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ParkNiedersachsen, Deutschland

Naturpark Bourtanger Moor–Veenland

Im Naturpark Bourtanger Moor–Veenland führen kurze Entdeckerpfade durch eine Landschaft, die von Torf, Wasser und dem Leben an der deutsch-niederländischen Grenze geprägt ist.

Über diesen Ort

Im Naturpark Bourtanger Moor–Veenland führen kurze Entdeckerpfade durch eine Landschaft, die von Torf, Wasser und dem Leben an der deutsch-niederländischen Grenze geprägt ist. Beginnt am Pfad moor-land-schaffen bei Twist: Von seiner riesigen Bank schaut ihr über eine Wiedervernässungsfläche, und Mitmachstationen machen die Veränderungen auch für Kinder verständlich. Nehmt euch Zeit für den Blick über das Wasser, bevor ihr weitergeht.

Der Naturpark umfasst 216,8 Quadratkilometer in Niedersachsen und der niederländischen Provinz Drenthe. Neben geschützten Mooren gehören bewirtschaftete Felder, Kanäle, Dörfer und Wälder dazu. Sucht euch für euren Tag einen Bereich aus, statt den ganzen Park zu Fuß erkunden zu wollen. Die kurzen Rundwege unten liegen in Deutschland; der Vorschlag für das Bargerveen ist ein eigener Ausflug in die Niederlande.

Wer langsam unterwegs ist, bemerkt mehr: Heideblüten am Wegrand, Vögel auf hohen Pflanzen und die unterschiedlichen Farben nasser und trockener Flächen. Wildtiere kommen und gehen. Die Schafe und Rinder rund um die niederländische Schaapskooi in Weiteveen sind dagegen Weidetiere aus landwirtschaftlicher Haltung. Unterscheidet sie deshalb von den hier vorgestellten wild lebenden Arten. Mach deinen Besuch zur Safari! Nutze die Snappit-App, um Wildtier-Sichtungen hier zu scannen und zu loggen.

Das ursprüngliche Bourtanger Moor erstreckte sich über etwa 1.200 Quadratkilometer und damit weit über den heutigen Naturpark hinaus. Entwässerung, Torfabbau und Landwirtschaft veränderten es besonders ab dem 19. Jahrhundert. Kanäle dienten dem Abtransport des Torfs und ermöglichten die Besiedlung. Bei der Renaturierung wird heute Wasser zurückgehalten, indem Gräben verschlossen und abgeteilte Vernässungsflächen angelegt werden. Der internationale Naturpark wurde 2006 gegründet. Die erhaltenen Moore und die umgestalteten Flächen ringsum erzählen unterschiedliche Teile derselben Geschichte.

Was ihr hier machen könnt

Für einen kurzen Ausflug auf deutscher Seite eignet sich der 1,09 km lange Rundweg moor-land-schaffen. Sein ausgeschilderter Zugang liegt an der Schöninghsdorfer Straße in Twist beim Parkplatz P7. Wenn ihr etwas länger durch Wald und zu Moorblicken wandern möchtet, wählt den separaten, 2,57 km langen Aktiv-Pfad Provinzialmoor. Ihr erreicht ihn vom Parkplatz P9 an der Straße Am Fullener Wald in Twist. Im Draußen-Klassenzimmer könnt ihr in den Boden hineinschauen. Folgt jeweils den nummerierten Wanderknotenpunkten und kehrt zum eigenen Ausgangspunkt zurück; die Zuwege von den Parkplätzen kommen hinzu. Für Vogelbeobachtungen in den Niederlanden startet ihr am Parkplatz Bargerveen Noord am Hogeweg in Zwartemeer. Geht nach Wunsch zum Beobachtungsstand oder Aussichtshügel und auf demselben Weg zurück. Prüft vor dem Aufbruch die Sperrungskarten für das Bargerveen.

Saisonale Infos

Im südlichen Bargerveen sind seit dem 4. Mai 2026 Wander- und Radwege wegen Arbeiten am Wasserhaushalt gesperrt. Einige Wanderwege sollen im Februar 2027 wieder öffnen; andere und die betroffenen Radwege bleiben bis August 2027 gesperrt. Richtet euch nach den aktuellen Karten und Absperrungen, statt einer älteren gespeicherten Route zu folgen. Tragt Schuhe für feuchten Boden und nehmt winddichte Kleidung mit. Meidet Waldwege bei starkem Wind.

Barrierefreiheit

Auch ein kurzer deutscher Aktiv-Pfad ist nicht automatisch durchgehend eben befestigt und stufenfrei. Fragt beim Naturpark nach den Oberflächen, den Zuwegen und Spielelementen, die ihr gegebenenfalls umgehen müsst. In den Niederlanden beschreibt Staatsbosbeheer die Verbindung vom Parkplatz Bargerveen Noord zum Vogelbeobachtungsstand und bis auf den Aussichtshügel Verlengde Noordersloot als für Rollstühle und Elektromobile zugänglich. Klärt vor der Anreise den aktuellen Zustand und euren vollständigen Rückweg.

Nicht verpassen

1

XXL-Bank

Schaut auf dem Pfad moor-land-schaffen über die Wiedervernässungsfläche.

2

Draußen-Klassenzimmer

Erkundet auf dem Aktiv-Pfad Provinzialmoor, was im Boden steckt.

3

Vögel in der Heide

Haltet dort still, wo offene Flächen an höhere Pflanzen grenzen.

4

Bargerveen Noord

Plant einen eigenen Ausflug in die Niederlande zum Beobachtungsstand oder Aussichtshügel.

Spaziergänge und Routen

moor-land-schaffen, Rundweg in Deutschland

Folgt den Wanderknotenpunkten 83–31–55–98–83. Die riesige Bank und das Flora-Fauna-Memory bieten schöne Anlässe für eine Pause.

Wenn ihr mit Rollstuhl oder Kinderwagen unterwegs seid, fragt nach der aktuellen Bodenfestigkeit und dem Zugang vom Parkplatz. Die Kletterelemente könnt ihr auslassen.

moor-land-schaffen, Rundweg in Deutschland

Aktiv-Pfad Provinzialmoor, Deutschland

Folgt den Wanderknotenpunkten 38–53–46–38 durch den Wald zu offenen Moorblicken. Unterwegs warten ein Draußen-Klassenzimmer mit Bodenprofil und Mitmachstationen.

Fragt beim Naturpark nach den Wegoberflächen und dem vollständigen Zugang, bevor ihr mit Rollstuhl oder Kinderwagen anreist.

Aktiv-Pfad Provinzialmoor, Deutschland

Bargerveen Noord mit Rückweg auf derselben Strecke, Niederlande

Wählt den Vogelbeobachtungsstand oder den Aussichtshügel Verlengde Noordersloot als Ziel und kehrt auf demselben Weg zurück. Haltet dort inne, wo sich die Aussicht öffnet, statt eine große Runde schaffen zu wollen.

Die Gebietsverwaltung beschreibt diese nördlichen Verbindungen als für Rollstühle und Elektromobile geeignet. Klärt den aktuellen Zustand.

Bargerveen Noord mit Rückweg auf derselben Strecke, Niederlande

Ein halber Tag auf deutscher Seite

Wählt einen der beiden deutschen Aktiv-Pfade, macht eine Imbisspause und lasst euch Zeit zum Schauen. Ergänzt das Moormuseum nur, wenn Öffnungszeiten und Energie noch passen. Die Fahrt dorthin gehört zu keinem der beiden Spaziergänge.

Ein Vormittag zur Vogelbeobachtung in den Niederlanden

Startet am Bargerveen Noord mit Fernglas und warmer Kleidung. Haltet eure Strecke flexibel und kehrt auf demselben Weg zurück. Hebt euch den südlichen Teil des Reservats für einen Besuch auf, wenn die betreffenden Wege wieder offen sind.

Aktivitäten

Dem Wasser auf der Spur

Vergleicht am Pfad moor-land-schaffen den Blick auf die Wiedervernässungsfläche mit der Erklärung an einer Station. Fragt Kinder, wohin Wasser abfließen könnte und warum es wichtig ist, es zurückzuhalten.

Ein Blick in den Boden

Stellt euch am Bodenprofil im Draußen-Klassenzimmer des Provinzialmoors die Schichten unter dem Weg vor. Zeichnet später, was ihr bemerkt habt, statt zu graben oder Proben mitzunehmen.

Eine stille Vogelminute

Wählt einen öffentlichen Aussichtspunkt, bleibt eine Minute ruhig stehen und vergleicht anschließend eure Beobachtungen. Zählt verschiedene Verhaltensweisen, etwa Sitzen und Fliegen, statt um die meisten Arten zu wetteifern.

Die Geschichte des Torfs drinnen entdecken

Das Emsland Moormuseum bietet während seiner Besuchssaison eine Abwechslung. Prüft vor der Anreise den Kalender, besonders für Montage und für die Zeit um Ende Oktober. Die Feldbahn fährt wetterabhängig. Verlasst euch bei starkem Regen deshalb nicht auf eine Fahrt.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Haltet an einem öffentlichen Wegrand inne und sucht höhere Halme mit dem Fernglas ab. Ein Blick auf die blaue Kehle ist eine schöne Zugabe. Nähert euch keinem versteckt singenden Vogel.

Achtet auf freie Sitzwarten über niedrigen Pflanzen. Gebt einem Vogel Zeit, wieder sichtbar zu werden, statt ihm durch die Heide zu folgen.

Betrachtet die kleinen Blüten und die verzweigten Triebe vom Weg aus. Fotografiert die Pflanze an ihrem Standort, ohne einen Zweig abzupflücken.

Achtet auf die büschelig angeordneten, glockenförmigen Blüten. Vergleicht sie mit den kleineren Blüten der Besenheide, ohne in die Vegetation zu treten.

Sucht von ausgewiesenen Wegen aus die Spitzen einzelner Sträucher mit dem Fernglas ab. Der Neuntöter kommt im Naturpark vor; freut euch auch über die anderen Vögel in eurem gewählten Bereich.

Eine Kreuzotter kann während eures gesamten Besuchs verborgen bleiben. Falls ihr eine seht, haltet großen Abstand und lasst sie weiterziehen, ohne ihr den Weg zu versperren.

Beobachtet die Wegränder in Ruhe und achtet auf eine kleine Eidechse. Bleibt auf dem Weg und nutzt den Kamera-Zoom, statt sie fangen oder aus einem Versteck hervorholen zu wollen.

Lauscht von öffentlichen Wegen aus in der Nähe nasser Flächen. Ob ihr einen Frosch seht, bleibt offen. Betretet keine Gewässer und stört ihre Uferbereiche nicht.

Tier- und Pflanzenwelt beiderseits der Grenze

Achtet bei den folgenden Arten auf den Ort: Die Rühlermoor-Heide liegt in Deutschland, die hier beschriebenen Reptilien und der Moorfrosch kommen im niederländischen Bargerveen vor, und der Neuntöter kann euch im weiteren Naturpark begegnen. Es sind wild lebende Tiere oder natürlich wachsende Pflanzen; Sichtungen lassen sich nicht garantieren.

Wiedervernässtes Moor

Wasser kehrt in frühere Torfabbauflächen zurück, während sich die Moorvegetation allmählich erholt. Beobachtet vom Weg aus. Auch eine trocken wirkende Oberfläche ist kein Grund, den Torfboden zu betreten.

Heide und flache Weiher

Zur Heidefläche Rühlermoor gehören kleine, flache Weiher, Besenheide und vereinzelte Glockenheide. Höhere Pflanzen und Gebüsche bieten kleinen Vögeln Deckung und Sitzwarten.

Erhaltenes Hochmoor in den Niederlanden

Im Bargerveen gibt es noch nicht abgetorfte Moorbereiche sowie Flächen, die durch Torfabbau von Hand und mit Maschinen verändert wurden. Diese unterschiedliche Geschichte erklärt mit, warum nasses Moor, Heide und andere Vegetation nebeneinander vorkommen.

Geschichten und Entdeckungen

Ein Moor wächst langsam

Torf entsteht, wenn sich unter nassen Bedingungen Pflanzenreste schneller ansammeln, als sie zersetzt werden. Ein Hochmoor braucht für seine Entstehung Tausende von Jahren. Deshalb kann eine frisch wiedervernässte Fläche das Verlorene nicht sofort ersetzen.

Wald mit ungewöhnlichen Anfängen

Der Fullener Wald wurde auf genutzten Moorflächen angelegt, nachdem tiefes Pflügen Torf und Sand vermischt hatte. Das erklärt mit, warum Wald, Heide und offenes Moor hier so nah beieinanderliegen.

Schematischer Moorschnitt mit lebenden Moospolstern oben und zunehmend dunklen Pflanzenresten darunter; drei Texte erklären Wachstum, Torfbildung und lange Erholungszeiten.

Vom lebenden Moospolster zum Torf: Unter nassen Bedingungen bleiben Pflanzenreste erhalten. Schematische KI-Illustration zur langsamen Hochmoorbildung im Bourtanger Moor–Veenland.

Snappit · KI-Illustration; factual sources credited on image

Die passende Jahreszeit

Das Wetter mit einplanen

Verkürzt euren Plan auf offenen Moorwegen, wenn Wind oder Kälte längeres Stehen unangenehm machen. Plant bei Wärme Trinkpausen ein und beobachtet Insekten vom Weg aus. Behaltet für Kinder denselben unkomplizierten Rückweg bei.

Anreise und praktische Tipps

Pausen vorausplanen

Die Wanderparkplätze und Museen liegen an verschiedenen Orten. Plant Essen und Toilettenstopps vor dem Aufbruch, statt auf Einrichtungen an einem Mooraussichtspunkt zu vertrauen. Das Moormuseum findet ihr unter Geestmoor 6 in Geeste–Groß Hesepe.

Zuerst die letzte Etappe klären

Meppen ist ein sinnvoller Ausgangspunkt für die Suche nach Bahnverbindungen. Die Weiterfahrt hängt aber vom gewählten Weg ab. Fragt die Mobilitätszentrale Emsland nach aktuellen Bussen und der Fahrradmitnahme und prüft die Rückfahrt, bevor ihr euch für eine ländliche Haltestelle entscheidet.

Den Ausflug passend wählen

Fragt bei den deutschen Pfaden nach festen Wegoberflächen und danach, ob jede Station ohne Stufen erreichbar ist. Klärt für Bargerveen Noord auch den Eingang zum Beobachtungsstand und nicht nur den Weg dorthin. Die Zugänglichkeit eines Aussichtspunkts gilt nicht für den gesamten Park.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

8

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Wählt zuerst den Weg

Der Park hat viele Zugänge; sein Büro in Meppen ist nicht der Startpunkt dieser Spaziergänge.

Folgt den Wanderknotenpunkten und fotografiert die Starttafel als Hilfe für den Rückweg.

Nehmt ein Fernglas, Trinkwasser, einen Imbiss und Schuhe für nassen Boden mit.

Bleibt auf ausgewiesenen Wegen, führt Hunde an der Leine und lasst Pflanzen und Tiere an ihrem Ort.

Haltet euch von Torfabbauflächen und Baustellen fern, auch wenn dort gerade niemand arbeitet.

Verzichtet im Moor auf offenes Feuer und gebt Arbeitsfahrzeugen auf gemeinsam genutzten Wegen Platz.

Prüft die Busverbindung für die letzte Etappe und eure Rückfahrt, bevor ihr den Bahnhof verlasst.

Prüft Museumsöffnungszeiten gesondert. Ein Regentag bedeutet nicht, dass Ausstellungen geöffnet sind.

Häufig gestellte Fragen

Der Naturpark ist eine weitläufige Landschaft mit mehreren Ausgangspunkten. Fahrt direkt zu eurem gewählten Weg oder Ausflugsziel. Museen und geführte Angebote haben eigene Öffnungszeiten und Eintrittsregelungen.
Meppen kommt als Bahnhalt infrage. Prüft von dort die genaue Weiterfahrt mit dem Bus oder Fahrrad zu eurem gewählten Startpunkt. Die Mobilitätszentrale Emsland hilft bei der Planung vor Ort. Geht nicht davon aus, dass ein Bus bis zum Wanderparkplatz fährt.
Nein. Der 1,09 km lange Rundweg moor-land-schaffen und der 2,57 km lange Aktiv-Pfad Provinzialmoor haben unterschiedliche Startbereiche und Knotenpunktfolgen. Wählt gezielt einen davon, statt ihre Längen zu einer vermeintlich zusammenhängenden ausgeschilderten Route zu addieren.
Das Emsland Moormuseum in Geeste–Groß Hesepe erklärt Torfabbau und das Leben im Moor. Es ist ein eigenes, eintrittspflichtiges Ausflugsziel mit saisonalen Öffnungszeiten. Prüft den aktuellen Öffnungstag und das Saisonende, bevor ihr es als Schlechtwetteralternative einplant.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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