. Fotografiert im Herbst eine heruntergefallene stachelige Fruchthülle dort, wo sie liegt, und macht ein zweites Bild vom Baum darüber. Lasst Früchte und Hüllen im Park.

Glatte graue Rinde und breite, ovale Blätter liefern euch zwei hilfreiche Merkmale. Probiert eine Nahaufnahme des Stamms und ein weiteres Bild mit der ganzen Krone. Im Herbst sind die Kupfer- und Rotbrauntöne besonders reizvoll.

Im Naturdenkmalverzeichnis des Parks von 2017 ist eine Sumpfzypresse ohne genaue Artbezeichnung verzeichnet. Achtet auf mögliche Baumschilder und fotografiert vom öffentlichen Weg aus sowohl das Laub als auch den ganzen Baum.

Ein als Lebensbaum bezeichneter Baum gehört zum verzeichneten historischen Baumbestand des Parks. Seine genaue Art ist jedoch nicht angegeben. Haltet nach einem Baumschild Ausschau und vergleicht seine fächerartigen Zweige mit denen benachbarter Bäume.

Ein NABU-Bericht von 2024 beschreibt Krötenwanderungen zwischen diesem Park und dem Düsternbrooker Gehölz. Wenn eine Kröte euren Weg kreuzt, bleibt kurz stehen und lasst sie weiterziehen. Ein ruhiges Foto von eurem Standort aus genügt. Sucht keine Ufer ab, geht nicht in die Vegetation und nehmt das Tier nicht hoch.

Geschichten und Entdeckungen

Warum gab es hier eine Forstschule?

Die Baumschule bot Studierenden lebendes Anschauungsmaterial zu einer Zeit, als der dänische Staat seine Holzversorgung besser bewirtschaften musste. Der Blick von einem ausladenden zu einem jüngeren Baum macht daraus eine einfache Frage für Kinder: Wie viel Platz wird jeder von ihnen brauchen, wenn er weiterwächst?

Anreise und praktische Tipps

Ein öffentlicher Park mit Einkehrmöglichkeit

Bringt mit, was ihr für einen Besuch im Freien braucht. Restaurant und Biergarten können ein möglicher Essensstopp sein, abhängig von ihren eigenen Öffnungszeiten und Veranstaltungen. Eine separate öffentliche Toilette, eine Trinkwasserstelle und ein vollständig barrierefreies WC sind hier nicht bestätigt. Klärt wichtige Bedürfnisse vor einer längeren Spielpause.

Ankommen am Düvelsbeker Weg

Nutzt die KVG-Seite zur Haltestelle Düvelsbeker Weg und die aktuelle Fahrplanauskunft. Beachtet während der bis zum 20. November 2026 geplanten Bauarbeiten die Angaben zu Ersatzhaltestellen in den praktischen Tipps. Die Restaurantadresse lautet Düvelsbeker Weg 46. Freie Parkplätze und die jeweils geltenden Einschränkungen sind nicht garantiert. Plant den Fußweg von eurer tatsächlichen Haltestelle oder eurem Parkplatz gesondert.

Den Ausflug an eure Bedürfnisse anpassen

Für keinen der beiden vorgeschlagenen Hin- und Rückwege liegen vollständig überprüfte Angaben zu Wegbreiten, Steigungen, Belägen oder abgesenkten Bordsteinen vor. Die Hinweise von 2020 zur südlichen Rampe und zum unebenen westlichen Zugang sind ein Grund, vorher nachzufragen. Geht nicht davon aus, dass ein kurzer Parkbesuch automatisch barrierefrei ist. Kehrt frühzeitig um, wenn ein Belag oder eine Steigung nicht passt.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

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Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Ankommen

Orientiert euch am Restaurant am Düvelsbeker Weg 46. Überquert die Feldstraße vorsichtig und behaltet Kinder am Parkrand nah bei euch.

Busumleitung bis 20. November 2026

Während der geplanten Bauarbeiten in der Feldstraße liegen die Ersatzhaltestellen Düvelsbeker Weg für die Linien 32, X30 und N42 in der Feldstraße bei St. Heinrich, für 41/42 in der Koesterallee. Prüft vor der Fahrt die Hinweise der KVG; Termine und Abfahrten können sich ändern.

Einfach zurückfinden

Merkt euch euren Eingang und geht einen schönen Abschnitt auf demselben Weg zurück. Ihr müsst keine Runde zu Ende bringen.

Spielgeräte

Für die SportBox auf der Katholikenwiese braucht ihr ein Smartphone und die SportBox-App. Informiert euch vorher über die Ausleihe oder bringt ein einfaches Spiel mit.

Essen und Toiletten

Das Restaurant ist eine zusätzliche Möglichkeit mit eigenen Öffnungszeiten. Fragt nach Toiletten und Barrierefreiheit, statt mit einer separaten öffentlichen Parktoilette zu rechnen.

Am Wasser

Bleibt an Teichen und Wasserläufen auf den Wegen. Lasst Tiere, Blätter, Zapfen und Totholz an ihrem Platz.

Baumpflege

Beachtet Absperrungen an Bäumen und bei Pflegearbeiten. Geht nie an einer Sperre vorbei, um einen Baum zu erreichen.

Häufig gestellte Fragen

Der Name bezeichnet beides. Hier geht es um den öffentlichen Park. Das Restaurant und der Biergarten darin werden eigenständig betrieben. Die historische Forstbaumschule ist heute keine aktive Baumschule mit Besuchsbetrieb mehr.
Der öffentliche Park ist ganzjährig frei zugänglich. Für einen normalen Parkspaziergang braucht ihr keine Tischreservierung. Wenn ihr essen oder eine Veranstaltung besuchen möchtet, informiert euch direkt beim Restaurant.
Betrachtet Tiere als schöne Zugabe. 2024 wurden Wanderungen von Erdkröten zwischen diesem Park und dem Düsternbrooker Gehölz beschrieben. Das ist aber keine Zusage, dass ihr bei einem Spaziergang am Tag welche seht. Auf die Bäume lässt sich verlässlicher ein Besuch ausrichten.
Nein. Beide Vorschläge führen auf öffentlichen Wegen durch den Park und zurück zum Düvelsbeker Weg. Die Zeitangaben schließen Pausen und Rückwege ein. Verlässliche Angaben zur Gesamtlänge in Kilometern oder zu Höhenmetern liegen nicht vor.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

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