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ParkBrandenburg, Deutschland

Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Kommt zur Heideblüte und entdeckt danach, wie anders sich das benachbarte Moor anfühlt.

Über diesen Ort

Kommt zur Heideblüte und entdeckt danach, wie anders sich das benachbarte Moor anfühlt. Im Schutzgebiet Forsthaus Prösa führen sandige Wege aus Eichen- und Kiefernwäldern hinaus ins offene Gelände. Im Loben lenken dunkles Wasser, nasse Wälder und Aussichtsplattformen euren Blick auf die kleinen Dinge am Boden. Beides sind eigene Ausflugsziele im 484 Quadratkilometer großen Naturpark. Sucht euch deshalb für eure Wanderung ein Gebiet aus.

Für den ersten Besuch mit Kindern ist das Naturparkzentrum erlebnisREICH Naturpark im Schloss Doberlug ein guter Ausgangspunkt. Die interaktive Ausstellung erklärt die Landschaft anhand von Spuren und Entdeckungen. Draußen können jüngere Gäste klettern und balancieren. Nehmt hier eine Wanderkarte mit, bevor ihr loszieht, oder bleibt bei schlechtem Wetter einfach für euren Ausflug im Zentrum.

Auch Menschen haben die Heide geprägt. Die militärische Nutzung hielt große Teile der Prösa offen. Heute verhindern Beweidung und Mahd, dass aus Sandrasen und Heide wieder Wald wird. Wenn ihr Schafe seht, begegnet ihr also Nutztieren, die bei der Landschaftspflege helfen. Kraniche im Moor und Wiedehopfe auf der Heide sind wild lebende Vögel. Freut euch über die Chance auf eine Begegnung, aber lasst auch der Landschaft und den kleinen Entdeckungen genug Raum. Nimm den ultimativen Naturführer mit: Bestimme Vögel, Pflanzen und Tiere mit der Snappit-App.

Der Naturpark wurde am 24. Mai 1996 ausgerufen. Seine Landschaften erzählen ganz unterschiedliche Geschichten: vom ehemaligen Militärgelände in der Prösa, vom Rohstoffabbau, vom Obstbau und von entwässerten Mooren, in denen heute wieder Wasser zurückgehalten wird. Im Loben helfen verschlossene Gräben und angehobene Grabensohlen dabei. Wie sich dadurch das Verhältnis von Wasser und Wald verändert, könnt ihr auf der Wanderung sehen.

Was ihr hier machen könnt

Für eine klassische Heidewanderung bietet sich die ausgeschilderte, 7,3 km lange Thurmberg-Tour ab dem Heide- und Waldparkplatz Kraupa an. Sie führt über die südliche Heidefläche der Prösa, am eichenbewachsenen Thurmberg vorbei und durch Kraupa zurück. Es gibt leichte Steigungen, Schotterwege und längere sandige Abschnitte. Plant sie als Wanderung zu Fuß ein; mit dem Kinderwagen ist sie keine einfache Runde.

Wenn ihr das Moor kennenlernen möchtet, nehmt den etwa 7,5 km langen Loben-Rundweg ab dem Waldparkplatz Heubrücke bei Hohenleipisch. Holzfiguren, Infotafeln, der Lobenturm und der Sonnentausteg geben Kindern immer wieder einen Grund zum Anhalten. Ihr geht auf unbefestigten Wald- und Kieswegen. Bleibt auf dem Weg und den Plattformen, auch wenn ihr Pflanzen fotografiert.

Näher an Doberlug-Kirchhain beginnt am Waldparkplatz am Ende der Torgauer Straße der 6,3 km lange Heidespaziergang. Über einen ehemaligen Postkutschenweg, einen Betonplattenweg aus der Militärzeit und Waldwege gelangt ihr zur Heidefläche Weißhaus. Diese liegt in einem anderen Teil des Naturparks. Für die Tour gibt es keine eigene Wegmarkierung: Ladet euch die Karte vorher herunter. Wenn ihr schon eine der südlichen Runden gewählt habt, hebt euch diesen Spaziergang für einen weiteren Besuch auf.

Saisonale Infos

Der Sonnentausteg im Alten Moor wurde nach Reparaturen am 28. September 2026 wieder freigegeben. Schaut vor der Anreise in die aktuellen Meldungen des Naturparks. Nehmt bei Hitze Wasser und Sonnenschutz für die offene Heide mit. Bei Unwetter ist die Ausstellung die bessere Wahl. Auf feuchten Holzflächen solltet ihr vorsichtig gehen.

Barrierefreiheit

Auf der Thurmberg-Tour gibt es lockeren Sand und kurze Anstiege. Auch der Loben-Rundweg ist unbefestigt. Geht bei keiner der beiden Runden davon aus, dass sie durchgehend mit dem Rollstuhl befahrbar ist. Schloss Doberlug bietet stufenlosen Zugang und barrierefreie Toiletten; im Innenhof liegt teilweise Kopfsteinpflaster. Fragt im Zentrum nach einer passenden Tour für euren Rollstuhl oder Kinderwagen.

Nicht verpassen

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Die südliche Prösa-Heide auf der Thurmberg-Tour

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Der Sonnentausteg und die Moorblicke im Loben

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Landschaftsdetektive im erlebnisREICH Naturpark

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Alte Traubeneichen und die Insekten, die von ihnen leben

Zwei schematische Landschaften: links weidende Schafe zwischen niedriger Heide und Sandstellen, rechts aufwachsende Sträucher und junge Bäume.

Beweidung hält die Prösa-Heide offen. Ohne Pflege wachsen zunehmend Gehölze auf. Die Illustration erklärt das Prinzip, sie zeigt keinen bestimmten Standort.

Illustration: OpenAI image generation, 2026-10-15. Factual sources listed below.

Spaziergänge und Routen

Thurmberg-Tour ab Kraupa

Folgt der ausgeschilderten Runde vom Heide- und Waldparkplatz Kraupa durch den Wald hinaus auf die Heide, Richtung Thurmberg und durch Kraupa zurück. Der freiwillige Abstecher zu den überdachten Picknicktischen bei Drei Eichen verlängert die Strecke. Kehrt von dort zur selben Wegkreuzung zurück, bevor ihr die Runde fortsetzt.

Am besten zu Fuß. Im lockeren Sand lassen sich kleine Räder nur schwer schieben.

Thurmberg-Tour ab Kraupa

Loben-Rundweg ab Heubrücke

Startet am Waldparkplatz Heubrücke. Die Runde führt an der hölzernen Odinfigur vorbei und über den Heuweg zum Lobenturm, dann nach Süden Richtung Goldgrube und Kiepenweg. Zurück geht es am ehemaligen Tongrubengebiet und am Sonnentausteg im Alten Moor vorbei. Orientiert euch an der Wanderlinie im Faltblatt, denn durch das Gebiet führen auch Radwege.

Wenn ihr mit dem Rollstuhl unterwegs sein möchtet, fragt vor dem Start im Zentrum nach dem aktuellen Wegezustand und dem Zugang zu den einzelnen Aussichtspunkten.

Loben-Rundweg ab Heubrücke

Heidespaziergang bei Weißhaus

Startet am Waldparkplatz am Ende der Torgauer Straße in Doberlug-Kirchhain. Die Karte führt euch vom Radweg auf der alten Postkutschenstraße auf den militärischen Betonplattenweg, über die Heide und durch den Wald. Anschließend geht es am Rand der Heide zurück zum Hinweg.

Fragt bei einem Besuch mit dem Rollstuhl im Zentrum nach, ob die Kombination aus Platten- und Waldwegen zu euren Bedürfnissen passt.

Heidespaziergang bei Weißhaus

Ein Tag ohne Eile

Wenn ihr euch zunächst drinnen einen Überblick verschaffen möchtet, besucht Schloss Doberlug und fahrt danach zu einem Wanderstart. Sonst geht es direkt nach Kraupa für die Heide oder zur Heubrücke fürs Moor. Nutzt übrige Zeit zum genauen Hinschauen, statt noch eine zweite lange Runde anzuhängen.

Ein kürzerer Familienausflug

Besucht das Naturparkzentrum und die Bewegungslandschaft draußen und macht eine entspannte Pause. Die langen Wanderrunden könnt ihr euch für später aufheben. Wer Spaß am Balancieren und an einem Landschaftsrätsel hatte, hat schon einen schönen Ausflug erlebt.

Aktivitäten

Zwei Bilder eines Lebensraums

Sucht euch pro Person ein Motiv für eine Nahaufnahme und eines für ein Landschaftsbild. Vergleicht bei einem zweiten Ausflug den trockenen Sand und die verholzten Heidesträucher der Prösa mit Wasser und Moosen im Loben. Bleibt für alle Fotopausen auf den öffentlichen Wegen.

Den Landschaftsspuren folgen

Wählt im erlebnisREICH ein paar der zwölf Ausstellungsspuren aus, statt alles auf einmal schaffen zu wollen. Es gibt Tablets vor Ort; ihr müsst die App also nicht herunterladen, um mitzumachen.

Die Ausstellung als Ausflugsziel

Das Detektiv-Angebot im Naturparkzentrum eignet sich ab acht Jahren und ist im normalen Ausstellungseintritt enthalten. Ältere Kinder können gemeinsam ein Rätsel lösen und dabei entdecken, wie Bergbau und andere Nutzungen die Region verändert haben.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Ein dankbares Motiv im Spätsommer: kleine Blüten an niedrigen Sträuchern direkt neben den Prösa-Wegen. Versucht vom Weg aus erst eine Nahaufnahme und dann ein weites Bild, auf dem Heide und Wald zusammen zu sehen sind.

Legt am Lobenturm eine ruhige Pause ein und sucht die Moorflächen mit dem Fernglas ab. Kraniche können weit weg oder verborgen sein. Manchmal bleibt es bei einem Ruf oder einem Vogel, der über euch hinwegfliegt. Haltet euch von Brutplätzen fern.

Hört im Frühling an der offenen Heide und am Waldrand genau hin. Einen Wiedehopf zu entdecken, ist ein schöner Glücksfall. Bleibt auf dem Weg und lasst den Vogel selbst entscheiden, ob er näherkommt oder weiterzieht.

Wenn sich die Vögel rar machen, nehmt euch die Eichen als Motiv vor. Vergleicht die Form eines Blattes am Baum mit der rauen Rinde und den weit verzweigten Ästen über euch. Für gute Fotos müsst ihr nichts mitnehmen.

Über einen Fund könnt ihr euch besonders freuen; fest damit rechnen solltet ihr nicht. Schaut beim Gang durch den Eichenwald auf Stämme und Wegränder. Löst niemals Rinde ab und brecht keine morschen Stubben auf, um nach Larven zu suchen.

Haltet vom Loben-Weg aus in feuchten Heidebereichen nach rosa Blütenglocken Ausschau. Vergleicht diese Pflanze nasser Standorte mit der Besenheide in der trockenen Prösa. Nutzt den Zoom, statt ins Moor zu treten.

Niedrige Heidelbeersträucher gehören zum Unterwuchs auf der nördlichen Wanderung. Schaut euch ihre Blätter vom Weg aus an. An ihnen können Kinder gut den Wechsel von der offenen Heide zum schattigen Wald erkennen.

Schaut euch ab Juli die Pflanzen am Heiderand in Ruhe an und sucht nach den kantigen Umrissen einer Gottesanbeterin. Durch ihre Tarnung wird sie leicht übersehen. Fotografiert Insekten dort, wo ihr sie findet, ohne sie anzufassen oder umzusetzen.

Vom Weg aus beobachten

Nutzt in der Prösa die ausgewiesenen Wege, leint Hunde an und haltet Abstand zu Weideherden und den Hunden bei der Herde. Bleibt im Moor auf Wegen und Aussichtsplattformen. Fotografiert, ohne Pflanzen zu pflücken, Totholz zu bewegen oder Tiere anzulocken.

Geschichten und Entdeckungen

Auch Obstwiesen gehören dazu

Zwischen Kraupa und Döllingen liegt Brandenburgs größtes zusammenhängendes Streuobstgebiet. Im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen wachsen Hunderte Obst- und Nusssorten, darunter viele alte Sorten. Prüft die Besuchstermine, bevor ihr dafür einen eigenen Ausflug plant.

Wasser verändert den Wald

Wenn im Loben das Wasser zurückkehrt, können Bäume absterben und stehen bleiben. Dieses veränderte Landschaftsbild hängt mit der Wiedervernässung zusammen. Hier solltet ihr als Besucher also nicht aufräumen.

Die passende Jahreszeit

Was möchtet ihr entdecken?

Im Frühling könnt ihr frisches Laub und die offene Heide miteinander vergleichen. Zur Heideblüte lohnt sich die Rückkehr wegen der Farben. Nehmt im Herbst ein Fernglas mit und lasst euch Zeit, auch den Himmel zu beobachten. Im Winter bietet sich ein kürzerer Ausflug bei Tageslicht an, ergänzt durch einen Besuch im Zentrum, wenn es geöffnet ist.

Anreise und praktische Tipps

Hier könnt ihr euren Ausflug planen

Das Zentrum liegt am Schlossplatz 1 in Doberlug-Kirchhain, der Besucherparkplatz an der Schloßstraße 10. Vor Ort bekommt ihr Karten und Tourentipps. Plant Toiletten- und Verpflegungspausen ein, bevor ihr zu einem Waldparkplatz fahrt.

Die Anreise passend zur Tour wählen

Sucht für das Zentrum im VBB nach Doberlug (EE), Schloss. Für den Loben reist ihr zum Bahnhof Hohenleipisch und rechnet den auf der Faltblattkarte gezeigten Zuweg hinzu. Die Haltestelle Kraupa, Gemeindeverwaltung liegt im Bereich der Thurmberg-Tour. Das Faltblatt zum Heidespaziergang nennt Kirchhain, Lausitzkaserne, weist aber auf wenige Fahrten an Schultagen hin. Prüft vorab unbedingt eine passende Rückfahrt.

Fragt nach, was für euch passt

Am Schloss Doberlug gibt es vier ausgewiesene Behindertenparkplätze etwa 300 m vom Eingang entfernt und eine stufenlos erreichbare barrierefreie Toilette. Das Kopfsteinpflaster auf dem Weg kann bei kleinen Rädern eine Rolle spielen. Draußen sagt die Streckenlänge allein wenig darüber aus, wie gut ihr auf lockerem Sand oder nassem Kies vorankommt.

Besucherinformationen

Zugang zum Sonnentausteg

Der reparierte Sonnentausteg ist seit dem 28. September 2026 wieder geöffnet. Neuere Meldungen und Absperrungen vor Ort haben Vorrang vor den Angaben im Faltblatt.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

8

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Den richtigen Start wählen

Gebt den konkreten Wanderparkplatz als Ziel ein. Das Zentrum in Doberlug, Kraupa und die Loben-Zugänge liegen an verschiedenen Orten.

Karte mitnehmen

Speichert das offizielle Faltblatt offline. Der Heidespaziergang im Norden hat keine eigene Rundweg-Beschilderung.

Rückfahrt planen

Prüft im VBB den genauen Reisetag und die letzte passende Verbindung. Haltestelle oder Bahnhof liegen nicht unbedingt direkt am Wanderstart.

Abstand zu Weidetieren

Führt Hunde in der Prösa an der Leine und haltet viel Abstand zu Schafen und den Hunden, die bei der Herde arbeiten.

Für die ganze Runde packen

Nehmt Getränke und ein Picknick mit, statt euch unterwegs auf eine Einkehr zu verlassen.

Anschauen statt sammeln

Fotografiert Blumen und Insekten dort, wo sie sind. Lasst Totholz unberührt und beobachtet Vögel leise von öffentlichen Wegen aus.

Öffnung des Zentrums prüfen

Die Ausstellung öffnet normalerweise dienstags bis sonntags, im Winter kürzer. Prüft mögliche Feiertagsregelungen, bevor ihr sie als Schlechtwetterziel einplant.

Häufig gestellte Fragen

Im erlebnisREICH Naturpark im Schloss Doberlug. Zwischen Ausstellung und Bewegungslandschaft draußen könnt ihr das Tempo gut anpassen, ohne euch auf eine lange Runde festzulegen. Das zusätzliche Detektiv-Angebot richtet sich an Kinder ab acht Jahren.
Ja, plant dafür aber ein konkretes Ziel. Zum Zentrum reist ihr über Doberlug-Kirchhain und die Bushaltestelle Doberlug (EE), Schloss. Für das Loben-Gebiet bietet sich der Bahnhof Hohenleipisch an. Rechnet den Fußweg vom Bahnhof zum Rundweg zusätzlich ein und prüft die Verbindungen beim VBB.
Es ist ein Informations- und Ausstellungszentrum. Die Wanderungen starten unabhängig davon an ihren jeweiligen Ausgangspunkten. Für die Ausstellung wird Eintritt erhoben; das Ticket gilt auch für die Museumsausstellungen im Schloss Doberlug.
Vielleicht. Vom Lobenturm blickt ihr in den Lebensraum der Kraniche, und Wiedehopfe nutzen die offene Landschaft der Prösa. Ein Fernglas und ruhige Pausen helfen, doch mit Nahaufnahmen solltet ihr bei beiden Arten nicht rechnen. Heide, Blätter und die unterschiedlichen Lebensräume lassen sich mit Kindern leichter fotografisch entdecken.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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