Die große Flussschleife der Saar, bewaldete Hunsrückhöhen und Naturwege für eine Stunde oder einen ganzen Tag machen hier den Ausflug aus. Für euren ersten Besuch bieten sich zwei ganz unterschiedliche Ausgangspunkte an: das Cloef-Atrium in Orscholz für den Blick auf die Saarschleife oder das Nationalpark-Tor Erbeskopf für Entdeckungen im Wald und eine Ausstellung drinnen.
Der Naturpark Saar-Hunsrück erstreckt sich über 2.055 km² im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Dörfer, Wiesen, Weinberge, bewirtschaftete Wälder und geschützte Lebensräume gehören zu dieser Landschaft. Wählt lieber einen Teil des Naturparks aus, statt an einem Nachmittag möglichst viele weit auseinanderliegende Ziele anzusteuern.
Der kleinere Nationalpark Hunsrück-Hochwald liegt innerhalb des Naturparks. Er wurde 2015 gegründet und gibt natürlichen Vorgängen deutlich mehr Raum, den Wald zu gestalten. Seine Besucherregeln und Sperrhinweise sind für euren Ausflug am Erbeskopf wichtig. Sie gelten aber nicht als einheitliches Regelwerk für jeden Ort, jede Attraktion und jeden Weg im großen Naturpark.
Lasst an der Cloef den Ausblick erst einmal auf euch wirken, bevor ihr zur Kamera greift. Die Saar legt sich um einen steilen, bewaldeten Bergsporn. Der Fluss tief unter euch macht auch Kindern anschaulich, wie weit sich Wasser in eine Landschaft einschneiden kann. Der längere Cloefpfad führt euch ins feuchte Steinbachtal. Bemooste Felsen und Totholz geben dort ganz andere Einblicke als der offene Aussichtspunkt.
Am Erbeskopf könnt ihr den Tag anders gestalten. Der Naturvielfalts-Pfad bezieht Kinder mit Informations- und Mitmachstationen ein, darunter ein Spiel zum Gleichgewicht im Ökosystem. Die Ausstellung im Besucherzentrum erklärt Wald und Moore und hilft dabei, eure Beobachtungen draußen einzuordnen. Größere Säugetiere bleiben meist verborgen. Blumen, Baumrinde, Moose und die unterschiedlichen Waldformen bieten oft die ergiebigeren Motive für ein gemeinsames Naturtagebuch. Fragst du dich, welcher Vogel oder welches Insekt das ist? Finde es mit der Snappit-Natur-App heraus.
Die Felsen an der Saarschleife erzählen eine viel ältere Geschichte als ihre Aussichtspunkte. Widerstandsfähiger Quarzit prägte die Höhenzüge mit; Frost zerlegte während der letzten Eiszeit Gestein zu Blockhalden. Zum Naturpark gehören auch vom Menschen gepflegte Landschaften wie Heuwiesen und Weinberge. Der 2015 innerhalb des Naturparks gegründete Nationalpark setzt einen anderen Schwerpunkt: Natürliche Vorgänge im Wald sollen sich mit weniger menschlichen Eingriffen entwickeln können.