Hauptrundweg durch den Park
Der Weg ist für Kinderwagen ausgelegt. Wer einen Rollstuhl nutzt, sollte beim Park nach einer passenden Wegführung fragen.
IllustrationIn der Fasanerie könnt ihr zwischen alten Bäumen in Ruhe Tiere beobachten und zwischendurch im Garten oder auf dem Spielplatz eine andere Seite des Parks entdecken.
In der Fasanerie könnt ihr zwischen alten Bäumen in Ruhe Tiere beobachten und zwischendurch im Garten oder auf dem Spielplatz eine andere Seite des Parks entdecken. Das 25 Hektar große Gelände am nordwestlichen Stadtrand von Wiesbaden fühlt sich wie ein Waldspaziergang an, bei dem immer wieder Tiergehege auftauchen. Der Eintritt ist frei. Schaut zuerst auf die Tafel am Eingang: Dort steht, welches Tier bei der kommentierten Fütterung an der Reihe ist. Überlegt dann, wie viel ihr heute laufen möchtet.
Braunbären, Wölfe und Luchse ziehen viele Blicke auf sich. Aber auch an den kleineren Anlagen lohnt es sich, länger stehen zu bleiben. Ein Fischotter, der ins Wasser gleitet, zeigt euch ein Raubtier von einer ganz anderen Seite als ein ruhender Luchs. Die Wisente beeindrucken schon durch ihre Größe: Sie sind die größten Landsäugetiere Europas. Alle diese Tiere werden im Park gehalten und haben in ihren Gehegen Rückzugsmöglichkeiten. Manchmal entdeckt ihr bei einem zweiten, geduldigen Blick mehr als beim schnellen Weitergehen.
Als Arche-Park trägt die Fasanerie auch zum Erhalt seltener Haustierrassen bei. Zottelige Poitou-Esel, auffällig gezeichnete Tauernscheckenziegen und Pommerngänse machen diese Aufgabe anschaulich. Abseits der Gehege lenken die Schilder des Arboretums den Blick nach oben. Zur gepflanzten Baumsammlung gehören Weymouth-Kiefern, Douglasien und Mammutbäume. Das Interesse an Bäumen aus anderen Ländern reicht hier bis ins 19. Jahrhundert zurück. Nimm den ultimativen Naturführer mit: Bestimme Vögel, Pflanzen und Tiere mit der Snappit-App.
Der Name erinnert an die Fasanenzucht und das Jagdgelände des 18. Jahrhunderts. Im 19. Jahrhundert wurde aus der streng gestalteten Anlage ein Landschaftspark nach englischem Vorbild, mit geschwungenen Wegen, Teichen und Blickachsen zwischen den Bäumen. Im Eingangsbereich und am Teich ist diese Gestaltung noch heute zu erkennen. Der öffentliche Tierpark eröffnete 1956. Bei seiner weiteren Entwicklung wurden die Tiergehege in die historische Landschaft eingebunden. Der ältere Baumlehrpfad des Arboretums erhielt ab 2007 neue Pflanzungen und Schilder.
Für einen ausführlicheren Besuch bietet sich der 1,5 km lange Hauptrundweg mit vielen Beobachtungspausen an. Er hat Steigungen bis zu 10 Prozent. Teilt eure Kräfte deshalb so ein, dass sie auch für den Rückweg reichen. Für einen kürzeren Ausflug könnt ihr den Bürgergarten und den Spielplatz im Eingangsbereich erkunden und anhand der Parkschilder einige Tiergehege auswählen. Verbindungswege ermöglichen Abkürzungen. Achtet dabei auf die Besucherbeschilderung, denn nicht jeder Betriebsweg ist als Abkürzung gedacht.
Beobachtet bei den Wölfen, wie die Tiere aufeinander reagieren. Bei den Luchsen könnt ihr nach den Ohrpinseln, dem kurzen Schwanz und dem gefleckten Fell suchen. Vergleicht anschließend den kräftigen Körperbau der Wisente mit dem der Hirsche. Eine kleine Familienaufgabe: Wählt drei Tiere und zeichnet nur ihre Umrisse. An welchen Merkmalen erkennen die anderen, welches Tier gemeint ist? Ihr braucht nicht von jedem Tier ein Nahaufnahmefoto, um eine schöne Erinnerung mitzunehmen.
Plant bei den Poitou-Eseln einen eigenen Halt ein. Ihr langes, zotteliges Fell ist ein guter Anlass, über Haustierrassen zu sprechen. Diese französischen Esel wurden früher zur Maultierzucht eingesetzt. Fragt die Kinder, was anders aussieht als bei einem Esel, den sie aus dem Kopf zeichnen würden. Beim Europäischen Nerz begegnet euch ein weiteres Artenschutzthema: Die Fasanerie beteiligt sich am Schutz dieses bedrohten Säugetiers, das in Gewässernähe lebt.
Nehmt euch auch Zeit für Pflanzen und kleine Tiere. Folgt den Schildern im Arboretum und vergleicht die Gestalt eines Nadelbaums mit der eines Laubbaums. Bleibt am Insektenlehrpfad neben der Blühwiese stehen und beobachtet die Besucher einer kleinen Blütengruppe, ohne die Wiese zu betreten. Im Bürgergarten nahe dem Eingang könnt ihr euch Hochbeete und den Kompostbereich ansehen. Die ruhigen Randbereiche bleiben bewusst der Natur überlassen. Vergleicht sie mit den gepflegten Beeten. Lasst den Besuch mit Spielen ausklingen, statt den Spielplatz in die letzten Minuten zu quetschen.
Der Park öffnet täglich um 09: 00 Uhr. Von April bis September schließt er um 18:00 Uhr, im Februar und März sowie Oktober und November um 17:00 Uhr und im Dezember und Januar um 16:00 Uhr. Verlasst das Gelände bitte 15 Minuten vor Ende der Öffnungszeit. Prüft vor der Anreise die aktuellen Hinweise, besonders bei extremem Wetter. Ihr seid hier überwiegend draußen unterwegs. Verkürzt bei Dauerregen lieber eure Runde, statt mit einem vollständigen Ersatzprogramm in Innenräumen zu rechnen.
Der Hauptrundweg ist für Kinderwagen ausgelegt, erreicht aber Steigungen von 10 Prozent. Mit einem manuellen Rollstuhl oder einem schwer beladenen Kinderwagen kann das anstrengend werden. Unterstände entlang der Wege bieten Gelegenheit für Pausen. Fragt vor der Anreise unter 0611 40907725 nach dem Zugang mit Rollstuhl, einer passenden aktuellen Wegführung und den Möglichkeiten für ein barrierefreies WC. Kürzere Verbindungswege sind nicht automatisch weniger steil.
Nehmt euch Zeit für Bären, Wölfe und Luchse und vergleicht danach Fischotter und Wisente.
Lernt die zotteligen Poitou-Esel kennen und erfahrt, warum ein Arche-Park alte Nutztierrassen erhält.
Erkundet das beschilderte Arboretum, dessen Baumlehrpfad 1935 entstand.
Schaut euch Hochbeete und Kompost an und beobachtet anschließend Blütenbesucher am Insektenlehrpfad.
Der Weg ist für Kinderwagen ausgelegt. Wer einen Rollstuhl nutzt, sollte beim Park nach einer passenden Wegführung fragen.
Achtet auf Kopf und Pfoten des Bären, während er seine Umgebung erkundet. Braunbären sind Allesfresser: Neben tierischer Nahrung fressen sie auch Wurzeln, Beeren und Insekten.
Beobachtet zunächst die ganze Gruppe, bevor ihr ein einzelnes Tier mit den Augen verfolgt. Wölfe leben in Familienverbänden. Gerade ihr Umgang miteinander ist spannend.
Sucht in Ruhe nach dem kurzen Schwanz und den Ohrpinseln. Ein ruhender Luchs kann in seiner Umgebung kaum auffallen. Gebt euren Augen Zeit, statt das Tier auf euch aufmerksam zu machen.
Behaltet Wasser und Land im Blick. Schwimmt ein Otter, könnt ihr seine stromlinienförmige Gestalt verfolgen. Sein dichtes, wasserabweisendes Fell hilft ihm, warm zu bleiben.
Achtet auf die kräftigen Schultern und vergleicht den Körperumriss mit dem der Hirsche. Der Wisent ist Europas größtes Landsäugetier und ein Beispiel für erfolgreiche Erhaltungszucht.
Achtet im Sommer auf das gefleckte Fell und bei einem Männchen mit Geweih auf die breiten Schaufeln. Beobachtet die Tiere vom Besucherbereich aus, ohne euch dicht an sie heranzudrängen.
Sucht nach den orangefarbenen Augen und den Federohren darüber. Uhus werden vor allem in der Dämmerung aktiv. Tagsüber seht ihr deshalb vielleicht ein ruhendes Tier.
Achtet auf das lange, zottelige Fell der Poitou-Esel. Ihr ungewöhnliches Aussehen gehört zu einer Haustierrasse, die früher in Frankreich zur Maultierzucht eingesetzt wurde.
Orientiert euch im Arboretum am Schild „Weymouth-Kiefer“, um diesen gepflanzten Baum zu erkennen. Vergleicht seine Krone und Nadeln mit anderen Nadelbäumen, ohne Pflanzenteile abzunehmen.

Wisentkuh mit Jungtieren im Białowieża-Wald in Polen, fotografiert 2023. Nutzt das Artenfoto für die im Guide vorgeschlagene Umrissaufgabe; es zeigt keine Tiere der Fasanerie Wiesbaden. Foto: Charles J. Sharp, CC BY-SA 4.0.
Charles J. Sharp / Sharp Photography / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0 · Creative Commons
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Tierfutter
Bringt niemals eigenes Futter für die Tiere mit. Das Futter aus dem Park ist ausschließlich für Schafe, Ziegen und Hirsche erlaubt. Füttert die anderen Tiere nicht.
Wasserspielplatz
Packt Wechselkleidung ein, wenn eure Kinder wahrscheinlich den Wasserspielbereich nutzen möchten. Denkt auch an Trinkwasser und einen Snack für die Pausen unterwegs.
In Ruhe beobachten
Lasst ruhende Tiere ungestört. Nutzt die öffentlichen Beobachtungsplätze und kommt später wieder, falls ein Gehege leer wirkt.
Fahrräder und Roller
Fahrräder, Roller und ähnliche Fahrzeuge müssen draußen bleiben. Auf dem gesamten Gelände gilt außerdem Rauchverbot.
Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.
North Carolina, US
Hier kann man sehen Wanderdrossel, östliches Grauhörnchen und Rotkardinal.
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Florida, US
Hier kann man sehen Anhinga, Mississippi-Alligator und Brautente.
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New Mexico, US
Hier kann man sehen Brautente, Ente und Kanadagans.
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Michigan, US
Hier kann man sehen Afrikanischer Löwe, Komodowaran und Braunbär.
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