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ParkBayern, Deutschland

Schlossgarten Aschaffenburg

Im Schlossgarten Aschaffenburg entdeckt ihr den Main bei einem Spaziergang immer wieder aus einem anderen Blickwinkel.

Über diesen Ort

Im Schlossgarten Aschaffenburg entdeckt ihr den Main bei einem Spaziergang immer wieder aus einem anderen Blickwinkel. Zwischen Schloss Johannisburg und Pompejanum führen begrünte Wege über alte Wehrmauern, ein kleiner Pavillon steht hoch über dem Fluss und ein Weinberg zieht sich den sonnigen Hang hinab. Wenn ihr den ganzen Garten erkunden möchtet, startet am Schlossplatz. Für einen kürzeren Besuch im westlichen Teil eignet sich der Eingang an der Pompejanumstraße.

Die überschaubare, sorgfältig gestaltete Anlage bietet viel zu entdecken, vom Detail auf Kinderaugenhöhe bis zum Blick über das Tal. Vergleicht die regelmäßig angeordneten Stützen des Kapuzinergangs mit den freier wirkenden Baumkronen im Kiefernhain, oder sucht einen Blick auf das Schloss zwischen den Zweigen. Rund um das Pompejanum gehören Feigen, Mandeln, Rosen und Agaven zum italienischen Landschaftsbild, das man hier in Bayern schaffen wollte. Lasst Früchte, Blüten und Samen an den Gartenpflanzen. Der Garten lädt zum langsamen Schlendern und zu einer Pause auf der Bank ein. Achtet dabei gut auf kleine Kinder, besonders an steilen Kanten und zwischen den historischen Pflanzungen. Mach deinen Besuch zur Safari! Nutze die Snappit-App, um Wildtier-Sichtungen hier zu scannen und zu loggen.

Der Garten entstand aus einem praktischen Wandel in der Stadt: Als Mauern und Graben nicht mehr zur Verteidigung gebraucht wurden, konnte man ihr Umfeld zunächst für den Anbau von Lebensmitteln und später als Ziergarten nutzen. Emanuel von Herigoyen errichtete 1782 den Frühstückstempel und 1788 den Laubengang. Unter Kurfürst Friedrich Karl von Erthal wurde der alte Graben Teil eines Landschaftsgartens. Im 19. Jahrhundert brachte Ludwig I. eine neue Idee hinzu: den Nachbau eines pompejanischen Hauses in Originalgröße, in dem Besucher die antike Kultur kennenlernen konnten. Der Garten sollte das Gebäude in eine nachempfundene italienische Landschaft einbetten. Bei der Bepflanzung suchte man auch nach praktikablen Alternativen und setzte etwa Schwarzkiefern anstelle mediterraner Pinien. Später kamen die Pergolaterrassen im Bereich des früheren Pfirsichgartens hinzu. Die Anlage wird bis heute gepflegt und weiterentwickelt; sie ist das Ergebnis verschiedener Gestaltungsphasen.

Was ihr hier machen könnt

Plant für den ganzen Garten ab Schlossplatz 75–105 Minuten ein. Schaut zuerst ins Kastanienwäldchen neben dem Kornhäuschen, nehmt dann den Garteneingang hinunter zur Mainterrasse und folgt dem Kapuzinergang in Richtung Frühstückstempel. Überquert den ehemaligen Graben auf der Gartenbrücke und geht an der Pergola vorbei zum Pompejanum und zum Kiefernhain. Zurück zum Schlossplatz führt euch dieselbe Verbindung durch den Garten. Auf diesem Spaziergang gibt es Treppen.

Für einen kürzeren Besuch von 35–50 Minuten startet ihr an der Pompejanumstraße, erkundet die Wege rund um das Pompejanum und den Kiefernhain und kehrt zum selben Tor zurück. Bleibt dabei im oberen Garten, statt zum Fluss hinabzugehen. Beide Vorschläge sind weder ausgeschilderte Routen noch Strecken mit veröffentlichter, vermessener Länge. Gebt den Kindern eine kleine Fotoaufgabe: ein Blatt, ein Detail der Gartenarchitektur und ein Blick auf den Fluss. Vergleicht eure Motive, bevor ihr geht.

Saisonale Infos

Die Gartentore sind im November, Dezember und Januar von 7:30 bis 17:30 Uhr geöffnet, im Februar, März und Oktober von 7 bis 19 Uhr und von April bis September von 6 bis 21:30 Uhr. Schaut vor dem Besuch auf der Öffnungszeiten-Seite der Schlossverwaltung nach Feiertagsausnahmen und aktuellen Hinweisen. Die Innenräume des Pompejanums sind von November bis zum 27. März geschlossen, während der Saison normalerweise auch montags. Im Winter dürfen nicht geräumte oder nicht gestreute Gartenbereiche nicht betreten werden. Der Pomeranzenhain neben dem Pompejanum wird wieder angelegt. Erwartet dort deshalb noch keinen fertigen Bitterorangenhain.

Barrierefreiheit

Zwischen dem östlichen Gartenteil am Schloss und dem westlichen Teil am Pompejanum gibt es keine stufenlose Verbindung. In den Westteil gelangt ihr stufenlos über die Tore an der Pompejanumstraße oder der Ziegelbergstraße. Für den Ostteil liegt der stufenlose Eingang am Schloßberg/Ridingerstraße; der direkte Zugang vom Schloss oder vom Schlossplatz führt über Stufen. Die meisten Gartenwege haben eine feste Kiesdecke und geringe Steigungen, einzelne Abschnitte jedoch mehr als 6 Prozent oder Stufen. Mit Rollstuhl oder Kinderwagen plant ihr am besten einen Besuch innerhalb eines Gartenteils und kehrt bei Bedarf um. Bänke sind vorhanden. Im Schloss Johannisburg gibt es ein barrierefreies WC; die Toiletten im Pompejanum sind nicht barrierefrei.

Nicht verpassen

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Der Kapuzinergang, ein begrünter Spazierweg über der alten Stadtmauer

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Der Frühstückstempel mit Blick auf den Main

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Kiefern, Feigen und ein Weinberg rund um das Pompejanum

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Der Wechsel von den Schlossterrassen zum Garten im ehemaligen Graben

Zwei grüne Blätter auf Weiß: links ein Feigenblatt mit tiefen, rundlichen Lappen, rechts ein Weinblatt mit spitzeren Lappen und gezähntem Rand.

Vergleicht Feigen- und Weinblätter: Beide sind gelappt, die Weinrebe hat einen deutlich gezähnten Rand. Repräsentative KI-Zeichnungen; Blattformen variieren. Lasst Blätter und Früchte an den Pflanzen.

AI illustration: OpenAI imagegen; editorial composition: Snappit, 2026.

Spaziergänge und Routen

Pompejanumgarten und Kiefernhain mit Rückweg

Geht durch das Tor an der Pompejanumstraße und erkundet in Ruhe die oberen Gartenwege rund um das Pompejanum und den nahen Kiefernhain. Schaut von den öffentlichen Gartenwegen hinüber zum Weinberg und kehrt anschließend auf demselben Weg zum Eingang zurück.

Das Eingangstor ist stufenlos zugänglich. Ihr könnt diesen Besuchsvorschlag an eure Bedürfnisse anpassen; er ist kein auf Rollstuhltauglichkeit geprüfter Rundweg. Entscheidet je nach Untergrund und Steigung, wo ihr umkehrt.

Von den Schlossterrassen zum Pompejanum und zurück

Besucht vom Schlossplatz aus zunächst das Kastanienwäldchen neben dem Kornhäuschen. Durch den Garteneingang und über Stufen gelangt ihr zur Mainterrasse des Schlosses. Folgt dann dem Kapuzinergang in Richtung Frühstückstempel und der Gartenverbindung über den ehemaligen Graben zur Pergola und zum Pompejanum. Nach einem Blick in den Kiefernhain und auf den Weinberg geht ihr auf demselben Gartenweg zum Schlossplatz zurück.

Dieser Spaziergang führt über die Treppenverbindung und ist nicht stufenlos. Wenn Treppen für euch nicht infrage kommen, wählt den kürzeren Besuch im westlichen Gartenteil.

Aktivitäten

Gestaltet eine Gartenpostkarte

Wählt einen Blick auf das Pompejanum und einen zurück zum Schloss. Nehmt jeweils eine Pflanze im Vordergrund mit aufs Bild. Fragt euch anschließend, welches Foto den Ort am besten zeigt und was ihr bewusst außerhalb des Bildausschnitts gelassen habt.

Entdeckt die alten Befestigungen

Sucht mit dem Gartenplan die frühere Stadtmauer unter dem Kapuzinergang und den Graben, über den die Brücke führt. Stellt euch vor, wie anders dieselben Mauern und Geländeformen genutzt wurden, bevor sie Teil eines Ziergartens wurden. Bleibt dabei auf den öffentlichen Wegen.

Vergleicht zwei Pflanzbilder

Achtet im Kastanienwäldchen darauf, wie die Stämme angeordnet sind. Vergleicht das später mit dem Kiefernhain beim Pompejanum. Welcher wirkt regelmäßiger, und welche Bäume rahmen ein Gebäude besonders schön ein? Wenn ihr die Gartenteile getrennt besucht, könnt ihr den Vergleich auch mit Fotos machen.

Korkbauten und römische Räume

Verlegt einen Teil eures Tages ins Schloss Johannisburg und schaut euch die Korkmodelle und die weiteren Sammlungen an. Das Pompejanum bietet während seiner Öffnungssaison einen anderen Zugang zur antiken Welt. An seinem Eingang gibt es eine Stufe. Das Personal kann eine mobile Rampe bereitstellen; meldet euch dafür am besten vorher. Nur das Erdgeschoss ist stufenlos zugänglich. Plant zusätzliche Zeit ein und prüft die Museumsöffnungszeiten.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Sucht zwischen den mediterranen Pflanzungen nach Feigenbäumen und vergleicht ihre Blattformen mit den nahen Kiefern. Wenn ihr ein Stück des Gebäudes mit ins Bild nehmt, erzählt das Foto mehr von diesem Garten als eine reine Nahaufnahme. Lasst vorhandene Früchte am Baum.

Mandelbäume gehören zur südlich geprägten Bepflanzung rund um den Nachbau des römischen Hauses. Nehmt euch Zeit für ihre Astformen und, wenn vorhanden, für Blüten oder Früchte. Fotografiert vom öffentlichen Weg aus, statt für eine Nahaufnahme ins Beet zu gehen.

Die Agaven bilden einen auffälligen Gegensatz zu den Bäumen und Rosen. Fotografiert einmal die Form der ganzen Pflanze, ohne sie anzufassen, und vergleicht ihre Umrisse mit denen eines Baumes in der Nähe. Lasst auf dem Weg genug Platz für andere Spaziergänger.

Bleibt am Rand des Kiefernhains stehen und schaut in die Kronen. Geht dann auf dem Weg ein Stück zurück, sodass mehrere Bäume und ihre Umgebung aufs Foto passen. Vergleicht ihre Umrisse mit den Kastanien am Schlossende des Gartens.

Sucht eine Blüte, die ihr fotografieren könnt, ohne in die Pflanzung greifen zu müssen. Nehmt eine Rankhilfe, eine Terrassenkante oder benachbarte Blätter mit ins Bild, damit der Standort erkennbar wird. Hier wachsen Gartenrosen; mit einer bestimmten Sorte solltet ihr nicht fest rechnen.

Nutzt die Rebzeilen als Linien, die den Blick im Foto zum Main führen. Wie gut der Weinberg in die Landschaft passt, seht ihr auch, ohne zwischen die Reihen zu gehen. Lasst Trauben, Blätter und alle anderen Pflanzenteile an ihrem Platz.

Die regelmäßige Anordnung dieses kleinen Wäldchens lässt sich gut mit der lockereren Kiefernpflanzung am anderen Gartenende vergleichen. Schaut eine Baumreihe entlang, wechselt dann auf dem Weg den Standort und beobachtet, wie sich der Blick auf die Bäume verändert.

Geschichten und Entdeckungen

Ein Haus zum Lernen

Das Pompejanum sollte ein antikes römisches Wohnhaus in Originalgröße erlebbar machen. Ludwig I. wollte den Besuchern hier die Beschäftigung mit der antiken Kultur ermöglichen. Das erklärt, warum das Gebäude und seine sorgfältig gestaltete Gartenumgebung so eng zusammengehören.

Archäologie unter den Blumen

Bei Grabungen im Jahr 2020 wurden nahe dem Pompejanum die Fundamente des früheren Winterhauses für den Pomeranzenhain untersucht. Arbeiten auf der Mainterrasse des Schlosses brachten außerdem Teile einer Grotte aus dem 18. Jahrhundert ans Licht, darunter Ziermuscheln und Quarz. Diese Funde halfen bei den späteren Gartenplanungen.

Anreise und praktische Tipps

Plant eure Pausen vor dem Start

Im Garten gibt es Bänke. Richtet euch bei der Toilettenplanung nach den Museumsöffnungszeiten: Im Schloss Johannisburg gibt es ein barrierefreies WC im Erdgeschoss. Das Pompejanum hat Besuchertoiletten mit einem schmalen Zugang, aber kein barrierefreies WC. Verlasst euch bei einem reinen Gartenspaziergang nicht darauf, dass die Einrichtungen der Museen geöffnet sind.

Zum Garten in der Innenstadt

Der Schlossplatz ist euer Ausgangspunkt im Osten, die Pompejanumstraße der Zugang für den Besuch im Westen. Sucht ab Aschaffenburg Hauptbahnhof im aktuellen Fahrplan nach Verbindungen zur Haltestelle Stadthalle. Die Schlossverwaltung nennt Parkplätze am Schlossplatz und an der Suicardusstraße. Wenn Stufen eure Planung beeinflussen, entscheidet euch schon vor dem Aussteigen aus Auto oder Bus für den passenden Garteneingang.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Der Eintritt in den Garten ist frei. Für die Innenräume von Schloss Johannisburg und Pompejanum gelten eigene Eintrittspreise und Öffnungszeiten.

Prüft ab Hauptbahnhof die Busverbindungen zur Haltestelle Stadthalle. Parkplätze in der Innenstadt gibt es am Schlossplatz und an der Suicardusstraße. Der Park Schönbusch ist ein anderes Ausflugsziel.

Bleibt auf den Wegen und haltet Kinder von den Terrassenkanten fern. Klettert nicht auf Felsen, Mauern oder Bäume und füttert keine Wildtiere.

Hunde müssen an die Leine. Im Bereich des Pomeranzenhains vor dem Haupteingang des Pompejanums sind sie nicht erlaubt. Beim regulären Museumsbesuch dürfen Hunde ebenfalls nicht mit hinein.

Radfahren und das Fahren mit E-Scootern im Garten brauchen eine Genehmigung. Plant Ballspiele und Picknicks für einen anderen Teil eures Tages; Picknicken ist hier ohne Genehmigung verboten.

Nehmt Wasser mit und tragt Schuhe mit gutem Halt auf Treppen. Lasst Früchte, Samen und Blüten im Garten.

Wenn ihr ins Pompejanum möchtet, nehmt Bargeld mit: An der Kasse ist nur Barzahlung möglich. Prüft vor der Anreise die aktuellen Ticketangebote.

Häufig gestellte Fragen

Die direkte Verbindung zwischen den beiden Gartenteilen führt über Treppen. Wählt einen Eingang im Westen oder Osten und bleibt in diesem Teil, wenn Stufen für euch schwierig sind. Auch wenn die Entfernungen kurz sind, ist der Garten nicht durchgehend stufenlos.
Ja. Während der Toröffnungszeiten ist der Garten kostenlos zugänglich. Ihr könnt beide Gebäude von außen, die Pflanzungen und die Flussblicke genießen, ohne Museumseintritt zu bezahlen.
Im Schloss Johannisburg gibt es Sammlungen in Innenräumen, darunter Korkmodelle antiker römischer Bauwerke. Während seiner Öffnungssaison bietet das Pompejanum ausgemalte Räume, Mosaiken und römische Objekte. Beide Häuser sind normalerweise montags geschlossen. Prüft die Öffnungszeiten für euren Besuchstag, bevor ihr sie fest einplant.
Der Frühstückstempel ist ein historisches Gartengebäude und ein Aussichtspunkt. Sein Name gehört zur Geschichte des Gartens und bedeutet nicht, dass ihr dort Frühstück bekommt.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

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