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ZooNordrhein-Westfalen, Deutschland

Heimat-Tierpark Olderdissen, Bielefeld

In Olderdissen könnt ihr einen Waldspaziergang mit Braunbären, Fischottern und Wölfen verbinden, ohne Eintritt zu zahlen.

Über diesen Ort

In Olderdissen könnt ihr einen Waldspaziergang mit Braunbären, Fischottern und Wölfen verbinden, ohne Eintritt zu zahlen. Auf rund 16 Hektar im Teutoburger Wald ziehen sich Teiche durch die Mitte des Parks, während die Tieranlagen an den Hängen liegen. Schaut euch am Meierhof zuerst den Lageplan an und sucht ein paar Tiere aus, die ihr besonders gern beobachten möchtet.

An der Bärenanlage lohnt es sich, eine Weile stehen zu bleiben. Die Schwestern Jojo und Flocon können Wiesen, Felsen, Bäume und Wasser erkunden. Durch kleine Durchlässe wechseln Silberfüchse zwischen ihrer eigenen Anlage und dem Bärengehege. Die Strandvoliere bietet danach Abwechslung im kleineren Maßstab: In der sandigen Küstenlandschaft könnt ihr langbeinige Vögel beobachten, ohne ans Meer zu fahren.

Plant auch Zeit für die Lebensraumausstellung gegenüber dem Meierhof ein. Sie stellt das Ravensberger Hügelland, die Senne, den Teutoburger Wald und die Stadt Bielefeld vor und zeigt, wie sich das Tierleben bei Tag und Nacht unterscheidet. Hier begegnet ihr Tierpräparaten und multimedialen Darstellungen; das ergänzt die Beobachtung der lebenden Tiere draußen. Mach mehr aus deinem Abenteuer: Lade die Snappit-App herunter, um einheimische Arten zu bestimmen.

Am Anfang stand das verwaiste Rehkitz Lisa, das ein Stadtförster und seine Frau 1929 aufzogen. Es bekam ein Gehege, und 1930 eröffnete die Stadt auf dem alten Hofgelände den Tierpark. Seit den 1980er-Jahren rückten größere, neu gestaltete Anlagen in den Mittelpunkt. Auch zum Artenschutz hat Olderdissen beigetragen: Wisente aus dem Tierpark wurden in Polen und Rumänien ausgewildert.

Was ihr hier machen könnt

Geht vom Meierhof in Richtung der Teiche und bleibt nach Lust und Laune bei den Fischottern, Bären und an der Strandvoliere stehen. Bei einem längeren Besuch könnt ihr die Luchs- und Wolfsanlagen dazunehmen und anschließend zum Spielen zurückkehren. Eine einfache Suchaufgabe für Kinder: Findet einen Vogel mit nach oben gebogenem Schnabel und einen mit nach unten gebogenem. Der große zentrale Spielplatz bietet Kletterfelsen, Rutschen und Wasserspiel für Kinder von etwa sechs bis zwölf Jahren. Der kleinere Spielplatz weiter oben bei den Hochlandrindern richtet sich an Kinder bis sechs Jahre.

Saisonale Infos

Der Tierpark ist normalerweise täglich geöffnet, von Oktober bis März mit kürzeren Öffnungszeiten. Bei Frost kann der Steg zur Biberbeobachtung gesperrt sein; gefährliche Wetterlagen können auch andere Zugänge beeinträchtigen. Schaut vor der Anreise auf die offizielle Besuchsseite. Die Ausstellung hat eigene Öffnungszeiten und ist montags normalerweise geschlossen. Bei warmem Wetter sind Wechselkleider für das Wasserspiel am zentralen Spielplatz praktisch.

Barrierefreiheit

Rechnet mit Steigungen. Die offiziellen Karten zeigen ein ansteigendes Tal, Hangwege und einige Treppenverbindungen; auch gepflasterte Abschnitte machen nicht jeden Weg stufenlos. Wählt mit Rollstuhl oder Kinderwagen eure Strecke sorgfältig und fragt beim Tierpark nach einem geeigneten Zugang, bevor ihr die oberen Bereiche einplant. Am Restaurant Meierhof ist eine rollstuhlgerechte Toilette eingezeichnet. Die Höhenlinienkarte hilft, das Gelände einzuschätzen, ist aber kein Wegeplan für einen barrierefreien Rundgang.

Nicht verpassen

1

Bären und Füchse

Beobachtet, wie zwei sehr unterschiedlich große Säugetiere eine gemeinsame Anlage nutzen. Die kleinen Durchlässe zwischen den Gehegen sind nur für die Füchse passierbar.

2

Küstenvögel

Vergleicht Säbelschnäbler und Große Brachvögel in der sandigen Strandvoliere, eine Abwechslung zu den Säugetieren des Waldes.

3

Wölfe und Luchse

Nehmt euch an den Beobachtungsplätzen einen ruhigen Moment. Die Wolfsbrücke wurde entfernt; nutzt deshalb die Beobachtungsplätze am Gehegerand.

4

Spielen und heimische Natur

Verbindet den passenden Spielplatz mit der Lebensraumausstellung. Wenn alle noch Lust aufs Laufen haben, kommt der 2,6 km lange Grünfuchs-Pfad dazu.

Spaziergänge und Routen

Zusätzliche Waldrunde auf dem Grünfuchs-Pfad

Dieser markierte Spazierweg beginnt am Parkplatz des Tierparks und führt um den Kahlen Berg zwischen Olderdissen und Botanischem Garten. An zehn Stationen könnt ihr lauschen, balancieren und Waldrätsel lösen. Folgt den Schildern mit dem grünen Fuchs und beachtet aktuelle Hinweise.

Überlegt mit kleinen Kindern vor dem Verlassen des Tierparks, ob die Kraft noch für die ganze Strecke reicht.

Zusätzliche Waldrunde auf dem Grünfuchs-Pfad

Beim nächsten Mal anders schauen

Widmet euch beim nächsten Besuch den Kleintierhäusern und der Ausstellung. Im Mäuse- und Rattenhaus könnt ihr die Tiere durch Glas beobachten. Vergleicht anschließend in der Ausstellung die Lebensräume bei Tag und Nacht.

Aktivitäten

Zwei Schnäbel zeichnen

Zeichnet an der Strandvoliere die Schnäbel eines Säbelschnäblers und eines Großen Brachvogels. In welche Richtung sind sie gebogen? Schaut anschließend gemeinsam auf die Schilder.

Im Trockenen weiterbeobachten

Wartet einen Schauer in den Unterständen bei den Wölfen oder in der Bärenerlebnishütte ab. Auch der Einblick in die Biberburg ist ein geschützter Halt, sofern der Steg geöffnet ist. Bei Frost kann dieser Zugang zu glatt werden.

Zwei gezeichnete Vogelköpfe im Profil: links ein schwarz-weißer Säbelschnäbler mit dünnem aufwärts gebogenem Schnabel, rechts ein braun gestreifter Großer Brachvogel mit langem abwärts gebogenem Schnabel.

Vergleicht an der Strandvoliere den aufwärts gebogenen Schnabel des Säbelschnäblers mit dem abwärts gebogenen Schnabel des Großen Brachvogels. KI-Artenillustration.

Original illustration generated with OpenAI image generation; editorial composition for Snappit.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Schaut von den Besucherplätzen über die Wiesen, Felsen und den Teichrand. Die Bären können sich in ruhigere Bereiche zurückziehen. Lasst euch deshalb Zeit für einen zweiten Blick.

Achtet auf das kleinere Tier, das zwischen Verstecken und Bärenanlage unterwegs ist. Die Silberfüchse hier sind Farbformen des Rotfuchses und keine eigene Fuchsart.

Schaut über die flachen und tieferen Becken und bleibt dann kurz stehen, statt jeder Wasserbewegung zu folgen. Chris und Elli können auch gerade ruhen. Nutzt nur die Einblicke, die am Besuchstag geöffnet sind.

Nutzt die überdachten Beobachtungsplätze am Gehegerand und schaut zwischen die Pflanzen. Die frühere Brücke durch die Anlage gibt es nicht mehr. Ruhiges Beobachten bringt mehr als der Versuch, die Wölfe zum Heulen zu bewegen.

Die beiden hier lebenden Kater Mats und Ole sind beim Ruhen manchmal schwer zu entdecken. Schaut geduldig zwischen Baumstämme, Felsen und Verstecke und achtet auf die dunklen Haarpinsel an den Ohren.

Von der Aussichtsterrasse blickt ihr auf Felsen und einen Teich. Sucht die ganze Anlage mit den Augen ab: Die Schlafräume unter der Plattform sind für Besucher nicht einsehbar.

Macht zu Beginn oder am Ende eures Besuchs einen Halt bei den Wisenten. Die Auswilderungen von Olderdissener Tieren in Polen und Rumänien bieten einen guten Anlass, über den Beitrag von Zuchtprogrammen zu sprechen.

Achtet im Sommerfell auf die weißen Flecken. Im Winter sind sie deutlich unauffälliger. Ein jahreszeitlich verändertes Aussehen bedeutet also nicht unbedingt, dass ihr eine andere Hirschart vor euch habt.

Sucht nach dem schwarz-weißen Gefieder und dem schlanken, nach oben gebogenen Schnabel. Vergleicht seine Form von außerhalb der Voliere mit dem Schnabel des Großen Brachvogels.

Achtet auf den langen, nach unten gebogenen Schnabel und das braun gemusterte Gefieder. Die Vögel können sich in geschützte Bereiche oder ins Winterhaus zurückziehen. Eine scheinbar leere Sandfläche zeigt daher nicht die ganze Anlage.

Geschichten und Entdeckungen

Mehr Ruhe für die Wölfe

Während die Brücke durch die Wolfsanlage gesperrt war, fiel auf, dass die Tiere entspannter wirkten. Daraufhin wurde sie entfernt. Heute gehört die Beobachtung vom Rand aus zum Konzept der Anlage.

Anreise und praktische Tipps

Den Ausstellungsbesuch planen

Ausstellung, Shop und Infopunkt befinden sich in der Scheune gegenüber dem Meierhof. Normalerweise ist dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10–13 Uhr und 13.30–18 Uhr geöffnet. Prüft die Zeiten, bevor ihr eine Pause drinnen fest einplant.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

10

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

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Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Mit dem Bus

Fahrt vom Bielefelder Hauptbahnhof mit der Stadtbahn zum Jahnplatz und steigt dort in die Buslinie 24 Richtung Dornberg um. Steigt an Tierpark oder Bauernhausmuseum aus; eure Verbindung findet ihr bei moBiel.

Parken und Eingang

Nutzt die Adresse Dornberger Straße 149a. Der Eintritt ist frei, der Hauptparkplatz jedoch kostenpflichtig. Löst einen Parkschein und parkt nicht am Straßenrand oder auf Waldwegen. An sonnigen Wochenenden wird es schnell voll.

Die passende Runde

Für einen kurzen Besuch reichen der Meierhof und das Gehege eurer Lieblingstiere. Wer mehr vom Tierpark sehen möchte, muss auch Steigungen einplanen. Der 2,6 km lange Grünfuchs-Pfad ist eine separate Waldrunde.

Einblicke vorher klären

Beachtet Absperrungen bei den Fischottern und am Biberteich. Fragt am Infopunkt nach der Otterbrücke und dem Unterwassereinblick, bevor ihr euren Besuch darauf ausrichtet.

Pausen bei Regen

Die Lebensraumausstellung, die Bärenerlebnishütte und die überdachten Wolfsbeobachtungsplätze bieten Schutz. Für die Wege dazwischen braucht ihr Regenkleidung.

Essen und Einrichtungen

Im Tierpark könnt ihr im Meierhof einkehren. Toiletten und Schutzhütten findet ihr auf dem Lageplan. Prüft die Restaurantöffnungszeiten separat, wenn ihr dort essen möchtet.

Rücksicht auf die Tiere

Bringt kein Futter für die Tiere mit. Haltet euch an das Fütterungsverbot und die Schilder an den Gehegen, bleibt auf den Besucherwegen und lasst ruhende Tiere ungestört.

Hunde und Fahrzeuge

Hunde dürfen an kurzer Leine mitkommen. Fahrräder, Roller, E-Scooter und Skateboards sind im Park nicht erlaubt. Überdachte Fahrradstellplätze gibt es am Haupteingang.

Häufig gestellte Fragen

Der Eintritt ist frei. Für Parken und Essen fallen eigene Kosten an; gebuchte Bildungsangebote können kostenpflichtig sein.
Die Zoo-Schule Grünfuchs bietet Themenführungen, Entdeckerrallyes und Kindergeburtstage an. Vereinbart diese Angebote vorher mit der Zoo-Schule.
Nein. Fischotter, Luchse und andere Tiere haben Rückzugsorte. Bleibt eine Weile am Einblick und kommt später noch einmal zurück, statt die Tiere zu rufen oder an Scheiben zu klopfen.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

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