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ZooSaxony, Deutschland

Naturschutz-Tierpark Görlitz

Im Görlitzer Tierpark erwartet euch ein Familienausflug mit viel Zeit zum Beobachten, einem tibetischen Dorf und Spielplätzen, auf denen es auch etwas zu entdecken gibt.

Über diesen Ort

Im Görlitzer Tierpark erwartet euch ein Familienausflug mit viel Zeit zum Beobachten, einem tibetischen Dorf und Spielplätzen, auf denen es auch etwas zu entdecken gibt. Der fünf Hektar große Park verbindet asiatische Tiere mit dem Bauernhofleben der Oberlausitz. Zwischen den Gehegen lohnt sich immer wieder eine Pause. Beginnt bei den Zebramangusten nahe dem Eingang und schaut ins Tagesprogramm, bevor ihr eure nächsten Ziele auswählt.

Im Tibetdorf gehören Kamele und Yaks ebenso dazu wie Gebäude aus Stein und Holz, ein begehbares Bauernhaus und Gebetsmühlen. Auf dem Oberlausitzer Bauernhof können Kinder Haustierrassen kennenlernen, Kaninchen beobachten und mit den kleinen bereitgestellten Arbeitsgeräten selbst einmal Tierpfleger spielen. Der felsige Alpenhang, die Känguruanlage und das Lausitz-Tal mit seinen Teichen bieten weitere Möglichkeiten zum Beobachten. Auch begehbare Anlagen bleiben Tiergehege: Bleibt auf den Besucherwegen und lasst den Tieren Platz. Erkunde das Gelände wie ein Profi – lade die Snappit-App herunter, um Tiere und Pflanzen sofort zu bestimmen.

Der Tierpark entstand 1957 in einem ehemaligen Privatpark an der Zittauer Straße. Freiwillige aus der Stadt halfen beim Bau der ersten Gehege. Seit 1995 wird er von einem Trägerverein betrieben. Der Bauernhof eröffnete 1994, die Arbeiten am Tibetdorf begannen 2005. Zu den jüngeren Ergänzungen gehören die Naturbrücke, die im Dezember 2024 eröffnet wurde, und Wild Love Stories, das im Juli 2026 hinzukam.

Was ihr hier machen könnt

Für einen kürzeren Besuch bieten sich der Bauernhof und das Tibetdorf als Schwerpunkte an. Vergleicht die langen Eselohren mit den zwei Höckern der Kamele und legt einen Halt am Stachelschwein-Plateau ein. Danach dürfen die Kinder ein Naturspiel oder den Milchspielplatz auswählen. Wenn ihr länger bleibt, nehmt die Alpensteinböcke, die Kängurus und die Fischotter im Lausitz-Tal dazu. Auch die neuere Artenschutzvoliere mit Kattas und Buschschliefern lohnt einen Besuch. Hebt euch etwas Neugier für Wild Love Stories auf: In drei Innenräumen geht es um Verführung, Paarung und Nachwuchs im Tierreich. Mit dem Zooplan findet ihr von einem ausgewählten Ziel zum nächsten.

Saisonale Infos

Der Tierpark öffnet regulär täglich um 09:00 Uhr. Von März bis Oktober schließt er um 18:00 Uhr, von November bis Februar um 16:00 Uhr. Im Winter lohnt sich deshalb ein früherer Start. Überdachte Spiel- und Ausstellungsräume bieten Regenpausen, die Wege dazwischen führen aber durch den Park. Schaut vor der Anreise nach aktuellen Hinweisen und Öffnungszeiten.

Barrierefreiheit

Über die Naturbrücke führt eine barrierefreie Runde durch den Park. Fragt am Eingang nach diesem Weg, besonders wenn ihr mit Rollstuhl oder Kinderwagen unterwegs seid: Im Gelände gibt es auch Steigungen, und der Gehegeweg am Alpenhang ist eine zusätzliche Abzweigung. Bei der Känguruanlage findet ihr eine barrierefreie Toilette. Wenn ihr auf stufenlose Zugänge angewiesen seid, klärt einzelne Gebäude und Abstecher mit dem Tierpark ab. Die barrierefreie Runde bedeutet nicht, dass jeder Raum und jeder Aussichtspunkt stufenlos erreichbar ist.

Nicht verpassen

1

Tibetdorf

Erkundet das Bauernhaus und beobachtet Kamele, Yaks und Stachelschweine

2

Bauernhof und Spielpausen

Verbindet die Haustiere mit dem Milchspielplatz und der überdachten Entdeckerscheune

3

Tiere beobachten

Nehmt Steinböcke, Kängurus und die Teichlandschaft im Lausitz-Tal dazu

4

Ein halber Tag mit der Familie

Plant 3–4 Stunden ein; die Runde über die Naturbrücke bietet einen barrierefreien Weg durch den Park

Spaziergänge und Routen

Etwa zwei Stunden: Bauernhof und Tibetdorf

Beginnt bei den Mangusten und besucht anschließend den Bauernhof, die Stachelschweine und das Tibetdorf. Lasst Zeit für eine richtige Spielpause, statt noch jedes weitere Gehege mitzunehmen. Wenn euch eine bestimmte Fütterung besonders wichtig ist, richtet die Reihenfolge danach aus.

Mehr Zeit: auch in den oberen Park

Nehmt die Kängurus und den Alpenhang dazu. Nutzt dafür je nach Bedarf die Hauptbesucherwege oder die Runde über die Naturbrücke. Gönnt den Fischottern im Lausitz-Tal einen eigenen Beobachtungshalt. Plant das Mittagessen und einen oder mehrere Räume von Wild Love Stories um eure wichtigsten Tierbeobachtungen herum.

Aktivitäten

Zwei Bauernhöfe, unterschiedlicher Alltag

Vergleicht das tibetische Bauernhaus mit der benachbarten Entdeckerscheune. Schaut auf die Baumaterialien und Alltagsgegenstände: Bei welchen Arbeiten spielen Tiere eine Rolle? Jeder darf ein Detail auswählen, über das er mehr erfahren möchte.

Probiert eine tierische Fähigkeit aus

Versucht euch in der Buchenallee am Spechtzungenspiel oder an einer Balancieraufgabe auf dem Kletterpfad. Beobachtet danach ein Tier in Bewegung und vergleicht eure eigene Technik mit seinen Füßen, seinem Schwanz oder Schnabel. Getobt wird dabei nur im Spielbereich.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Schaut durch die großen Scheiben, wie sich die Gruppe zwischen Fässern, Kisten und Bänken bewegt. Beobachtet einen Moment lang ein einzelnes Tier und nehmt dann wieder die ganze Gruppe in den Blick. Was machen seine Nachbarn?

Zählt die beiden Höcker und schaut euch dann die Form der Füße beim Laufen an. In den Höckern wird Fett gespeichert, kein Wasser. Hier leben domestizierte Trampeltiere, die von der Wildkamelart zu unterscheiden sind.

Beobachtet am Plateau, wie ein Stachelschwein seine Stacheln beim Laufen und Fressen trägt. Ein ruhiger Blick von der vorgesehenen Besucherseite reicht völlig aus. Versucht nicht, das Tier zu einer Abwehrreaktion zu reizen.

Sucht zuerst nach den spitzen Ohren und dann nach dem Umriss des Tieres. Die kleinen Füchse sind beim Ruhen leicht zu übersehen. Wenn beim ersten Halt wenig los ist, könnt ihr zur angekündigten Schaufütterung noch einmal vorbeischauen.

Schaut euch erst die ganze Herde an und wählt dann ein Tier zum Beobachten aus. Bei den Männchen wird die Verdickung am Hals während der Brunft im Herbst deutlicher. Bleibt auf dem Weg und versucht nicht, ein Tier näher heranzulocken.

Vergleicht am Felshang die unterschiedlich großen Hörner und achtet darauf, wie sicher die Tiere ihre Füße setzen. Nutzt den ausgewiesenen Besucherpfad nur, wenn er für eure Gruppe passt, und lasst den Tieren Platz zum Vorbeigehen.

Nutzt den äußeren Besucherbereich oder das große Panoramafenster am Haus. Achtet außer auf die Hinterfüße auch auf den Schwanz. Auch wenn die Anlage als begehbar beschrieben wird, dürft ihr sie nur bei einem dafür vorgesehenen Angebot mit Personal betreten.

Sucht von einer Aussichtsplattform aus in Ruhe den Teich und die Ufer ab. Bleiben die Otter verborgen, bietet die tägliche Fütterung einen Anlass zum Wiederkommen. Die Fischotter leben hier in einem naturnah gestalteten Tierparkgehege.

Schaut in der Voliere genau nach den kleinen, rundlichen Tieren. Ihre Verwandtschaft ist überraschend: Sie stehen Elefanten und Seekühen näher als Nagetieren. Beobachtet sie vom Besucherweg aus und lasst ihnen ihren Abstand.

Schaut eine Weile zu, was der Papagei mit seinem Schnabel macht, statt auf einen Flug zu warten. Keas sind neugierig. Behaltet eure Sachen auf eurer Seite der Absperrung und beobachtet, womit die Vögel sich gerade selbst beschäftigen.

Alle hier vorgestellten Tiere leben in menschlicher Obhut im Tierpark, auch die domestizierten Kamele. Ein ruhiger zweiter Blick lohnt sich oft mehr, als auf die perfekte Pose zu warten. Bleibt in den öffentlichen Besucherbereichen und versucht nie, die Tiere durch Rufen oder Klopfen auf euch aufmerksam zu machen.

Illustration eines braunen Trampeltiers mit zwei Höckern. Drei Textfelder erklären die Höcker und regen dazu an, Körperform und Fell zu beobachten.

Bei den Trampeltieren im Tibetdorf lohnt sich der Blick auf die zwei Höcker: Sie speichern Fett. Die Illustration zeigt die Haustierform als Artbeispiel, kein bestimmtes Görlitzer Tier.

Illustration: OpenAI image generation, 15 October 2026; labels and composition: Snappit editorial production

Geschichten und Entdeckungen

Warum Zootiere umziehen

Die Persischen Kropfgazellen gehören zu einem koordinierten Zuchtprogramm. Durch einen Austausch kamen im Oktober 2026 nicht verwandte Tiere in die Görlitzer Herde. Beim Beobachten der Gruppe lässt sich gut erklären, warum genetische Vielfalt in einer Population wichtig ist.

Anreise und praktische Tipps

Eine Pause beim Bauernhof

Vom Sonnendeck schaut ihr von oben auf den Bauernhof und das Tibetdorf. Die Futterkiste gibt Getränke in Mehrwegbechern gegen Pfand aus. Denkt daran, eure Becher vor dem Gehen zurückzugeben. Der Zooplan zeigt auch Toiletten und Wickelmöglichkeiten. Schaut am besten frühzeitig, wo die nächste ist.

Die passende Runde wählen

Fragt nach dem Weg über die Naturbrücke; nicht jeder kleine Gehegepfad passt für alle. Der Tierpark bietet außerdem das Faltblatt Tierisch inklusiv mit Anregungen für Menschen mit Mobilitäts-, Seh- oder Höreinschränkungen an. Nutzt dazu den aktuellen Zooplan und fragt das Personal nach Änderungen.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

12

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Anreise

Ihr findet den Tierpark in der Zittauer Straße 43, 02826 Görlitz. Vom Südausgang des Bahnhofs sind es nach Angabe des Tierparks etwa sieben Minuten zu Fuß. Die Straßenbahnlinie 1 hält am Tierpark. Prüft vor der Fahrt den aktuellen GVB-Fahrplan und die Lage der Haltestelle.

Parken

Nutzt den Besucherparkplatz an der Zittauer Straße 19. Die Einfahrt ist schrankenlos, das Kennzeichen wird automatisch erfasst. Merkt euch euer Kennzeichen und bezahlt vor der Ausfahrt am Automaten oder über den ausgeschilderten Onlinedienst. Beachtet die Hinweise vor Ort.

Aktuelle Tierhinweise

Die Roten Pandas sind vorübergehend nicht zu sehen. Schaut nach Neuigkeiten, bevor ihr eigens ihretwegen anreist. Die beworbenen Tibetbären sollen erst noch einziehen. Plant deshalb noch keinen Besuch bei den Bären ein.

Tierbegegnungen

In die Känguruanlage dürft ihr nur in Begleitung des Personals, etwa bei Tierpräsentationen, gebuchten Begegnungen oder besonderen Anlässen. Zu anderen Zeiten beobachtet ihr die Tiere von den öffentlichen Besucherbereichen aus. Auch die Mangustenanlage könnt ihr nur bei einer gebuchten Begegnung mit Personal betreten.

Füttern

Verwendet ausschließlich bereitgestelltes Tierparkfutter und nur dort, wo Schilder das Füttern ausdrücklich erlauben. Haltet euch an die Anweisungen des Personals und bringt kein Tierfutter von zu Hause mit. Nach Tierkontakt und vor dem Essen heißt es: Hände waschen.

Eintritt und Kinder

Kinder unter drei Jahren haben freien Eintritt, für 3- bis 16-Jährige gilt der ermäßigte Preis. Kinder unter 14 Jahren müssen von Erwachsenen begleitet werden. Roller, Laufräder, Bälle und Luftballons bleiben zu Hause; sie sind im Park nicht erlaubt.

Mit Hund

Hunde brauchen eine Eintrittskarte und gehören an die kurze Leine. Beachtet die Hundeverbote an Tierhäusern, Gehegen und Spielplätzen. Mit Hund könnt ihr deshalb nicht alle Tierbegegnungen gemeinsam als Gruppe mitmachen.

Essen und Regenpausen

In der Futterkiste bekommt ihr Mahlzeiten, Snacks und Getränke. Sitzplätze gibt es auf der Terrasse, dem Sonnendeck und in der Besucherhütte. Prüft die Imbisszeiten gesondert. Die Entdeckerscheune und Wild Love Stories bieten weitere Pausen unter Dach.

Häufig gestellte Fragen

In der Entdeckerscheune könnt ihr drinnen klettern und rutschen. Anschließend bieten sich die drei Räume von Wild Love Stories an. Auch der Bauernhof, der Eselstall und die Kaninchenwelt ermöglichen geschützte Tierbeobachtungen; die Artenschutzvoliere ist teilweise überdacht. Nehmt für die Wege dazwischen Regenkleidung mit.
Die Ausstellung richtet sich an Kinder und Erwachsene. Spiele und kurze Animationen beschäftigen sich mit Verführung, Paarung und der Aufzucht von Jungtieren. Daraus können spannende Familiengespräche entstehen. Wählt die Stationen danach aus, was zu euren Kindern und ihren Fragen passt.
Im Australischen Outback gibt es neben den Außenansichten ein großes Fenster zum beheizten Känguruhaus. Schaut dort nach, wenn die Tiere drinnen sind. Das Betreten des Geheges ist eine gesonderte Aktivität in Begleitung des Personals.

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