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ParkSachsen-Anhalt, Deutschland

Schlosspark Harbke

In Harbke könnt ihr bei einem gemütlichen Spaziergang besondere Bäume, eine Schlossruine und eine unverwechselbare Orangerie entdecken.

Über diesen Ort

In Harbke könnt ihr bei einem gemütlichen Spaziergang besondere Bäume, eine Schlossruine und eine unverwechselbare Orangerie entdecken. Wasser umgibt die alten Gebäude, zwischen großen Bäumen öffnen sich weite Rasenflächen, und der Ort liegt so nah, dass er zum Garten dazuzugehören scheint. Beginnt am Parkeingang neben dem Parkplatz an der Straße Am Park und folgt dem Weg am Waschhausteich zur Orangerie.

Für den etwa sechs Hektar großen Park lohnt es sich, Zeit zu lassen. Die gotischen Formen der Orangerie, die Figur über der alten Gartenmauer und zwei berühmte Bäume liegen nah genug beieinander, dass ihr dafür keine lange Wanderung unternehmen müsst. Die gepflanzten Bäume stehen hier im Mittelpunkt des Naturerlebnisses. Harbke belieferte einst andere Gärten mit ungewöhnlichen Gehölzen. Die erhaltenen Bäume geben Kindern einen guten Anlass, stehen zu bleiben, nach oben zu schauen und zu fragen, warum Blätter so unterschiedlich aussehen können. Fragst du dich, welcher Vogel oder welches Insekt das ist? Finde es mit der Snappit-Natur-App heraus.

Friedrich August von Veltheim ließ hier um 1740 einen formalen Garten anlegen. Gerade Linien, eingefasste Pflanzungen und Schmuckelemente wichen ab 1760 nach und nach einem Landschaftsgarten; einzelne ältere Elemente blieben erhalten. Aus den Harbker Versuchen mit dem Anbau von Gehölzen gingen Pflanzenlieferungen weit über den Ort hinaus hervor, unter anderem nach Wörlitz. Johann Philipp du Roi betreute die Pflanzungen und beschrieb ihre Kultur in seinem Werk über die Baumzucht aus dem 18. Jahrhundert. Die Orangerie entstand 1830–31. Das Schloss stand ab 1955 leer und verfiel. Heute werden seine erhaltenen Mauern als Ruine gesichert.

Was ihr hier machen könnt

Steuert zuerst die Orangerie an. Die spitzen Fensterformen können auch Kinder gut erkennen; schaut außerdem nach den tulpenförmigen Verzierungen an den Giebeln. Weiter geht es zum Blumenparterre und zur sogenannten Chinesischen Mauer. Dort blickt Pomona, die römische Göttin der Früchte und Gärten, auf die Pflanzungen. Für einen kurzen Ausflug kehrt ihr anschließend am Waschhausteich entlang zum Eingang an der Straße Am Park zurück.

Wenn ihr mehr Zeit habt, nehmt den Ginkgo an der Kirche St. Levin und die Goethebuche im südlichen Park dazu. Geht von der Orangerie auf den Parkwegen außen um Schloss und Graben zur Kirche und anschließend auf demselben Weg zurück. Folgt dann den Gartenwegen nach Süden zur Buche, die im Parkplan mit Q bezeichnet ist. Zurück geht es am Parterre und an der Orangerie vorbei zum Eingang Am Park. Der Schlosshof ist nur bei Veranstaltungen geöffnet und eignet sich nicht als Abkürzung. Dies sind Spaziergangsvorschläge ohne vermessene Streckenlänge. Die südlichen Wege haben mehr Höhenunterschiede als der Hauptweg am Teich.

Als kleine Familienaufgabe könnt ihr drei Fotos machen: einen ganzen Baum, ein Blatt, das noch am Zweig hängt, und das Gebäude dahinter. Bleibt auf den Wegen und nutzt den Zoom, statt in Beete oder über Wurzeln zu treten. Wenn ihr auch die weniger auffälligen Baumformen finden möchtet, lohnt sich eine gebuchte Parkführung.

Saisonale Infos

In den belaubten Monaten könnt ihr die Blätter vergleichen, in der kühleren Jahreszeit vom öffentlichen Weg aus Rinde, Verzweigungen und die Ruinenmauern genauer betrachten. Nach Regen sind feste Schuhe wegen loser Steinchen und feuchten Laubs hilfreich. Haltet euch bei starkem Wind nicht länger unter alten Bäumen auf und beachtet vorübergehende Absperrungen. Das Orangerie-Café ist ein Saisonbetrieb. Die Gemeinde sucht für 2027 einen neuen Betreiber; prüft deshalb die künftigen Öffnungszeiten vor einem Besuch.

Barrierefreiheit

Die Hauptwege werden als stufenlos beschrieben. Sie sind mit Mineralgemisch oder Feinsplitt befestigt und 1,5–2,5 Meter breit. Auf Nebenwegen gibt es Steigungen, sodass nicht alle Parkbereiche gleich gut zugänglich sind. Fragt bei der Touristinformation nach passenden Verbindungen für Rollstuhl oder Kinderwagen, besonders zu den Bäumen im südlichen Park. Die Orangerie hat eine Rampe mit höchstens 6 % Steigung, aber keine Toiletten im Gebäude. Barrierefreie Toiletten im etwa 200–300 Meter entfernten Rathaus und in der Mehrzweckhalle sind nach Absprache nutzbar. Ruft dafür vor dem Besuch unter 039406 203 an.

Nicht verpassen

1

Historischer Ginkgo

Der bekannte Baum neben der Kirche St. Levin ist ein leicht zu findendes erstes Fotomotiv.

2

Goethebuche

Im südlichen Garten wartet eine ungewöhnliche farnblättrige Buche, deren Geschichte mit Goethes Interesse an Pflanzen verbunden ist.

3

Neugotische Orangerie

Vergleicht die spitzen Fenster und verzierten Giebel mit den schlichteren Formen der Schlossruine.

4

Pomona und die Gartenmauer

Ein erhaltenes Stück des formalen Gartens verleiht dieser Ecke des Landschaftsparks einen ganz eigenen Charakter.

Spaziergänge und Routen

Orangerie und alte Gartenmauer

Betretet den Park am Eingang neben dem Parkplatz an der Straße Am Park. Folgt dem Weg an der Ostseite des Waschhausteichs (L) zur Orangerie (M). Schaut euch anschließend das Blumenparterre (N) und die Chinesische Mauer (P) an.

Klärt mit der Touristinformation eine passende Strecke auf den Hauptwegen ab. Der Plan zeigt nicht für jede Verbindung zu den Bäumen, wie gut sie zugänglich ist.

Ein längerer Spaziergang zu den historischen Bäumen

Folgt zunächst dem Spaziergang zur Orangerie. Geht dann auf den Parkwegen außen am Schloss und um dessen Südseite herum zum Ginkgo (G) an St. Levin (F). Kehrt von diesem Abstecher auf demselben Weg zur Orangerie zurück. Nehmt anschließend die südlichen Gartenwege am Parterre vorbei zur Goethebuche (Q).

Klärt mit der Touristinformation eine passende Strecke auf den Hauptwegen ab. Der Plan zeigt nicht für jede Verbindung zu den Bäumen, wie gut sie zugänglich ist.

Aktivitäten

Ein Blatt und ein Gebäude

Jede Person sucht sich einen Baum aus und hält ihn zusammen mit einem Gebäude auf zwei Fotos fest. Vergleicht anschließend auf einer Bank, an welchen Details sich der Baum erkennen lässt. Lasst die Blätter an den Zweigen und haltet beim Fotografieren den Weg frei.

Die helle Orangerie Harbke mit einer Reihe spitzbogiger Fenster, weißem Rautengitter und hohem Mittelgiebel; davor liegen Rasenflächen und Wege.

Die Orangerie im Schlosspark Harbke, fotografiert am 16. Juli 2007.

Times / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 · Creative Commons

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Beginnt bei dem Baum, der im Parkplan mit G markiert ist. Schaut nach seinen fächerförmigen Blättern und macht ein zweites Foto mit der Kirche daneben. Bleibt im Wurzelbereich auf dem Weg.

Sucht Q im Parkplan und vergleicht die fein geteilten Blätter mit dem Bild, das ihr von einem gewöhnlichen Buchenblatt habt. Der Baum hier ist eine gepflanzte farnblättrige Kulturform der Rotbuche.

Fragt bei einer Baumführung nach dem alten Tulpenbaum. Gebt seiner Krone auf dem Foto genug Platz und sucht dann nach einem vom Weg aus gut sichtbaren Zweig, um die Blattform zu vergleichen.

Fragt bei einer Führung nach der geschlitztblättrigen Hainbuche, der Kulturform Incisa. Ihre Blätter lassen sich gut mit denen der Goethebuche vergleichen.

Die Form Laciniata hat ungewöhnlich stark geteilte Blätter. Mithilfe des Schilds könnt ihr diese besondere Rosskastanie von der Esskastanie unterscheiden.

An einer Esskastanie könnt ihr eine weitere Blattform vergleichen. Fragt, welches Exemplar sich gut vom Weg aus betrachten lässt, und lasst Früchte und andere Pflanzenteile liegen.

Anreise und praktische Tipps

Pausen und Toiletten einplanen

Im Park gibt es Sitzmöglichkeiten; Parkplätze sind im Plan eingezeichnet. Vereinbart den Zugang zu barrierefreien Toiletten vorab, statt euch auf das Café zu verlassen. Packt Wasser und eine Kleinigkeit zu essen ein. Die Öffnungszeiten des Cafés sind unabhängig vom freien Parkzugang zu prüfen.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

6

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Den Eingang wählen

Im Parkplan sind ein Eingang und Parkplätze an der Straße Am Park eingezeichnet. Die Anfahrt durch den Ort führt über die August-Bebel-Straße. Folgt den Hinweisen zum öffentlichen Park und geht nicht durch einen geschlossenen Hof.

Rückfahrt mitplanen

Prüft die Verbindung nach Harbke, Halberstädter Straße oder Parkstraße für euren konkreten Besuchstag. Bei der Linie 661 gelten teilweise Einschränkungen nach Schultagen; einige Fahrten sind Anrufbusse. Mit T gekennzeichnete Fahrten müsst ihr mindestens zwei Stunden vorher bestellen.

Eine Kleinigkeit einpacken

Das Café in der Orangerie hat saisonale Öffnungszeiten und ist nicht durchgehend geöffnet. Erkundigt euch vorab, besonders für Besuche 2027, solange ein neuer Betreiber gesucht wird.

Wasser und Ruinen

Behaltet jüngere Kinder an Teichen und Schlossgraben nah bei euch. Bleibt außerhalb der Absperrungen an Mauern und alten Bäumen.

Baumschilder helfen

Einige besondere Bäume sind Kulturformen vertrauter Arten. Fotografiert neben den Blättern auch das Schild, damit ihr sie später vergleichen könnt.

Eine Führung buchen

Parkführungen könnt ihr bei der Touristinformation unter 039406 203 anfragen. Sprecht dabei auch an, wenn ihr bestimmte Anforderungen an die Wege habt.

Häufig gestellte Fragen

Plant damit, die Ruine vom öffentlichen Park aus zu sehen. Der Schlosshof öffnet nur bei Veranstaltungen. Der normale Parkbesuch ermöglicht keinen Zugang zu den Gebäuden.
Sein genaues Alter ist ungewiss; verschiedene Darstellungen nennen unterschiedliche Pflanzjahre. Er ist auch ohne einen eindeutigen Altersrekord ein bedeutender historischer Baum.
Der Besuch findet hauptsächlich draußen statt. Wenn die Orangerie geöffnet ist, kann eine Cafépause helfen. Geht aber weder dort noch bei der Kirche davon aus, dass ihr täglich ins Gebäude kommt. Verkürzt bei Bedarf lieber den Spaziergang, statt euch auf ein Innenangebot zu verlassen.
Der Ginkgo-Patt ist ein eigener Rundgang durch Harbke. Grüne Ginkgoblätter auf den Gehwegen und braune Schilder an den Sehenswürdigkeiten weisen den Weg. Holt euch aktuelle Informationen bei der Touristinformation. Die Zeit für diesen Weg und mögliche Besichtigungen ist in den hier genannten Parkzeiten nicht enthalten.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

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