Im Fürstenlager erwarten euch eine kleine fürstliche Sommerresidenz mit Dorfcharakter, eindrucksvolle Bäume und Wege, auf denen aus einem gemütlichen Rundgang eine richtige kleine Hügelwanderung werden kann. Beginnt an der Bachgasse und geht an den Teichen vorbei zum Dörfchen. Die hellen Gebäude rund um den Gesundbrunnen zeigen gleich, was diesen Ort ausmacht: Hier verbrachte ein fürstlicher Haushalt den Sommer, umgeben von bewaldeten Hängen.
Am Anfang stand die Quelle. Einst kamen Menschen hierher, weil sie sich von ihrem Wasser eine bessere Gesundheit versprachen. Aus diesem frühen Kurbetrieb entwickelte sich später die Sommerresidenz. Heute ist der Brunnen eine Station zur Geschichte des Parks, keine Trinkwasserstelle. Schaut euch die Gebäude ringsum in Ruhe an. Namen wie Küchenbau, Prinzenbau und Wachthäuschen geben Kindern Hinweise darauf, wer hier gelebt oder gearbeitet hat. Von außen könnt ihr die Häuser bei einem normalen Parkbesuch ansehen; ob einzelne Innenräume zugänglich sind, hängt von ihrer Nutzung und den jeweiligen Öffnungszeiten ab.
Auf 46 Hektar verbindet sich ein Landschaftsgarten nach englischem Vorbild mit einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung. Wiesen, Wald, Obstbäume und Weinberge gehören zur Gestaltung. Haltet auf der Herrenwiese nach dem Riesenmammutbaum Ausschau und vergleicht die Größe der gepflanzten Bäume mit den kleinen Häusern unterhalb. Ein Baum kann gepflanzt worden sein und zugleich als Naturdenkmal geschützt werden. Der bekannte Mammutbaum ist dafür ein gutes Beispiel.
Für einen anderen Blick auf den Park geht es bergauf zum rekonstruierten Altarberghaus, das auch Teehaus heißt. Von dort reicht die Aussicht über die Oberrheinische Tiefebene. Die mit Rinde verkleidete Eremitage weiter im Osten ist ein guter Anlass, für einen längeren Spaziergang wiederzukommen. Solche kleinen Gartenbauten wurden bewusst so angeordnet, dass sich unterwegs Stimmung und Ausblick ändern. Wenn die Kinder schon müde sind, sucht euch lieber ein Ziel am Hang aus, statt alle auf einmal anzusteuern. Mach mehr aus deinem Abenteuer: Lade die Snappit-App herunter, um einheimische Arten zu bestimmen.
Schon 1739 wurden hier Mineralquellen untersucht. Spätere Ausbauten machten den Ort auch für fürstliche Besucher interessant. Ludwig und Luise kamen 1783; bis 1795 wurden vorhandene Pavillons erweitert und weitere Gebäude für ihren Sommerhaushalt errichtet. Hofgärtner Carl Ludwig Geiger bezog die umliegende Landwirtschaft in die Gestaltung ein. In dieser sogenannten Zierfarm wurden Äcker, Obstwiesen und Weinberge Teil des Gartenerlebnisses. Die Pflege geht bis heute weiter: Das nach historischen Vorlagen rekonstruierte Altarberghaus wurde 2024 wieder geöffnet. Ein im November 2023 begonnenes Pflanzprogramm ergänzte die Alleen um junge Apfel- und Birnbäume.