Snappit logo
Snappit
App holen
Allgemeine Illustration, kein Foto dieses OrtesIllustration
ParkNordrhein-Westfalen, Deutschland

Naturpark Arnsberger Wald

Im Arnsberger Wald erwarten euch Klangskulpturen, Wasservögel am See und weite Ausblicke über die Baumkronen.

Über diesen Ort

Im Arnsberger Wald erwarten euch Klangskulpturen, Wasservögel am See und weite Ausblicke über die Baumkronen. Startet am Torhaus, wenn ihr unterwegs gern etwas ausprobiert, oder an der Taucherbucht Delecke, wenn eure Familie lieber mit dem Fernglas am Wasser steht.

Der rund 600 km² große Naturpark verbindet den Möhnesee mit bewaldeten Höhen und der Ruhr rund um Arnsberg. Es gibt viele Einstiege, Dörfer und bewirtschaftete Wälder. Einen einzigen Eingang oder eine Runde für den ganzen Naturpark gibt es nicht. Sucht euch für den Tag ein Wandergebiet aus und nehmt euch dafür Zeit. Möhnesee-Turm und Lörmecke-Turm sind getrennte Ausflugsziele.

Unterwegs verändert sich der Wald. Hohe Buchen, alte Stämme und feuchte Bachtäler wechseln sich mit offeneren Flächen ab, auf denen Fichten unter Trockenheit und Borkenkäfern gelitten haben. Umgestürztes Holz gehört zum Wald. Schaut es euch vom Weg aus an, ohne darauf herumzuklettern. Im Frühling lohnt es sich, erst einmal zuzuhören, bevor ihr die Vögel über euch zu entdecken versucht.

Am Hevearm öffnet sich der Blick auf einen geschützten Teil der Talsperre. Von den Aussichtsbalkonen könnt ihr Vögel beobachten und ihnen zugleich genügend Abstand lassen. Besonders lohnend sind die kälteren Monate, wenn Wasservögel hier rasten und überwintern. Kinder können sich einen Vogel aussuchen und mit dem Fernglas verfolgen: Wann taucht er ab, wo kommt er wieder hoch, und wann verschwindet er aus dem Blick? Möchtest du wissen, was für ein Tier das ist? Bestimme jedes gefundene Tier mit der Snappit-App.

Der Zweckverband des Naturparks wurde 1961 gegründet, um Landschaftsschutz, Forstwirtschaft und Erholung gemeinsam zu gestalten. Bei der Erweiterung 2020 kam fast das gesamte Arnsberger Stadtgebiet hinzu. Die Wälder sind weiterhin Teil einer bewohnten und bewirtschafteten Landschaft mit geschützten Lebensräumen und Wegen für Besucherinnen und Besucher.

Was ihr hier machen könnt

Der Klangwald ist ein 3,5 km langer ausgeschilderter Rundweg ab Wanderparkplatz Torhaus, Arnsberger Straße 4. Folgt dem schwarzen K auf gelbem Grund zurück zum Ausgangspunkt. Die Klangkunststationen bieten schöne Anlässe für Pausen. Einzelne Anlagen können zeitweise nicht nutzbar sein. Fragt vorher nach, wenn sie der Hauptgrund für euren Besuch sind.

Für mehr Wasser und weniger Mitmachstationen eignet sich die 5,9 km lange A7-Runde am Hevearm ab Taucherbucht Delecke. Sie führt über Asphalt und Waldwege, am Torhaus vorbei und auf einem längeren Abschnitt neben der B229 entlang. Dort müsst ihr mit Verkehr rechnen; die Runde verläuft nicht durchgehend an einem ruhigen Seeufer.

Für einen längeren Waldausflug geht ihr vom Wanderparkplatz Plackweg beim Stimmstamm zum Lörmecke-Turm und auf demselben Weg zurück. Es sind etwa 3 km pro Richtung, also rund 6 km insgesamt. Dazu kommen auf Wunsch die 204 Stufen auf den Turm. Prüft vor der Anreise die Hinweise zu Forstarbeiten.

Der Möhnesee-Turm ist ein weiteres, eigenständiges Ziel für klare Tage. Vom zugehörigen Parkplatz am Südufer steigt der Schotterweg durchgehend an. Auf dem Turm kommen 206 Stufen einer offenen Metallgittertreppe dazu. Schlägt das Wetter um, bietet die Liz-Ausstellung in Günne eine gute Möglichkeit für einen Besuch im Trockenen.

Saisonale Infos

Forstarbeiten können die Wege kurzfristig verändern. Auf dem längeren Zustieg über die Waldroute zwischen Warstein-Herrlichkeit und Paradies in Richtung Lörmecke-Turm sind Einschränkungen gemeldet. Prüft die offiziellen Hinweise für euren gewählten Einstieg. Verlasst den Wald bei starkem Wind und meidet die Türme bei Gewitter, Sturm oder Glätte. Im Winter bleibt weniger Tageslicht für den Rückweg.

Barrierefreiheit

A7 wird als kinderwagentauglich beschrieben, hat aber unterschiedliche Beläge und einen Abschnitt neben der Straße. Das bedeutet nicht, dass die ganze Runde im Rollstuhl ohne Hilfe zu bewältigen ist. Fragt nach der asphaltierten Naturpromenade, wenn ihr einen kürzeren Hin- und Rückweg sucht. Im Klangwald gibt es einige Tafeln in Brailleschrift; erkundigt euch nach den aktuellen Wegbelägen und Steigungen, bevor ihr mit einer Mobilitätshilfe kommt. Beide Türme haben Treppen. Im Liz sind nur die Räume im Erdgeschoss über eine Rampe erreichbar. Zu den oberen Ausstellungsräumen führen Treppen; eine barrierefreie Toilette gibt es nicht.

Nicht verpassen

1

Die Klangskulpturen zum Ausprobieren im Klangwald beim Torhaus

2

Wasservögel von den öffentlichen Aussichtsbalkonen am Hevearm beobachten

3

Die offene Holzkonstruktion und der Waldblick vom Lörmecke-Turm

4

Der Blick vom Möhnesee-Turm über See, Wald und Haarstrang

Gezeichneter Uferquerschnitt mit Laubbäumen links, Röhricht in der flachen Mitte und offener Wasserfläche rechts; winzige Vogelsilhouetten in der Ferne.

Schematische KI-Illustration der geschützten Lebensräume am Hevearm-Hevesee: Uferwald, Röhricht und offenes Wasser. Die Zeichnung zeigt keinen bestimmten Aussichtspunkt und keine bestimmbaren Vogelarten.

Illustration: AI-generated for Snappit; factual sources credited in image and manifest.

Spaziergänge und Routen

Klangwald-Runde

Probiert die Klangskulpturen entlang der ausgeschilderten K-Runde aus. Hört darauf, wie sich die gespielten Töne von den Geräuschen um euch herum unterscheiden. Folgt dem Weg durch den Wald zurück zum Torhaus.

Tafeln in Brailleschrift an einigen Stationen bedeuten nicht, dass jeder Zugang und jedes Instrument selbstständig nutzbar ist. Besprecht eure konkreten Bedürfnisse mit dem Naturpark.

Klangwald-Runde

Hevearm, A7

Folgt A7 um die Halbinsel, über die Naturpromenade und ihre Aussichtspunkte, am Torhaus vorbei und über den straßenbegleitenden Abschnitt. Achtet auf gemeinsam genutzten Wegen auf Radfahrende.

A7 wird für Kinderwagen empfohlen. Klärt für einen Besuch im Rollstuhl den konkreten Zugang, die Wegbeläge und die Aussichtsbalkone ab. Nicht jeder Abschnitt bietet dieselben Bedingungen.

Hevearm, A7

Vom Plackweg zum Lörmecke-Turm

Folgt dem ausgeschilderten Zustieg über den Plackweg nach Osten zum Lörmecke-Turm. Steigt die 204 Stufen nur hinauf, wenn sich alle in der Höhe wohlfühlen. Anschließend geht ihr auf eurem Hinweg zurück.

Auf den Turm führen ausschließlich Treppen. Aus der Länge des Zustiegs lässt sich keine Eignung für Rollstuhl oder Kinderwagen ableiten.

Vom Plackweg zum Lörmecke-Turm

Ein Waldvormittag zum Ausprobieren

Wählt den Klangwald, nehmt euch Zeit für die nutzbaren Stationen und macht anschließend Picknick. Wenn alle noch Lust auf eine Ausstellung haben, fahrt gesondert zum Liz. Prüft vorher, ob es an diesem Tag geöffnet ist.

Ein ruhiger Tag am See

Geht A7 mit Fernglas und einem Imbiss im Gepäck und kehrt zur Taucherbucht zurück. Für einen kürzeren Ausflug könnt ihr nur ein Stück der asphaltierten Naturpromenade gehen und auf demselben Weg zurückkommen. Plant genug Kraft für den Rückweg ein. Für diese verkürzte Variante ist hier keine feste Länge angegeben.

Aktivitäten

Erst spielen, dann lauschen

Erzeugt an einer nutzbaren Klangwald-Station einen kurzen Ton und lasst ihn ausklingen. Lauscht anschließend eine Minute lang auf Wind, Schritte und Vögel. Geht behutsam mit den bereitgestellten Instrumenten um.

Ein kleines Stück Wasser beobachten

An einem Aussichtsbalkon am Hevearm sucht sich jede Person einen Vogel aus. Vergleicht, wie lange er über Wasser bleibt und wo er wieder auftaucht. Es geht nicht darum, möglichst nah heranzukommen.

Zwei Waldbilder vergleichen

Fotografiert vom Weg aus einmal unter einem Blätterdach und einmal eine offenere Stelle. Sprecht darüber, wie sich Licht und junge Pflanzen unterscheiden. Lasst den Waldboden unberührt.

Wasser und Wald im Trockenen entdecken

Die interaktiven Räume des Liz erklären Landschaft, Talsperre, Wasser und Wald. Montags ist normalerweise geschlossen, von November bis Februar auch samstags. Prüft Feiertagsregelungen gesondert. Plant 1–1,5 Stunden ein und klärt die eingeschränkte Zugänglichkeit, bevor ihr das Liz als Regenalternative fest einplant.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Beobachtet vom Weg aus Baumstämme und größere Äste. Auch ein kurzer Blick zählt. Folgt einem Vogel nicht in Richtung einer Baumhöhle.

Bleibt dort stehen, wo ihr zwischen den Blättern die Stämme sehen könnt. Achtet auf kleine Vögel an der Rinde und schaut vor der Bestimmung mit dem Fernglas genauer hin.

Beobachtet von öffentlichen Wegen aus Stellen mit fließendem Wasser. Die Gebirgsstelze ist ein Motiv an Bächen im weiteren Naturpark; an den Türmen könnt ihr nicht fest mit ihr rechnen.

Schaut euch Rinde und herabgefallene Blätter genau an, ohne sie mitzunehmen. Fotografiert auch den ganzen Baum, damit ihr ihn später leichter bestimmen könnt.

Wenn ihr vom Weg aus einen blühenden Stängel seht, fotografiert ihn an seinem Standort. Lasst Blüten und Samen unberührt.

Sucht die Wasserfläche von den Aussichtsbalkonen aus geduldig mit dem Fernglas ab. Taucht ein kleiner Vogel unter, wartet auf sein Auftauchen, statt näher heranzugehen.

Schaut euch in der kälteren Jahreszeit die Wasservögel durch das Fernglas an. Eine weit entfernte, tauchende Ente lässt sich erst mit einem klaren Blick sicher benennen.

Alter Wald und nachwachsende Lichtungen

Buchenwälder, alte Stämme und neu bewachsene offene Flächen bieten Tieren sehr unterschiedliche Lebensräume. Eine ruhige Pause am Wegrand bringt mehr, als nach einem bestimmten Vogelnest zu suchen.

Bäche und feuchte Talwälder

In den bewaldeten Tälern des Naturparks liegen kleine Bäche und feuchte Bereiche. In den Aupke-Tälern bei Moosfelde könnt ihr von öffentlichen Wegen aus Bachlebensräume sehen, die Gebirgsstelzen nutzen. Lasst Ufer und Wasser ungestört.

Geschützte Wasserflächen der Talsperre

Am Hevearm und Hevesee treffen offene Wasserflächen, Ufervegetation und feuchte Wälder aufeinander. Die öffentlichen Aussichtspunkte ermöglichen Einblicke, ohne Rast- oder Brutbereiche zu betreten.

Geschichten und Entdeckungen

Ein Turm aus gekreuzten Hölzern

Für die äußere Konstruktion des Lörmecke-Turms wurden 144 Douglasienhölzer verwendet. Schaut euch das wiederkehrende Kreuzmuster erst vom Boden aus an und entscheidet dann, ob ihr hinaufsteigen möchtet.

Ein Wald im Wandel

Trockenheit und Borkenkäfer haben frühere Fichtenbestände verändert. Zu den Zielen im geschützten Wald gehört es, auf betroffenen Flächen heimischen Laubwald zu entwickeln und zugleich wertvolle alte Bäume und Totholz zu erhalten.

Die passende Jahreszeit

Spielraum für einen anderen Plan lassen

Speichert euch vor der Anreise die Hinweisseiten von Naturpark und Waldroute. Mit dem Fortschritt der Forstarbeiten wechseln auch die betroffenen Bereiche. Ein zuvor freier Weg kann deshalb eine neue Absperrung haben. Wählt bei Kälte eine kürzere Tour, wenn Glätte oder wenig Tageslicht den Rückweg unsicher machen.

Anreise und praktische Tipps

Essen, Toiletten und Informationen

Am Torhaus gibt es ein Restaurant. Nehmt Proviant mit, wenn seine Öffnungszeiten nicht zu eurer Tour passen. Im Umfeld des Möhnesee-Turms findet ihr Toiletten im Restaurant Torhaus und am Möhne Grill, jeweils während der Öffnungszeiten. Am Turm selbst gibt es keine. Das Liz liegt an der Brüningser Straße 2 in Günne.

Die letzte Verbindung mitplanen

Für den Möhnesee könnt ihr über die Bahnhöfe Soest oder Arnsberg anreisen. Prüft die anschließende Busverbindung bis zu eurem tatsächlichen Wanderstart. Die C4-Verbindung zum Liz eignet sich für den Ausstellungsbesuch; sie bringt euch nicht direkt zum Klangwald oder zu einem der Türme. Die Parkgebühren unterscheiden sich je nach Parkplatz. Torhaus wird als kostenlos ausgewiesen.

Auch am Boden gibt es etwas zu sehen

Die Konstruktionen der Türme könnt ihr auch von unten anschauen. Erkundigt euch für einen Ausflug mit Mobilitätshilfe nach dem Zugang zur Naturpromenade ab eurem vorgesehenen Parkplatz und nach einer geeigneten Stelle zum Umkehren. Im Liz liegen die Ausstellungen zu Wasser und Wald in den oberen Etagen.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

7

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

Karte wird geladen…

Gut zu wissen vor dem Besuch

Den richtigen Parkplatz wählen

Torhaus, Taucherbucht Delecke und Plackweg gehören zu verschiedenen Touren. Gebt den Namen des Wanderparkplatzes als Ziel ein, nicht die Naturpark-Geschäftsstelle in Soest.

Die Route speichern

Ladet euch vorab die offiziellen Wegeinformationen herunter. Eine Sperrung vor Ort gilt auch dann, wenn euer gespeicherter Track dort entlangführt.

Fernglas mitnehmen

Bleibt an den öffentlichen Beobachtungsplätzen und lasst entfernte Vögel in Ruhe. Nähert euch keinen Nestern und betretet keine gesperrten Uferbereiche.

Picknick einpacken

Nehmt Wasser und einen Imbiss mit, besonders für den Weg zum Lörmecke-Turm. Prüft die Öffnungszeiten, bevor ihr fest mit einer Einkehr plant.

Hunde anleinen

Lasst Wildtieren und anderen Gästen genug Platz. Ins Liz dürfen Hunde nicht mit.

Den Bus mit einplanen

Prüft die Anschlussverbindung bis zu eurem Ziel und den Fußweg ab der Haltestelle. Klärt vor dem Losgehen auch die letzte Rückfahrt.

Lebensräume ungestört lassen

Füttert keine Wildtiere, pflückt keine Pflanzen und bewegt keine Baumstämme. Haltet Abstand zu abgestorbenen Bäumen und Forstmaschinen.

Häufig gestellte Fragen

Es gibt keine gemeinsame Naturpark-Eintrittskarte. Die Wege und die beiden vorgestellten Türme könnt ihr kostenlos nutzen, sofern keine Sperrung gilt. Einige Parkplätze sind gebührenpflichtig. Für das Liz zahlt ihr gesondert Eintritt. Beachtet die örtlichen Einschränkungen, denn Waldwege können zeitweise gesperrt sein.
Die 3,5 km beziehen sich nur auf die ausgeschilderte Klangwald-Runde. Ein Abstecher zum Möhnesee-Turm ist darin nicht enthalten. Wenn ihr beides verbinden möchtet, wählt eine längere Tour mit eigener Karte. Plant den Lörmecke-Turm als separaten Ausflug.
Die beschriebenen Wald- und Wasservögel leben frei. Was ihr zu sehen bekommt, ist daher von Tag zu Tag unterschiedlich. Die Tiere in den Gehegen des Wildparks Bilsteintal werden in menschlicher Obhut gehalten, auch wenn ihre Umgebung naturnah aussieht.
Für den Möhnesee sind Soest und Arnsberg gute Bahnhöfe zur Weiterfahrt mit dem Bus. Das Liz nennt die Linie C4 ab Soest bis zur Haltestelle Möhnestraße (Liz) in Günne. Prüft den Fahrplan für euren Besuchstag und plant den letzten Weg bis zum jeweiligen Wanderstart mit ein.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

Alle ansehen ›

Nimm die Entdeckung mit

Unterwegs in Naturpark Arnsberger Wald?

Bestimme Tiere und Pflanzen unterwegs und halte deine Entdeckungen in einer Sammlung fest.

  1. 1Entdecken
  2. 2Fotografieren
  3. 3Fund festhalten