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ParkBrandenburg, Deutschland

Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Im Naturpark Niederlausitzer Landrücken erwarten euch im Herbst Kraniche, neu entstandene Seen und überraschend hügelige Waldwege.

Über diesen Ort

Im Naturpark Niederlausitzer Landrücken erwarten euch im Herbst Kraniche, neu entstandene Seen und überraschend hügelige Waldwege. Wenn euch der Wandel der Landschaft besonders interessiert, beginnt in Wanninchen: Der Blick über den Schlabendorfer See lässt die Ausmaße erahnen, und die Ausstellung erklärt, was hier geschehen ist. Wo heute der See liegt, wurde früher Kohle abgebaut. Dahinter erstrecken sich offene Sandflächen, junge Wälder und Bereiche, in denen die Natur allmählich wieder Fuß fasst.

Der Naturpark umfasst eine ganze Region mit verschiedenen Ausgangspunkten. Namensgeber ist der bewaldete Höhenzug. An seinem Fuß entspringen Quellen, die Bäche, Feuchtgebiete und Fischteiche speisen. Rund um Fürstlich Drehna prägen alte Bäume und das Wasserschloss eine ruhigere, dörfliche Landschaft. In den Höllenbergen führt schon ein kurzer Spaziergang in einen Kessel mit steilen Hängen. Sucht euch für euren Tag eines dieser Gebiete aus, statt alles auf einmal sehen zu wollen.

Wanninchen eignet sich besonders für Kinder, die gern selbst etwas herausfinden. Folgt dem Zeitreise-Pfad, vergleicht die Steine im Findlingsgarten und macht eine Pause am Erlebnisweiher. Die Tiere im Reptiliengehege werden dort gehalten; Kraniche und Adler jenseits des Geländes leben frei. Auch ohne seltene Sichtung gibt es viel zu entdecken. Lasst euch im Herbst trotzdem Zeit für die Rufe und Flugbewegungen der Kraniche, wenn sie zu ihren Schlafplätzen zurückkehren. Vergiss nicht, die Snappit-Naturführer-App mitzunehmen, um einheimische Arten zu scannen.

Im Naturpark treffen Landschaften aufeinander, die von Eis, Landwirtschaft und Braunkohleabbau geprägt wurden. In Wanninchen gab es einst Bauernhöfe, eine Försterei und eine Wassermühle. Nur ein Gehöft überstand den Tagebau. Dort entstand 1991 eine Naturschutzstation; 2001 eröffnete das Natur-Erlebniszentrum. Seit dem Jahr 2000 erwirbt die Heinz Sielmann Stiftung ehemalige Bergbauflächen, um den sich erholenden Lebensräumen eine langfristige Zukunft zu geben. Die Ausstellung erinnert zugleich an die verschwundenen Dörfer und die Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten.

Was ihr hier machen könnt

Für einen ersten Besuch, den ihr flexibel gestalten könnt, verbindet ihr in Wanninchen die Ausstellung und die Entdeckerstationen draußen mit einer Pause am Aussichtspunkt über dem See. Wer eine längere Runde laufen möchte, wählt den 6 km langen Rundweg Um Fürstlich Drehna. Er führt durch Wald und Feld am Stiebsdorfer See vorbei und über Raschkenweg und Gustenweg zurück. Der 3,3 km lange Käuzchensteig beginnt am Höllberghof bei Langengrassau. Hier geht es steil hinab und durch ein farnbewachsenes Trockental wieder bergauf. Für geübte Wanderfamilien bietet sich der 14 km lange Heedekornweg als Tagesausflug an: Die Runde führt vom Bahnhof Luckaitztal zu Teichen, durch Wälder, die Calauer Schweiz und die Plinsdörfer und zurück zum selben Bahnhof.

Mit dem Rad solltet ihr beim Wiedehopfweg genau planen: Die markierte Strecke verläuft derzeit über 17 km von Schlabendorf über Wanninchen und Bergen nach Fürstlich Drehna oder umgekehrt. Sperrungen im ehemaligen Tagebau unterbrechen die vollständige Runde. Klärt deshalb vorab euren Rückweg und verlasst euch nicht darauf, dass die Wegweiser euch wieder zum Start führen.

Saisonale Infos

Der Kranichturm am Borcheltsbusch ist für sicherheitsbedingte Reparaturen gesperrt. Eine Wiedereröffnung war lediglich für Mitte Oktober 2026 vorgesehen. Prüft die aktuelle Meldung des Naturparks, bevor ihr den Turm fest einplant. Für begleitete Beobachtungen am Abend bietet sich Wanninchen als Alternative an. Das Besucherzentrum hat im Winter eingeschränkte Öffnungszeiten; fragt euren Besuchstermin deshalb direkt an. Betretet keine gesperrten Bergbauflächen: Instabile Böschungen und Grundbrüche bleiben eine ernste Gefahr, auch wenn ein Seeufer einladend aussieht. Der Luckaitztaler Ziegelturm bleibt bei Schnee, Glatteis oder Sturmwarnungen geschlossen und hat im Winter kürzere Öffnungszeiten.

Barrierefreiheit

Die Aussichtsplattform auf dem Außengelände in Wanninchen ist über eine Rampe mit Rollstuhl und Kinderwagen erreichbar. Es gibt ausgewiesene Behindertenparkplätze und ein barrierefreies WC. Klärt den Zugang zu den Innenräumen vorab mit dem Zentrum: Bei der Erhebung im Juni 2026 war der Aufzug defekt, und einige Räume haben eine 4 cm hohe Türschwelle. Die steilen Hänge des Käuzchensteigs eignen sich nicht für einen gewöhnlichen Kinderwagenausflug. Auch die längeren Wanderungen führen über Wald- und Feldwege, die nicht durchgehend glatt befestigt sind.

Nicht verpassen

1

Wanninchen in der Dämmerung

Beobachtet bei einem begleiteten Herbsttermin vom Besuchergelände aus die einfliegenden Kraniche.

2

Fürstlich Drehna

Verbindet die 6-km-Runde mit einem Spaziergang rund um das Schloss.

3

Zu Fuß durch die Höllenberge

Auf dem kurzen Käuzchensteig erlebt ihr Quellen, Wälder und einen tiefen Talkessel.

4

Calauer Schweiz

Der Heedekornweg verbindet Fischteiche und bewaldete Höhen mit Dörfern, die für ihre Buchweizenplinsen bekannt sind.

Drei voneinander getrennte Geländeschnitte mit offener Sanddüne, schilfgesäumtem Tagebaurestsee und jungem Wald.

Offener Sand, Tagebaurestseen und sich entwickelnde Wälder prägen die Landschaft um Wanninchen. Die drei Ausschnitte zeigen Lebensraumtypen, keine Abfolge und keinen Lageplan.

Illustration: OpenAI image generation, 2026-10-15. Factual sources listed below.

Spaziergänge und Routen

Entdeckergelände Wanninchen

Besucht die Ausstellung, den Zeitreise-Pfad und die Aussichtsplattform am See in der Reihenfolge, die zu eurer Familie passt. Lasst euch Zeit für Pausen an den Entdeckerstationen.

Klärt vor der Anreise, ob ihr für die gewünschten Innenräume einen funktionierenden Aufzug braucht und ob dieser verfügbar ist.

Entdeckergelände Wanninchen

Um Fürstlich Drehna

Startet in Fürstlich Drehna und folgt der roten Markierung Fürstlich am Stiebsdorfer See vorbei. Über Raschkenweg und Gustenweg geht es zurück.

Naturwege können für kleine Räder schwierig sein. Fragt beim Naturpark nach dem aktuellen Zustand, wenn ihr einen gut rollbaren Weg braucht.

Um Fürstlich Drehna

Käuzchensteig

Beginnt am Höllberghof in Langengrassau und folgt der Eulenmarkierung. Macht eine Pause, wo sich an den Beke-Quellen das Waldbild verändert. Auf dem Rückweg steigt ihr durch Lamberts Keller wieder hinauf.

Zieht Wanderschuhe an und lasst den normalen Kinderwagen zu Hause.

Käuzchensteig

Heedekornweg

Folgt vom Bahnhof Luckaitztal aus dem gelben Punkt durch die Teichlandschaft Buchwäldchen–Muckwar und weiter durch die Calauer Schweiz, Weißag und Zwietow. Die Runde endet wieder am Bahnhof Luckaitztal.

Eine längere Wanderung durch die Landschaft. Wer zusätzlich auf den Turm möchte, muss Treppen steigen.

Heedekornweg

Wiedehopfweg: derzeit markierter Abschnitt

Eine Radtour in eine Richtung zwischen Schlabendorf und Fürstlich Drehna, über Wanninchen, Bergen und den Stiebsdorfer See. Folgt dem Wiedehopf auf hellgelbem Grund.

Die derzeit angegebene Strecke gilt für eine Richtung, nicht für eine vollständige Familienrunde.

Wiedehopfweg: derzeit markierter Abschnitt

Ein halber Tag mit der Familie

Bleibt für diesen Ausflug ganz in Wanninchen: zuerst die Ausstellung, danach die Entdeckerstationen und zum Schluss eine ruhige Pause mit Aussicht. Lasst die Kinder zwischen dem Fotopfad und einem weiteren Blick auf den Weiher wählen.

Ein Wandertag mit Bahnanreise

Nehmt euch für diesen Tag allein den Heedekornweg vor. Packt ein Mittagessen ein, plant Beobachtungspausen an den Teichen und entscheidet am Turm, ob alle noch Lust auf die Treppen haben. Prüft vor dem Start die Zugverbindung für eure Rückfahrt.

Aktivitäten

Zwei Blicke auf die Landschaft

Macht in Wanninchen vom Weg aus ein Foto mit weitem Seeblick und eines von einem kleinen Detail. Vergleicht, wie viel Leben auf jedem Bild zu erkennen ist. Die Fotopirsch-Stationen geben Anregungen fürs genaue Hinsehen.

Lauschen an den Teichen

Bleibt bei einem Frühlingsspaziergang nahe Buchwäldchen einmal still stehen und hört zu. Amphibien- und Kranichrufe eignen sich für eine kleine Geräuschesuche, ohne dass ihr dafür Tiere fangen oder anfassen müsst.

Landschaft im Wandel

Die Ausstellung im Haus in Wanninchen erklärt sowohl die Rückkehr der Natur als auch die Folgen des Bergbaus für die Menschen. Prüft Öffnungszeiten und benötigte Zugänge, bevor ihr sie als Regenprogramm einplant.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Beobachtet den abendlichen Einflug vom Besuchergelände aus. Hört zuerst hin: Oft helfen die Rufe dabei, ankommende Gruppen zu entdecken, bevor ihr sie am Himmel erkennt.

Sucht von der Plattform aus das Wasser in der Ferne und den Himmel ab. Die großen jagenden Vögel sind oft weit entfernt; ein Fernglas hilft dann mehr als die Handykamera.

Der Wiedehopf gehört zur offenen Sandlandschaft. Freut euch, wenn ihr ihn von einem freigegebenen Weg aus entdeckt, und haltet zu Nistkästen reichlich Abstand.

Haltet von freigegebenen Aussichtspunkten nach fliegenden Vögeln Ausschau. Ihre Brutwände sind empfindlich und können zudem instabil sein. Geht deshalb nicht an die Brutröhren heran.

Schaut euch im Winter weit entfernte weiße Schwäne mit dem Fernglas genauer an. Der gelb-schwarze Schnabel und die kräftigen Rufe helfen, Singschwäne von Höckerschwänen zu unterscheiden. Betretet die Felder nicht.

Beobachtet vom Weg aus gut sichtbare Strauchspitzen. Neuntöter suchen von solchen Warten nach Beute. Bemerkenswert ist, dass sie Beutetiere als Vorrat auf Dornen spießen. Sucht deswegen aber niemals die Büsche ab.

Bleibt an sonnigen Wegrändern, wo offener Boden an Deckung grenzt, einmal leise stehen. Hier leben wilde Eidechsen. Jagt ihnen nicht nach und hebt keine Verstecke an. Die Reptilien im Gehege des Zentrums sind dagegen gehaltene Tiere.

Nehmt euch an den Teichen des Heedekornwegs Zeit, über dem Wasser nach einem fischenden Fischadler Ausschau zu halten. Bleibt auf dem Weg und haltet Abstand zu Nestern.

Geschichten und Entdeckungen

Ein Tal ohne Fluss

Lamberts Keller ist ein Trockental. Während der letzten Kaltzeit schnitt Schmelzwasser Rinnen in den gefrorenen Boden. Heute gedeihen im kühlen, feuchten Klima des Tals Farne.

Ein Turm aus heimischen Ziegeln

Der Luckaitztaler Ziegelturm am Heedekornweg wurde aus örtlich hergestellten Klinkern gebaut. Zur Plattform führen 216 Stufen. Ihr könnt also getrennt entscheiden, ob ihr nur durch den Wald wandern oder auch auf den Turm steigen möchtet.

Offene Sandflächen erhalten

Auf offenen Sandböden leben spezialisierte Tiere und Pflanzen. Zum Naturschutz gehört hier, diese offenen Lebensräume zu fördern und zugleich junge Wälder entstehen zu lassen.

Die passende Jahreszeit

Lauscht an den Fischteichen und nehmt euch Zeit für Pausen im Wald.

Beobachtet das Leben an sonnigen Wegrändern. Für offene Abschnitte gehören Wasser und Sonnenschutz ins Gepäck.

Stimmt euren Besuch in Wanninchen auf das angekündigte Kranichbeobachtungsprogramm ab.

Haltet nach Singschwänen Ausschau und bestätigt vor der Anreise die eingeschränkten Öffnungszeiten des Besucherzentrums.

Anreise und praktische Tipps

Nützliche Anlaufstellen

In Wanninchen gibt es Toiletten, eine Wickelmöglichkeit, eine Ausstellung und einen Naturspielplatz. Die Naturpark-Info befindet sich im ehemaligen Gärtnereihaus in Fürstlich Drehna, nahe Schloss und Park.

Zum passenden Ausgangspunkt

Nach Wanninchen folgt ihr den Schildern über Görlsdorf. Die Adresse lautet Wanninchen 1, 15926 Luckau. Für eine Wanderung mit Bahnanreise eignet sich der Bahnhof Luckaitztal. Weitere Bahnhöfe für die Region sind Calau, Luckau-Uckro, Walddrehna und Lübbenau; von dort müsst ihr weiterfahren. Nutzt aktuelle Fahrplanauskünfte statt der Liniennummern in älteren Faltblättern.

Den ganzen Besuch durchplanen

Ruft in Wanninchen unter +49 5527 914-341 an, wenn ihr für die Innenräume auf den Aufzug angewiesen seid. Der Aussichtspunkt draußen ist über eine Rampe erreichbar. Fragt trotzdem gezielt nach den Ausstellungsräumen und dem WC-Zugang, die ihr nutzen möchtet.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Wählt euren Ausgangspunkt

Wanninchen, Fürstlich Drehna und Höllberghof sind unterschiedliche Anreiseziele.

Plant die Weiterfahrt

Für den Heedekornweg eignet sich der Bahnhof Luckaitztal. Prüft die aktuellen Zugverbindungen; zu den anderen Hauptzielen braucht ihr eine Weiterfahrt.

Kranichbeobachtung planen

Schaut in Wanninchens Veranstaltungskalender nach Datum, Beginn und Anmeldebedingungen.

Warm genug zum Warten

Beim abendlichen Beobachten an den Schlafplätzen sind warme Schichten wichtig. Packt Wasser, einen Imbiss und ein Fernglas ein.

Bleibt auf offenen Wegen

Geht für ein Foto niemals quer über Kippenflächen oder gesperrte Uferböschungen hinunter.

Nehmt etwas Bargeld mit

In Wanninchen wird Eintritt erhoben. Erkundigt euch beim Zentrum nach den aktuellen Preisen und Zahlungsmöglichkeiten.

Hunde nah bei euch führen

Nutzt in Schutzgebieten die Leine und beachtet die Beschilderung, besonders bei fressenden oder rastenden Vögeln.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Der Naturpark umfasst eine ganze Region. Entscheidet euch zuerst für einen Wanderstart oder ein Besucherzentrum. Für Wanninchen gelten eigene Eintritts- und Öffnungsregelungen.
Im Herbst lohnt sich ein Versuch besonders, doch die Zahl der Vögel und ihre Flugwege wechseln. Bei einer begleiteten Abendbeobachtung erfahrt ihr mehr über das Geschehen, ohne die Tiere an ihren Schlafplätzen zu stören.
In Wanninchen könnt ihr den Besuch am leichtesten abkürzen. Der Käuzchensteig ist zwar kurz, aber steil. Wählt ihn für Kinder, die gern selbst laufen, und nicht allein wegen der geringen Kilometerzahl.
Nur nach Vereinbarung oder zu einer angekündigten Veranstaltung. Das Freilichtmuseum hat keine regulären Öffnungszeiten für spontane Besuche.
Macht die Ausstellung Landschaft im Wandel in Wanninchen zum Hauptziel. Auch die Naturpark-Info in Fürstlich Drehna hat eine Ausstellung im Haus. Sie öffnet jedoch normalerweise nur werktags und bleibt an Feiertagen geschlossen.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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