In den Gärten der Welt könnt ihr an einem Tag ganz unterschiedliche Gartenwelten erleben: einen chinesischen See, tropisches Grün und einen Heckenirrgarten. Am schönsten ist es, sich in einigen Gärten Zeit zu lassen und dazwischen über die offenen Parkwege weiterzuschlendern. Beginnt am Haupteingang am Blumberger Damm, nehmt einen Parkplan mit und sucht euch zwei oder drei Ziele aus, auf die alle Lust haben.
Der Englische Garten ist ein angenehmer erster Halt mit reetgedecktem Cottage, Blumen, Gemüse und einem Obstbaumhain. Weiter geht es zum Orientalisch-Islamischen Garten. Dort gliedern Wasserbecken und bepflanzte Beete einen ummauerten Hof. Schaut euch die Fliesenmuster genauer an und sucht anschließend nach Oliven, Granatäpfeln und anderen Nutzpflanzen. Kinder können sich eine Form aussuchen und zählen, wie oft sie in den Verzierungen wiederkehrt.
Ganz in der Nähe zeigt der Balinesische Garten in der Tropenhalle, wie üppig Pflanzen wachsen können. Farne und große Blätter umgeben einen balinesischen Wohnhof und eine Tempelanlage; blühender Hibiskus setzt Farbtupfer. Der angelegte Garten hat auch eine lebendige kulturelle Bedeutung: Der Tempel wird von der balinesischen Gemeinde in Berlin genutzt. Bleibt auf den Besucherwegen und gebt religiösen Handlungen Raum.
Im Chinesischen Garten gruppieren sich Brücken, Pavillons und verwitterte Taihu-Steine um einen See. Versucht, denselben Blick aufs Wasser durch zwei verschiedene Öffnungen einzufangen. Im Japanischen Garten stellt ein Wasserfall aus Steinen fließendes Wasser dar, ohne dass dort tatsächlich Wasser fließt. Seine ruhigen, sorgfältig gestalteten Räume laden zum langsamen Schauen ein. Der Jüdische Garten verbindet Nutz- und Zierpflanzen mit jüdischer Literatur und Alltagskultur; dazu gehören auch Feigen.
Lasst Zeit zum Spielen. Im Eibenirrgarten gilt es, die Mitte und anschließend den Ausgang zu finden. Im getrennten Steinlabyrinth folgt ihr dem Muster bis ins Zentrum und wieder zurück. Der riesige Wal auf dem Südsee-Spielplatz und die übergroßen Blätter bei Konrad in den Blumenwipfeln sind schöne Spielpausen zwischen den Gartenbesuchen. Ob ihr den Tag noch um Seilbahn, Wolkenhain oder Bobbahn im benachbarten Kienbergpark erweitert, könnt ihr gesondert entscheiden. Bereit zum Snappen und Lernen? Lade die Snappit-App herunter, um jede Naturart hier zu bestimmen.
Der Park wurde 1987 in Ost-Berlin als Erholungspark Marzahn eröffnet, anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt. Internationale Themengärten veränderten nach und nach seinen Charakter. Der Name des Chinesischen Gartens, Garten des wiedergewonnenen Mondes, verbindet seine Gestaltung mit der Wiedervereinigung des geteilten Berlin.
Zur Internationalen Gartenausstellung 2017 kamen wichtige Erweiterungen hinzu, darunter die Seilbahn, ein neues Besucherzentrum und die vergrößerte balinesische Tropenhalle. Seit 2021 ergänzt der Jüdische Garten die Anlage mit einer zeitgenössischen Gestaltung rund um Pflanzen, Literatur und Orte der Begegnung.