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ParkThüringen, Deutschland

Schlossgarten Ebeleben

Ein kurzer Spaziergang durch den Schlossgarten Ebeleben führt euch durch ganz unterschiedliche Bereiche: vorbei an Schlossruinen, durch abgeschirmte Gartenräume und zu einer Kaskade mit weitem Blick über die Anlage.

Über diesen Ort

Ein kurzer Spaziergang durch den Schlossgarten Ebeleben führt euch durch ganz unterschiedliche Bereiche: vorbei an Schlossruinen, durch abgeschirmte Gartenräume und zu einer Kaskade mit weitem Blick über die Anlage. Vom Försterplatz aus lohnt sich zuerst ein Blick auf die erhaltenen Grundmauern. Das Schloss wurde 1945 zerstört und danach weitgehend abgetragen; sein Garten blieb erhalten.

Eine Nebenachse verbindet das ehemalige Schlossgelände mit dem Garten, dessen Hauptachse auf die frühere Orangerie ausgerichtet ist. Erkundet die einzelnen Bereiche des oberen Gartens, die Kleine Kaskade und das große Wasserbecken. Weiter geht es zum Rondell. Dahinter öffnet sich an der Großen Kaskade der Blick vorbei an Steinfiguren und Wasserbecken bis zum Gebäude am anderen Ende.

Lasst euch beim Abstieg Zeit und schaut von unten zurück: Neptun, Grotten und ansteigende Terrassen ergeben ein ganz anderes Bild. Weiter vorn zeigt der Hirschbrunnen eine Jagdszene. Lasst die Kinder Hirsch, Hunde und Reiter an den Brunnen suchen; das funktioniert auch, wenn das Wasser abgestellt ist. Die ehemalige Orangerie, heute das Karl Marien Haus, bildet den Abschluss der Sichtachse.

Alte Bäume und in Form geschnittene Gehölze rahmen den Garten ein. Ein Teil des Baumbestands stammt noch aus dem 18. Jahrhundert. Vergleicht die offenen Rasenflächen mit den schattigen Wegrändern und dem Laub rund um die Steinfiguren. Für diesen kleinen, gestalteten Garten lohnt es sich, langsam zu gehen und immer wieder zurückzuschauen. Schalte einen interaktiven Feldführer für diesen Ort frei: Hol dir die Snappit-App für unterwegs.

Das Fürstenhaus Schwarzburg-Sondershausen prägte den Garten im 17. und 18. Jahrhundert; seine spätbarocke Form entstand in den 1770er-Jahren. Terrassen gliederten den Hang, und die Orangerie wurde zum Bezugspunkt der Hauptsichtachse. Das Schloss wurde 1945 zerstört und später abgetragen. Seit den späten 1990er-Jahren wurden Wege, Skulpturen und Wasserspiele wiederhergestellt, unterstützt von der Stadt, der Novalis Diakonie und engagierten Menschen vor Ort.

Was ihr hier machen könnt

Für den ausführlichen Besuch geht ihr vom Försterplatz durch das ehemalige Schlossgelände zum oberen Garten und zur Kleinen Kaskade. Über das große Wasserbecken und das Rondell erreicht ihr die Große Kaskade und steigt zu den Jagdbrunnen und zur ehemaligen Orangerie hinab. Zurück geht es auf denselben öffentlichen Wegen bergauf zum Försterplatz. Kürzer bleibt der Spaziergang, wenn ihr Schlossreste, Kleine Kaskade und oberes Wasserbecken anschaut und dann zum Eingang zurückkehrt, ohne in den unteren Garten hinabzugehen. Das sind Vorschläge für euren Spaziergang, keine ausgeschilderten Routen. Der Garten ist insgesamt etwa 320 m lang; das beschreibt seine Ausdehnung, nicht die Länge eines der Spaziergänge mit Rückweg.

Saisonale Infos

Der Garten ist ganzjährig frei zugänglich und als ganztägig geöffnet angegeben. Im Herbst lohnen sich Bäume und Steinfiguren auch dann, wenn die Brunnen schon abgestellt sind. Nasses Laub, Frost und feuchte Steine können die Terrassenstufen rutschig machen. Schaut vor der Anfahrt nach Hinweisen der Stadt und beachtet Absperrungen bei Pflege- oder Bauarbeiten. Der freie Gartenbesuch schließt den Zutritt zum Inneren des Karl Marien Hauses nicht ein.

Barrierefreiheit

Zwischen oberem und unterem Garten liegen etwa 18 m Höhenunterschied. Das ist der Unterschied innerhalb der Anlage, nicht die Summe aller Anstiege eines vermessenen Rundgangs. An den Kaskaden gibt es Treppen; Kieswege und historische Beläge verlangen ebenfalls Aufmerksamkeit. Für keinen der beiden Spaziergänge ist ein stufenloser Verlauf bestätigt. Fragt bei der Stadt nach passenden Eingängen und Terrassenwegen, wenn ihr mit Rollstuhl, Gehhilfe oder Kinderwagen unterwegs seid.

Nicht verpassen

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Die Große Kaskade mit Steinfiguren, Grotten und weitem Blick zur ehemaligen Orangerie

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Die Kleine Kaskade und das obere Wasserbecken, über eine Nebenachse mit dem einstigen Schloss verbunden

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Brunnen mit Jagdmotiven, darunter Hirsch und Hunde am Hirschbrunnen

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Freigelegte Schlossfundamente und alte Bäume als Rahmen des Barockgartens

Symmetrische Kieswege und Rasenflächen führen an einem runden Figurenbrunnen vorbei zur gelben ehemaligen Orangerie; Bäume und weitere Gebäude rahmen die Anlage, im Vordergrund liegen geschnittene Äste.

Blick über den unteren Schlossgarten Ebeleben, aufgenommen am 19. April 2009.

Michael Sander / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 · Creative Commons

Spaziergänge und Routen

Kaskaden und Orangerie mit Rückweg bergauf

Geht vom Försterplatz in das ehemalige Schlossgelände und schaut euch den oberen Garten, die Kleine Kaskade und das große Wasserbecken an. Weiter geht es durch das Rondell, neben der Großen Kaskade hinab und am Hirschbrunnen vorbei zur ehemaligen Orangerie. Kehrt dort um und geht auf denselben öffentlichen Wegen und Stufen bergauf über Rondell und oberen Garten zurück durch das Schlossgelände zum Försterplatz.

Ein stufenloser Verlauf ist nicht bestätigt. Fragt bei der Stadt nach einem geeigneten Eingang und den derzeit nutzbaren Terrassenwegen, wenn ihr Stufen vermeiden müsst.

Schlossreste und oberer Garten mit Rückweg

Schaut euch vom Försterplatz aus die Schlossfundamente von den öffentlichen Wegen an. Erkundet dann im benachbarten Garten die Kleine Kaskade und das große obere Wasserbecken. Geht auf demselben Weg durch das Schlossgelände zum Försterplatz zurück und hebt euch den Abstieg zur Großen Kaskade und zur Orangerie für einen anderen Tag auf.

Ein stufenloser Verlauf ist nicht bestätigt. Fragt bei der Stadt nach einem geeigneten Eingang und den derzeit nutzbaren Terrassenwegen, wenn ihr Stufen vermeiden müsst.

Aktivitäten

Tiere an den Brunnen suchen

Lasst die Kinder an den unteren Brunnen den Hirsch suchen, die Hunde rundherum zählen und die Reiter entdecken. Fragt dann, in welche Richtung der Garten den Blick lenkt. Bleibt neben dem Becken stehen, ohne euch darüberzulehnen.

Eine Kaskade, zwei Bilder

Fotografiert die Große Kaskade von einem sicheren öffentlichen Weg oberhalb und ein zweites Mal nach dem Abstieg. Vergleicht die Bilder: oben der weite Blick in den Garten, unten die übereinanderliegenden Stufen, Steinfiguren und Bäume. Haltet beim Stehenbleiben die Treppen frei.

Das verschwundene Schloss zeichnen

Skizziert von einem Weg neben den Fundamenten aus einfache Raumumrisse und stellt euch vor, wo die Außenwände standen. Vergleicht anschließend den unregelmäßigen Schlossgrundriss mit den geraden Linien und wiederkehrenden Formen im Garten.

Bei Regen lieber kürzer bleiben

Macht bei leichtem Regen den oberen Garten zum Hauptziel und kehrt auf demselben Weg zurück, bevor ihr den längeren Abstieg angeht. Dreht um, wenn Steine oder Stufen rutschig sind. Die Cafeteria im Karl Marien Haus kommt nur dann als Pause im Trockenen infrage, wenn sie an eurem Besuchstag geöffnet ist. Eine öffentliche Schlossbesichtigung als Ausweichmöglichkeit gibt es nicht.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Haltet Ausschau nach den Hainbuchen, die am 25. Oktober 2020 neben der Kleinen Kaskade beschrieben wurden. Einzelne Pflanzungen können sich seither verändert haben. Achtet an gut erreichbaren Blättern auf die dicht stehenden Blattadern und fein gesägten Ränder. Fotografiert vom Weg aus, ohne etwas abzupflücken.

Geschichten und Entdeckungen

Eine ungewöhnliche Ausrichtung

Die Hauptsichtachse führt zur Orangerie; das Schloss ist nahezu rechtwinklig damit verbunden. Wenn ihr die seitliche Verbindung selbst entlanggeht, wird diese ungewöhnliche Anordnung leichter verständlich.

Die passende Jahreszeit

Laub, Stein und Wasserspiele

Vergleicht in den belaubten Monaten die schattigen Zugänge mit dem offenen, regelmäßig angelegten Garten. Im Herbst lohnt es sich, für Laubfarben und Spiegelungen stehenzubleiben; achtet dabei auf nasse Stufen. Im Winter rücken Gartenform und Skulpturen in den Mittelpunkt. Wählt einen eisfreien Tag und rechnet damit, dass die Wasserspiele abgestellt sind oder nur eingeschränkt laufen.

Anreise und praktische Tipps

Für den Gartenbesuch vorsorgen

Nehmt Wasser und einen Snack mit, besonders außerhalb der angekündigten Cafeteria-Termine. Öffentliche Parkmöglichkeiten sind vor Ort angegeben; achtet auf aktuelle Beschilderung, freie Plätze und Einschränkungen. Fragt vorher nach Toiletten, wenn ihr auf einen verlässlichen Zugang angewiesen seid. Eine tägliche öffentliche Öffnung ist dafür nicht bestätigt.

Anreise zum Försterplatz

Für den Garten nutzt ihr die Adresse Försterplatz, 99713 Ebeleben. Die Linie 130 hält zwischen Mühlhausen und Sondershausen an Ebeleben, Markt. Der Fußweg zum Eingang kommt zu den Besuchszeiten hinzu. Prüft den aktuellen Fahrplan für beide Richtungen. Parkhinweise für die Altstadt nennen auch den Markt; folgt der Beschilderung vor Ort.

Eine passende Terrasse auswählen

Der Garten verbindet mehrere Ebenen. Wer von unten zum Försterplatz zurückkehrt, muss also wieder bergauf. Ein aktuell nutzbarer stufenloser Rundweg, Wegbreiten, genaue Steigungen und barrierefreie Toiletten sind nicht bestätigt. Fragt bei der Stadt nach einem Eingang und einem Weg, die zu euren Bedürfnissen passen.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Den Eingang finden

Als Gartenadresse ist Försterplatz angegeben. Richtet euch nach den Eingangs- und Parkhinweisen vor Ort, nicht nach der Postanschrift des Fördervereins.

Mit dem Bus kommen

Die Linie 130 verbindet Mühlhausen, Schlotheim, Ebeleben und Sondershausen und hält an Ebeleben, Markt. Prüft Hin- und Rückfahrt für euren Besuchstag.

Kraft für den Rückweg lassen

Von der ehemaligen Orangerie geht es beim langen Spaziergang wieder bergauf zum Försterplatz. Kehrt früher um, wenn jemand müde wird.

Proviant mitbringen

Die Cafeteria im Karl Marien Haus öffnet an ausgewählten Terminen, meist an zwei Sonntagnachmittagen im Monat. Prüft die Aushänge und nehmt Getränke und einen Snack mit.

QR-Codes ausprobieren

Beschreibungen der Gartenelemente gibt es auf Englisch, Französisch und Russisch.

Auf öffentlichen Wegen bleiben

Ruinen, Skulpturen, Beckenränder und Kaskadenstufen eignen sich nicht zum Klettern.

Häufig gestellte Fragen

Das Hauptschloss steht nicht mehr. Schaut euch seine sichtbaren Fundamente von den öffentlichen Wegen aus an und geht anschließend in den Garten. Eine Besichtigung eingerichteter Schlossräume gibt es hier nicht.
Der Betrieb der Wasserspiele kann wechseln. Skulpturen, Kaskaden und weite Blicke lohnen sich auch, wenn die Brunnen stillstehen.
Die Cafeteria öffnet an ausgewählten Terminen. Klärt die Öffnung und einen möglichen Toilettenzugang vorher, wenn ihr darauf angewiesen seid. Freier Gartenzutritt bedeutet nicht, dass auch das Gebäude geöffnet ist.
Etwa 60–90 Minuten passen für einen entspannten Besuch mit Rückweg. Rechnet zusätzliche Zeit ein, wenn ihr zeichnen, fotografieren oder etwas essen und trinken möchtet.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

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