Hier erwarten euch Mitmachstationen im Wald, Spaziergänge an Seen und ein Blick in einen ehemaligen Vulkansteinbruch. Für einen ersten Familienausflug bietet sich die Bonner Waldau an: Naturausstellung, Spielplatz und Hirschgehege liegen nah beieinander. Prüft die aktuellen Umleitungen, bevor ihr euren Spaziergang plant.
Der Naturpark Rheinland erstreckt sich auf mehr als 1.000 km² im Raum Köln und Bonn. Dörfer, Felder, Wälder und Besucherzentren verteilen sich über eine Landschaft, in der auch gewohnt und gearbeitet wird. Sucht euch deshalb für den Tag einen Bereich aus. Die Waldau, die Ville-Seen und der Dächelsberg sind jeweils eigene Ausflugsziele.
Im Kottenforst erinnern breite, schnurgerade Alleen an die frühere höfische Jagd. Alte Stieleichen, Rotbuchen und Hainbuchen laden dazu ein, langsam durch den Wald zu gehen. Hört erst einmal hin, bevor ihr nach Vögeln sucht: Spechte sind zwischen den Stämmen oft schwer zu entdecken. Die Hirsche hinter den Zäunen der Waldau leben in Gehegen; die Vögel, die sich frei durch den Wald bewegen, sind Wildtiere.
Die Ville erzählt eine andere Geschichte. Ihre rund 40 Seen liegen in ehemaligen Braunkohlegruben, um die heute Wald wächst. Weiter südlich legt der Dächelsberg das Gestein im Inneren eines alten Vulkans frei. Vom Aussichtsturm könnt ihr sehen, wie aus einem Steinbruch ein geschützter Lebensraum geworden ist, ohne ihn zu betreten. Mach mehr aus deinem Abenteuer: Lade die Snappit-App herunter, um einheimische Arten zu bestimmen.
1959 wurde das Gebiet als Naturpark Kottenforst gegründet. 1967 kamen die rekultivierten Landschaften der Ville hinzu. Damit wurden ehemalige Bergbauflächen und ältere Wälder in einem gemeinsamen Erholungs- und Schutzraum verbunden. Der Beschluss zur Umbenennung in Naturpark Rheinland folgte 2005.