In Thüle könnt ihr einen Tag mit Lemuren, Großkatzen und einem Wikingerspielplatz verbringen. Der 17 Hektar große Park bei Friesoythe verbindet einen Zoo, einen Bereich mit Fahrgeschäften und das Njordland. Das passt gut, wenn ein Kind Tiere sehen und das andere klettern möchte. Seid ihr früh da, beginnt am besten im Tierpark: Die Tierhäuser öffnen vor den Fahrgeschäften.
Im begehbaren Kattagehege und in der Freiflugvoliere lohnt es sich, langsam unterwegs zu sein. Sucht in der Voliere gezielt nach Roten Sichlern und Seidenreihern, statt alle Vögel auf einmal fotografieren zu wollen. Nehmt euch auch Zeit für die Fossas, die geschickten Raubtiere aus Madagaskar, und die weißen Tiger. Die Tiere leben hier in menschlicher Obhut. Auch wenn am Gehege wenig los ist, zeigen sich seine Bewohner nicht unbedingt gleich.
Im Njordland ist Bewegung angesagt. Kinder können sich an Seilen und Balancierhindernissen versuchen, ins Wikingerhaus klettern oder am Svaglaplatz mit Pumpen und fließendem Wasser experimentieren. Die hohen Rutschen sind eher etwas für mutige Kinder. Entscheidet gemeinsam, was Spaß macht; ganz oben anzukommen muss nicht das Ziel sein. Außerhalb des Njordlands bietet die Traktorenbahn eine gemütlichere Abwechslung, während es bei Lost World auf eine Coasterkart-Fahrt geht. Tiki-Tahiti-Adventure nimmt euch bei einer virtuellen Themenfahrt in einem Flying Theater mit auf eine Reise.
Lasst euch Zeit, ein Lieblingstier noch einmal zu besuchen, statt alles abhaken zu wollen. Drei Tiere, ein Fahrgeschäft und eine ausgiebige Spielpause sind gerade mit jüngeren Kindern ein guter Plan für den ersten Besuch. Vergiss nicht, die Snappit-Naturführer-App mitzunehmen, um einheimische Arten zu scannen.
Der Park entstand aus dem Bauernhof der Familie Grothaus, auf dem Rehe, Hirsche, Wildschweine und Vögel schon Anfang der 1960er-Jahre Besucher anzogen. Als der Tierbestand wuchs, zogen die Tiere auf ein separates Gelände um. Dort eröffnete auch ein kleines Café unter dem Namen Café Worberg. 1982 folgte der Name Tierpark Thüle. Über mehrere Generationen entwickelte die Familie den Tierpark weiter und ergänzte ihn um die Fahrgeschäfte, die heute zum Gelände gehören.