Malerwinkel-Rundweg über die Jennerbahn-Talstation
Start und Ziel ist der Parkplatz Königssee; der Rückweg führt über die Jennerbahn-Talstation.
Plant die vollständige Runde nicht als verlässlich rollstuhl- oder kinderwagentaugliche Strecke ein.
IllustrationIm Nationalpark Berchtesgaden erlebt ihr die Berglandschaft vom Seeufer, auf Talwegen oder bei einer Wanderung, die zu euch passt.
Im Nationalpark Berchtesgaden erlebt ihr die Berglandschaft vom Seeufer, auf Talwegen oder bei einer Wanderung, die zu euch passt. Am Königssee steigen bewaldete Hänge unmittelbar aus dem Wasser auf. Im Wimbachtal breitet sich unter den Bergen ein heller Schotterboden aus. Sucht euch für den Tag ein Tal aus und nehmt euch Zeit für Pausen.
Für den ersten Besuch bietet sich das Haus der Berge in Berchtesgaden oder die Infostelle am Ausgangspunkt eurer Wanderung an. Im Zentrum lernt ihr die Lebensräume Wasser, Wald, Alm und Fels kennen. Draußen im Klausbachtal können Kinder nach baumförmigen Wacholdern Ausschau halten, bevor ihr am öffentlichen Adler-Beobachtungspunkt die Ferngläser auspackt. Für einen erlebnisreichen Tag braucht es keinen Gipfel.
Der 1978 gegründete Park ist Deutschlands einziger Alpen-Nationalpark. Er schützt ein klar abgegrenztes Berggebiet. Die viel größere Biosphärenregion Berchtesgadener Land umfasst auch die umliegenden Orte und Landschaften. Das Haus der Berge liegt als erste Anlaufstelle im Ort, außerhalb des eigentlichen Nationalparks. Denkt an diese unterschiedlichen Gebiete, wenn ihr eine Nationalparkwanderung mit weiteren Ausflugszielen in der Region verbindet. Schalte einen interaktiven Feldführer für diesen Ort frei: Hol dir die Snappit-App für unterwegs.
Der Schutz begann 1910, um das Entnehmen und den Handel mit Alpenpflanzen einzudämmen. Am 1. August 1978 folgte der Nationalpark nach jahrzehntelangen Debatten, zu denen auch Pläne für eine Watzmann-Seilbahn gehörten. Heute bilden drei Viertel des Parks die Kernzone, in der natürliche Abläufe Vorrang haben. In der übrigen Pflegezone bleiben traditionelle Nutzungen wie Almwirtschaft und Königssee-Schifffahrt möglich. Deshalb begegnen euch auch innerhalb des Nationalparks weidende Nutztiere.
Für einen Seeblick ohne Schifffahrt wählt ihr den 3,5 km langen Malerwinkel-Rundweg ab Parkplatz Königssee. Dabei überwindet ihr 170 Höhenmeter, unter anderem auf einem ansteigenden Waldabschnitt. Folgt dem ausgeschilderten Rückweg in Richtung Jennerbahn-Talstation. Geht keinesfalls auf dem verfallenen schmalen Uferpfad hinter dem Aussichtspunkt weiter.
Die Schifffahrt nach St. Bartholomä lässt sich gut mit dem 2 km langen Rundweg über die Halbinsel verbinden, auf dem nur 15 Höhenmeter zusammenkommen. Für einen kurzen Ausflug zur Tierbeobachtung geht ihr vom Klausbachhaus zum öffentlichen Adler-Beobachtungspunkt. Rechnet mit etwa 20 Minuten pro Richtung und nehmt euch dort Zeit, den Himmel abzusuchen. Wenn eure Familie gerne länger wandert, bietet sich das Wimbachschloss an: hin und zurück 8,5 km mit rund 310 Höhenmetern. In der Klamm gibt es Treppen und mitunter rutschige Stege; der Talweg dahinter steigt gleichmäßiger an. Kauft die Eintrittsmarke vor dem Betreten der Klamm und nehmt auf dem Rückweg die Umgehung oberhalb. Das sind einzelne Ausflüge, keine zusammenhängende Tour.
Salet wird nur saisonal angefahren. 2026 endete der Schiffsbetrieb dorthin am 11. Oktober; während des Winterfahrplans ist der übliche Obersee-Ausflug mit Schiffsanreise daher nicht möglich. Am 24. Dezember fahren auf dem Königssee keine Schiffe. Im Klausbachtal ist die Hängebrücke vom 12. bis 16. Oktober 2026 gesperrt, der Weg zwischen Lahnwald und Ragertalm voraussichtlich bis Dezember 2026. Weitere Bauarbeiten betreffen das obere Tal. Prüft vor der Anreise die aktuellen Hinweise. Schnee, Eis und Wetterumschwünge können auch vertraute Bergwege für einen Ausflug ungeeignet machen. Die Wimbachklamm schließt ebenfalls saisonal.
Das Haus der Berge ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität stufenlos zugänglich. Das Klausbachhaus selbst ist nicht barrierefrei; im Außengelände gibt es jedoch eine barrierefreie Toilette. In die Königssee-Boote führen drei steile Stufen, Elektrorollstühle können nicht mitgenommen werden. Der Seeuferweg in St. Bartholomä ist ein ebener Schotterweg, doch das Ein- und Aussteigen ins Schiff müsst ihr gesondert planen. Klärt eure Anforderungen vor der Buchung mit der Schifffahrt. Die Wimbachklamm eignet sich wegen ihrer Treppen nicht für einen stufenlosen Ausflug.
Vom Elektroboot aus blickt ihr auf die Watzmann-Ostwand über St. Bartholomä.
Haltet am öffentlichen Beobachtungspunkt nach einem frei lebenden Steinadler Ausschau.
Erlebt den Übergang von der engen, rauschenden Klamm zum breiten Schottertal.
Lernt drinnen die Lebensräume der Berge kennen und erkundet draußen den Panoramaweg.

St. Bartholomä am Königssee vor der Watzmann-Ostwand. KI-Aquarell nach einer Fotografie von Coastfield.
Start und Ziel ist der Parkplatz Königssee; der Rückweg führt über die Jennerbahn-Talstation.
Plant die vollständige Runde nicht als verlässlich rollstuhl- oder kinderwagentaugliche Strecke ein.
Geht vom Schiffsanleger in Richtung Nationalpark-Infostelle, folgt Weg 443 und kehrt am Seeufer zurück.
Der Seeufer-Rundweg ist rollstuhlgerecht; das Einsteigen ins Schiff bleibt eine eigene Hürde.
Ein kurzer Hin- und Rückweg zur ausgewiesenen Beobachtungsstation. Bleibt bei diesem Ziel, statt euch die längere Talwanderung vorzunehmen.
Für diesen Weg werden keine genauen Steigungen oder umfassenden Angaben zur Barrierefreiheit zugesichert.
Geht auf dem Hinweg durch die Klamm, sofern sie geöffnet ist, und kehrt oberhalb der Klamm zurück. Am Wimbachschloss wendet ihr.
Die Klamm ist nicht stufenlos. Schätzt für die gesamte Tour eure Ausdauer und Trittsicherheit ein.
Beginnt mit der kostenlosen Alm-Ausstellung im Klausbachhaus und geht anschließend zum Adler-Beobachtungspunkt. Lasst alle einmal durch das Fernglas schauen und kehrt auf demselben Weg zurück, wenn die Aufmerksamkeit nachlässt. Plant mit Ausstellung und Pausen 2–3 Stunden ein.
Nehmt ein frühes Schiff nach St. Bartholomä und geht vor einer gemütlichen Pause den Rundweg über die Halbinsel. Kehrt mit Zeitreserve zurück. Falls ihr danach noch länger am See spazieren möchtet, prüft erst, ob alle noch Kraft für den Malerwinkel haben.
Sucht euch im Haus der Berge zu jedem Thema ein Detail aus: Wasser, Wald, Alm und Fels. Schaut bei eurer nächsten Wanderung, welche dieser Lebensräume ihr wiedererkennt. Haltet eure Funde auf Fotos fest, statt Andenken mitzunehmen.
Das Haus der Berge bietet genug für einen ganzen Ausflug drinnen. Lässt der Regen nach, könnt ihr vom öffentlichen Panoramaweg auf die Berge schauen. Das separate Bildungszentrum und einige Lernbereiche draußen sind angemeldeten Programmen vorbehalten. Versprecht den Kindern daher nicht, jede online gezeigte Werkstatt besuchen zu können.
Sucht vom Beobachtungspunkt im Klausbachtal den Himmel über den Bergen ab. Achtet an sonnigen Tagen auf den Luftraum über erwärmten Felswänden. Nehmt ein Fernglas mit und rechnet auch mit längeren Pausen ohne Sichtung.
Haltet neben dem Besucherweg im Klausbachtal nach den ungewöhnlich hohen Wacholdern Ausschau. Ihre blauen, beerenähnlichen Gebilde sind Zapfen. Fotografiert sie an der Pflanze und lasst sie dort.
Ergänzt eure Tiersuche im Tal um ein Baumfoto: Im Klausbachtal wachsen Waldkiefern. Wählt einen Baum, der vom Weg aus sichtbar ist, und versucht, seine gesamte Wuchsform einzufangen.
Sucht in einer Wanderpause mit dem Fernglas entfernte Felshänge ab. Gämsen nutzen auch steile Waldgebiete. Klettert für ein näheres Foto keinem Tier entgegen.
Murmeltiere könnt ihr auf Almen und in höheren Lagen erleben. Wählt eine passende markierte Wanderung oder eine Rangerführung. Beobachtet ruhig vom Weg aus und nähert euch den Bauen nicht.
Macht im Wald eine kurze Lauschpause und behaltet die Baumstämme im Blick. Für eine Sichtung braucht ihr mitunter Glück. Lasst Höhlenbäume ungestört und bleibt auf dem Weg.
Achtet nach Regen auf dem Weg vor euch auf einen kleinen, ganz schwarzen Salamander. Falls ihr einen entdeckt, lasst ihm Platz und hebt ihn nicht für ein Foto auf.
Ein Bartgeier frisst überwiegend Knochen. Die Wiederansiedlung in Berchtesgaden begann 2021 und bringt einen Vogel zurück, den Menschen aus den Alpen verdrängt hatten.
Die Beweidung hilft, die Wacholderflächen im Klausbachtal offen zu halten. Die hohen Bäume sind Gewöhnliche Wacholder mit einer besonderen Wuchsform, keine eigene Baumart.
Das Wimbachgries besteht aus mächtigen Ablagerungen zerbrochenen Dolomitgesteins. Schmelzwasser und Starkregen bewegen die Bruchstücke talabwärts. So verändert sich der scheinbar feste Talboden ständig.
Plant im Winter einen passenden Ausflug in tieferen Lagen und einen Besuch im Nationalparkzentrum. Im Sommer lässt sich ein Abstecher zum Obersee einbauen, sofern Schiffe nach Salet fahren. Der erste Blick vom Westufer ist die kürzere Variante gegenüber dem Weiterweg am See entlang zur Fischunkelalm.
An der Wimbachbrücke ist die kleine Geologie-Ausstellung kostenlos zugänglich und gewöhnlich von Mai bis Oktober geöffnet. Sie erklärt, wie aus Gesteinen eines urzeitlichen Meeresbodens die umliegenden Berge wurden. Am Ausgangspunkt gibt es öffentliche Toiletten.
Nutzt Berchtesgaden als Ausgangspunkt für Bahn und Bus und wählt je nach Ausflug Königssee, Wimbachbrücke oder Hintersee als Ziel. Das Haus der Berge liegt in der Hanielstraße 7. Die Busse 839 und 841 halten davor, gegenüber gibt es kostenpflichtige Parkplätze. Prüft die Verbindungen für euren Reisetag, statt euch auf einen Sommerfahrplan zu verlassen.
Klärt mit der Schifffahrt vorab, welche Hilfe beim Umsteigen möglich ist und ob ausreichend Platz vorhanden ist. Handrollstühle können in begrenzter Zahl mitgenommen werden. Ein stufenloser Anleger beseitigt jedoch nicht die Stufen im Boot. Im Haus der Berge unterstützen ein Audioguide und ein Leitsystem blinde Besucher.
Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.
Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.
Passend anreisen
Bus 841 fährt zum Königssee, Bus 846 in Richtung Ramsau und Hintersee. Prüft die genaue Haltestelle und Rückfahrt für euren Besuchstag.
Rückfahrt einplanen
Informiert euch über das letzte Schiff, bevor ihr den Anleger verlasst. Von St. Bartholomä und Salet führt kein Uferweg zurück.
Vorher zur Toilette
Auf den Königssee-Booten gibt es keine Toiletten. Nutzt die Anlagen im Abfahrtsbereich.
Für den Bergtag packen
Nehmt Schuhe mit griffiger Sohle, Regenschutz, warme Kleidung, Wasser und Proviant mit. Hütten öffnen unterschiedlich; verlasst euch nicht auf ein Mittagessen unterwegs.
Sicher unterwegs
Bleibt auf markierten Wegen und beachtet Absperrungen. Die gesperrten Gumpen am Königsbach-Wasserfall sind tabu, auch wenn Fotos in sozialen Medien zum Besuch verleiten.
Wildtieren Raum lassen
Führt Hunde an der Leine; auf den Königssee-Booten brauchen alle Hunde außerdem einen Maulkorb. Lasst Pflanzen unberührt und fotografiert Tiere mit Abstand. Drohnen, Feuer und Übernachten im Freien sind verboten.
Ausstellung bei Regen
Die Hauptausstellung im Haus der Berge kostet Eintritt; Karten gibt es an der Kasse. An gut besuchten Regentagen kann es Wartezeiten geben. Prüft vorher die Öffnungsinformationen.
Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.
Maryland, US
Hier kann man sehen Weißwedelhirsch, östliches Grauhörnchen und Rotkardinal.
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District of Columbia, US
Hier kann man sehen östliches Grauhörnchen, Ente und Haussperling.
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Illinois, US
Hier kann man sehen Wanderdrossel, Kanadagans und Haussperling.
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Virginia, US
Hier kann man sehen Gefleckte Laternentröger und Rotkardinal.
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