Löwenzahn-Entdeckerpfad
Nutzt mit Kinderwagen den separaten Zuweg zum HohneHof statt des Wurzelpfads.
IllustrationIm Nationalpark Harz könnt ihr aus nächster Nähe erleben, wie sich ein Bergwald verändert, auf kurzen Entdeckerpfaden oder einer anspruchsvollen Gipfelwanderung.
Im Nationalpark Harz könnt ihr aus nächster Nähe erleben, wie sich ein Bergwald verändert, auf kurzen Entdeckerpfaden oder einer anspruchsvollen Gipfelwanderung. Beginnt im TorfHaus, wenn ihr vor dem Losgehen mehr über die kahlen Fichtenstämme, jungen Bäume und offenen Moore erfahren möchtet. Für Kinder, die lieber lauschen, springen und ausprobieren, als auf einen fernen Aussichtspunkt zuzuwandern, sind Drei Annen Hohne und der Löwenzahn-Entdeckerpfad ein guter Einstieg.
Der Park erstreckt sich über Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bis hinauf zum 1.141 m hohen Brocken. Seine knapp 25.000 Hektar machen nur etwa ein Zehntel des Harzgebirges aus. Die größere Urlaubsregion Harz und die umliegenden Naturparke haben andere Grenzen und Aufgaben. Wählt für den Tag einen Ausgangspunkt am Nationalpark; die hier beschriebenen Ziele liegen weit auseinander.
Stellt euch auf Flächen mit abgestorbenen, noch stehenden Fichten und frischem Nachwuchs dazwischen ein. Hitze, Trockenheit, Stürme und Borkenkäfer haben große Teile des Waldes verändert. Im Park bietet verrottendes Holz Pilzen, Insekten und der nächsten Baumgeneration eine Lebensgrundlage. In den Hochlagen ist die Fichte von Natur aus heimisch; an vielen tieferen Hängen wurde sie dagegen zur Holzgewinnung angepflanzt. Schaut auch unterhalb der Baumkronen genauer hin: Dort lässt sich entdecken, was nachwächst. Vergiss nicht, die Snappit-Naturführer-App mitzunehmen, um einheimische Arten zu scannen.
Der heutige Park entstand am 1. Januar 2006 durch den Zusammenschluss zweier Schutzgebiete: des 1990 gegründeten Nationalparks Hochharz und des 1994 gegründeten Nationalparks Harz in Niedersachsen. Im Gebirge lassen sich auch ältere Spuren menschlicher Geschichte entdecken. Der Abbegraben gehört zur historischen Oberharzer Wasserwirtschaft, und der Goetheweg kreuzt die ehemalige innerdeutsche Grenze. Goethe bestieg den Brocken im Dezember 1777. Sein genauer Weg lässt sich heute allerdings nicht mehr rekonstruieren.
Bei Drei Annen Hohne führt der 1,2 km lange Löwenzahn-Entdeckerpfad durch Wald und Wiese zum HohneHof. Probiert die Höreule und die Wasserschraube aus und lasst anschließend Zeit für den Spielplatz. Die Längenangabe gilt für den Entdeckerparcours, nicht für den gesamten Ausflug. Zurück zum Bahnhof oder Parkplatz geht es über den separaten, etwa 900 m langen Zuweg.
Vom TorfHaus aus führt die 4,5 km lange Runde um das Große Torfhausmoor überwiegend über gute Waldwege mit wenig Steigung. Vom Bohlensteg schaut ihr über die offene Moorfläche Richtung Brocken. Weiter geht es am Abbegraben entlang, der an die Bergbaugeschichte des Harzes erinnert. Bleibt auf dem Holzsteg: Wenn Bildungsgruppen die neue Aussichtsplattform und den Steg nutzen, überlasst ihnen beide Anlagen für diese Zeit.
Wenn ihr Luchse beobachten möchtet, bietet sich das Gehege an der Rabenklippe an. Die offizielle Tour W2 ab Bad Harzburg ist etwa 8 km lang und mittelschwer. Mit der Burgberg-Seilbahn könnt ihr euch einen Teil des ersten Anstiegs sparen. Die Tiere leben im Gehege und können sich verstecken. Normalerweise füttert das Team sie mittwochs und samstags um 14:30 Uhr. Prüft den Termin, bevor ihr euren Tag danach plant.
Für ausdauernde Familien eignet sich der Goetheweg von Torfhaus zum Brocken als Bergtag: 17 km hin und zurück, mit etwa 390 Höhenmetern im Aufstieg. Auch auf ausgebauten Wegen bleiben die Entfernung, der Wind und plötzliche Wetterwechsel eine Herausforderung. Alternativ zur langen Wanderung könnt ihr mit der Brockenbahn hinauf- und wieder hinunterfahren. Prüft vorher den Fahrplan und die Wettervorhersage für die Höhenlagen. Wenn ihr von Torfhaus hinaufwandert und mit dem Zug hinunterfahrt, müsst ihr die Weiterfahrt organisieren: Die Bahn bringt euch nicht zurück nach Torfhaus.
Im Winter macht der Löwenzahn-Entdeckerpfad bis Ostern Pause. Schnee und Eis können höher gelegene Wege auch außerhalb des Hochwinters beeinträchtigen. Der Hirtenstieg ist bis auf Weiteres gesperrt; der übliche Aufstieg von Ilsenburg über den Heinrich-Heine-Weg ist deshalb nicht durchgehend möglich. Die Arbeiten am Glashüttenweg dauern voraussichtlich bis Mitte November 2026. Dort ist mit zeitweisen Behinderungen zu rechnen, nicht mit einer vollständigen Sperrung. Das Café am HohneHof ist vom 12. bis 16. Oktober 2026 wegen Renovierung geschlossen. Prüft vor der Anreise die aktuellen Hinweise des Parks und folgt keiner alten Route durch Absperrungen.
Im TorfHaus ist die Ausstellung stufenlos erreichbar; ein Aufzug und ein barrierefreies WC sind vorhanden. Der vollständige Löwenzahn-Entdeckerpfad eignet sich wegen seines ansteigenden Wurzelpfads nicht für Rollstuhl oder Kinderwagen. Zum HohneHof gibt es einen separaten, festeren Zuweg, allerdings mit Steigungen, Unebenheiten und einer Straßenquerung ohne Fußgängerüberweg. Eine leichtere Möglichkeit draußen ist die Wildtier-Beobachtungsstation Odertal: Von Oderhaus führt ein befestigter Weg ohne nennenswerte Steigungen etwa 1,5 km pro Richtung dorthin. An der Rabenklippe könnt ihr vom ebenerdigen Platz aus ins Gehege schauen. Die erhöhte Plattform ist nur über Treppen erreichbar; barrierefreie Toiletten gibt es erst wieder in Bad Harzburg. Klärt nötige Einstiegshilfen und den gesamten Weg passend zu euren Bedürfnissen vorab.
Schaut vom Bohlensteg über ein regenwassergespeistes Hochmoor und bei guter Sicht bis zum Brocken.
Macht aus einem kurzen Waldspaziergang eine Folge von Hör-, Wasser- und Entdeckerspielen.
Beobachtet die Gehegetiere und erfahrt, wie ihre wild lebenden Verwandten in den Harz zurückkehrten.
Erlebt den windoffenen Gipfel oberhalb der natürlichen Waldgrenze, zu Fuß oder mit der Schmalspurbahn.

Im Harzer Bergwald stehen abgestorbene Fichten neben jungem Grün. Die Aufnahme vom Eckerlochstieg aus dem August 2015 zeigt stehendes und liegendes Totholz sowie eine junge Fichte. Foto: Puusterke, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Text und Gestaltung ergänzt.
Puusterke / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0 · Creative Commons
Nutzt mit Kinderwagen den separaten Zuweg zum HohneHof statt des Wurzelpfads.
Eine durchgängige Rollstuhleignung der Runde ist nicht bestätigt. Fragt im TorfHaus nach dem aktuellen Zugang zum Bohlensteg.
Der ebenerdige Beobachtungsplatz ist anders zugänglich als die Plattform mit Treppe. Besprecht Weg und Busrampe mit dem Personal.
Breite Wege bedeuten nicht automatisch eine barrierefreie Wanderung. Erkundigt euch gesondert nach der Anreise mit der Bahn.
Der Park beschreibt den Zuweg als rollstuhl- und kinderwagentauglich und den Zugang zur Station als ebenerdig.
Macht Drei Annen Hohne, den Entdeckerparcours und den HohneHof zum gesamten Ausflug. Nehmt ein Picknick mit, falls das Café geschlossen ist. Geht über den Zuweg zurück, bevor alle müde werden, statt noch eine Bergaufwanderung anzuhängen.
Beginnt mit der Ausstellung im TorfHaus, geht bei passenden Bedingungen die Moorrunde und lasst Zeit, die Landschaft mit dem zuvor Gesehenen zu vergleichen. So wird daraus ein entspannter halber Tag. Mit einer Verlängerung zum Gipfel wäre es eine ganz andere Wanderung.
Sucht von einem sicheren Weg aus nach einem lebenden Baum, einem stehenden oder liegenden toten Stamm und einem jungen Keimling. Alle dürfen ein Motiv zum Fotografieren auswählen. Vergleicht, wie viel Leben ihr entdecken könnt, ohne etwas anzufassen oder zu bewegen.
Schaut euch im TorfHaus die Moorausstellung an und stellt dieselbe Frage später am Bohlensteg noch einmal. Hochmoorpflanzen sind auf Regenwasser angewiesen. Vergleicht diesen offenen Lebensraum mit dem nahen Wald und bleibt dabei mit beiden Füßen auf dem Holzsteg.
Behaltet einen reinen TorfHaus-Besuch als Alternative im Blick. Die Mitmachausstellung erklärt Waldentwicklung und Moore, ohne dass ihr euch auf eine Wanderung in windoffenem Gelände festlegen müsst. Prüft vorher die Öffnungszeiten und die Straßenverhältnisse.
Schaut euch an der Rabenklippe vom öffentlichen Beobachtungsbereich aus in Ruhe zwischen Felsen und Bäumen um. Ein Luchs kann verborgen bleiben, selbst wenn ihr nah am Gehege steht. Haltet die Beobachtung als Begegnung mit einem Gehegetier fest.
Setzt euch an der Odertal-Station leise hin und schaut euch um, ohne auf Tiere zuzugehen. Nehmt für die Wartezeit eine zusätzliche Kleidungsschicht mit. Eine Sichtung ist eine schöne Zugabe, mit der ihr in einem straffen Tagesplan nicht fest rechnen solltet.
Achtet im Odertal ebenso auf den Fluss wie auf den weiter entfernten Wald. Der Park nennt Wasseramseln als mögliche Beobachtung. Bleibt an der öffentlichen Station oder auf dem Weg und wartet, bis ein Vogel wieder auftaucht, statt ihm flussabwärts zu folgen.
Bleibt stehen, wenn ihr im Wald ein Klopfen hört, und beobachtet von eurem Standort aus. Die Schwarzspechte des Parks nutzen alte Bäume und Totholz. Geht nicht an eine Baumhöhle heran, um nachzusehen, ob sie bewohnt ist.
Vergleicht vom Weg aus eine lebende Fichte im Bergwald mit dem jungen Nachwuchs daneben. In den Hochlagen ist die Fichte hier von Natur aus heimisch. Das bedeutet nicht, dass jede frühere Fichtenpflanzung weiter unten ein Naturwald war.
Schaut in den tieferen Wäldern hinauf ins Blätterdach der Buchen und hinunter auf den laubbedeckten Boden. Fotografiert das wechselnde Licht, ohne Blätter zu sammeln oder die Tiere zu stören, die in gefallenem Holz Schutz finden.
Lasst euch von einer Rangerin oder einem Ranger beim Bestimmen dieser winzigen Moorpflanze helfen, wenn sie von einem freigegebenen Bohlensteg aus zu sehen ist. Mit ihren insektenfangenden Blättern kommt sie an zusätzliche Nährstoffe. Betretet niemals den Torf und versetzt keine Pflanze für ein Foto.
Haltet zwischen den niedrigen Sträuchern an Waldwegen nach Heidelbeeren Ausschau. Ein Foto der ganzen Pflanze hilft mehr als die Aufnahme einer einzelnen Beere. Lasst die Früchte den Wildtieren; im Nationalpark ist das Pflücken verboten.
Der Brocken ragt über die natürliche Waldgrenze auf etwa 1.100 m hinaus. Das raue Wetter begrenzt hier das Baumwachstum, obwohl der Gipfel keine alpine Höhe erreicht.
Ein Hochmoor wächst über den Einfluss des Grundwassers hinaus. Sein Wasser und seine Nährstoffe kommen mit dem Regen. Das erklärt, warum eine kleine insektenfangende Pflanze wie der Sonnentau hier überleben kann.
Nutzt die Besucherzentren vor der Wanderung für Karten, aktuelle Hinweise und einen Toilettenbesuch. Das TorfHaus liegt direkt an seiner Bushaltestelle und am großen Parkplatz; zum HohneHof müsst ihr von Drei Annen Hohne aus noch ein Stück zurücklegen. Plant am Luchsgehege selbst keinen Toilettenstopp ein.
Fragt beim HohneHof nach dem längeren Zugang, der die steilere, steinige Abkürzung vermeidet. Vereinbart Unterstützung für eine Fahrt mit der Brockenbahn direkt mit der HSB: Der Betreiber nennt Einstiegslifte in Wernigerode, Drei Annen Hohne und auf dem Brocken für die Monate Mai bis Oktober. Die Zugtoiletten sind mit Rollstuhl nicht nutzbar.
Bad Harzburg und Wernigerode sind gute Bahnknoten für die Anreise von Norden, Herzberg und Walkenried für die Südseite. Wählt zuerst den zur Wanderung passenden Ausgangspunkt und vergleicht dann die Anschlussverbindungen mit Bus oder Bahn. Wenn ihr von Torfhaus hinaufwandert und mit dem Zug hinunterfahrt, bringt euch die Bahn nicht zurück nach Torfhaus. Plant die Weiterfahrt vorher.
Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.
Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.
Passende Anreise wählen
Die Buslinie 820 verbindet Bad Harzburg und Braunlage über Torfhaus. In Drei Annen Hohne gibt es einen Bahnhof und gebührenpflichtige Parkplätze. Prüft vor dem Losgehen eure Rückverbindung.
Saison des Luchsbusses
Die Linie 875 fährt von Bad Harzburg zur Rabenklippe. Ihr Fahrplan für 2026 gilt vom 1. April bis 1. November. Mit dem eigenen Auto könnt ihr nicht zum Gehege fahren.
Vorsicht beim Überqueren
Wer aus Bad Harzburg mit dem Bus in Torfhaus ankommt, muss die stark befahrene B4 überqueren. In Drei Annen Hohne kreuzt der Weg zum HohneHof die L100 ohne Fußgängerüberweg.
Für Wetterwechsel packen
Nehmt griffige Schuhe, Regenschutz, warme Kleidung, Wasser und Proviant mit. Haltet eine offizielle Wanderkarte auch offline bereit und lasst genug Tageslicht für den Rückweg.
Sturmwarnungen ernst nehmen
Meidet den Wald bei Sturm oder starkem Schneefall und noch einige Tage danach. Geschädigte Bäume können auch umstürzen, wenn das Wetter schon wieder besser ist.
Fotografieren und liegen lassen
Bleibt auf ausgeschilderten Wegen, führt Hunde an der Leine und lasst Pflanzen, Beeren, Pilze und Totholz unberührt. Füttert keine Wildtiere.
Kein Feuer im Wald
Rauchen, offene Flammen, Campingkocher, Zelten und Drohnen sind verboten. Prüft vor der Wanderung zusätzliche Regeln bei Waldbrandgefahr.
Zusatzkosten einplanen
TorfHaus, HohneHof und Luchsgehege kosten keinen Eintritt. Parken, Seilbahn und Zugfahrten zahlt ihr separat. Vergleicht die aktuellen Familientarife, bevor ihr euch für einen Bahnausflug entscheidet.
Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.
Maryland, US
Hier kann man sehen Weißwedelhirsch, östliches Grauhörnchen und Rotkardinal.
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District of Columbia, US
Hier kann man sehen östliches Grauhörnchen, Ente und Haussperling.
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Illinois, US
Hier kann man sehen Wanderdrossel, Kanadagans und Haussperling.
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Virginia, US
Hier kann man sehen Gefleckte Laternentröger und Rotkardinal.
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Nimm die Entdeckung mit
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