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ParkBaden-Württemberg, Deutschland

Nationalpark Schwarzwald

Im Nationalpark Schwarzwald könnt ihr beobachten, wie sich ein Bergwald verändert, wenn alte Bäume umfallen dürfen und dazwischen junger Wald nachwächst.

Über diesen Ort

Im Nationalpark Schwarzwald könnt ihr beobachten, wie sich ein Bergwald verändert, wenn alte Bäume umfallen dürfen und dazwischen junger Wald nachwächst. Für euren ersten Besuch bietet sich der Ruhestein an: Im Nationalparkzentrum erfahrt ihr, worauf ihr draußen im Wald achten könnt.

Neben dem Weg wachsen Moose und Pilze auf einem umgestürzten Stamm. Weiter oben geben die offenen Bergheiden, hier Grinden genannt, den Blick auf die hintereinanderliegenden Schwarzwaldkämme frei. Auf der Runde Wildseeblick schaut ihr hinunter zum Wilden See, der in einer vom Eis geformten Mulde liegt. Schon eines dieser Ziele reicht für einen schönen Ausflug; ihr müsst dafür nicht den ganzen Park durchqueren.

Wählt eine Runde, die zu eurer Familie passt. Der 1,2 km lange Spechtpfad führt auf einem Bohlenweg durch den Wald; auf dem 900 m langen Lotharpfad kommen Leitern und Treppen dazu. Der 3,5 km lange Schliffkopf-Rundweg bietet offene Heideflächen und weite Ausblicke. Für Kinder, die gern bergauf wandern, verbindet die 5 km lange Runde Wildseeblick Hochweiden und alten Wald. Dabei sind 150 Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen. Der Nationalpark ist ein klar abgegrenztes Schutzgebiet innerhalb des viel größeren Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Ein Ausflugsziel im Schwarzwald oder in der Nationalparkregion kann deshalb auch außerhalb des Nationalparks liegen. Besuch geplant? Lade die Snappit-App herunter, um Wildtiere vor Ort in Echtzeit zu bestimmen.

Bei seiner Gründung am 1. Januar 2014 bestand der Nationalpark aus zwei getrennten Gebieten. Eine Erweiterung zum 1. Januar 2026 verband sie miteinander. Die Landschaften haben unterschiedliche Geschichten: Die Grinden sind von jahrhundertelanger menschlicher Nutzung geprägt. Der alte geschützte Wald am Wilden See zeigt dagegen, wie sich Wald entwickelt, wenn man ihn sich selbst überlässt.

Was ihr hier machen könnt

Lasst die Kinder die Ausstellung am Ruhestein in ihrem eigenen Tempo erkunden: Vergrößerte Bodenlebewesen und eine Flugsimulation machen den Wald auf unterschiedliche Weise erlebbar. Legt draußen auf dem Spechtpfad eine stille Hörpause ein. Vielleicht hört ihr einen Specht, bevor ihr ihn seht. Auf dem Lotharpfad könnt ihr junge Bäume mit den Überresten des Waldes vergleichen, den Orkan Lothar 1999 getroffen hat. Wer gern wandert, findet auf der Runde Wildseeblick den Seeblick und einen Wald, der seit mehr als hundert Jahren nicht mehr bewirtschaftet wird. Fotografiert vom markierten Weg aus, was euch auffällt. Wenn ihr dabei ein wildes Tier entdeckt, ist das ein schöner Zusatz.

Saisonale Infos

Bei winterlicher Glätte können die Erlebnispfade gesperrt sein. Saisonale Sperrungen zum Schutz der Wildtiere reichen teilweise bis ins Frühjahr oder in den Sommer. Schaut vor der Anreise auf die aktuelle Sperrungskarte. Das Nationalparkzentrum Ruhestein ist für Wartungsarbeiten vom 2. November bis einschließlich 4. Dezember 2026 geschlossen.

Barrierefreiheit

Der Spechtpfad verläuft durchgehend auf einem Bohlenweg und ist laut Nationalpark für Rollstühle und Kinderwagen geeignet. Das gilt nicht für die anderen Runden. Am Ruhestein gehört eine Rampe mit 6 % Gefälle zum Zugang. Wer einen Rollstuhl ohne Motor nutzt, braucht auf dem Rückweg bergauf zum Parkplatz möglicherweise Unterstützung. Lest vor der Planung die ausführlichen Hinweise zur Zugänglichkeit.

Nicht verpassen

1

Wildseeblick

Schaut von einem ausgewiesenen Waldrundweg in die eiszeitliche Mulde des Wilden Sees.

2

Schliffkopf

Wandert durch die Grindenheiden mit Blick in Richtung Rheinebene.

3

Lotharpfad

Folgt Leitern und Treppen durch einen Wald, der nach dem Sturm von 1999 nachwächst.

4

Ruhestein

Erkundet die Waldausstellung und geht anschließend auf die Brücke der Wildnis zwischen den Bäumen.

Spaziergänge und Routen

Spechtpfad

Start ist am Parkplatz Lotharpfad, die Bushaltestelle heißt Lotharpfad. Haltet dort an, wo sich vom Bohlenweg unterschiedliche Wald- und Heideflächen überblicken lassen.

Laut Nationalpark ist die gesamte Runde mit Rollstuhl und Kinderwagen befahrbar.

Spechtpfad

Lotharpfad

Start ist am Parkplatz Lotharpfad. Diese benachbarte Runde eignet sich für Kinder, die gern Treppen steigen. Sie ist ein eigener Weg neben dem Spechtpfad.

Der Nationalpark empfiehlt den Weg nicht für Kleinkinder oder Rollstuhlnutzende.

Lotharpfad

Schliffkopf-Rundweg

Start ist am Parkplatz Schliffkopf, die Bushaltestelle heißt Schliffkopf. Folgt dem markierten Rundweg durch Heideflächen und Wald.

Der reguläre Rundweg wird für Rollstuhlnutzende nicht empfohlen.

Schliffkopf-Rundweg

Wildseeblick

Start ist am Nationalparkzentrum Ruhestein. Die Runde bietet einen Blick auf den See. Ein Spaziergang direkt am Ufer gehört nicht automatisch dazu.

Der Nationalpark empfiehlt die Runde nicht für Rollstuhlnutzende. Für kleine Kinder kann der Anstieg anstrengend sein.

Wildseeblick

Eine kurze Runde draußen

Nehmt euch für den Spechtpfad großzügig 1–2 Stunden zum Lauschen, Fotografieren und Pausieren. Hängt den Lotharpfad nur an, wenn sich alle auf seinen Leitern und Treppen sicher fühlen.

Ein Tag rund um den Ruhestein

Beginnt mit der Runde Wildseeblick, solange alle noch Energie für den Aufstieg haben. Kehrt zum Mittagessen zurück und besucht danach die Ausstellung. Plant insgesamt 5–6 Stunden ein, einschließlich Pausen und möglicher Wartezeit beim Einlass.

Aktivitäten

Waldmotive vergleichen

Auf dem Spechtpfad sucht sich jeder ein Waldmotiv für ein Foto aus. Haltet auf dem Lotharpfad nach jungem Grün neben altem Holz Ausschau. Beim Mittagessen könnt ihr eure Bilder vergleichen.

Macht an einem Regentag die Waldausstellung am Ruhestein zum Hauptziel. Im Norden des Parks bietet das Nationalparkhaus Herrenwies eine kleinere Ausstellung über den Menschen und den Wald. Prüft vorher Öffnungstage, Wartungsschließzeiten und Verkehrshinweise.

Links ein Blick vom Seekopf auf den Wilden See in einem bewaldeten Talkessel. Rechts ein großer freiliegender Wurzelteller am Lotharpfad vor grünen Bäumen.

Am Wildseeblick schaut ihr in alten Wald rund um den Wilden See; auf dem Lotharpfad entdeckt ihr altes Holz und nachwachsenden Wald. Die Fotos zeigen zwei getrennte Orte und stammen von 2014 bzw. 2019. Fotos: Lucypleite03, CC BY-SA 3.0; Ganzauge, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons. Unverändert als Bildtafel angeordnet; Bildtafel CC BY-SA 4.0.

Lucypleite03 / Wikimedia Commons (left), Ganzauge / Wikimedia Commons (right) · Creative Commons 1 · Creative Commons 2

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Niedrige Heidelbeersträucher gehören zur Heide am Schliffkopf. Auch wenn sich kein Vogel zeigt, findet ihr hier ein lohnendes Pflanzenmotiv.

Haltet im Bergwald nach Weißtannen Ausschau. Fotografiert einen gut erreichbaren Zweig, ohne ihn abzubrechen, und überprüft eure Bestimmung später in Ruhe.

Lauscht bei stillen Pausen auf dem Spechtpfad. Einen Buntspecht hört ihr vielleicht eher, als ihr ihn seht. Nutzt eine zufällige Begegnung für ein Foto.

Schwarzspechte leben in diesen Wäldern, doch für eine Sichtung braucht ihr Glück. Beobachtet vom Weg aus, haltet Abstand zu Baumhöhlen und folgt keinem Vogel zwischen die Bäume.

Auf den Grinden leben Baumpieper. Beobachtet die offene Heide vom Rundweg aus. Bleibt auf dem Weg und lasst den Vögeln Platz bei der Nahrungssuche.

Eine Kreuzotter zu sehen ist Zufall. Falls ihr vom Weg aus eine entdeckt, haltet mit großem Abstand an und lasst sie ungestört weiterziehen.

Geschichten und Entdeckungen

Kleine Gletscher haben die Mulde des Wilden Sees geformt. Am Ruhestein erinnern die übereinanderliegenden Gebäudeteile des Nationalparkzentrums an umgestürzte Baumstämme.

Die passende Jahreszeit

Prüft im Frühjahr und Sommer die Sperrungen zum Schutz der Wildtiere, bevor ihr euch für eine Runde entscheidet. Plant im Herbst mit kürzeren Tagen und etwas Zeitreserve. Wählt im Winter nur Wege, die als offen ausgewiesen sind und zu den aktuellen Bedingungen passen.

Anreise und praktische Tipps

Am Ruhestein gibt es Toiletten, Wickelmöglichkeiten, Münzschließfächer und das Café Waldglück. Die Brücke der Wildnis ist stufenlos zugänglich; den zugehörigen Aussichtsturm erreicht ihr nur über Treppen. Bei ungünstigem Wetter können beide geschlossen sein.

Plant eure Anreise zum Ruhestein mit der Haltestelle Ruhestein, Nationalparkzentrum. Der Park nennt die Buslinien 100, 200, 400 und X45. Prüft die Verbindungen für euren Besuchstag in der Fahrplanauskunft. Für die Anreise mit dem Auto gibt es kostenpflichtige Parkplätze am Zentrum, Ruhestein 1, 72270 Baiersbronn. Lest vorher die aktuellen Verkehrshinweise.

In der Ausstellung am Ruhestein verbinden Rampen die verschiedenen Ebenen. In manchen Bereichen gibt es Lichtblitze, Geräuscheffekte und Dunkelheit. Sprecht vorher mit dem Team, wenn solche Reize für euch schwierig sind. Der Aussichtsturm hat keinen Aufzug.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

6

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Aktuelle Bedingungen prüfen

Nutzt die offizielle Sperrungskarte und beachtet die Absperrungen vor Ort. Geht bei Sturm nicht in den Wald.

Passende Wege wählen

Auch kurze Runden können Leitern, Wurzeln oder Felsen haben. Wählt einen Weg, auf dem sich eure Kinder sicher bewegen können.

Proviant mitnehmen

Packt Getränke und ein Picknick ein. Im Zentrum könnt ihr euer mitgebrachtes Essen in der Krümelecke genießen.

Rückfahrt planen

Prüft vor dem Losgehen die letzte passende Busverbindung samt Anschlüssen zurück zu eurer Unterkunft.

Alles wachsen lassen

Fotografiert Pflanzen und Pilze an ihrem Standort. Hunde bleiben an der Leine; beobachtet Tiere mit Abstand.

Bargeld mitnehmen

Ausstellungskarten werden derzeit vor Ort gegen Barzahlung verkauft. Schaut vor der Anreise auf die Ticketseite des Zentrums.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Die Seen und Bäche im Nationalpark dürfen nicht betreten werden. Genießt den Wilden See vom ausgewiesenen Weg und den Aussichtspunkten aus.
Hunde müssen an der Leine bleiben. Im Nationalparkzentrum Ruhestein dürfen sie in einige öffentliche Bereiche mit. In der Ausstellung sind nur Assistenzhunde erlaubt.
Ja. An der Infotheke bekommt ihr einen Chip, mit dem sich die Ausstellung auf Englisch umstellen lässt. Manche Räume sind dunkel und eng. Falls das für eure Familie schwierig sein könnte, sprecht vorher mit dem Team.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

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