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ParkHessen, Deutschland

Grüneburgpark, Frankfurt am Main

Im Grüneburgpark könnt ihr einen entspannten Familienausflug zwischen alten Bäumen, weiten Wiesen und einer überraschend vielfältigen Frühlingsblüte verbringen.

Über diesen Ort

Im Grüneburgpark könnt ihr einen entspannten Familienausflug zwischen alten Bäumen, weiten Wiesen und einer überraschend vielfältigen Frühlingsblüte verbringen. Geht vom Eingang erst einmal ein kleines Stück und lasst dann einen Spielplatz oder einen gemütlichen Platz im Gras entscheiden, wie weit ihr heute noch möchtet. Der rund 27 Hektar große Park im Frankfurter Westend bietet genug Raum für einen ruhigen Spaziergang mit einer ausgiebigen Pause.

Die großen Bäume prägen den ehemaligen Landsitz. Manche sind über hundert Jahre alt, und ihre Höhlen sind für Vögel und Fledermäuse wichtig. Schaut euch vom Weg aus die unterschiedlichen Baumkronen an und vergleicht offene Wiesen mit dicht bewachsenen Gehölzrändern. Auch ohne seltene Tierbegegnung gibt es hier viel zu entdecken. Im Frühling lohnt sich der Blick auf die kleinen Pflanzen am Boden genauso wie der in die Bäume.

Plant die benachbarten Gärten als eigene Ziele ein. Der Grüneburgpark ist ein frei zugänglicher öffentlicher Landschaftspark. Der Botanische Garten ist eine eigenständige, saisonal geöffnete Anlage, und für den Palmengarten gelten eigene Eingänge und Eintrittsregelungen. Der Koreanische Garten liegt innerhalb des Grüneburgparks, ist aber nach der Zerstörung des Morgentaupavillons durch einen Brand derzeit wegen Instandhaltungsarbeiten geschlossen. Lasst ihn bei eurer Wegeplanung aus, solange die Stadt auf ihrer offiziellen Seite keine Wiedereröffnung bekannt gibt. Vergiss nicht, die Snappit-Naturführer-App mitzunehmen, um einheimische Arten zu scannen.

Am Anfang stand ein Landsitz außerhalb Frankfurts. Die Familie Rothschild kaufte ihn 1837; später wirkten Heinrich Siesmayer und sein Sohn Philipp an der Gestaltung und Erweiterung des Parks mit. Der Übergang zum öffentlichen Park hat eine schmerzhafte Geschichte: 1935 zwang die nationalsozialistische Stadtverwaltung die Familie zu einem Verkauf unter Wert. Die Geschichte des öffentlichen Parks ist deshalb auch eine Geschichte der Enteignung im Zuge nationalsozialistischer Verfolgung. Das Palais steht nicht mehr; weiße und rosafarbene Rosen markieren seinen Standort. Heute dient die erhaltene Parklandschaft der alltäglichen Erholung. Die Geschichte des Landsitzes verdient dabei einen Moment der Aufmerksamkeit.

Was ihr hier machen könnt

Für einen einfachen ersten Besuch bietet sich der Eingang an der August-Siebert-Straße an. Folgt ihrer Verlängerung in den Park bis zum Park-Café im Schönhof-Pavillon und kehrt auf demselben Weg zurück. Plant dafür mit etwas Zeit zum Umschauen und einer kurzen Pause 30–45 Minuten ein. Der achteckige Bau ist auch dann ein schönes Ziel, wenn ihr nichts kaufen möchtet. Brauchen die Kinder Bewegung, sucht euch einen der drei Spielplätze aus: Kletter- und Balanciergeräte bieten Raum zum Austoben, während Sand, ein Holzhäuschen und der Kleinkindbereich ruhigere Spielmöglichkeiten schaffen. Der Wasser-Matsch-Bereich ist ein saisonales Extra. Macht euren Besuch deshalb nicht davon abhängig, dass dort Wasser läuft.

Für einen längeren Spaziergang startet ihr am Eingang mit dem Schaukasten an der Siesmayerstraße. Folgt dem Nord-Süd-Hauptweg am eigenständigen Botanischen Garten entlang bis zur großen nördlichen Wiese und geht anschließend auf demselben Weg zurück. Mit Naturbeobachtung und vollständigem Rückweg könnt ihr 60–90 Minuten einplanen. Beide Vorschläge sind flexibel und nicht als Routen ausgeschildert; verlässlich gemessene Kilometerlängen und Höhenmeter liegen nicht vor. Zum Wegenetz gehören geschwungene Kieswege. Ihr müsst weder eine Blumenwiese durchqueren noch den Koreanischen Garten betreten.

Nehmt euch auch Zeit für das Rosenbeet am Standort des ehemaligen Rothschild-Palais. Für ältere Kinder kann es ein Anknüpfungspunkt sein, um über die Menschen nachzudenken, die hier früher lebten. Für eine kleine Suchaufgabe reicht ein Baum mit grüner Namenstafel: Fotografiert das Schild und die Krone und vergleicht beides mit einem zweiten Baum. Lasst Blumen, Rinde und Äste an ihrem Platz.

Saisonale Infos

Die Frühlingsblumen sind ein guter Grund, zur passenden Jahreszeit wiederzukommen. Das ganze Jahr über könnt ihr sie nicht erwarten. Scharbockskraut, Veilchen und Wiesenschaumkraut blühen auf den Rasenflächen; Hohler Lerchensporn und Bärlauch wachsen an schattigeren Gehölzrändern. Legt eure Picknickdecke im Sommer auf die üblichen Erholungswiesen und lasst höher gewachsene, blütenreiche Bereiche unberührt. Bei Nässe können Kies, Laub und Wiesenränder rutschig oder weich werden. Denkt bei einem Winterausflug daran, dass der benachbarte Botanische Garten normalerweise von November bis Februar geschlossen ist. Der Grüneburgpark bleibt täglich zugänglich.

Barrierefreiheit

Der Park verfügt über rollstuhlgerechte Zugänge; sein Wegenetz wurde bei der 2017 abgeschlossenen Sanierung erneuert. Daraus lässt sich jedoch keine vollständig geprüfte stufenlose Route ableiten. Kies, örtliche Steigungen und Übergänge müsst ihr passend zu eurem Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen einschätzen. Beginnt mit dem direkten Hin- und Rückweg zum Pavillon und kehrt auf demselben Weg um, falls ein Abschnitt ungeeignet ist. Bleibt bei weichem Boden von den Rasenflächen fern. Wenn ihr auf eine barrierefreie Toilette angewiesen seid, klärt vor der Anreise mit dem Grünflächenamt, welche nutzbare Einrichtung infrage kommt. Verlasst euch dafür weder auf das Café noch auf Toiletten in einem benachbarten Garten mit Eintrittsregelung.

Nicht verpassen

1

Alte Bäume als Lebensraum

Höhlen und große Kronen bieten Vögeln und Fledermäusen Lebensraum. Besonders markant ist die geschützte achtstämmige Sommerlinde.

2

Frühlingsblüten am Weg

Schaut an Rasenflächen und schattigen Rändern genau hin. Kleine saisonale Pflanzen verändern hier das Bild des Parks.

3

Spielen im eigenen Tempo

Drei Spielplätze bieten Klettern, Balancieren, Sandspiel und einen eigenen Bereich für jüngere Kinder.

4

Schönhof-Pavillon und Palais-Spuren

Das achteckige Cafégebäude und der mit Rosen markierte frühere Palaisstandort erzählen von den Menschen hinter der Parklandschaft.

Spaziergänge und Routen

Von der August-Siebert-Straße zum Pavillon und zurück

Startet dort, wo die August-Siebert-Straße in den Park führt. Folgt ihrer Verlängerung bis zum Park-Café im Schönhof-Pavillon. Macht am Gebäude und im angrenzenden offenen Parkbereich eine Pause. Der geschlossene Koreanische Garten gehört nicht zu diesem Spaziergang.

Der Park wird mit rollstuhlgerechtem Zugang beschrieben. Dieser konkrete Hin- und Rückweg ist jedoch keine zertifizierte barrierefreie Route. Prüft den Weg während des Gehens oder Fahrens.

Von der Siesmayerstraße zur nördlichen Wiese und zurück

Beginnt am Parkeingang mit dem Schaukasten an der Siesmayerstraße. Geht auf dem Hauptweg an der Seite des Botanischen Gartens nach Norden bis zur großen nördlichen Wiese. Unterwegs könnt ihr an Baumgruppen oder Blumen Halt machen, die vom Weg aus zu sehen sind. Bleibt im Grüneburgpark. Ihr müsst weder die Straße am Nordrand überqueren noch einen der benachbarten Gärten betreten.

Die Angaben zum rollstuhlgerechten Parkzugang garantieren nicht, dass jeder Abschnitt dieses längeren Spaziergangs geeignet ist. Kehrt vor einem ungeeigneten Belag oder einer zu starken Steigung um.

Aktivitäten

Erst das Schild, dann der Baum

Wo eine grüne Tafel vorhanden ist, vergleicht Namen und Pflanzjahr mit Größe und Form des Baumes darüber. Fragt die Kinder, welches Detail sie fotografieren würden, um den Baum beim nächsten Mal wiederzuerkennen. Das Schild hilft beim genauen Hinsehen. Klettert dafür nicht auf den Baum und nehmt nichts von ihm mit.

Zwei Fotos auf zwei Höhen

Fotografiert vom Weg aus eine Frühlingspflanze und dann vom selben sicheren Standort eine Baumkrone. Vergleicht die geschützte Welt am Boden mit der offenen Krone. Wenn gerade nichts blüht, könnt ihr Laub am Boden, Gras und Astformen betrachten, ohne etwas einzusammeln.

Die benachbarten Schauhäuser gesondert planen

Die Schauhäuser des Palmengartens bieten eine wettergeschütztere Alternative. Dafür gelten jedoch ein eigener Eingang, Öffnungszeiten und Eintrittsregelungen. Prüft vorher aktuelle Hausschließungen und die Zugänglichkeit: Die Aufzüge im Tropicarium und im Eingangsschauhaus sind derzeit außer Betrieb. Der Botanische Garten liegt überwiegend im Freien und ist kein Ausweichziel für einen Regentag im Winter.

Ein achteckiger Pavillon mit gelb-rosa gestreiften Wänden, blauen Fensterläden und grauem Dach zwischen hohen Bäumen; davor sitzen Menschen unter weißen Sonnenschirmen.

Der Schönhof-Pavillon im Grüneburgpark ist das achteckige Ziel des kurzen Spaziergangs. Aufnahme vom 23. August 2010; sie zeigt keine aktuellen Öffnungszeiten oder Wegeverhältnisse.

Frank Behnsen / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0; layout: Snappit. · Creative Commons

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Schaut im Frühling an den schattigen Gehölzrändern nach. Fotografiert Blüten und Blätter gemeinsam vom Weg aus. Wer nur in die Baumkronen schaut, übersieht die kleinen Pflanzen leicht.

Bärlauch wächst an den Gehölzrändern des Parks. Betrachtet einen Frühlingsbestand als lebendige Pflanzengemeinschaft. Greift zur Kamera, statt Blätter zu sammeln, und verlasst euch bei der Bestimmung essbarer Pflanzen niemals allein auf den Geruch.

Schaut während der Frühlingsblüte auf den Rasenflächen auch neben dem Weg nach unten. Ein Foto aus niedriger Perspektive zeigt die Pflanze zwischen den Gräsern, ohne dass ihr in den Bestand treten müsst.

Das Wiesenschaumkraut gehört zu den Frühlingspflanzen der Parkrasen. Lasst die Stängel stehen und wählt einen Blickwinkel, der eine Blüte zusammen mit ihrer grasigen Umgebung zeigt.

Das Duftveilchen ist ein weiterer Grund, im Frühling langsamer zu gehen. Schaut dicht über dem Boden nach und fotografiert eine vom Weg aus erreichbare Pflanze, ohne die Blumen ringsum zu zertreten.

Die achtstämmige Sommerlinde ist ein geschütztes Naturdenkmal. Ein Foto ihres verzweigten Aufbaus erzählt mehr von ihr als eine Nahaufnahme allein. Beachtet mögliche Einzäunungen und haltet euch vom Wurzelbereich fern.

Alte Bäume und Gehölzränder

Alte Bäume bieten Höhlen, ruhigere Strauchränder geben Tieren Deckung. Beobachtet von den vorhandenen Wegen aus und lasst die dichte Vegetation ungestört. Achtet auf Bewegungen oder lauscht eine Weile. Eine Tierbegegnung ist eine schöne Zugabe und lässt sich nicht als fester Programmpunkt planen.

Erholungsrasen und blütenreiche Ränder

Kurz gehaltene Rasenflächen und seltener gemähte Ränder erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Wählt fürs Picknick die üblichen Erholungsflächen und schont höher gewachsene Vegetation. Schaut im Frühling dort genauer hin, wo Gras an schattige Gehölze grenzt. Die kleinen Blumen lassen sich betrachten, ohne ihre Wuchsfläche zu betreten.

Geschichten und Entdeckungen

Ein Gartengeschenk, derzeit hinter Absperrungen

Südkorea schenkte Frankfurt den Koreanischen Garten zur Buchmesse 2005. Seine Gestaltung greift traditionelle Gelehrtengärten und die vier Jahreszeiten auf. Auch während der Schließung lohnt es sich, diesen Hintergrund zu kennen. Die aktuelle Sperrung gilt unabhängig von älteren Fotos und Beschreibungen der Pavillons.

Anreise und praktische Tipps

Den Cafébesuch offenhalten

Das Park-Café im Schönhof-Pavillon bietet während seiner Öffnungszeiten Getränke, Snacks und Eis. Plant ein Picknick, das auch ohne Café funktioniert. Klärt die Toilettenfrage gesondert, wenn eure Gruppe eine bestimmte Ausstattung benötigt. Weder feste Cafézeiten noch eine nutzbare barrierefreie Parktoilette sind hier zugesichert.

Zwei einfache Zugänge

Nutzt für den westlichen Spaziergang die Siesmayerstraße und für den Weg zum Café die August-Siebert-Straße. Bus 75 hält an der Siesmayerstraße, U6 und U7 an der Station Westend. Prüft aktuelle Haltestellenpositionen und Aufzugsinformationen in der RMV-Verbindungsauskunft. Geht zum Grüneburgpark und stellt euch nicht versehentlich am Palmengarten-Eingang Siesmayerstraße 63 an.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

6

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Anreise

Die Haltestelle Siesmayerstraße eignet sich für die Südwestseite; hier fährt Bus 75. Eine weitere Möglichkeit ist die Station Westend mit U6 und U7. Prüft vor der Fahrt eure genaue RMV-Verbindung und mögliche Haltestellenverlegungen.

Den passenden Eingang wählen

Die August-Siebert-Straße passt zum direkten Weg zum Pavillon, die Siesmayerstraße zum westlichen Hauptweg. Vereinbart einen Treffpunkt mit Straßennamen statt nur „im Park“.

Koreanischer Garten

Er ist derzeit geschlossen. Beachtet die Absperrungen und schaut auf der eigenen Gartenseite der Stadt nach, wenn eine Wiedereröffnung für eure Pläne wichtig ist.

Essen und Trinken

Das Park-Café befindet sich im Schönhof-Pavillon. Nehmt Wasser und eine Kleinigkeit zu essen mit, damit euer Ausflug auch bei geschlossenem Café gut funktioniert.

Blumen stehen lassen

Fotografiert von den Wegen aus und legt Picknickdecken nicht in höher gewachsene Wiesenbereiche. Pflückt weder Bärlauch noch andere Pflanzen.

Mit Hund

Führt Hunde außerhalb ausgewiesener Auslaufflächen an der Leine, beachtet die Schilder vor Ort und haltet sie von Liegewiesen fern.

Für Kinder

Packt Wechselkleidung ein, wenn ihr den Wasser-Matsch-Bereich nutzen möchtet. Ob er verfügbar ist, hängt von Jahreszeit und Bedingungen ab.

Rücksicht im Park

Nehmt Abfall mit oder nutzt die Abfallbehälter. Fasst Wildtiere nicht an und füttert sie nicht.

Häufig gestellte Fragen

Der Grüneburgpark ist täglich frei zugänglich. Eine Eintrittskarte für den Palmengarten braucht ihr nur, wenn ihr diese eigenständige Anlage besuchen möchtet. Auch der Botanische Garten ist ein eigenes Ziel. Er ist während seiner Öffnungssaison kostenlos zugänglich und im Winter geschlossen.
Die Stadt führt ihn nach dem Brand des Morgentaupavillons derzeit als wegen Instandhaltungsarbeiten geschlossen. Plant keinen Weg durch den Garten. Fotos der unbeschädigten Anlage zeigen nicht unbedingt, was heute zugänglich ist.
Nehmt euch lieber Zeit für ruhige Beobachtungen. Alte Bäume und Sträucher bieten Tieren Lebensraum, doch einzelne Begegnungen lassen sich nicht planen. Die namentlich genannten Fotomotive in diesem Guide sind vor allem fünf wild wachsende Frühlingspflanzen und ein gepflanzter Parkbaum.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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