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ParkMecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide

Hier erwarten euch ruhige Waldwege, klare Seen und ein dunkler Abendhimmel, an dem die Milchstraße sichtbar werden kann.

Über diesen Ort

Hier erwarten euch ruhige Waldwege, klare Seen und ein dunkler Abendhimmel, an dem die Milchstraße sichtbar werden kann. Die Nossentiner/Schwinzer Heide erstreckt sich über 355 km² im Westen der Mecklenburgischen Seenplatte. Rund 60 Seen liegen im Naturpark, mehr als die Hälfte seiner Fläche ist bewaldet. Sucht euch für einen Tag eine Ecke aus: Das Besucherzentrum, der Fledermauspfad in Bossow und das Mildenitz-Durchbruchstal liegen an verschiedenen Orten.

Wenn eure Kinder gern selbst etwas ausprobieren, beginnt am Fledermauspfad in Bossow. Für eine längere Waldwanderung bietet sich das Mildenitz-Durchbruchstal bei Kläden an. Dort hat ein kleiner Fluss ein überraschend tiefes Tal geschaffen. Am Ortkrug geht es um ganz andere Entdeckungen: Findlinge, die das Eis aus Skandinavien hierhergetragen hat, stehen neben einem öffentlichen Sternenbeobachtungsplatz. Nimm den ultimativen Naturführer mit: Bestimme Vögel, Pflanzen und Tiere mit der Snappit-App.

Der Naturpark wurde 1990 zunächst unter Schutz gestellt und 1994 durch eine Landesverordnung endgültig festgesetzt. Zu DDR-Zeiten war ein großer Teil der Region wegen Staatsjagd und militärischer Sperrgebiete für die Allgemeinheit nicht zugänglich. Auch ältere Geschichte ist erhalten geblieben: Auf den Waldwegen rund um den Samoter See wurden einst Waren wie Glas, Holz, Teer und Holzkohle transportiert.

Was ihr hier machen könnt

Entdeckt die zwölf Stationen des Bossower Fledermauspfads und probiert die frei zugänglichen Angebote über Schall und das Leben im Dunkeln aus. Wenn ihr alle Stationen nutzen möchtet, bucht eine Führung. Dabei lernt ihr auch die ehemaligen Munitionsbunker kennen, die heute Fledermäusen als Quartier dienen. Erkundet diese niemals auf eigene Faust.

Für einen längeren Ausflug beschreibt der Naturpark eine etwa 5 km lange Runde durch das Mildenitz-Durchbruchstal ab dem Parkplatz an der Alten Mühle bei Kläden. Folgt den aktuellen Wegweisern und der Karte zurück zum Ausgangspunkt. Lauscht am Fluss und schaut hinauf zu den mit Buchen bewachsenen Talhängen. Es ist eine Waldwanderung durch ein steil eingeschnittenes Tal; eine durchgehend stufenlose Promenade könnt ihr hier nicht erwarten.

Der Karower Meiler ist normalerweise ein guter Einstieg mit Ausstellung, Teich, Obstwiese und Wasserspielplatz. In seinem Hinweis zum 14. Oktober 2026 meldet der Naturpark jedoch, dass das Zentrum wegen der Baustelle an der Kreuzung Karow nicht erreichbar ist. Klärt die Zufahrt, bevor ihr es als ersten Stopp einplant. Die Arbeiten sind bis zum 30. Oktober vorgesehen; die Termine können sich ändern.

Saisonale Infos

Der Karower Meiler öffnet regulär von April bis September täglich, im März und Oktober nur montags bis freitags. Von November bis Februar ist er geschlossen. Achtet neben den üblichen Öffnungszeiten auch auf besondere Hinweise. Nach Wind, Regen oder Frost ist auf Waldwegen zusätzliche Vorsicht nötig. Im Winter könnt ihr mit Glück eine Wasseramsel an der Mildenitz entdecken. Tierbeobachtungen lassen sich aber nie versprechen.

Barrierefreiheit

Die Ausstellung im Karower Meiler ist innen barrierefrei zugänglich. An der Eingangsrampe kann jedoch Hilfe nötig sein, und Teile des Außengeländes sind Wiese. Klärt vor der Anreise den Zugang, die Toiletten und die Baustellensituation direkt mit dem Zentrum. Wenn ihr Bossow oder die Mildenitz-Runde mit Rollstuhl oder Kinderwagen besuchen möchtet, fragt nach Untergrund, Steigungen, Stufen und dem Weg von eurem tatsächlichen Parkplatz oder eurer Bushaltestelle. Geht bei keinem der beiden Wege von einer durchgehend stufenlosen Strecke aus.

Nicht verpassen

1

Fledermauspfad Bossow

Erkundet Echoortung und Fledermausverhalten an Mitmachstationen.

2

Mildenitz-Durchbruchstal

Folgt einem Fluss durch ein bewaldetes Tal in der eiszeitlich geprägten Landschaft.

3

Gesteinsgarten Ortkrug

Vergleicht Findlinge und entdeckt am Sternenbeobachtungsplatz Gesteine, die durch Meteoriteneinschläge entstanden sind.

4

Ruhige Seenlandschaft

Haltet über Wald und Wasser nach einem Seeadler Ausschau, ohne seinen Horst zu suchen.

Drei Aquarelle zeigen einen rötlich-grauen Stein im Felsuntergrund, im Gletschereis und nach dem Abschmelzen auf sandigem Boden.

Die Findlinge am Ortkrug erzählen von einer Reise mit dem Gletschereis. Die KI-Bildfolge erklärt Herausbrechen, Transport und Ablagerung anhand eines beispielhaften Steins; sie bildet kein bestimmtes Ausstellungsstück ab.

Illustration: AI-generated for Snappit; factual basis: respective Naturpark / LUNG M-V

Spaziergänge und Routen

Besuch auf dem Fledermauspfad Bossow

Erkundet die frei zugänglichen Lernstationen in eurem eigenen Tempo. Mit einer vorab gebuchten Führung könnt ihr das vollständige Angebot nutzen. Für das geführte Programm nennt der Naturpark etwa zwei Stunden.

Geht nicht davon aus, dass jede Station und der gesamte Zugang mit Rollstuhl oder Kinderwagen nutzbar sind. Fragt den Veranstalter, welche Angebote zu eurer Gruppe passen.

Besuch auf dem Fledermauspfad Bossow

Mildenitz-Runde ab Alte Mühle

Die vom Naturpark beschriebene, etwa 5 km lange Rundwanderung führt durch das Mildenitz-Durchbruchstal. Folgt der aktuellen Beschilderung und der Routenkarte durch das Tal und zurück zur Alten Mühle. Nehmt euch Zeit, das fließende Wasser zu beobachten, ohne an die Uferkante heranzugehen.

Plant die Tour als Waldwanderung; eine durchgehend stufenlose Strecke ist nicht bestätigt. Fragt den Naturpark nach dem aktuellen Wegezustand und besprecht eure Anforderungen an die Zugänglichkeit.

Mildenitz-Runde ab Alte Mühle

Ein spielerischer halber Tag

Macht den Bossower Lernpfad zum Mittelpunkt eures Ausflugs und lasst den Rest offen. Wenn ihr alle Stationen ausprobieren möchtet, vereinbart zuerst eine Führung. Hebt euch den nahen Sternenbeobachtungsplatz für einen passenden Abend auf, statt müde Kinder auf die Dunkelheit warten zu lassen.

Ein Tag am Fluss

Geht die Mildenitz-Runde mit einem Imbiss und ruhigen Beobachtungspausen. Kehrt erst zur Alten Mühle zurück und entscheidet dann, ob ihr noch woanders hinfahren möchtet. Der Zugang aus dem Dorf Kläden und eine zusätzliche Seeumrundung sind in diesem Plan nicht enthalten.

Aktivitäten

Ein Klangexperiment in Bossow

Probiert eine zugängliche Klangstation aus. Danach beschreibt jeder, was beim Orten des Geräuschs geholfen hat. Vergleicht eure Ideen mit der Erklärung zur Echoortung der Fledermäuse. Verschlossene Geräte bleiben einer Führung vorbehalten.

Die Reise eines Findlings verfolgen

Sucht euch am Ortkrug zwei unterschiedliche Steine aus und vergleicht Farbe und Oberfläche. Die Schautafeln erklären, wie Gesteine entstehen und wie Gletscher diese Steine aus Skandinavien hierherbrachten. Lasst sie für die nächsten Besucher an ihrem Platz.

Die Sterne auftauchen sehen

Beobachtet an einem eingerichteten Sternenbeobachtungsplatz, wie sich der Himmel mit zunehmender Dunkelheit verändert. Legt helle Bildschirme weg, nutzt Rotlicht sparsam und macht es Kindern leicht zu sagen, wenn sie frieren oder müde werden.

Ein Einstieg drinnen, sofern geöffnet

Im Karower Meiler lernt ihr die Landschaft, ihre Tierwelt und das Sternenparkprojekt unter Dach kennen. Als Regenalternative eignet er sich nur, wenn Zufahrt und saisonale Öffnung einen Besuch erlauben. Klärt beides vor der Abfahrt.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Haltet von einem öffentlichen Weg aus über Seen und Waldrändern Ausschau. Erwachsene Vögel haben einen hellen Kopf und einen weißen Schwanz, Jungvögel sind dunkler. Haltet Abstand zu ruhenden Vögeln.

Lauscht am Malkwitzer See auf die weit tragenden Rufe und schaut vom öffentlichen Weg aus über die Landschaft. Bleibt von feuchten Rückzugsbereichen fern und folgt keinem Vogel ins Schilf.

Macht dort eine Pause, wo der markierte Weg einen freien Blick auf den See bietet. Beobachtet Himmel und Wasser aus der Ferne. Sucht keine Horste und erwartet nicht bei jedem Besuch einen Fischfang.

Achtet auf einen schnellen blauen Blitz am Fluss. Bleibt auf dem Weg und wartet, bis der Vogel von selbst ins Blickfeld kommt. Lasst Löcher in den Uferböschungen ungestört.

Schaut vom Weg aus auf das fließende Wasser. Ein langschwänziger Vogel mit gelber Unterseite lohnt einen genaueren Blick durchs Fernglas. Steigt dafür nicht ins Flussbett hinab.

Haltet im Winter von sicheren Stellen am Weg aus nach einem gedrungenen Vogel mit weißer Brust Ausschau. Eine Wasseramsel ist hier ein möglicher Wintergast, keine sichere Beobachtung.

Ein Fischotter am Samoter See wäre eine glückliche Überraschung. Beobachtet ruhig vom ausgeschilderten Weg aus und lasst Uferbewuchs und mögliche Ruheplätze unberührt.

Haltet vom markierten Paschensee-Wanderweg aus zwischen den Uferbäumen nach stacheligem, immergrünem Wacholder Ausschau. Fotografiert nur, was vom Weg aus sichtbar ist, und lasst die Beeren am Strauch.

Diese kleine fleischfressende Pflanze übersieht man leicht. Freut euch über einen Fund, der vom ausgeschilderten Weg aus zu sehen ist. Betretet das nasse Ufer nicht, um sie zu suchen oder zu fotografieren.

Klare Waldseen

Der Paschensee ist ein nährstoffarmer Kesselsee ohne natürlichen Zu- oder Abfluss. Ihn umgibt Kiefernwald; am Ufer wachsen auch ältere Buchen und Eichen. Betrachtet die Pflanzen vom markierten Weg aus.

Ein schattiges Flusstal

Im Mildenitztal treffen fließendes Wasser, Ufer, an denen der Fluss Erde abträgt, und bewaldete Hänge aufeinander. Die Flussvögel nutzen unterschiedliche Bereiche dieses schmalen Lebensraums. Eine geduldige Pause kann deshalb mehr bringen, als zügig weiterzugehen.

Bruchwald und stilles Wasser

Rund um den Samoter See bieten Bruchwälder Deckung am Wasser. Fischotter und Kranich gehören zu dieser Landschaft. Ihr Vorkommen ist ein guter Grund, dem Ufer Raum zu lassen, statt es aus der Nähe abzusuchen.

Geschichten und Entdeckungen

Ein kleiner Fluss mit tiefem Tal

Zwischen Schwarzem See und Alter Mühle hat sich die Mildenitz etwa 15 m tief in die Endmoräne eingeschnitten. Ausströmendes Wasser eines eiszeitlichen Sees hat das Tal mitgeformt.

Gesteine aus einem Einschlag

Neben dem Sternenbeobachtungsplatz Ortkrug zeigen sogenannte Impaktite, was bei einem Meteoriteneinschlag mit Gestein geschieht. Sie verbinden auf anschauliche Weise den Gesteinsgarten mit dem Himmel darüber.

Die passende Jahreszeit

Tagsüber Tiere, abends Sterne

Nutzt die Wege in den Naturschutzgebieten bei Tageslicht. Geht für den Abend zu einem ausgewiesenen Sternenbeobachtungsplatz und nehmt auch im Sommer warme Kleidung mit. Die Hinweise zum Sternegucken schließen nächtliche Erkundungen in Naturschutzgebieten aus.

Anreise und praktische Tipps

Karower Meiler, wenn die Zufahrt offen ist

Das Besucherzentrum liegt am Ziegenhorn 1 in Plau am See, Ortsteil Karow. Das Team hilft bei der Routenwahl; regionale Produkte und Getränke werden angeboten. Klärt nach den Einschränkungen im Oktober 2026 die Erreichbarkeit, bevor ihr euch auf die Angebote des Zentrums verlasst.

Erst das Ziel, dann die Verbindung wählen

Die Ausgangspunkte im Naturpark liegen teils weit auseinander. Sucht für Bus und Bahn bei der VMV nach eurem genauen Ziel und Reisedatum. Prüft anschließende Fußwege und Rückverbindungen. Falls ein Rufbus angeboten wird, beachtet die Buchungshinweise des Verkehrsunternehmens. Auch bei der Autofahrt nach Karow müsst ihr die aktuellen ausgeschilderten Umleitungen berücksichtigen.

Den ganzen Ausflug besprechen

Sagt dem Karower Meiler, ob ihr an der Rampe Hilfe oder während des gesamten Besuchs festen Untergrund braucht. Fragt bei den Wanderwegen nach Zugang, Rückweg, möglichen Stufen und einer geeigneten Toilette. Die Wege draußen im Naturpark können sich deutlich vom Ausstellungsraum unterscheiden.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

9

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Ausgangspunkt wählen

Für Bossow nutzt ihr den kleinen Parkplatz an der Straße Richtung Schwinz, etwa 400 m westlich des Bahnübergangs. Die Mildenitz-Wanderung beginnt an der Alten Mühle bei Kläden.

Zufahrt nach Karow prüfen

Die Straßenarbeiten sind bis zum 30. Oktober 2026 geplant. Lest vor der Fahrt zum Karower Meiler die Naturpark-Startseite und die aktuellen Verkehrshinweise.

Für die ganze Wanderung packen

Nehmt Trinkwasser, einen Imbiss, ein Fernglas und Schuhe mit griffiger Sohle mit. Verlasst euch für die Verpflegung nicht darauf, tief im Wald etwas kaufen zu können.

Ruhe bewahren

Bleibt in Naturschutzgebieten auf den ausgewiesenen Wegen, führt Hunde an der Leine und nehmt euren Müll mit. Lasst Pflanzen und Tiere an ihrem Platz.

Fledermausführung buchen

Wenn ihr in Bossow alle Mitmachangebote nutzen möchtet, braucht ihr eine Führung. Vereinbart Termin und Preis vorab.

Rücksicht in der Nacht

Bringt warme Kleidung und eine schwache Rotlichttaschenlampe mit. Vermeidet helles weißes Licht und Lärm und geht nachts nicht auf Erkundungstour in Naturschutzgebiete.

Hin- und Rückfahrt prüfen

Sucht im VMV-Fahrplan nach eurem konkreten Ziel und Reisedatum. Rechnet den Fußweg ab der Haltestelle ein und prüft die letzte passende Rückverbindung.

Ausgewiesene Parkplätze nutzen

Waldwege sind weder eine alternative Zufahrt noch ein Platz zum Übernachten oder Campen.

Häufig gestellte Fragen

Bossow eignet sich für einen spielerischen Besuch: Ausgewählte Stationen des Fledermauspfads sind frei zugänglich, für das vollständige Angebot braucht ihr eine Führung. Wenn Zufahrt und Öffnungszeiten es erlauben, ergänzt der Karower Meiler den Ausflug mit einer Ausstellung und Spielmöglichkeiten draußen.
Nutzt ausgeschilderte öffentliche Wege und beachtet die Regeln des jeweiligen Naturschutzgebiets. Am Paschensee könnt ihr den Klarwassersee und seine Uferpflanzen vom markierten Wanderweg aus erleben. Ein sichtbares Ufer erlaubt euch nicht automatisch, den Weg zu verlassen oder ein Boot einzusetzen.
Der Pfad vermittelt Wissenswertes über Fledermäuse, auch wenn gerade keine zu sehen sind. Manche Stationen lassen sich nur bei einer Führung nutzen; lebende Tiere sind nicht garantiert. Öffnet niemals Fledermauskästen, betretet keine gesperrten Bunker und leuchtet nicht in Quartiere.
Nein. Er umfasst eine große, bewohnte Landschaft mit mehreren eigenständigen Ausgangspunkten. Sucht euch einen überschaubaren Bereich aus. Wenn ihr das Naturschutzgebiet Krakower Obersee oder einen anderen weiter entfernten See ergänzen möchtet, plant die Fahrt dorthin gesondert.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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