Naturweg Teuschnitz-Aue
Nicht kinderwagentauglich.
IllustrationIm Naturpark Frankenwald könnt ihr durch blütenreiche Täler wandern, den Wald spielerisch entdecken und erleben, wie Menschen und Wildtiere diese Landschaft im Norden Bayerns prägen.
Im Naturpark Frankenwald könnt ihr durch blütenreiche Täler wandern, den Wald spielerisch entdecken und erleben, wie Menschen und Wildtiere diese Landschaft im Norden Bayerns prägen. Sucht euch für euren Tag einen Ausgangsort aus: Teuschnitz für die Wiesen, Steinwiesen für einen bewegungsreichen Familienweg oder Kronach für einen gemütlicheren Ausflug am Fluss. Auf den 1.022 km² des Naturparks liegen offene Hochflächen über bewaldeten Hängen und schmalen Tälern. Plant die Fahrten zwischen den Orten mit ein und lasst genug Zeit fürs Mittagessen und ein paar entspannte Pausen.
Für einen ersten Ausflug mit Schwerpunkt Naturbeobachtung eignet sich der alte Sportplatz an der Reichenbacher Straße außerhalb von Teuschnitz als Startpunkt. Der Naturweg Teuschnitz-Aue führt euch durch eine Landschaft aus Heuwiesen, feuchten Flächen und kleinen Wasserläufen. Im Juni und Juli könnt ihr nach den gelben Arnikablüten Ausschau halten, die besonders typisch für die Gegend sind. Auch Braunkehlchen leben in diesen Wiesen. Ihnen kommt ihr mit einem ruhigen Blick durchs Fernglas näher als durch vorsichtiges Anschleichen. Lasst die Kinder die neun Wegmarkierungen mit Symbolen und QR-Codes finden. Mit dem Begleitheft könnt ihr dann gemeinsam herausfinden, warum die einzelnen Bereiche der Aue so unterschiedlich aussehen.
Hinter dieser Landschaft steckt viel Geschichte. Heumahd, Beweidung, Forstwirtschaft und der Holztransport auf den Bächen haben den Frankenwald verändert. In Teuschnitz wurden frühere Wiesen teilweise mit Fichten bepflanzt; durch die Wiederherstellung offener Flächen kehren die Wiesenlebensräume zurück. Die Rinder, denen ihr vielleicht begegnet, sind Weidetiere, die bei der Landschaftspflege helfen. Beobachtet sie vom Weg aus, ohne sie zu füttern oder zu ihnen zu gehen.
In Steinwiesen geht es spielerischer zu. Auf dem Wald-Aktiv-Pfad Leitschtal begleitet euch die Figur Wilma Wildkatze zu elf Erlebnisstationen. Probiert das Baumtelefon aus, balanciert und klettert und schickt eine Holzkugel über die Kugelbahn. Wilma und die versteckten Tiere am Pirschpfad gehören zur Gestaltung des Erlebniswegs. Freut euch auf die Suche nach ihnen, ohne dabei mit einer echten Wildkatze zu rechnen.
Für einen ruhigeren Tag ist der Uferpark in Kronach eine gute Wahl. Die Naturrunde folgt der Haßlach in Richtung ihrer Mündung in die Rodach. Uferpflanzen, verschiedene Lebensräume für kleine Tiere und ein Spielplatz bieten immer wieder einen Grund zum Anhalten. Haltet vom öffentlichen Weg aus nach angenagtem Holz Ausschau. Spuren der Arbeit eines Bibers zu entdecken, kann genauso spannend sein wie das Tier selbst zu sehen. Schalte einen interaktiven Feldführer für diesen Ort frei: Hol dir die Snappit-App für unterwegs.
Der Verein Naturpark Frankenwald wurde im April 1973 gegründet. Flößerei, Köhlerei, Bergbau und Landwirtschaft hatten die Landschaft damals schon lange geprägt. Am Nordrand wurde die ehemalige innerdeutsche Grenze Teil des Lebensraumverbunds Grünes Band. Wer den Naturpark verstehen möchte, entdeckt hier das Zusammenspiel von bewirtschafteter Landschaft und geschützten Lebensräumen.
Wählt einen von drei eigenständigen Ausflügen. Der Naturweg Teuschnitz-Aue ist ein 3,7 km langer Rundweg mit 50 Höhenmetern im Aufstieg. Er verbindet geschotterte Feldwege mit Wiesenpfaden, kleinen Treppen, Stegen und unebenem Gelände. Zieht feste Schuhe an und lasst den Kinderwagen zu Hause. Die Kletterstämme und die Steinerne Arnika zum Spielen sind eine schöne Bewegungspause auf der gemütlichen Naturrunde.
Der Wald-Aktiv-Pfad Leitschtal ist eine 3,1 km lange Runde mit 168 Höhenmetern im Aufstieg. Bis zur ersten Station geht es steil bergauf; die kurze Strecke ist also kein ebener Spaziergang. Nehmt Getränke und etwas zu essen mit. Für eine Holzkugel aus den Automaten am Tourismushaus Oberes Rodachtal oder an Station 2 braucht ihr 1-Euro-Münzen. Die Kugel kommt an der Quizbox und an der Kugelbahn zum Einsatz.
Wenn ihr befestigte Wege und wenig Steigung sucht, passt die 3,5 km lange Runde Naturbeobachtung im Uferpark in Kronach mit 11 Höhenmetern im Aufstieg. Startet am nördlichen Eingang des ehemaligen Landesgartenschau-Geländes und plant Zeit für das Tierhotel und den Spielplatz ein.
Der Lamitzpfad bei Schnappenhammer ist derzeit gesperrt. Hebt euch diese 5,8 km lange Bachwanderung mit 213 Höhenmetern im Aufstieg für die Zeit nach der offiziellen Freigabe auf. Ältere Wegbeschreibungen bedeuten nicht, dass ihr den Weg betreten dürft. Auch nach der Freigabe verlangen die schmalen Stege, Wurzeln und Wiesenpfade sicheres Gehen.
Von Anfang April bis Ende Juli brauchen die Bodenbrüter in der Teuschnitz-Aue besonders viel Rücksicht: Bleibt auf den markierten Wegen und führt Hunde an der Leine. Lasst geschützte Blumen stehen. Denkt im Herbst an die kürzeren Tage und rutschiges Laub. Prüft nach Stürmen oder starkem Regen vor dem Aufbruch die Wegsperrungen des Frankenwaldvereins und die jeweilige Tourenseite. Betretet keine gesperrten Abschnitte.
Der Kronacher Uferpark ist hier die gemütlichste Wahl: Die Naturrunde wird als geeignet für Kinderwagen und Menschen mit Gehbeeinträchtigungen beschrieben. Sie verläuft auf befestigten Wegen mit wenig Steigung. Da auch Brücken dazugehören, solltet ihr bei einer Anreise mit Rollstuhl den aktuellen Wegzustand und eure persönlichen Anforderungen vorher abklären. In der Teuschnitz-Aue gibt es Stufen und unebene Wiesenabschnitte; der Weg ist nicht kinderwagentauglich. Im Leitschtal wartet ein steiler Zugang mit einigen Höhenmetern. Fragt beim Tourismushaus nach, ob die Strecke zu euren Bedürfnissen passt, statt euch allein an der kurzen Entfernung zu orientieren. Stufenlose Zugänge und barrierefreie Toiletten in den Infozentren solltet ihr direkt erfragen.
Die blütenreiche Teuschnitz-Aue mit Arnika und ruhigen Einblicken in die Welt der Wiesenvögel
Elf Wald-Erlebnisstationen mit Wilma Wildkatze im Leitschtal
Kronachs steigungsarme Naturrunde am Fluss mit Tierhotel
Ehemalige Bahnhöfe, die Natur und Arbeitsleben im Frankenwald erklären

Die Teuschnitz-Aue ist eine gewachsene Kulturlandschaft. Angepasste Nutzung und die Wiederherstellung von Wiesen helfen, ihre vielfältigen Lebensräume zu erhalten.
Original editorial composition for Snappit; factual sources credited on image.
Nicht kinderwagentauglich.
Plant eine Wanderung zu Fuß. Klärt Anforderungen für Kinderwagen oder eingeschränkte Mobilität beim Tourismushaus Oberes Rodachtal.
Geeignet für Kinderwagen und Menschen mit Gehbeeinträchtigungen. Klärt besondere Anforderungen für Rollstühle und die aktuelle Nutzbarkeit der Brücken.
Nicht kinderwagentauglich; sicheres Gehen auf unebenem Untergrund erforderlich.
Macht den Naturweg zum Hauptziel, mit Picknick und Zeit für die Spielmöglichkeiten. Beendet die Runde lieber, solange alle noch Energie haben, statt den deutlich längeren Arnikaweg anzuhängen.
Verbringt den Vormittag auf dem Wald-Aktiv-Pfad Leitschtal und esst anschließend in Steinwiesen zu Mittag. Wenn die Öffnungszeiten passen, besucht danach das Infozentrum im ehemaligen Bahnhof. Dort könnt ihr die Waldspiele mit der Arbeitsgeschichte der Region verbinden.
Folgt der Naturrunde durch den Uferpark und nehmt euch Zeit für die Blicke aufs Wasser und das Tierhotel. Zum Schluss wartet der Spielplatz. Das ist ein eigenständiger Ausflug in Kronach, keine Verbindungswanderung nach Teuschnitz oder Steinwiesen.
Lasst im Leitschtal alle ihre Lieblingsstation auswählen. Vergleicht das Baumtelefon mit einem normalen Gespräch und hebt euch noch etwas Energie für die Kugelbahn auf. Beachtet die Hinweise an den Geräten und behaltet die Kinder beim Klettern im Blick.
Vergleicht in der Teuschnitz-Aue vom Weg aus eine kurz gemähte Fläche, höhere Blütenpflanzen und feuchte Vegetation. Fragt die Kinder, welchen Bereich sie als Insekt wählen würden, und sucht mit den Informationen am Weg nach einer Erklärung.
Schaut euch am Tierhotel im Uferpark die verschiedenen Materialien an, aus denen Lebensräume entstehen: Totholz, Steine, Sand und Nisthilfen. Sucht euch eine Idee aus, über die ihr für euren eigenen Garten mehr erfahren möchtet. Fasst hier nichts an und öffnet keine Nisthilfen.
Erfahrt im ehemaligen Bahnhof anhand von Ausstellungsstücken und Touchscreens, wie verschiedene Berufe die Landschaft und ihre Tierwelt beeinflusst haben. Das ist eine passende Ergänzung zum Leitschtal-Ausflug bei Regen. Beachtet die saisonalen Öffnungszeiten.
Wenn euer Tag rund um Lichtenberg und das Höllental geplant ist, startet hier mit Informationen zu Geologie und Tierwelt sowie Spielen für Kinder. Der historische Zug steht draußen; hebt euch diesen Teil für eine Regenpause auf.
Haltet im Juni und Juli vom Weg in der Teuschnitz-Aue aus nach den gelben Arnikablüten Ausschau. Ein Foto der Blume an ihrem Standort ist ein schöneres Andenken als ein gepflückter Stängel.
Bleibt in angenehmem Abstand stehen und sucht die Wiesenvegetation mit dem Fernglas ab. Braunkehlchen leben in dieser Aue. Am besten ist ein Besuch, bei dem sie ungestört bleiben: Betretet das Gras auch dann nicht, wenn ein Vogel darin verschwindet.
Achtet im Kronacher Uferpark vom Uferweg aus auf angenagtes Holz. Biber sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Tagsüber ist es deshalb realistischer, Spuren zu entdecken als das Tier zu fotografieren. Lasst Ufer und Biberbauten unberührt.
Wenn ein Feuersalamander auf einem Waldweg auftaucht, bleibt stehen und lasst ihm Platz zum Weiterlaufen. Fotografiert ihn von eurem Standort aus, ohne ihn hochzuheben, für ein besseres Bild umzusetzen oder den Bach zu betreten.
Ein Schwarzstorch ist eine besondere Zufallsbegegnung auf einer ruhigen Talwanderung. Beobachtet ihn vom vorhandenen Weg aus und überlasst ihm die Wahl des Abstands. Sucht nicht nach Horstbäumen und folgt keinem Vogel in den Wald.
Wo ihr vom Weg aus einen Teichrand einsehen könnt, lohnt sich die Suche nach den dreiteiligen Blättern des Fieberklees. Im späten Frühling könnt ihr seine hellen, gefransten Blüten durchs Fernglas betrachten. Bleibt auf dem Weg und betretet keine weichen, nassen Ufer.
Beobachtet die Teiche in Ruhe vom Weg aus und achtet auf einen großen, still stehenden Vogel am Wasser. Einen Graureiher bemerkt ihr vielleicht eher, wenn ihr kurz innehaltet, statt einfach vorbeizugehen. Nähert euch ihm nicht für ein Foto aus kürzerer Entfernung.
Vergleicht am Infopunkt zu den Feuchtflächen die hohen Stauden mit der kürzeren Vegetation der Heuwiesen. Mädesüß ist eine der Pflanzen, nach denen ihr hier suchen könnt. Fotografiert vom Weg aus und lasst die Stängel für die Insekten stehen.
Die Biber sind durch natürliche Ausbreitung in den Frankenwald zurückgekehrt. Nach dem Bericht des Naturpark-Rangers wurden innerhalb des Naturparks keine Biber aktiv ausgewildert.
Das Höllental wurde 2019 als Nationaler Geotop ausgezeichnet. Seine Felsformationen sind ein guter Anlass, vor der Wahl einer Talwanderung die Geologie-Ausstellung in Blechschmidtenhammer anzuschauen.
Wählt den Frühsommer, wenn die Wiesen im Mittelpunkt stehen sollen, und nehmt euch Zeit für einen ruhigen Besuch. Kürzt bei Regen oder Wind eure Runde ab und besucht lieber ein Infozentrum, statt auf rutschigen Waldwegen weiterzugehen. Prüft im Winter sowohl die Wegbedingungen als auch die frühere Schließzeit des Steinwiesener Infozentrums.
Informationen zum Leitschtal und Holzkugeln bekommt ihr im Tourismushaus Oberes Rodachtal, Kronacher Straße 75 in Steinwiesen. Die separate Naturpark-Ausstellung liegt in der Bahnhofstraße 9. Im Infozentrum Blechschmidtenhammer gibt es Toiletten. Nehmt Proviant für den Waldweg mit und prüft vor dem Aufbruch die Öffnungszeiten eurer Ausflugsziele.
Zu den Bahnorten der Region gehören Kronach, Bad Steben, Naila und Ludwigsstadt. Für den Ausflug ins Leitschtal prüft die Linie 1609 bis Steinwiesen Abzw Leitschtal und plant den zusätzlichen Fußweg zum Erlebnisweg ein. Sucht die Rückfahrt aus, bevor ihr startet: Welche Verbindung passt, hängt vom Wochentag und vom Schul- oder Ferienfahrplan ab. Dass die Infozentren in ehemaligen Bahnhöfen liegen, bedeutet nicht, dass dort reguläre Züge direkt vor der Tür halten.
Betrachtet die Anforderungen jeder Strecke einzeln. In Teuschnitz gibt es trotz der geringen Gesamthöhenmeter Stufen und Wiesenwege. Im Leitschtal wartet trotz der kurzen Entfernung ein ordentlicher Anstieg. Der Uferpark bietet die am besten befestigten Wege mit den geringsten Steigungen. Genaue Wegbreiten und Gefälle für Rollstühle sowie barrierefreie Toiletten solltet ihr vor Ort erfragen.
Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.
Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.
Wählt euren Ausgangspunkt
Der Naturpark umfasst eine ganze Region. Gebt bei der Anreise den gewünschten Wanderstart oder das Infozentrum ein, nicht die Geschäftsstelle des Naturparkvereins in Kronach.
Mit dem Bus anreisen
Die Linie 1609 hält an der Haltestelle Steinwiesen Abzw Leitschtal. Von dort braucht ihr etwa 15 Minuten auf dem asphaltierten Geh- und Radweg entlang der Leitsch bis zum Erlebnisweg. Prüft Hin- und Rückfahrt für euren Besuchstag.
Parken fürs Leitschtal
Nutzt den ausgeschilderten Parkplatz direkt hinter dem Waldspielplatz, der auch als Wohnmobilstellplatz markiert ist. Falls er voll ist, könnt ihr auf den größeren Parkplatz unterhalb des Tourismushauses ausweichen.
Proviant für den Wald
Nehmt ausreichend Wasser und ein Picknick fürs Leitschtal mit. Direkt am Erlebnisweg gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Nehmt euren Müll wieder mit nach Hause.
Beobachten ohne zu stören
Nutzt das Fernglas von öffentlichen Wegen aus. Haltet Abstand zu Vögeln, lasst Teichufer ungestört und berührt niemals einen Feuersalamander. Eine Pilzkrankheit bedroht diese Art.
Öffnungszeiten prüfen
Das Steinwiesener Infozentrum liegt in der Bahnhofstraße 9 und schließt im Winter früher. Schaut nach den aktuellen Zeiten, bevor ihr es für den Nachmittag einplant.
Alternative bei Sperrungen
Der Lamitzpfad ist gesperrt. Auch der Naturpark-Infopunkt auf der Festung Rosenberg ist wegen Bauarbeiten geschlossen. Wählt stattdessen die Uferpark-Runde oder ein geöffnetes Infozentrum.
Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.
Maryland, US
Hier kann man sehen Weißwedelhirsch, östliches Grauhörnchen und Rotkardinal.
Naturführer ansehen →
District of Columbia, US
Hier kann man sehen östliches Grauhörnchen, Ente und Haussperling.
Naturführer ansehen →
Illinois, US
Hier kann man sehen Wanderdrossel, Kanadagans und Haussperling.
Naturführer ansehen →

Virginia, US
Hier kann man sehen Gefleckte Laternentröger und Rotkardinal.
Naturführer ansehen →
Nimm die Entdeckung mit
Bestimme Tiere und Pflanzen unterwegs und halte deine Entdeckungen in einer Sammlung fest.