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ParkNiedersachsen, Deutschland

Hinüberscher Garten (Hannover)

Hier erwartet euch ein ruhiger Spaziergang mit alten Bäumen, Blicken in die Flussaue und dem ungewöhnlichen Hexenturm.

Über diesen Ort

Hier erwartet euch ein ruhiger Spaziergang mit alten Bäumen, Blicken in die Flussaue und dem ungewöhnlichen Hexenturm. Der Hinübersche Garten liegt am Kloster Marienwerder im Nordwesten Hannovers. Beginnt am Parkeingang vor der Kirche: Der ehemalige Amtmannsgarten und der Teich sind ein gut erreichbares erstes Ziel. Danach könnt ihr entscheiden, ob ihr weiter in den bewaldeten Teil des Parks gehen möchtet.

Die Wechsel zwischen offenen und schattigen Bereichen gehören zur Gestaltung. Zwischen den Bäumen taucht der Turm als Blickfang auf. Er wurde bereits als Ruine gebaut und ist damit ein Gartenelement aus dem 18. Jahrhundert. Die niedrigen Mauern nahe dem Eingang zeichnen den Grundriss des früheren Amtmannshauses nach. Hier lässt sich gut damit beginnen, sich die Entstehung dieser Landschaft vorzustellen.

Für einen gemütlichen Familienausflug könnt ihr am Teich verweilen und umkehren, bevor jemand müde wird. Mit mehr Zeit begleitet euch der deutschsprachige Hörspaziergang durch sieben Stationen: zu den rauen Steinen bei der ehemaligen Einsiedelei, zum früheren Standort der Tempelhalle, zum Turm und zu den Wiesen. Gegen Ende verändert der Wald im Quantelholz die Stimmung noch einmal. Nehmt euch neben dem Fotografieren auch Zeit, stehen zu bleiben und zuzuhören. Ihr bewegt euch durch eine historische Landschaft mit Wald- und Gewässerlebensräumen, die möglichst ungestört bleiben sollten. Möchtest du wissen, was für ein Tier das ist? Bestimme jedes gefundene Tier mit der Snappit-App.

Jobst Anton von Hinüber begann in den späten 1760er-Jahren mit der Anlage des Landschaftsgartens, während er das Klostergut Marienwerder verwaltete. Er bezog die umliegenden landwirtschaftlichen Flächen in die Ausblicke ein und griff Ideen auf, die er in England kennengelernt hatte. Auch die Freimaurerei beeinflusste die Anordnung von Denkmälern und das Erleben der Wege. Durch spätere Vernachlässigung gingen viele einzelne Gestaltungselemente verloren, während die Landschaftsstruktur weitgehend erhalten blieb. Die Wiederherstellung im Rahmen von Hannovers Gartenprogramm zur EXPO machte die historische Anlage wieder besser erkennbar. Heute könnt ihr diese Geschichte anhand der erhaltenen Denkmäler und offenen Blicke auch ohne Führung entdecken.

Was ihr hier machen könnt

Gebt Kindern eine kleine Suchaufgabe: Entdeckt den Grundriss des verschwundenen Hauses, eine Spiegelung im Teich und ein verziertes Steindetail am Hexenturm. Sucht am Turm nach der geflügelten Figur, ohne auf das Mauerwerk zu klettern. Anschließend kann sich jede Person ihren Lieblingsblick aussuchen und erzählen, was ihr daran gefällt.

Bei einer Naturpause könnt ihr die glatte Buchenrinde mit der stärker gefurchten Rinde einer Eiche vergleichen. Fotografiert vom Weg aus einmal den ganzen Baum und einmal ein Detail. Zusammen sind diese Bilder oft hilfreicher als ein einzelnes Blattfoto. Haltet im Wald für eine Minute still und zählt die unterschiedlichen Geräusche, ohne jeden Vogel benennen zu müssen. Zum Abschluss bietet sich bei trockenem Boden ein kleiner Imbiss auf der Bleiche an, der Obstwiese neben dem Kloster. Sucht euren Picknickplatz mit Abstand zum Flussufer und außerhalb der hohen Vegetation.

Saisonale Infos

Die Leineaue prägt diese Landschaft, und Hochwasser hat die Parkwege in der Vergangenheit bereits beschädigt. Schaut nach längerem Regen auf Hannovers Park- und Zugangshinweise und beachtet Absperrungen vor Ort. Nasses Laub und matschiger Boden können auch einen kurzen Spaziergang verlangsamen. Bei starkem Wind oder Gewitter solltet ihr den Waldausflug verschieben.

Barrierefreiheit

Der Park hat einen barrierefreien Eingang und ein weitgehend barrierefreies Wegenetz. Die längere Runde führt jedoch über die bewaldete Parkdüne und bergauf zum Hexenturm. Ein durchgehend ebener, stufenloser Weg zu jeder Station oder auf die Turmplattform ist nicht belegt. Die Strecke vom Eingang zum Teich und zurück lässt den Turmhügel aus und ist die einfachere Variante, die ihr vor Ort prüfen könnt. Angaben zu Wegbreiten, Steigungen und zur Festigkeit bei Nässe fehlen. Klärt bei Bedarf mit der städtischen Parkpflege, ob die gewünschte Strecke für euren Rollstuhl oder Kinderwagen passt. Im Park gibt es kein öffentliches WC.

Nicht verpassen

1

Hexenturm

Eine eigens gebaute Ruine mit verzierten Steinen auf einer bewaldeten Anhöhe.

2

Teich und Amtmannsgarten

Ein gut erreichbares erstes Ziel mit Spiegelungen, Blumenpflanzungen und dem Grundriss des ehemaligen Hauses.

3

Leinewiesen und Quantelholz

Der Wechsel zwischen offenen Auenblicken und altem Wald.

4

Hörspaziergang

Sieben deutschsprachige Stationen erklären die Gartenideen auf einer Runde zurück zur Kirche.

Spaziergänge und Routen

Vom Eingang an der Kirche zum Teich und zurück

Startet am Parkeingang vor der Klosterkirche. Geht durch den ehemaligen Amtmannsgarten, haltet beim Hausgrundriss an und geht weiter zum Teich. Vom Weg am Teich könnt ihr auf das Wasser schauen. Kehrt danach auf denselben Wegen durch den Amtmannsgarten zum Eingang an der Kirche zurück.

Einfacher als die Turmrunde, doch prüft vor Ort den genauen Weg und die Festigkeit des Untergrunds. Ein barrierefreier Eingang bedeutet nicht, dass jeder Weg am Teich für jede Mobilitätshilfe geeignet ist.

Gartenrunde mit sieben Hörstationen

Folgt dem Audio-Faltblatt von der Kirche zum Teich, zu den Rauen Steinen bei der ehemaligen Einsiedelei, zur ehemaligen Tempelhalle und zum Hexenturm. Geht anschließend hinunter zu den Leinewiesen und durch das Quantelholz zum Gedenkstein für Cecilie von Issendorff. Schließt die Runde, indem ihr an der Bleiche nach Westen und dann am Kloster entlang zurück zum Eingang bei der Kirche geht.

Die Runde ist nicht als durchgehend stufenlos bestätigt. Steigungen, nicht angegebene Wegbreiten und die Turmplattform müsst ihr gesondert beurteilen. Der Obelisk auf der anderen Seite der Garbsener Landstraße liegt außerhalb dieser Route.

Gartenrunde mit sieben Hörstationen

Aktivitäten

Ein verschwundenes Haus

Stellt euch am ehemaligen Amtmannshaus anhand der niedrigen Grundrissmauern Türen, Räume und einen Blick in den Garten vor. Fragt die Kinder, wo sie ein Fenster eingebaut hätten. Bleibt dabei auf den Wegen und klettert nicht auf die Mauern.

Ein Ort, drei Bilder

Sucht euch einen Blick am Teich oder auf einem Waldweg aus. Macht ein weites Landschaftsbild, ein Bild von einem Baum und eine Nahaufnahme, ohne Pflanzen zu bewegen. Vergleicht, was jedes Foto über denselben Ort erzählt.

Die Kirche als begrenzte Ausweichmöglichkeit

Wenn das Wetter umschlägt, kommt die benachbarte Kirche sonntags und an Feiertagen von 14:00 bis 16:00 Uhr als Ausweichziel infrage. Prüft vorher ihre eigenen Öffnungshinweise und nehmt Rücksicht auf Gottesdienste. An anderen Tagen solltet ihr den Parkbesuch lieber verkürzen oder verschieben, statt mit einem überdachten Besucherangebot entlang der Runde zu rechnen.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Achtet im Wald auf glatte graue Stämme und ovale Blätter mit sanft gewelltem Rand. Die Rinde ist auch dann ein gutes Fotomotiv, wenn der Baum seine Blätter verloren hat. Im Frühling könnt ihr versuchen, das frische Laub vor dem dunkleren Wald dahinter aufzunehmen.

Die Stieleiche hat Blätter mit abgerundeten Lappen und Eicheln an Stielen. Schaut euch bei den Waldbäumen Blätter und Rinde gemeinsam an, statt nur nach der Größe zu urteilen. Lasst heruntergefallene Eicheln liegen und fotografiert vom Weg aus.

Schaut in der Nähe des Hexenturms nach oben: Zur Krone hin wird die Rinde wärmer orangebraun, die Nadeln bleiben auch im Winter grün. Sie wachsen paarweise. Das könnt ihr an einem niedrigen Ast erkennen, wenn er ohne Strecken oder Heranziehen gut sichtbar ist. Auch im Winter lohnt es sich, nach diesem Baum Ausschau zu halten.

Achtet in den feuchteren Bereichen auf rundliche Blätter und kleine, verholzte, zapfenähnliche Früchte. Diese können nach dem Laubfall hängen bleiben und helfen dadurch auch im Winter beim Erkennen. Nutzt den Zoom vom Weg aus, statt für eine Nahaufnahme an ein weiches Flussufer zu gehen.

Waldbäume zum Entdecken

Die Gartenbroschüre der Stadt von 2017 nennt diese vier Baumarten für die Wälder des Parks und die Leineniederung. Einzelne Bäume und Ausblicke können sich seitdem verändert haben. Versteht die folgenden Hinweise daher als Anregungen, wonach ihr bei eurem Spaziergang Ausschau halten könnt.

Geschichten und Entdeckungen

Von Anfang an eine Ruine

Der Hexenturm wurde als Ruine entworfen. Sein verwittertes Erscheinungsbild war Teil des Gartenerlebnisses. Noch heute gehört der Turm zu den deutlichsten erhaltenen Elementen dieser Gestaltung.

Landwirtschaft im Blick

Die offenen Ausblicke des Gartens waren mit einem landwirtschaftlichen Gut verbunden. Äcker und Weiden gehörten zur beabsichtigten Landschaft. Der Blick über den Waldrand hinaus hilft deshalb, die Gestaltung zu verstehen.

Detail der groben Steinmauer und einer hohen Öffnung des Hexenturms; daneben Kopfsteinpflaster, schattige Bäume und ein Blick ins grüne Offenland.

Mauerdetail des Hexenturms im Hinüberschen Garten. Der Turm wurde als künstliche Ruine gestaltet. Achtet darauf, wie er zwischen den Bäumen zum Blickfang wird. Historische Ortsaufnahme vom 7. September 2008; heutiger Bewuchs und Zugänglichkeit können abweichen.

Foto: losch (l.schmiegel) · CC BY-SA 3.0; source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hexenturm_im_Hin%C3%BCberschen_Garten_Marienwerder_(Hannover)_IMG_3225.jpg · Creative Commons

Die passende Jahreszeit

Mit den Jahreszeiten unterwegs

Schaut im Frühling nach den gepflanzten Blumen am ehemaligen Haus und nach frischen Blättern entlang der Wege. Verbindet im Sommer Waldschatten mit offenen Ausblicken. Im Herbst bieten sich Fotos von Rinde, Laub und Spiegelungen an. Im Winter sind die Baumformen leichter zu erkennen. Bleibt aber innerhalb der hellen Tagesstunden und meidet überflutete oder vereiste Abschnitte.

Anreise und praktische Tipps

Gut vorbereitet ins Grüne

Im Garten gibt es Bänke, und die Bleiche wird als Picknick- und Liegewiese genutzt. Ein öffentliches WC gibt es im Park nicht. Bringt Wasser und einen Imbiss mit und nehmt euren Müll wieder mit. Verlasst euch bei der Versorgung nicht auf die bewohnten Klostergebäude.

Zum Eingang an der Kirche

Sucht in der aktuellen Fahrplanauskunft nach Friedhof Marienwerder. Die übliche Verbindung führt mit Stadtbahn 4 bis Wissenschaftspark Marienwerder und weiter mit Bus 126 oder 420. Geht von der Bushaltestelle über den Augustinerweg, biegt in die Straße Quantelholz ein und geht zur Kirche. Das Kloster nennt dafür etwa fünf Minuten. Quantelholz 62 führt euch zur Kirche und zum Kloster; die Stadt führt den Park außerdem unter Am Hinüberschen Garten 1. Die Parkplatzsituation ist nicht bestätigt.

Die passende Strecke für euch

Der barrierefreie Eingang und die allgemeine Beschreibung eines weitgehend barrierefreien Wegenetzes helfen bei der ersten Planung. Sie ersetzen jedoch keine durchgehenden Angaben zu Steigungen und Wegbelägen. Der Hin- und Rückweg von der Kirche zum Teich bleibt im tieferen Bereich; die Hörrunde führt zusätzlich auf die bewaldete Anhöhe. Fragt bei der städtischen Parkpflege nach eurer geplanten Strecke und den aktuellen Bedingungen, wenn ihr auf einen verlässlich stufenlosen Weg angewiesen seid.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

4

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Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Mit Bus und Bahn

Fahrt mit der Stadtbahn 4 bis Wissenschaftspark Marienwerder und weiter mit Bus 126 oder 420 bis Friedhof Marienwerder. Prüft vor der Fahrt die aktuelle Verbindung.

Den Eingang finden

Von der Bushaltestelle geht ihr über den Augustinerweg und die Straße Quantelholz zur Kirche. Das Kloster gibt dafür etwa fünf Minuten an.

Vorher herunterladen

Speichert die Audiodateien und das Faltblatt mit der Route auf eurem Handy. Stellt die Kopfhörer so leise ein, dass ihr andere auf dem Weg noch hört.

Toilettenpause einplanen

Im Park gibt es kein öffentliches WC. Bringt Wasser und einen Imbiss mit, statt euch auf Einrichtungen entlang der Runde zu verlassen.

Kinder im Blick behalten

An Teich und Fluss ist Aufmerksamkeit nötig. Sucht zum Fotografieren einen sicheren Standplatz auf dem Weg.

Der Natur Raum lassen

Bleibt im Wald auf öffentlichen Wegen, lasst Totholz und Nistplätze unberührt und füttert keine Tiere.

Passende Schuhe wählen

Festes Schuhwerk hilft auf den Waldhängen und bei Nässe. Kürzt den Ausflug ab, wenn der Boden schwierig wird.

Kirchenbesuch gesondert planen

Für die Kirche und Führungen gelten eigene Öffnungs- und Buchungsregeln. Das bewohnte Kloster ist nicht frei zu besichtigen.

Häufig gestellte Fragen

Der öffentliche Park ist rund um die Uhr frei zugänglich. Plant für die Wege und Ausblicke einen Besuch bei Tageslicht. Für Kirchenbesuche und organisierte Führungen gelten eigene Öffnungs- oder Buchungsregeln.
Beginnt mit dem ehemaligen Amtmannsgarten und dem Teich und geht anschließend auf denselben Wegen zum Eingang an der Kirche zurück. Daraus lässt sich ein Ausflug von 30–60 Minuten machen. Nehmt euch die vollständige Hörrunde nur vor, wenn alle mit dem längeren Weg und dem hügeligeren Waldabschnitt gut zurechtkommen.
Die Kirche ist normalerweise sonntags und an Feiertagen von 14:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Führungen durch die Kirche und Teile des Kreuzgangs sind von April bis Oktober nach Vereinbarung möglich; meldet euch mindestens zwei Wochen vorher an. Das Kloster ist ein Wohngebäude und nicht allgemein zu besichtigen. Fragt direkt nach, bevor ihr eigens dafür anreist.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

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