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ParkMecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See

Hier erwarten euch Wasservögel, kleine bewaldete Hügel und Spaziergänge mit genug Zeit zum Stehenbleiben und Entdecken.

Über diesen Ort

Hier erwarten euch Wasservögel, kleine bewaldete Hügel und Spaziergänge mit genug Zeit zum Stehenbleiben und Entdecken. Für einen ersten Ausflug zur Tierbeobachtung beginnt ihr in Kützerhof und folgt dem Dammweg in die Große Rosin. Von den Beobachtungsplattformen schaut ihr über flaches Wasser und Schilf. Wenn eure Kinder lieber selbst etwas ausprobieren, startet am Walderlebnispfad in Dargun, einem Tor zum Naturpark.

Der 616 Quadratkilometer große Naturpark umfasst Seen, bewirtschaftete Felder, Dörfer und alte Gutsanlagen. Kummerower See und Malchiner See liegen tief in der Landschaft, darüber erheben sich von Gletschern aufgeschobene Hügel. Sucht euch für einen halben Tag einen überschaubaren Bereich aus, statt möglichst viele Ufer abzuklappern. Die offenen Wege durch die Niederungen fühlen sich ganz anders an als die Hügel bei Burg Schlitz.

Vom Röthelberg blickt ihr über Felder, kleine Teiche und alte Bäume zum Malchiner See. Entlang des Weges nach Görzhausen stehen Skulpturen. Im nahen Landschaftspark von Burg Schlitz findet ihr Denkmale und Steinsetzungen. Auch Basedow lohnt einen ruhigen Besuch mit Schloss, Gutsgebäuden und einem von Peter Joseph Lenné entworfenen Park. Das sind eigene Ausflugsziele, zwischen denen ihr Fahrzeit einplanen müsst. Die hier beschriebenen Vögel, Biber und Frühlingsblumen leben oder wachsen wild. Scrofi, der euch auf dem Walderlebnispfad begleitet, ist eine Fantasiefigur. Bereit zum Snappen und Lernen? Lade die Snappit-App herunter, um jede Naturart hier zu bestimmen.

Gletscher schoben die Höhenzüge auf und formten die tief liegenden Becken. Spätere Generationen hinterließen Steingräber, Hügelgräber und slawische Wallanlagen. Besonders vom 17. bis zum 19. Jahrhundert entwickelte sich die Gutswirtschaft mit Herrenhäusern, Wirtschaftsgebäuden und Landschaftsparks. Der Naturpark wurde 1997 förmlich ausgewiesen. In der Großen Rosin begann 2005 die Wiedervernässung, durch die entwässerte Wiesen wieder zu einem ausgedehnten Feuchtgebiet wurden.

Was ihr hier machen könnt

Für die beiden Plattformen und den Beobachtungsturm in der Großen Rosin bietet sich die etwa 5 km lange Strecke vom Parkplatz Kützerhof Richtung Aalbude und zurück an. Kehrt auf demselben Dammweg zurück; eine Fährüberfahrt ist nicht nötig. Für einen kürzeren Familienausflug folgt ihr ab der öffentlichen Badestelle in Dargun der 1,5 km langen Frischlings-Tour. Die Wegweiser führen euch auf der Runde. In Verchen liegt der Beobachtungsturm etwa 200 m hinter dem Ende der Seestraße. Von dort sind es ungefähr 400 m hin und zurück, zuzüglich eures Zuwegs. Der längere Naturerlebnispfad Verchener Seeberge führt weiter Richtung Gravelotte am Steilufer entlang und durch kleine Täler.

Saisonale Infos

Auf dem offenen Dammweg kann es kalt und windig sein, auch wenn euch beim Gehen angenehm warm ist. Seid nach Regen auf Wald- und Steiluferwegen besonders vorsichtig und meidet den Wald bei starkem Wind. Prüft vor dem Aufbruch die aktuellen Hinweise des Naturparks und beachtet Absperrungen vor Ort. Legt eine Umkehrzeit fest, die genug Tageslicht für den gesamten Rückweg lässt.

Barrierefreiheit

Die Dammstraße durch die Große Rosin ist asphaltiert, wird aber auch von Fahrzeugen nach Aalbude genutzt. Behaltet Kinder dicht bei euch. Wenn ihr einen stufenlosen Zugang braucht, fragt beim Naturpark nach den Plattformzugängen und dem Weg von eurem gewählten Parkplatz. Der Verchener Turm hat Treppen; der weiterführende Naturerlebnispfad verläuft am Steilufer. Auch die kurze Darguner Runde ist nicht automatisch für Rollstuhl oder Kinderwagen geeignet. Fragt bei der Stadtinformation nach dem aktuellen Wegzustand und den Stationen, die eure Familie nutzen kann.

Nicht verpassen

1

Große Rosin

Beobachtet wild lebende Vögel über wiedervernässten Wiesen.

2

Walderlebnispfad Dargun

Folgt Scrofi durch einen Wald voller Mitmachangebote.

3

Aussichtspunkt Verchen

Schaut vom Turm am Ufer über den Kummerower See.

4

Röthelberg und Burg Schlitz

Verbindet einen weiten Hügelblick mit Kunst im Freien und altem Landschaftspark.

Links schiebt ein Gletscher geschichtetes Material zu einem Hügel; rechts liegen bewaldete Hügel und Felder über einem tiefen Seebecken.

Die Hügel der Mecklenburgischen Schweiz sind unter anderem Stauchmoränen. Die KI-Illustration stellt dem eiszeitlichen Aufschieben eine heutige Hügel-Seen-Landschaft gegenüber, ohne einen bestimmten Ort nachzubilden.

Illustration: AI-generated for Snappit; factual basis: respective Naturpark / LUNG M-V

Spaziergänge und Routen

Große Rosin ab Kützerhof

Geht Richtung Aalbude, haltet an den beiden Plattformen und dem Beobachtungsturm und kehrt auf demselben Weg zurück. Dreht früher um, wenn eure Gruppe genug hat.

Fragt vor einem Besuch mit Rollstuhl nach dem Weg vom Parkplatz und den Plattformzugängen. Klärt, ob jeder Aussichtspunkt für euren Rollstuhl geeignet ist; die befestigte Straße ist nur ein Teil des Ausflugs.

Große Rosin ab Kützerhof

Frischlings-Tour Dargun

Folgt Scrofis kurzer Waldrunde und lasst die Kinder die Aktivitäten aussuchen, die sie interessieren. Im gesamten Wegenetz gibt es 15 Entdeckerstationen.

Erkundigt euch bei der Darguner Stadtinformation, bevor ihr mit Rollstuhl oder Kinderwagen kommt. Einzelne Spielelemente verlangen Balancieren oder Klettern.

Frischlings-Tour Dargun

Zum Verchener Beobachtungsturm und zurück

Geht vom Ende der Seestraße zum Beobachtungsturm, nehmt euch Zeit für den Seeblick und kehrt auf demselben Weg zurück.

Treppen führen auf den Turm. Klärt den Zuweg gesondert, wenn ihr einen stufenlosen Zugang braucht. Der vollständige Uferpfad führt durch kleine Täler.

Zum Verchener Beobachtungsturm und zurück

Ein Vormittag mit kleinen Kindern

Nehmt euch 1–1,5 Stunden für Darguns kurze Waldrunde und lasst den restlichen Vormittag offen. Der Start an der Badestelle ist leicht zu finden. Schaut auf die Übersichtstafel, bevor ihr die kurze Runde auswählt.

Ein halber Tag für geduldige Vogelbeobachter

Plant 2–3 Stunden für die 5 km lange Hin- und Rückwanderung durch die Große Rosin. Nehmt einen Imbiss mit und haltet an, wenn euch etwas auffällt. Ein zweiter Ausflugsort bedeutet eine weitere Anreise. Ob ihr ihn noch besucht, könnt ihr offenlassen.

Aktivitäten

Ein Beobachtungsspiel im Feuchtgebiet

An einer Plattform in der Großen Rosin sucht sich jeder einen sichtbaren Vogel aus. Beschreibt zuerst, was er tut: frisst er, ruht er, schwimmt er oder fliegt er? Versucht erst danach, ihn zu bestimmen. Sprecht dabei leise.

Scrofis Spuren folgen

Darguns Waldstationen erschließen das Waldleben über Spuren, Geräusche und Bewegung. Probiert die vorgesehenen Aktivitäten gemeinsam aus. Lasst Zeit für die Lieblingsstation der Kinder, statt von einer zur nächsten zu eilen.

Den Blick vom Röthelberg erkunden

Sucht im Landschaftsbild einen See, eine Hecke, einen kleinen Teich und einen alten Baum. Schaut dann den Skulpturenweg Richtung Görzhausen entlang und besprecht, wie die Kunstwerke euren Blick auf die Felder verändern.

Regionalgeschichte in Malchin

Das Museum Alte Stadtmühle in der Goethestraße 5 zeigt regionale Archäologie, Malerei und Handwerk. Prüft die begrenzten Öffnungszeiten oder vereinbart vorher einen Besuch. Im historischen Gebäude gibt es Treppen und keinen Aufzug. Fragt, welche Räume eure Gruppe erreichen kann.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Schaut von den Plattformen auch in den Himmel. Wartet, ob ein Adler von selbst auftaucht, und sucht nicht nach Nestern.

Beobachtet bei einer ruhigen Pause das offene Wasser. Ein Fischadler kann schnell vorbeiziehen. Haltet das Fernglas bereit, ohne eine Jagdszene zu erwarten.

Lauscht erst und nehmt dann das offene Feuchtgebiet mit dem Fernglas in den Blick. Gebt rastenden Vögeln viel Raum und bleibt auf dem öffentlichen Weg.

Haltet nach einem großen weißen Vogel im flachen Wasser Ausschau. Verfolgt seine langsamen Jagdbewegungen von der Plattform aus, statt näher heranzugehen.

Schaut euch freiliegende Schlammränder mit dem Fernglas genau an. Kleine Vögel bei der Nahrungssuche sind vor dem Hintergrund leicht zu übersehen. Geduld hilft mehr als Nähergehen.

Beobachtet vom öffentlichen Aussichtspunkt am Verchener Seeufer aus. Wenn ein Haubentaucher abtaucht, wartet, wo er wieder erscheint, statt ihm am Ufer zu folgen.

Schaut während des Vogelzugs zwischen den Entengruppen nach. Ein Bestimmungsbuch hilft, Körperformen und Gefieder zu unterscheiden. Die Vögel können weit vom Ufer entfernt sein.

Betrachtet Gänsetrupps von einem öffentlichen Aussichtspunkt aus. Es sind wilde Besucher; wann sie kommen und wie groß die Gruppen sind, ist unterschiedlich.

Ein Biber ist eine schöne Zugabe. Bleibt auf dem Weg und beobachtet ruhig das Wasser. Nähert euch keiner Biberburg und versucht nicht, ein Tier anzulocken.

Haltet im April vom vorhandenen Weg aus nach den Blüten Ausschau. Fotografiert sie dort, wo sie wachsen, und lasst den Waldboden unberührt.

Flaches Wasser, Schilf und Schlamm

Die wiedervernässte Niederung der Großen Rosin bietet offene Wasserflächen, schützendes Schilf und freiliegende Nahrungsplätze. Beobachtet diese unterschiedlichen Bereiche von den Plattformen aus, ohne den nassen Boden zu betreten.

Seen und bewaldete Ufer

Der Kummerower See bietet weite offene Wasserflächen, auf denen Vögel rasten und Nahrung suchen. Bei Verchen reichen bewaldete Steilhänge bis ans Ufer; kleine Täler schneiden in die Hänge ein.

Wald, Hecken und bewirtschaftete Hügel

Auf den Hügeln liegen Wälder, Felder, alte Einzelbäume und Hecken. Kleine Gewässer, die Sölle heißen, unterbrechen die Agrarlandschaft. In bewaldeten Schluchten wachsen Frühlingsblumen wie der Hohle Lerchensporn.

Geschichten und Entdeckungen

Aus Wiesen wurde wieder Feuchtgebiet

Die Große Rosin wurde ab 2005 wiedervernässt. Auf früheren Wiesenflächen liegen heute Schilf, Schlickinseln und flaches Wasser. Vögel finden dort unterschiedliche Nahrungs- und Ruheplätze.

Warum hier von einer Schweiz die Rede ist

Von einer Hügelkuppe aus leuchtet der Name eher ein. Gletscher schoben die Höhenzüge auf, während die großen Seen nur wenig über dem Meeresspiegel liegen. Dieser Höhenunterschied ermöglicht weite Blicke ganz ohne alpine Gipfel.

Ein Park wird gestaltet

Bei Burg Schlitz gestaltete Hans Graf von Schlitz die Landschaft mit Denkmalen und Steinsetzungen. In Basedow setzte Lenné Alleen, Teiche und gezielt geöffnete Blickachsen ein. Achtet neben dem wilden Wachstum auch auf die Entscheidungen der Menschen.

Die passende Jahreszeit

Den Ausflug dem Tag anpassen

Wählt Waldspiele, wenn die Kinder Bewegung brauchen, und ruhiges Wetter für längere Pausen an windoffenen Aussichtspunkten im Feuchtgebiet. Verkürzt den Ausflug, wenn alle frieren. Der Rückweg braucht genauso viel Planung wie der Hinweg.

Anreise und praktische Tipps

Das Wichtigste im Rucksack

Der Naturpark empfiehlt, Essen und Getränke mitzunehmen, weil es entlang seiner Wege nur wenige Einkehrmöglichkeiten gibt. Prüft vor dem Aufbruch Toiletten und Öffnungszeiten im gewählten Ort oder Ausflugsziel. Eure Feuchtgebietswanderung sollte nicht von einem geöffneten Café abhängen.

Zuerst das Ziel auswählen

Beginnt die Bahnplanung mit Malchin oder Teterow und prüft dann die Weiterfahrt und den Fußweg zum Wanderstart. Die Anreiseseite des Tourismusverbands verlinkt regionale Businformationen. Nutzt bei Anreise mit dem Auto ausgewiesene Parkplätze statt des Straßenrands im Feuchtgebiet.

Nach dem ganzen Ausflug fragen

Sagt beim Naturpark oder der Stadtinformation, ob ihr stufenlose Zugänge, einen bestimmten Wegbelag oder eine nahe Toilette braucht. Fragt für die Große Rosin nach Parkplatz, Dammstraße und Plattformzugängen. In Verchen führt der Zugang auf den Turm selbst über Treppen.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

10

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Nehmt ein Fernglas mit

Auch ein entfernter Vogel kann eine schöne Entdeckung sein, ganz ohne Nahaufnahme.

Packt Wasser und ein Picknick ein. Verlasst euch an den ländlichen Wegen nicht auf eine Einkehrmöglichkeit.

Nutzt ausgewiesene Parkplätze und haltet die Dammstraße für den Verkehr frei.

Bleibt in Naturschutzgebieten auf den markierten Wegen, führt Hunde an der Leine und lasst Pflanzen unberührt.

Beobachtet leise von öffentlichen Aussichtspunkten aus. Folgt Vögeln nicht ins Schilf und nähert euch keinen ruhenden Tieren.

Lasst SUP und Drohne zu Hause

Auf den Seen des Naturparks ist Stand-up-Paddling untersagt; Besucher sollen hier auch keine Drohnen fliegen lassen.

Prüft Anschlussbusse und Rückfahrt, bevor ihr euch auf einen ländlichen Startpunkt festlegt.

Das Besucherzentrum in der Ziddorfer Mühle ist noch ein Zukunftsprojekt. Plant euren Tag nicht mit einer dort geöffneten Ausstellung.

Häufig gestellte Fragen

Sucht euch einen konkreten Startpunkt aus; einen einzigen Parkeingang gibt es hier nicht. Kützerhof eignet sich für die Große Rosin, Darguns öffentliche Badestelle für den Walderlebnispfad. Der Darguner Pfad und der Verchener Beobachtungsturm sind kostenlos. Für einzelne Ausflugsziele und Angebote gelten eigene Bedingungen.
Malchin und Teterow sind geeignete Bahnhöfe für die Anreise. Prüft die Weiterfahrt mit dem Bus oder eine andere Verbindung zu eurem eigentlichen Ziel, einschließlich des Fußwegs ab der Haltestelle. Mit der Zugfahrt in die Region seid ihr noch nicht direkt an den Beobachtungsplattformen.
Nein. Bei einer ruhigen Pause auf einer Plattform entdeckt ihr vielleicht mehrere Wasservögel. Ein Adler oder Biber ist eine glückliche Zugabe. Freut euch über das, was zu sehen ist, und lasst Kinder das Verhalten der Tiere vergleichen, statt eine Artenliste abzuarbeiten.
Das Museum Alte Stadtmühle in Malchin zeigt Regionalgeschichte im Trockenen. Die regulären Öffnungszeiten sind begrenzt; weitere Besuche sind nach Vereinbarung möglich. Prüft das vor der Anreise. In die oberen Räume führen Treppen, einen Aufzug gibt es nicht. Die geplante Naturparkausstellung in der Ziddorfer Mühle ist noch keine verlässliche Regenalternative.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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