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ParkNiedersachsen, Deutschland

Naturpark Elm-Lappwald

Kommt in den Elm-Lappwald, wenn ihr Waldspaziergänge mit Quellen, Teichblicken und kleinen Entdeckungen am Weg mögt.

Über diesen Ort

Kommt in den Elm-Lappwald, wenn ihr Waldspaziergänge mit Quellen, Teichblicken und kleinen Entdeckungen am Weg mögt. Für den ersten Besuch bietet sich Königslutter an: Im Geopark-Informationszentrum erfahrt ihr mehr über die Gesteine unter euren Füßen. Im nahen Elm könnt ihr an der Lutter entlangwandern.

Der 470 Quadratkilometer große Naturpark erstreckt sich durch das Hügelland zwischen Braunschweig und Helmstedt. Zu ihm gehören mehrere getrennte Waldgebiete, Dörfer und landwirtschaftliche Flächen. Sucht euch deshalb für den Tag eine Ecke aus. Im Elm wachsen ausgedehnte Buchenwälder, das Reitlingstal öffnet sich zu einem grünen Wiesental, und im Lappwald bei Bad Helmstedt treffen Wald und Quellen auf Spuren früherer Landnutzung.

Innerhalb des Naturparks schützt das kleine Naturschutzgebiet Reitlingstal besonders empfindliche Teiche und Feuchtwälder. Hier leben Feuersalamander, Springfrösche und Kammmolche. Ein schöner Ausflug hängt aber nicht davon ab, ob ihr einen davon entdeckt. Freut euch über das, was vom Weg aus zu sehen ist, und lasst den Uferbereichen ihren Freiraum. Nimm den ultimativen Naturführer mit: Bestimme Vögel, Pflanzen und Tiere mit der Snappit-App.

Wasser und Wald verbinden viele Kapitel der Ortsgeschichte. Der Abt-Fabricius-Weg folgt einer früheren Viehtrift des Klosters; das Brunnenhaus am Lutterspring stammt von 1708. Der Kaiserdom verdankt seinen Namen den Stiftern Kaiser Lothar III. und Kaiserin Richenza. Weiter östlich erinnert der Lappwald auch an die deutsche Teilung: Die frühere Grenze und örtliche Lehrpfade erzählen von dieser jüngeren Vergangenheit.

Was ihr hier machen könnt

Für eine kurze Quellenwanderung eignet sich der 1,7 km lange Schunterquellen-Rundweg bei Räbke. Er hat schmale Pfade und 40 Höhenmeter. Der 3,4 km lange Abt-Fabricius-Weg beginnt am Kaiserdom in Königslutter und folgt der Lutter bis zur Quelle. Rechnet mit schmalen Abschnitten, 50 Höhenmetern und einer Querung der L290. Wer länger unterwegs sein möchte, wählt den 6 km langen Reitlings-Rundweg: Ihr wandert auf überwiegend geschotterten Wegen oberhalb des Tals und überwindet insgesamt 140 Höhenmeter. In Bad Helmstedt führt der 4,2 km lange Heiligenberg-Rundweg stetig bergauf in den Lappwald und an ehemaligen Fischteichen zurück. Die vier Runden beginnen an unterschiedlichen Orten.

Saisonale Infos

Der Elfenpfad bei Langeleben ist wegen Forstarbeiten gesperrt. Wählt einen anderen Ausflug, bis der Naturpark die Wiederöffnung bekannt gibt, und prüft vor der Anreise die aktuellen Hinweise. Beachtet auch andernorts Absperrungen. Laubbedeckte Wege können nach Regen rutschig sein. Bei starkem Wind solltet ihr auf Waldwanderungen verzichten.

Barrierefreiheit

Geht bei keiner dieser Runden davon aus, dass sie rollstuhlgerecht ist. Schunterquellen- und Abt-Fabricius-Weg haben schmale Pfade; der Abt-Fabricius-Weg quert außerdem die L290. Auf der Heiligenberg-Runde gibt es eine Straßenquerung, Schotterwege und Pfadabschnitte. Der Reitlings-Rundweg verläuft überwiegend auf Schotter, hat aber einen langen Anstieg. Fragt für Kinderwagen oder Rollstuhl vorab beim Naturpark nach einem aktuell geeigneten Abschnitt, dem Rückweg und Toiletten.

Nicht verpassen

1

Lutterspring

Folgt dem Wasser bis zum historischen Quellhaus.

2

Reitlingstal

Genießt den Blick ins offene Tal zwischen bewaldeten Hängen.

3

Schunterquellen

Entdeckt, wo ein Fluss mitten im Wald beginnt.

4

Bad Helmstedt

Verbindet Waldwege mit alten Fischteichen und dem Paradiesweg.

Spaziergänge und Routen

Schunterquellen-Rundweg

Geht über den Spannberg, am Alten Gehege vorbei und durch die Teufelsküche zur Informationstafel und zum größten Quelltopf der Schunter.

Die Runde ist kurz, führt aber über unebene Wege. Verlasst euch deshalb nicht darauf, dass sie für den Kinderwagen geeignet ist.

Schunterquellen-Rundweg

Abt-Fabricius-Weg, Elm RW19

Geht vom Kaiserdom am Glockenteich vorbei und folgt dem Bach zum Lutterspring. Zurück geht es auf der anderen Talseite.

An der Straßenquerung und auf den schmalen Pfaden ist Vorsicht nötig. Die Runde ist nicht als stufenlos bestätigt.

Abt-Fabricius-Weg, Elm RW19

Reitlings-Rundweg, Elm RW27

Schaut zunächst über das Tal, bevor ihr Richtung Drachenberg aufsteigt. Weiter geht es Richtung Eichengrund, dann bergab und mit weiteren Talblicken zurück.

Trotz der breiten Wege ist diese Runde durch den Anstieg anspruchsvoller.

Reitlings-Rundweg, Elm RW27

Heiligenberg-Rundweg, Lappwald RW04

Geht durch die Parkanlage von Bad Helmstedt, steigt in den Wald hinauf und kehrt auf dem Paradiesweg an ehemaligen Fischteichen zurück.

Prüft den aktuellen Wegzustand, bevor ihr mit Kinderwagen oder Rollstuhl aufbrecht. Eine bestätigte barrierefreie Einstufung liegt für diese Runde nicht vor.

Heiligenberg-Rundweg, Lappwald RW04

Ein halber Tag in Königslutter

Verbindet das Informationszentrum mit dem Abt-Fabricius-Weg und etwas Zeit rund um den Kaiserdom. Rechnet mit etwa 3–4 Stunden zuzüglich der Wege vom und zum Bahnhof. Prüft die Öffnungszeiten, bevor ihr die Reihenfolge festlegt.

Ein Wald und ein Picknick

Wählt den Reitlings- oder den Heiligenberg-Rundweg für einen entspannten halben Tag. Packt etwas zu essen ein und hebt euch das andere Waldgebiet für einen weiteren Besuch auf.

Aktivitäten

Einer Quelle folgen

Fragt die Kinder an der Schunterquelle, woher das Wasser kommt und in welche Richtung es fließt. Verfolgt mithilfe der Tafel den weiteren Lauf des Flusses, ohne den Quellbereich zu betreten.

Zwei Waldbilder vergleichen

Fotografiert einmal nach oben in die Buchenäste und einmal auf Höhe des Weges. Vergleicht Licht, Formen und Größenverhältnisse. Lasst Pflanzen und liegendes Holz an ihrem Platz.

Eine Elmi-Stempelstelle auswählen

Für das regionale Wanderstempel-Angebot gibt es ein Kinderstempelbuch. Sucht euch eine Stempelstelle aus, die zu eurem Ausflug passt, statt nur für eine volle Seite einen langen Umweg zu machen.

Drinnen Gesteine und Fossilien entdecken

Das Geopark-Informationszentrum zeigt Fossilien und erzählt von der Landschaft der Region. Regulär ist es Dienstag bis Freitag von 11:00 bis 17:00 Uhr und Samstag und Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Montags ist geschlossen. Prüft mögliche kurzfristige Änderungen.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Schaut vom Weg aus nach oben und vergleicht Stämme, Blätter und das Kronendach. Eine Buche ist als erste Entdeckung viel wahrscheinlicher als ein scheues Säugetier.

Wenn euch auf dem Weg ein Salamander begegnet, bleibt stehen und schaut zu. Hebt ihn nicht auf, haltet Abstand und sucht nicht unter liegendem Holz.

Dieser geschützte Teichbewohner bleibt leicht unbemerkt. Schaut nur von öffentlichen Wegen aus, benutzt keine Kescher und nähert euch nicht den ungestörten Uferstellen.

Freut euch über einen Frosch, den ihr zufällig entdeckt, ohne ihm nachzugehen. Ein nur kurz gesehener brauner Frosch lässt sich oft nicht sicher bestimmen.

Vergleicht Pflanzen, die vom Weg aus zu sehen sind, mit einem Bestimmungsbuch. Betretet den morastigen Quellbereich nicht, um näher heranzukommen.

Vielleicht erkennt ihr diese Pflanze vom Weg aus. Betretet dafür aber keine nassen Flächen. Fotografiert sie, ohne sie zu pflücken.

Macht an sonnigen, blütenreichen Wiesenrändern eine Pause und wartet, ob Schmetterlinge vorbeikommen. Das Vorkommen im Naturpark garantiert keine Sichtung auf diesen Runden.

Eine Wildkatze zu sehen wäre eine besondere Ausnahme. Bleibt auf dem Weg und genießt den Wald, ohne Verstecke zu suchen oder einer Katze zu folgen.

Buchenwald

Im nordwestlichen Elm wachsen ausgedehnte Buchenwälder auf Kalkboden. Alte Bäume und Totholz bieten zusätzliche Verstecke und Nahrung. Betrachtet sie vom Weg aus.

Quellen und Teiche

In den Feuchtwäldern und Teichen der Wabe leben Amphibien und spezialisierte Pflanzen. Wasser, weicher Boden und schattige Ränder gehören zusammen. Vermeidet deshalb das Betreten der Ufer.

Die Vielfalt des Lappwalds

Im südlichen Lappwald wechseln Buchen-, Eichen-Hainbuchen- und bachbegleitende Wälder mit kleinen Feuchtwiesen. Achtet beim Gehen darauf, wie sich Boden und Pflanzen verändern.

Geschichten und Entdeckungen

Das Gestein prägt den Wald

Große Teile des Elms liegen auf Muschelkalk. Im südlichen Lappwald tragen Sand- und Tonsteine dazu bei, dass sich feuchte und trockenere Wälder anders zusammensetzen.

Ein historisches Quellhaus

Das steinerne Brunnenhaus am Lutterspring gibt dem kleinen Bach einen stattlichen Anfang. Verbindet den Quellenbesuch mit dem Informationszentrum, um die heutige Landschaft mit den Gesteinen und der Geschichte der Region zusammenzubringen.

Zwei gezeichnete Waldschnitte: links Buchen über hellem Kalkstein, rechts Mischwald über Sand- und Tonsteinschichten mit einer feuchten Senke.

Muschelkalk im nordwestlichen Elm und Sand- und Tonsteine im südlichen Lappwald tragen zu unterschiedlichen Waldlebensräumen bei. Schematischer Vergleich, kein vermessenes Bodenprofil.

Snappit · KI-Illustration; factual sources credited on image

Die passende Jahreszeit

Den Tag nach dem Wegzustand planen

Nehmt euch nach Regen mehr Zeit für die schmalen Quellenpfade und tragt Schuhe mit griffiger Sohle. Haltet die Pausen draußen an kalten Tagen kürzer und plant das Museum als eigenen Teil des Ausflugs ein.

Anreise und praktische Tipps

Die Stadt als Ausgangspunkt nutzen

Im Königslutteraner Informationszentrum bekommt ihr Routenflyer und Tipps für die Umgebung. Prüft die Öffnung von Gaststätten und die Verfügbarkeit von Toiletten gesondert. An Waldwanderparkplätzen gibt es nicht automatisch die Ausstattung eines Besucherzentrums.

Den letzten Abschnitt mitplanen

Für einen Ausflug mit Ausgangspunkt in der Stadt bietet sich der Bahnhof Königslutter an. Prüft für Räbke, Reitlingstal oder Bad Helmstedt die genaue Bushaltestelle, den Zuweg und die Rückfahrt, bevor ihr euch für eine Runde entscheidet.

Den ganzen Ausflug abklären

Fragt nach Zuweg, Belag, Straßenquerungen und Rückweg, statt euch allein an der Länge zu orientieren. Die Ausstellung im Informationszentrum erstreckt sich über vier Stockwerke. Klärt direkt dort, wie die Bereiche zugänglich sind, die ihr besuchen möchtet.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

8

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

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Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Ladet eure gewählte Route vor dem Aufbruch herunter. Benachbarte Runden haben unterschiedliche Nummern und Startpunkte.

Nehmt Wasser und ein Picknick mit. Ein Gasthaus kann als Startpunkt dienen, ohne dass es geöffnet haben muss.

Prüft vor einer Busfahrt aufs Land die letzte passende Rückverbindung.

Bleibt auf markierten Wegen, führt Hunde an der Leine und lasst feuchte Uferbereiche ungestört.

Beobachtet Amphibien, ohne sie anzufassen oder Holz und Steine umzudrehen.

Nutzt ein Zoomobjektiv und lasst Blumen und Fossilien an ihrem Platz.

Behaltet Kinder an Straßenquerungen und am Wasser dicht bei euch.

Fragt vor Ort nach den Elmi-Stempelbüchern, wenn eine Stempelstelle den Spaziergang für euch spannender macht.

Häufig gestellte Fragen

Für diese große Landschaft gibt es keinen einzelnen Besuchereingang. Orientiert euch am angegebenen Startpunkt eurer Runde. In Königslutter findet ihr das Geopark-Informationszentrum an der Adresse An der Stadtkirche 1. Die Ausstellung ist kostenlos.
Königslutter liegt an der Regionalbahnstrecke von Braunschweig über Helmstedt nach Magdeburg. Zum Informationszentrum sind es vom Bahnhof etwa zehn Minuten zu Fuß. Der anschließende Weg zum Kaiserdom kommt zur 3,4 km langen Runde hinzu.
Nicht unbedingt. Mehr als die Hälfte des Schunterquellen-Rundwegs verläuft auf Pfaden, darunter auch schmale Abschnitte. Wenn es für eure Familie passt, kann eine Trage die bessere Wahl sein. Fragt nach dem aktuellen Wegzustand.
Er ist derzeit wegen Forstarbeiten gesperrt. Plant ihn erst wieder ein, wenn der Naturpark die Wiederöffnung bestätigt hat.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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