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ZooBayern, Deutschland

Tiergarten Straubing

Im Tiergarten Straubing könnt ihr einen Familientag bei Roten Pandas und Großkatzen mit einem genaueren Blick auf das Leben an und in der Donau verbinden.

Über diesen Ort

Im Tiergarten Straubing könnt ihr einen Familientag bei Roten Pandas und Großkatzen mit einem genaueren Blick auf das Leben an und in der Donau verbinden. Alte Bäume, Teiche und Tierhäuser prägen den Park, und unterwegs gibt es viele Gründe zum Stehenbleiben. Nehmt euch zuerst den Zooplan und lasst jeden ein Tier aussuchen, das er besonders gern sehen möchte. So bleibt Zeit zum Beobachten, statt durch den ganzen Tiergarten zu eilen.

Das Danubium und das Donau-Aquarium stellen die Tierwelt der Region in den Mittelpunkt. Draußen könnt ihr nach Fischottern, Bibern und Wasservögeln schauen. Drinnen lernt ihr anhand der Süßwasserfische verschiedene Abschnitte des Donausystems kennen, vom Quellgebiet bis in Richtung Schwarzes Meer. Für Abwechslung sorgt das nachgebaute jungsteinzeitliche Langhaus: Holz, Schilf und Lehm zeigen, wie Menschen hier früher Häuser bauten.

Die hier vorgestellten Tiere leben in menschlicher Obhut. Das gilt auch für europäische Arten wie Biber und Luchse. Schalte einen interaktiven Feldführer für diesen Ort frei: Hol dir die Snappit-App für unterwegs.

Der Tiergarten entstand 1937–38 aus einer kleinen Tiersammlung beim Mooshäusl im Straubinger Stadtpark. Bei seiner späteren Entwicklung spielten Bildungsangebote, Haustierrassen und die heimische Tierwelt eine besondere Rolle. Aus diesem regionalen Schwerpunkt gingen auch das Donau-Aquarium und das Danubium hervor. Das Langhaus schlägt einen Bogen noch weiter zurück: Archäologische Funde belegen, dass solche Gebäude vor rund 7.000 Jahren im Lerchenhaid standen.

Was ihr hier machen könnt

Für einen ausgedehnten Besuch könnt ihr mit dem Exotarium und dem Dannerhaus nahe dem Eingang beginnen. Folgt dann dem Zooplan zu den Bären, Wisenten und Huftieren. Weiter geht es zu den Trampeltieren und zur Afrika-Anlage, bevor ihr euch Zeit für Großkatzen und Erdmännchen nehmt. Am großen Weiher bietet sich eine Pause beim Kiosk Löwenhunger an. Danach könnt ihr euch in Ruhe den Flamingos, Pinguinen und dem Danubium widmen. Rote Pandas und Gibbons lassen sich auf dem Rückweg zum Ausgang einbauen. Das ist ein Vorschlag für die Reihenfolge: Lasst ruhig Stationen aus oder schaut bei einem Lieblingstier noch einmal vorbei.

Mit jüngeren Kindern oder weniger Zeit könnt ihr euch auf Rote Pandas, Pinguine und die Tiere des Donauraums konzentrieren und eine Pause am Weiher einlegen. Gebt jeder Station eine kleine Frage mit: Schwimmt der Fischotter oder ruht er sich aus? Hält ein Erdmännchen Wache, während die anderen Futter suchen? Wie setzt der Flamingo seinen Schnabel ein? Ein paar geduldige Minuten an einem Gehege können spannender sein als zehn weitere abgehakte Stationen.

Wenn es geöffnet ist, bringt das 36 Meter lange Steinzeithaus ein anderes Thema ins Spiel. Die Ausstellung verbindet vorgeschichtliche Handwerkstechniken mit der Entstehung der Haustierrassen. Handwerksvorführungen gibt es an ausgewählten Aktionstagen; schaut dafür ins Veranstaltungsprogramm. Bei Schauern bieten das Donau-Aquarium und die Tierhäuser nahe dem Eingang Pausen im Trockenen. Fragt bei der Ankunft nach möglichen Einschränkungen und denkt daran, dass ihr zwischen den Gebäuden draußen unterwegs seid.

Saisonale Infos

Der Tiergarten öffnet täglich, auch an Feiertagen. Von März bis Oktober ist er von 09:00 bis 18:45 Uhr geöffnet; die Kasse schließt um 17:30 Uhr, die Tierhäuser um 18:00 Uhr. Von November bis Februar gelten 09:00–16:45 Uhr, mit Kassenschluss um 16:00 Uhr und Schließung der Tierhäuser um 16:30 Uhr. Prüft die Zeiten vor der Anreise auf der offiziellen Website. Im Winter ruhen die Bären mehr, manche Tiere sind hinter den Kulissen untergebracht, und Steinzeithaus sowie Waldhaus bleiben geschlossen. Nach den bayerischen Herbstferien geht der Kiosk in die Winterpause. Plant eure Verpflegung deshalb im Voraus.

Barrierefreiheit

Laut Tiergarten sind alle Besucherwege mit dem Rollstuhl befahrbar. Barrierefreie Toiletten gibt es am Eingang, neben der Zooschule und beim Kiosk; im Zooplan sind auch Wickelmöglichkeiten eingezeichnet. Zum Gelände gehört der Kamelberg, rechnet also nicht mit einem durchgehend ebenen Rundgang. Wenn Steigungen für euch eine Rolle spielen, lasst euch an der Kasse bei der Wahl des Weges beraten. Zum Spielbereich gehört ein Inklusionskarussell.

Nicht verpassen

1

Tiere der Donau

Folgt dem Flussthema durch das Aquarium und das Danubium im Freien mit Bibern, Fischottern und Wasservögeln.

2

Rote Pandas

Schaut später noch einmal in Ruhe vorbei, falls die Tiere beim ersten Besuch schlafen.

3

Ein Haus aus der Steinzeit

Besichtigt den Nachbau eines jungsteinzeitlichen Langhauses in Originalgröße und seine Ausstellung, wenn das Steinzeithaus geöffnet ist.

4

Pause am Weiher

Flamingos, Kiosk und die nahen Spielbereiche bieten sich für eine Unterbrechung beim Tierebeobachten an.

Spaziergänge und Routen

Ein flexibler Besuch im Tiergarten

Der Tiergarten beschreibt alle Besucherwege als mit dem Rollstuhl befahrbar. Berücksichtigt am Berg trotzdem eure eigenen Bedürfnisse.

Aktivitäten

Drei Tiere, drei Arten der Fortbewegung

Sucht euch ein Erdmännchen, einen Flamingo und einen Pinguin aus. Jeder merkt sich eine Bewegung. Vergleicht bei eurer Pause: laufen, balancieren, fressen oder schwimmen. Wenn ein Tier ruht, reicht es, einfach hinzuschauen.

Ein kürzerer Besuch mit Pausen im Trockenen

Nehmt euch zuerst das Donau-Aquarium und die Tierhäuser am Eingang vor, bevor ihr einen langen Rundgang im Freien plant. Im Dannerhaus gibt es außerdem wechselnde Ausstellungen; schaut nach, was gerade gezeigt wird. Für die Wege zwischen den Gebäuden braucht ihr Regenkleidung.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Schaut an Anlage 24 sowohl in die Äste als auch auf den Boden. Schläft der Panda, versucht es später noch einmal. Früh oder später am Tag kann mehr Bewegung zu sehen sein. Haltet respektvollen Abstand und versucht nicht, das Tier aufzuwecken.

Achtet an Anlage 9 auf die hohen Schultern und die kräftige Gestalt der Wisente neben den deutlich schlankeren Damhirschen. Dass sich ihre Bestände durch Zucht in Zoos und Wiederansiedlung erholt haben, bietet einen ermutigenden Einstieg in ein Gespräch über Artenschutz.

Bleibt an Anlage 28 eine Weile stehen und beobachtet Wasser und Ufer. Taucht ein Fischotter auf, folgt erst kurz seinen Bewegungen, bevor ihr fotografiert. Sein dichtes Fell schützt ihn beim Schwimmen vor Kälte.

Schaut euch an Anlage 27 geduldig um. Es kann gut sein, dass der überwiegend nachtaktive Biber nicht zu sehen ist. Sprecht darüber, wie Biber Gewässer verändern. Bleibt ein Tier verborgen, kommt lieber später zurück, statt Lärm zu machen.

Sucht an Anlage 18 langsam nach der kompakten Gestalt und den Pinselohren, statt zu erwarten, dass euch die Katze entgegenkommt. Luchse sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Tagsüber zu ruhen ist deshalb ganz normal.

Beobachtet an Anlage 17 zuerst die ganze Gruppe, bevor ihr ein Motiv auswählt. Vielleicht seht ihr ein Tier Wache halten, während andere Futter suchen. Wählt einen größeren Bildausschnitt, der zeigt, was mehrere Tiere gleichzeitig tun.

Beobachtet am Weiher bei Nummer 21, wie ein Flamingo seinen Schnabel im Wasser bewegt. Der Filterschnabel und die aus der Nahrung stammende rosa Farbe liefern zwei einfache Gesprächsthemen. Fotografiert vom Besucherweg aus, ohne einen Vogel näher heranzulocken.

Vergleicht an Anlage 26, wie sich diese Vögel an Land und im Wasser bewegen. Brillenpinguine stammen aus dem südlichen Afrika. Hier lässt sich gut mit der Vorstellung aufräumen, dass alle Pinguine in der Antarktis leben.

Zwei Artenfotos zeigen einen Eurasischen Fischotter und einen Europäischen Biber im Wasser. Deutsche Beschriftung vergleicht ihre Nahrung und fordert zum ruhigen Beobachten auf. Ein sichtbarer Hinweis nennt Ungarn und die Ukraine als Aufnahmeorte, nicht den Tiergarten Straubing.

Fischotter jagen Fische und andere Tiere; Biber ernähren sich von Pflanzen, Rinde und Holz. Die Artenfotos stammen aus Ungarn und der Ukraine, nicht aus dem Tiergarten Straubing. Links: Bouke ten Cate, CC BY 4.0. Rechts: Ryzhkov Sergey, CC BY-SA 4.0. Quelle: Wikimedia Commons; Beschriftung ergänzt.

Left: Bouke ten Cate (BouketenCate), Otter - Eurasian otter - Lutra lutra.jpg, 2010-11-25, CC BY 4.0. Right: Ryzhkov Sergey, Річковий бобер (Castor fiber).jpg, 2014-10-07, CC BY-SA 4.0. Both via Wikimedia Commons. · Creative Commons 1 · Creative Commons 2

Geschichten und Entdeckungen

Kleine Tiere, Artenschutz vor Ort

Zur Artenschutzarbeit in Straubing gehört die Zucht von Gelbbauchunken, die in geeigneten Lebensräumen in Niederbayern ausgewildert werden. Fragt im Tiergarten danach: Wildtieren zu helfen kann ganz in der Nähe beginnen, bei einem leicht übersehenen Amphibium.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

8

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Gesperrtes Klettergerüst

Das große Klettergerüst beim Kiosk ist wegen Reparaturen vorübergehend gesperrt. Schaut in die aktuellen Hinweise des Tiergartens, bevor ihr es den Kindern als Höhepunkt des Tages versprecht.

Anreise mit dem Auto

Die Adresse lautet Am Tiergarten 3, 94315 Straubing. Folgt ab der B8 den Tiergarten-Schildern. Die Besucherparkplätze sind kostenlos.

Anreise mit der Bahn

Vom Bahnhof Straubing dauert der Fußweg etwa 45 Minuten. Prüft die Busverbindungen für euren Besuchstag. Der Taxi-Bus 10 ab Ludwigsplatz muss mindestens 30 Minuten vor Abfahrt unter 09421 51651 bestellt werden. Steigt an der Haltestelle Tiergarten, Frauenbrünnl aus; von dort sind es etwa fünf Minuten zu Fuß bis zum Eingang.

Für müde Kinderbeine

An der Kasse könnt ihr je nach Verfügbarkeit einen Bollerwagen ausleihen. Gebt ihn vor Kassenschluss zurück. Laufräder, Fahrräder und Roller müssen zu Hause bleiben.

Essen und Pausen

Beachtet die saisonalen Öffnungszeiten des Kiosks; warme Speisen gibt es bis eine Stunde vor Schließung. Im Winter steht im Dannerhaus ein Automat für heiße Getränke und Suppe bereit.

Rücksicht auf die Tiere

Bleibt auf den Besucherwegen, respektiert die Absperrungen und lasst die Tiere ungestört. Eure Snacks sind für euch; bringt kein Futter für die Tiere mit.

Häufig gestellte Fragen

Der Tiergarten kostet Eintritt; Kinder unter fünf Jahren kommen kostenlos hinein. Vergleicht vor dem Kauf die aktuellen Familien-Kombikarten. Fragt vor dem Verlassen des Geländes an der Kasse nach, wenn ihr später zurückkommen möchtet. Geht nicht davon aus, dass eine Tageskarte automatisch zum Wiedereintritt berechtigt.
Hunde dürfen an der kurzen Leine mitkommen, aber nicht ins Exotarium, Dannerhaus oder Raubtierhaus. Haltet mit ihnen Abstand zu den Sichtscheiben der Gehege. Wenn nur ein Erwachsener mit den Kindern unterwegs ist, ist ein Besuch mit vielen Tierhäusern deshalb schwieriger zu organisieren.
Plant nicht mit einem festen öffentlichen Fütterungsprogramm. Im Rahmen einer gebuchten Führung könnt ihr eine Schaufütterung durch einen Tierpfleger anfragen; sie kann allerdings auch ausfallen. Führungen müssen im Voraus vereinbart werden, normalerweise mindestens zehn Tage vor dem Wunschtermin.
Privates Fotografieren ist erlaubt. Gewerbliche Aufnahmen und die Nutzung durch Dritte benötigen die schriftliche Zustimmung der Tiergartenleitung. Klärt die Erlaubnis vor einer solchen Nutzung, auch über einen Dienst eines Drittanbieters. Mit der Eintrittskarte ist die Weiterverwendung nicht automatisch erlaubt.

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