Rundwanderweg Eggesiner See
Fragt im Naturparkzentrum nach einem geeigneten kurzen Abschnitt für eure Ausrüstung. Geht weder bei der gesamten Strecke noch bei der Aussichtskanzel von einem stufenlosen Zugang aus.
IllustrationHier könnt ihr Binnendünen, weite Wasserblicke und Wälder mit nassem Boden entdecken.
Hier könnt ihr Binnendünen, weite Wasserblicke und Wälder mit nassem Boden entdecken. Wählt für euren ersten Besuch entweder Eggesin oder Altwarp als Ausgangspunkt. Der Naturpark erstreckt sich über einen großen Teil der Landschaft südlich des Stettiner Haffs. Plant deshalb zwei getrennte Ausflüge, statt beide Orte als Stationen einer einzigen Besucheranlage zu betrachten.
In Eggesin beginnt ihr am besten mit der kostenlosen Naturausstellung gegenüber dem Bahnhof, sofern sie geöffnet ist. Anschließend geht es in Richtung Eggesiner See. Sein Name hält eine Überraschung bereit: Der frühere See ist größtenteils zu einem sehr nassen Verlandungsmoor geworden. Schilf, Bruchwald und feuchte Wiesen prägen den Blick. Von der Aussichtskanzel Mieles Blick lässt sich diese sich langsam wandelnde Landschaft gut überblicken.
In Altwarp erwartet euch ein anderes Bild. Schaut über den Neuwarper See nach Polen und folgt dann den ausgeschilderten Wegen in die Binnendünen. Niedrige Pflanzen wachsen im trockenen Sand; im nahen Wacholdertal stehen markante Wacholder zwischen den Kiefern. Hier lohnt es sich, langsam zu gehen und genau hinzusehen. Alle unten vorgestellten Arten kommen wild vor. Auf einem ruhigen Spaziergang entdeckt ihr vielleicht eher Tierspuren, Pflanzen und Vögel in der Ferne als Tiere für eine Nahaufnahme. Nimm den ultimativen Naturführer mit: Bestimme Vögel, Pflanzen und Tiere mit der Snappit-App.
Der Naturpark wurde 2004 gegründet. Seine Landschaft ist viel älter: Schmelzendes Eis hinterließ hier einst einen großen See. Später wehte der Wind freigelegten Sand zu Binnendünen auf. Auch menschliche Entscheidungen prägten die erhaltenen Lebensräume. Beweidung hielt Heideflächen offen, und Teile der Ueckermünder Heide gingen von militärischer Nutzung in den Naturschutz über.
Für eine längere Wanderung bietet sich der etwa 11,5 km lange Rundwanderweg Eggesiner See an. Er beginnt am ausgeschilderten Feldweg an der Stettiner Straße zwischen dem Jugendzentrum und dem Pflegeheim Haus der Geborgenheit. Unterwegs gibt es Wald, Blicke ins Feuchtgebiet, Informationstafeln und die Aussichtskanzel. Vom Bahnhof Eggesin kommen etwa 2 km je Richtung hinzu, wenn ihr für Hin- und Rückweg denselben Einstieg nutzt. Mit jüngeren Kindern könnt ihr in Altwarp kürzer unterwegs sein: Startet am Hafen, folgt den ausgeschilderten Dünenwegen so weit, wie es allen Spaß macht, und kehrt auf demselben Weg zurück. Das ist ein flexibler Vorschlag ohne feste Streckenlänge. Hebt euch das Wacholdertal für eine längere Erweiterung auf, wenn noch Zeit und Kraft übrig sind.
Das Besucherinformationszentrum in Eggesin bleibt am 13. und 14. Oktober 2026 geschlossen. Laut Ankündigung des Naturparks soll es am 15. Oktober wieder regulär öffnen. Prüft vor der Anreise die Startseite. Beachtet auch sonst, dass das Zentrum normalerweise von Samstag bis Montag geschlossen ist. Rechnet nach starkem Regen mit weichem Boden. Meidet bei starkem Wind den Wald und exponierte Aussichtsplattformen.
Auf den Dünenwegen in Altwarp gibt es lockeren Sand und kleine Anstiege. Mit kleinen Kinderwagenrädern oder vielen Mobilitätshilfen kommt ihr dort nur schwer voran. Der Rundwanderweg Eggesiner See führt über Feld- und Waldwege; zur Aussichtskanzel Mieles Blick geht es über Treppen. Für einen stufenlosen Besuch im Gebäude bietet sich das Zentrum in Eggesin an, das einen ebenerdigen Eingang und eine rollstuhlgerechte Toilette angibt. Klärt vor der Anreise, ob die Ausstattung zu euren Bedürfnissen passt.
Entdeckt, warum ein Ort mit dem Namen See heute überwiegend grün aussieht.
Schaut euch Pflanzen an, die auf trockenem, nährstoffarmem Sand wachsen.
Vergleicht die Formen der Wacholder unter den höheren Kiefern.
Probiert Mitmachstationen aus und werft einen virtuellen Blick in Vogelnester.
Fragt im Naturparkzentrum nach einem geeigneten kurzen Abschnitt für eure Ausrüstung. Geht weder bei der gesamten Strecke noch bei der Aussichtskanzel von einem stufenlosen Zugang aus.
Der Dünenabschnitt eignet sich schlecht für kleine Räder. Fragt vor Ort nach einer Alternative im Dorf, wenn Sand für euch ein Hindernis ist.
Schaut vom Hafen über das Wasser, macht euren kurzen Dünenspaziergang und kehrt zurück, bevor alle müde sind. Lasst den Ausflug am Dorfspielplatz und Strand ausklingen. Das ist eine vorgeschlagene Abfolge von Stationen, kein markierter Rundweg.
Wählt den vollständigen Rundwanderweg nur, wenn sich alle seine Länge plus die Wege vom und zum Bahnhof zutrauen. Nehmt ein Picknick mit, macht an der Aussichtskanzel Pause und lasst einen großzügigen Zeitpuffer für den Zug. Plant die Ausstellung passend zu ihren kurzen Öffnungszeiten ein. Nach der Wanderung könnte sie schon geschlossen sein.
Fotografiert in Altwarp erst das feuchte Ufer und dann eine trockene Stelle neben dem Dünenpfad. Fragt die Kinder, was eine Pflanze an jedem dieser Orte braucht. Bleibt dabei auf dem Weg. Auch der Sand zwischen den Pflanzen gehört zum Lebensraum.
Am Zentrum in Eggesin können jüngere Kinder den kleinen Spielbereich draußen mit seiner Biberburg erkunden. Verbindet das bei einem späteren Uferspaziergang mit der Suche nach Biberspuren. Rechnet aber nicht mit einem lebenden Biber am Zentrum.
Mit dem virtuellen Drohnenflug in der Eggesiner Ausstellung können Kinder in Vogelnester schauen, ohne die Tiere zu stören. Wenn das Zentrum geöffnet ist, eignet sich das für einen kurzen Ausflug ins Trockene, besonders bei Wetter, das wenig Lust auf eine lange Wanderung macht.
Haltet über dem Ufer und am Waldrand nach einem großen Vogel mit breiten Flügeln Ausschau. Beobachtet von einem öffentlichen Aussichtspunkt aus. Eine weit entfernte Silhouette lässt sich vielleicht nicht bestimmen.
Sucht die offene Wasserfläche vom Ufer aus mit dem Fernglas ab. An Schwänen lässt sich gut üben, das Fernglas ruhig zu halten. Lasst die Tiere selbst entscheiden, ob sie näher kommen oder wegschwimmen.
Vergleicht Möwen, die auf dem Wasser ruhen, mit fliegenden Vögeln. Fotografiert von öffentlichen Uferwegen aus und lasst Brutkolonien ungestört.
Achtet auf schlanke Vögel, die über dem Wasser nach Fischen jagen. Eine gute Sicht hilft, Seeschwalben von Möwen zu unterscheiden. Nähert euch keinen Brutinseln.
Schaut nach angenagtem Holz, das von einem öffentlichen Uferweg aus zu sehen ist. Auch Spuren sind eine Entdeckung. Nähert euch keiner Biberburg und verlasst den Weg nicht.
Vergleicht einen schmal und aufrecht wachsenden Wacholder mit einem ausladenden Exemplar am Weg. Ihre unterschiedlichen Umrisse ergeben ein schönes Fotopaar, ohne dass ihr die stacheligen Nadeln anfassen müsst.
Schaut neben den sandigen Wegen zwischen den niedrigen Pflanzen nach Heidekraut. Fotografiert die Pflanze an ihrem Standort und lasst anderen Spaziergängern genug Platz zum Vorbeigehen.
Zur Blütezeit lohnt sich vom Weg aus ein genauer Blick auf die kleinen blauen Blütenköpfe. Nutzt den Zoom eurer Kamera, statt in die empfindliche Vegetation zu treten.
Haltet im Frühjahr nach gelben Blüten auf nassem Boden Ausschau, den ihr vom Weg aus sehen könnt. Auch für ein schönes Pflanzenfoto bleibt ihr außerhalb des Bruchwaldes.
Altwarps Sand lagerte sich zunächst in einem großen Schmelzwassersee ab. Nachdem das Wasser abgeflossen war, wehte der Wind den freiliegenden Sand zu Dünen auf. Ihre Lage im Binnenland erinnert daran, wie anders die Landschaft nach der Eiszeit aussah.
Für das Besucherzentrum in Eggesin wurden zwei historische Bahnhofsnebengebäude restauriert und durch einen modernen Neubau verbunden. Seit der Eröffnung 2012 könnt ihr euch direkt neben eurem Ankunftsort mit der Bahn einen ersten Überblick über den Naturpark verschaffen.

Vom Seeboden zur Düne: Die schematische KI-Illustration zeigt, wie Wind nach dem Abfluss des Schmelzwassers Sand umlagerte. Keine maßstäbliche Rekonstruktion Altwarps.
Verkürzt an warmen Tagen die Zeit auf dem offenen Sand und nehmt Sonnenschutz mit. Bei nassem Wetter bieten sich die Ausstellung oder ein kürzerer Spaziergang an. Das Moor mag wie fester grüner Boden aussehen. Bleibt dort aber zu jeder Jahreszeit auf den Wegen.
Das Zentrum in der Straße Am Bahnhof 4–5 öffnet normalerweise dienstags bis freitags: von Mitte September bis Mitte Mai 10:00–15:00 Uhr, von Mitte Mai bis Mitte September 10:00–16:00 Uhr. Es gibt Informationen, Sitzgelegenheiten und einen kleinen Cafébereich. Fragt nach dem aktuellen Angebot, statt euch auf eine vollständige Mahlzeit zu verlassen.
Eggesin ist mit der Bahn der einfachste Ausgangspunkt für die Ausstellung und die längere Wanderung. Altwarps Hafen ist ein anderes Ziel. Prüft die aktuellen örtlichen Verbindungen für euren Reisetag, auch am Wochenende. Verlasst euch für die Rückfahrt nicht auf eine Schiffsverbindung.
Das Zentrum in Eggesin gibt neben dem stufenlosen Eingang eine rollstuhlgerechte Toilette und einen ausgewiesenen Behindertenparkplatz an. Fragt bei Bedarf nach Türbreiten, Bewegungsflächen und der aktuellen Nutzbarkeit. Klärt die Bedingungen auf den Wegen draußen gesondert.
Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.
Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.
Einen Ausgangspunkt wählen
Plant die Anreise nach Eggesin und nach Altwarp jeweils gesondert.
Rückfahrt zuerst planen
Speichert die Zug- oder Buszeiten, bevor ihr den Ort verlasst.
Fernglas mitnehmen
Viele Vögel seht ihr auf der anderen Seite des Wassers oder über den Bäumen.
Wasser und Picknick einpacken
Verlasst euch nicht darauf, unterwegs im Wald eine Einkehrmöglichkeit zu finden.
Bleibt auf ausgeschilderten Wegen, besonders in den Dünen und am Moor. Leint Hunde an.
Lasst Blumen und Wildtiere ungestört. Fotografiert vom Weg aus, statt für einen besseren Blickwinkel in die Vegetation zu treten.
Absperrungen ernst nehmen
Betretet keine militärischen Sperrgebiete und umgeht eine Sperrung nicht auf einem Trampelpfad.
Hebt euch das Spielen im Sand für den Dorfstrand auf. Die geschützten Dünen sind Lebensraum.
Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.
Maryland, US
Hier kann man sehen Weißwedelhirsch, östliches Grauhörnchen und Rotkardinal.
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District of Columbia, US
Hier kann man sehen östliches Grauhörnchen, Ente und Haussperling.
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Illinois, US
Hier kann man sehen Wanderdrossel, Kanadagans und Haussperling.
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Virginia, US
Hier kann man sehen Gefleckte Laternentröger und Rotkardinal.
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Nimm die Entdeckung mit
Bestimme Tiere und Pflanzen unterwegs und halte deine Entdeckungen in einer Sammlung fest.