Rundweg durchs Tier-Freigelände Lusen
Stufenlos; der gleichmäßiger befahrbare Forstweg umgeht den Bohlensteg.
IllustrationIm Nationalpark Bayerischer Wald könnt ihr einen Tag zwischen Bergwäldern, Waldtieren und den Granitblöcken des Lusen verbringen.
Im Nationalpark Bayerischer Wald könnt ihr einen Tag zwischen Bergwäldern, Waldtieren und den Granitblöcken des Lusen verbringen. Für euren ersten Familienausflug bietet sich eines der beiden großen Besucherzentren an: Lusen bei Neuschönau für die längere Runde durchs Tier-Freigelände oder Falkenstein bei Ludwigsthal für einen kürzeren Rundweg und das Haus zur Wildnis. Nehmt euch lieber Zeit für einen Bereich, statt beide in einen Ausflug zu packen.
Abseits der Zentren erstreckt sich der Nationalpark entlang der tschechischen Grenze, direkt neben dem Nationalpark Šumava. Fichtenwälder, Mischwälder, Moore und ehemalige Hochweiden, die sogenannten Schachten, bieten ganz unterschiedliche Landschaften. Umgestürzte Bäume gehören hier zum Lebensraum. Vergleicht vom Weg aus eine junge Fichte mit einem alten Stamm und schaut, was um sie herum wächst: Auch in einem scheinbar unaufgeräumten Wald steckt viel neues Leben.
In den Tier-Freigeländen werden Tiere gehalten, die heute in der Region heimisch sind oder früher hier lebten. Luchse, Bären und die anderen Bewohner leben in Gehegen und können sich jederzeit den Blicken entziehen. Auch wild lebende Luchse und Rothirsche sind im Nationalpark zu Hause. Ob ihr bei einer Waldwanderung einen von ihnen seht, bleibt allerdings Glückssache. Der ähnlich benannte Naturpark Bayerischer Wald ist ein anderes Schutzgebiet; hier geht es um den Nationalpark und seine Besuchereinrichtungen. Schalte einen interaktiven Feldführer für diesen Ort frei: Hol dir die Snappit-App für unterwegs.
Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 7. Oktober 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eröffnet. 1997 wurde er in Richtung Falkenstein und 2022 bei Finsterau erweitert. Auch der heutige Wald hat eine vom Menschen geprägte Geschichte: Große Teile wurden früher zur Holzgewinnung bewirtschaftet. Heute gehört es zu den wichtigsten Aufgaben des Parks, auf großen Flächen natürliche Prozesse zuzulassen: Stürme, Borkenkäfer, Zerfall und nachwachsende Bäume gestalten den Wald.
Die vollständige Runde durchs Tier-Freigelände Lusen ist 7 km lang und dauert meist 3–4 Stunden. Über ausgeschilderte Abkürzungen lässt sie sich auf etwa 3 km verkürzen. Sucht euch ein paar Gehege aus, an denen ihr länger verweilen möchtet, etwa bei Wisenten, Braunbären oder Fischottern. Im nahen Hans-Eisenmann-Haus gibt es eine Kinderlinie durch die Ausstellung und die Waldwerkstatt mit einem Miniatur-Lusen zum Klettern.
Die Runde durchs Tier-Freigelände Falkenstein ist knapp 3 km lang; für den Weg werden etwa 1½ Stunden empfohlen. Neben Luchsen und Wölfen lohnen sich die 2026 eröffneten Amphibiengehege: Schaut bei den Feuersalamandern und Gelbbauchunken genauer hin. Am Unkengehege ermöglichen Glasscheiben auf Wasserniveau einen Einblick. Verbindet die Runde mit dem Haus zur Wildnis. Im Wurzelgang geht es um das Leben unter der Erde, im Nachtraum hört ihr den Wald vom Abend bis zum Morgen. Hebt euch noch etwas Energie für den Spielplatz vor dem Haus auf.
Für einen Gipfelausflug bietet sich der etwa 5 km lange Rundweg Luchs ab Lusenparkplatz an, mit einem Höhenunterschied von rund 250 m. Über die steilen Steinstufen der Himmelsleiter geht es hinauf zu den Granitblöcken des Lusen. Zurück führt der Winterweg am Lusenschutzhaus vorbei. Die Tour passt zu Familien, die schon Erfahrung mit steilen, unebenen Wanderwegen haben. Sie beginnt nicht am Besucherzentrum.
Für einen deutlich kürzeren Ausflug ins Freie gibt es im Finsterauer Filz einen 180 m langen Moorsteg. Von der Bushaltestelle Finsterauer Filz erreicht ihr ihn über einen 250 m langen Sandweg. Die 180 m beziehen sich nur auf den Bohlensteg; plant den Hin- und Rückweg zusätzlich ein. Haltet an den Infotafeln an und überlegt mit den Kindern, wie sich dieser nasse, offene Lebensraum vom Wald ringsum unterscheidet. Am nahen Wistlberg gibt es die Aussichtsplattform Lusenblick, einen Spielplatz und ein Café. Das Moor hat eine eigene Haltestelle und einen eigenen Zugangsweg.
Die Wege in den Tier-Freigeländen werden im Winter normalerweise geräumt. Schnee, Eis und Sturmschäden können den Zugang trotzdem beeinträchtigen. Beide großen Besucherhäuser schließen vor Weihnachten für mehrere Wochen, unter anderem von Mitte November bis einschließlich 25. Dezember. Prüft die genauen Termine des jeweiligen Hauses, bevor ihr einen Ausstellungsbesuch plant. Im Tier-Freigelände Lusen können auch Bauarbeiten zur Sperrung einzelner Anlagen führen. Schaut vor der Anreise in den Wegeservice und die aktuellen Hinweise der Zentren und beachtet die Absperrungen vor Ort.
In beiden Zentren sind die wesentlichen Ausstellungsbereiche und Toiletten barrierefrei zugänglich. Die Rundwege durch die Tier-Freigelände sind stufenlos. Der Prüfbericht für Lusen nennt allerdings auf 50 m eine Steigung von 10 %, der für Falkenstein auf 50 m eine Steigung von 12 %. Hier kann Unterstützung nötig sein. In Lusen lässt sich der holprige Bohlensteg über einen Forstweg umgehen. Der Aussichtsturm in Falkenstein, den ihr auch auslassen könnt, hat etwa 80 Stufen. Der Finsterauer Filz ist auf Gäste mit eingeschränkter Mobilität ausgerichtet; prüft aber, ob der sandige Zugangsweg für euren Rollstuhl oder eure Gehhilfe geeignet ist. Lest die ausführlichen Prüfberichte und informiert euch über die aktuellen Bedingungen. Die felsige Gipfeltour auf den Lusen eignet sich nicht für Rollstühle oder Kinderwagen.
Beobachtet die Tiere in eurem eigenen Tempo und gönnt euch dazwischen ruhige Pausen.
Folgt den Wurzeln unter die Erde und lauscht dem Wald bei Nacht.
Erreicht das weite Feld aus Granitblöcken oberhalb des Waldes.
Schaut von einem kurzen, erhöhten Bohlensteg ins Moor.
Stufenlos; der gleichmäßiger befahrbare Forstweg umgeht den Bohlensteg.
Der Aussichtsturm ist nur über Treppen erreichbar und kann ausgelassen werden. Lest den Prüfbericht zur Barrierefreiheit.
Steiles, felsiges Gelände; nicht für Rollstühle oder Kinderwagen geeignet.
Für Gäste mit eingeschränkter Mobilität angelegt; informiert euch über den aktuellen Zustand.
Kommt in Ludwigsthal an, folgt der Runde durchs Tier-Freigelände und macht bei den Luchsen und Amphibien Beobachtungspausen. Danach geht es in die Ausstellung. Plant vor dem Rückweg noch Zeit für den Spielplatz ein.
Für einen Tag mit Tieren wählt ihr die vollständige Gehegerunde und besucht anschließend das Zentrum, wenn noch Energie übrig ist. Für einen Bergtag startet ihr stattdessen auf dem gesonderten Gipfelrundweg Luchs; dessen Ausgangspunkt ist nicht das Besucherzentrum.
Die Plattform Lusenblick, der Spielplatz und das Café bieten sich für einen kürzeren Familienausflug bei Finsterau an. Zum Moorsteg führt ein eigener Zugangsweg ab der Bushaltestelle Finsterauer Filz.

Die Himmelsleiter am Lusen zeigt den steilen, steinigen Charakter der Gipfeltour. Der etwa 5 km lange Rundweg Luchs beginnt am Lusenparkplatz und hat rund 250 m Höhenunterschied. Das Tier-Freigelände ist ein separates Ziel. Historische Aufnahme vom 1. August 2013, kein aktueller Wegezustandsbericht. Foto: Eve190 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; unverändert angeordnet, Beschriftung ergänzt. Bildtafel: CC BY-SA 3.0.
Fotografiert vom Weg aus junge Bäume und einen alten oder umgestürzten Stamm. Fragt die Kinder, was beides dem nachwachsenden Leben im Wald bietet.
Findet im Finsterauer Filz mithilfe der Infotafeln heraus, was ein Moor vom Wald ringsum unterscheidet. Bleibt bei eurer Suche auf dem Bohlensteg.
Besucht bei Regen das Hans-Eisenmann-Haus oder das Haus zur Wildnis, sofern es zu eurer Reisezeit geöffnet ist. Bei starkem Wind solltet ihr Waldwege verlassen; das gilt auch für bewaldete Bereiche der Tier-Freigelände.
Haltet von den öffentlichen Beobachtungsplätzen aus nach den typischen Haarbüscheln an den Ohren Ausschau. Gemeint sind hier die Tiere im Gehege; wild lebende Luchse anderswo im Park bekommt man nur selten zu Gesicht.
Beobachtet die Wölfe an einem der beiden Zentren von den dafür vorgesehenen Plätzen aus und wartet in Ruhe. Diese Tiere leben in Gehegen. Nähert euch wild lebenden Wölfen anderswo im Park nicht und folgt ihnen nicht.
Beobachtet die Bären von den öffentlichen Aussichtspunkten am Gehege aus und beachtet mögliche Baustellen oder Umleitungen. Diese Bären leben in menschlicher Obhut.
Der Wisent ist der europäische Bison. Schaut vom ausgeschilderten Gehegeweg aus und nehmt euch etwas Zeit, falls die Tiere gerade nicht zu sehen sind.
Haltet am Fischottergehege einen Moment inne, bevor ihr weitergeht. Im Park leben auch wilde Fischotter; dieser Beobachtungstipp bezieht sich aber auf die Gehegetiere.
Am vorgesehenen Beobachtungsbereich des Geheges könnt ihr diesen Waldvogel näher kennenlernen. Sucht nicht nach wild lebenden Auerhühnern in ihren empfindlichen Rückzugsgebieten.
Mit etwas Glück entdeckt ihr bei einer stillen Pause einen Rothirsch in der Ferne. Lasst jedem Tier die Möglichkeit, sich ungehindert zu entfernen. Auch ohne Sichtung lohnt sich ein Waldtag.
Nehmt auch einen Baum in eure Fotosuche auf: Die Buche gehört zu den häufigsten Baumarten im Park. Vergleicht vom Weg aus einen jungen Baum mit einem älteren.
Fotografiert lebende Fichten und junge Bäume neben stehenden oder umgestürzten toten Stämmen. Sie alle gehören zu einem Wald, dessen Aufbau sich ständig verändert.
Nehmt euch am Salamandergehege in Falkenstein Zeit und schaut genau hin, bevor ihr weitergeht. Die Tiere werden hier im Gehege gehalten, das auch dem Artenschutz dient. Lasst Amphibien, denen ihr auf der übrigen Wanderung begegnet, ungestört.
Schaut am Unkengehege in Falkenstein durch die Glasscheiben auf Wasserniveau. So könnt ihr die Tiere aus der Nähe betrachten, ohne sie anzufassen. Der Tipp bezieht sich auf das Gehege; eine Begegnung mit wild lebenden Unken ist damit nicht versprochen.
Beide großen Zentren bieten Gastronomie und Ausstellungen im Innenbereich. Prüft die Öffnungszeiten der Gastronomie gesondert. Am Wistlberg gibt es ein Café und einen Spielplatz; in Lusen außerdem ein Pflanzen- und ein Gesteins-Freigelände.
Plattling ist ein Ausgangspunkt für die Weiterreise mit der Waldbahn, Zwiesel ist der regionale Umsteigepunkt. Vom 15. September bis zum 16. November 2026 um 02:00 Uhr fahren auf der RB35 zwischen Plattling und Zwiesel Ersatzbusse; zwischen Zwiesel und Bayerisch Eisenstein fahren weiterhin Züge. Plant mehr Zeit ein. Niederflurbusse sind nicht garantiert, meldet benötigte Mobilitätshilfe deshalb vorab an. Für Kinderwagen gibt es nur begrenzt Platz.
Die Sperrung des Riedbergtunnels vom 5. bis 30. Oktober 2026 kann zu zusätzlichen Verspätungen im Ersatzverkehr führen. Auch die Abfahrtszeiten der RB38 zwischen Viechtach und Gotteszell sind bis zum 16. November um 04:00 Uhr geändert. Unabhängig davon sollen die Arbeiten zwischen Obertraubling und Passau bis zum 12. Dezember 2026 dauern: Zwischen München und Plattling fahren wieder Züge, zwischen Plattling und Passau Ersatzbusse. Prüft den aktuellen Fahrplan für eure gesamte Verbindung.
Für die Anfahrt zu den Zentren nutzt ihr Böhmstraße 39, Neuschönau, für Lusen und Eisensteiner Straße 20, Ludwigsthal, für Falkenstein. Der Lusen-Gipfelrundweg beginnt gesondert am Lusenparkplatz. Bei der Anfahrt dorthin gelten die saisonalen Einschränkungen auf der Lusenstraße.
Der Parkplatzservice Lusen bietet Leihrollstühle an, darunter ein Elektromodell. Fragt vorab im Nationalpark nach Verfügbarkeit und passenden Strecken. In den Zentren gibt es barrierefreie Toiletten; die genauen Maße findet ihr in den jeweiligen Prüfberichten. Der Bericht zum Außengelände Falkenstein nennt außerdem eine Liege zum Wickeln von Erwachsenen in der Toilette des Parkplatzgebäudes.
Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.
Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.
Den richtigen Startpunkt wählen
Falkenstein hat einen Waldbahn-Haltepunkt in Ludwigsthal. Für das Zentrum Lusen nutzt ihr die Igelbus-Haltestelle Nationalparkzentrum Lusen. Mit dem Auto führen euch Böhmstraße 39, Neuschönau, beziehungsweise Eisensteiner Straße 20, Ludwigsthal, zum jeweiligen Zentrum.
Parkgebühren einplanen
Der Nationalpark, seine Zentren und die Tier-Freigelände sind kostenlos zugänglich. Die zentralen Parkplätze sind gebührenpflichtig. Für den privat betriebenen Baumwipfelpfad zahlt ihr gesondert Eintritt.
Rückfahrt prüfen
Während der Igelbus-Saison ist die Lusenstraße tagsüber für private Autos zeitweise gesperrt. Plant vor der Gipfeltour, wie ihr zum Lusenparkplatz kommt und welche Rückverbindung ihr spätestens erreichen müsst.
Für den Gipfel packen
Nehmt feste Schuhe, warme und wetterfeste Kleidung, Getränke und Proviant mit. Eine Karte gehört ebenfalls dazu. Prüft die Öffnungszeiten der Hütte gesondert.
Tieren Raum lassen
Bleibt auf den markierten Besucherwegen, führt Hunde an der Leine und füttert keine Tiere. Verlasst bei starkem Wind den Wald, denn abgestorbene Äste und Bäume können herabfallen oder umstürzen.
Bahnbaustellen 2026
Zwischen Plattling und Zwiesel fahren bis zum 16. November um 02:00 Uhr Ersatzbusse statt Zügen; zwischen Zwiesel und Bayerisch Eisenstein fahren weiterhin Züge. Plant mehr Zeit ein und meldet benötigte Mobilitätshilfe vorab an, da Niederflurbusse nicht garantiert sind. Unabhängig davon sollen die Arbeiten zwischen Obertraubling und Passau bis zum 12. Dezember dauern: Zwischen München und Plattling fahren wieder Züge, zwischen Plattling und Passau Ersatzbusse. Prüft eure gesamte Verbindung kurz vor der Reise erneut.
Nach Leihrollstühlen fragen
Beim Parkplatzservice Lusen könnt ihr Rollstühle ausleihen, darunter ein Elektromodell. Fragt vorab im Nationalpark nach Verfügbarkeit und einer passenden Strecke.
Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.
Maryland, US
Hier kann man sehen Weißwedelhirsch, östliches Grauhörnchen und Rotkardinal.
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District of Columbia, US
Hier kann man sehen östliches Grauhörnchen, Ente und Haussperling.
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Illinois, US
Hier kann man sehen Wanderdrossel, Kanadagans und Haussperling.
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Virginia, US
Hier kann man sehen Gefleckte Laternentröger und Rotkardinal.
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Nimm die Entdeckung mit
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