Im Steigerwald könnt ihr große Bäume entdecken, kleinen Dingen nachgehen und euren Waldtag so gestalten, wie es zu eurer Familie passt. Der Naturpark erstreckt sich über sechs bayerische Landkreise, mit Dörfern, Weinbergen, Bächen und ganz unterschiedlichen Wäldern. Für den ersten Besuch bietet sich das Steigerwald-Zentrum in Handthal an: Die Ausstellung gibt Kindern Ideen, worauf sie draußen achten können. Danach entscheidet ihr, wie weit und wie abenteuerlich es noch werden soll.
Die Buche begleitet euch durch den Besuch. Achtet draußen auf ihre glatte Rinde und darauf, wie die Bäume im Wald zum Licht emporwachsen. Drinnen führen euch eine Buchenwurzel und ein in Abschnitte geteilter Stamm durch die Ausstellung. Bildschirme und Mitmachstationen machen auch die Teile eines Baumes erfahrbar, die sonst verborgen bleiben. Buchenholz steckt sogar in tragenden Teilen des Gebäudes. Ein Blick nach oben gehört also dazu.
In den umliegenden Wäldern lohnt es sich, langsam unterwegs zu sein. Alte Stämme, Höhlen und morsches Holz bieten anderen Lebewesen Nahrung und ein Zuhause. Schwarzspechte brüten im Steigerwald; ihre Hackspuren sind oft noch zu sehen, wenn der Vogel längst weitergezogen ist. Bleibt lieber einen Moment still auf dem Weg stehen und schaut genau hin, statt jedem Geräusch hinterherzulaufen. Anderswo im Naturpark leben Eisvögel an Flüssen und Teichen, während auf den trockenen Wiesen im Süden Frühlingsblumen wachsen. Diese Lebensräume liegen auseinander. Alle Arten auf einem einzigen Waldspaziergang zu finden, solltet ihr deshalb nicht erwarten.
Einen anderen Blick auf den Wald bietet der Baumwipfelpfad bei Ebrach mit seinem 42 m hohen Aussichtsturm. Handthal und der Baumwipfelpfad sind zwei getrennte Ausflugsziele mit jeweils eigener Anfahrt. Sucht euch vor allem mit jüngeren Kindern eines davon als Hauptziel aus. Eine Ausstellung, ein Picknick und Zeit zum Spielen können schon einen ganzen Tag füllen. Mach deinen Besuch zur Safari! Nutze die Snappit-App, um Wildtier-Sichtungen hier zu scannen und zu loggen.
Der 1972 gegründete Naturpark schützt eine Landschaft, die von Natur und langjähriger Nutzung geprägt ist. Wie der Wald bewirtschaftet wird, unterscheidet sich dabei deutlich: In den Mittelwäldern des Südens wird das Unterholz weiterhin regelmäßig abschnittsweise entnommen, während sich alte Bäume und Totholz in Naturwaldreservaten ohne Holzernte entwickeln können. Das Steigerwald-Zentrum macht diese unterschiedlichen Entscheidungen beim Familienausflug verständlich: Wie nutzen und pflegen wir Wälder, und wo lassen wir sie sich selbst verändern?