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ZooBrandenburg, Deutschland

Tierpark Herzberg

Im Tierpark Herzberg könnt ihr bei einem entspannten Spaziergang durch einen ehemaligen Gutspark Tiere entdecken.

Über diesen Ort

Im Tierpark Herzberg könnt ihr bei einem entspannten Spaziergang durch einen ehemaligen Gutspark Tiere entdecken. Beginnt bei den Weißhandgibbons, deren Gehege 2026 erweitert wurde, und lasst euch anschließend zwischen den Gehegen und Teichen Zeit. Die alten Bäume und das benachbarte Schloss Grochwitz geben dem Ausflug einen anderen Rahmen als ein großer Stadtzoo.

Auch Artenschutz gehört hier dazu. Gemeinsam mit EuroNerz zieht der Tierpark Europäische Nerze auf, die später andernorts ausgewildert werden. Nach der Abgabe der Tiere kann das Gehege leer stehen. Nutzt den Halt also, um das Projekt kennenzulernen, ohne fest mit einem Nerz zu rechnen. Eichhörnchen und Vögel, die den Park besuchen, leben dagegen frei. Sie kommen und gehen unabhängig vom Tierbestand des Zoos. Möchtest du wissen, was für ein Tier das ist? Bestimme jedes gefundene Tier mit der Snappit-App.

Der Tierpark entstand aus dem privaten Tiergehege eines Herzberger Bürgers Anfang der 1970er-Jahre. Nach Beschwerden aus der Nachbarschaft wurde es auf eine Fläche im Grochwitzer Park verlegt. Bürger und Unternehmen halfen, den Tierbestand zu erweitern. 1992 setzte sich eine Bürgerinitiative dafür ein, den Landschaftsparkcharakter des ehemaligen Gutsparks wiederherzustellen. Der Zoo Hoyerswerda unterstützte mit Fachwissen und Tieren. 2026 feierte Herzberg das fünfzigjährige Bestehen des Tierparks.

Was ihr hier machen könnt

Beobachtet, wie die Gibbons ihren vergrößerten Kletterbereich nutzen. Vergleicht anschließend am gemeinsamen Gehege der Bennettkängurus und Emus, wie unterschiedlich sich Tiere fortbewegen. Können die Kinder den Unterschied zwischen einem Hüpfer und einem Schritt beschreiben? Achtet bei den Trampeltieren auf die beiden Höcker. Wenn ein Tier läuft, bewegen sich Vorder- und Hinterbein derselben Seite gemeinsam nach vorn.

Nehmt euch bei den Erdmännchen Zeit zum ruhigen Zuschauen und sucht an den Teichen nach wild lebenden Besuchern. Die Schilder an den Gehegen stellen die Tiere vor; einige haben zusätzlich QR-Codes mit weiteren Informationen. Macht daraus eine kleine Familienaufgabe: Zeichnet ein Tier, beschreibt eine Bewegung und beantwortet eine Frage mithilfe eines Schildes. Bleibt dabei immer auf den Parkwegen.

Saisonale Infos

Im Frühling verlieren die Trampeltiere ihr dichtes Winterfell und können dabei ziemlich zottelig aussehen. Kommt in den kälteren Monaten so früh, dass euch für die Wege im Freien genügend Tageslicht bleibt. Beachtet gegebenenfalls ausgehängte Warnungen vor Eichenprozessionsspinnern und haltet Kinder von Raupen und Nestern fern.

Barrierefreiheit

Der Eingang ist stufenlos erreichbar. Die Wege im naturnahen Park können feucht oder uneben sein und sich besonders nach Regen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen schwerer befahren lassen. Toiletten findet ihr neben dem Erdmännchengehege: Die regulären Toiletten kosten 0,50 €, die barrierefreie Toilette lässt sich mit einem Euro-WC-Schlüssel öffnen. Fragt beim Tierpark nach dem aktuellen Zustand der Wege, wenn davon euer Besuch abhängt.

Nicht verpassen

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Gibbons in Bewegung

Durch Panoramascheiben könnt ihr die Weißhandgibbons in ihrem 2026 vergrößerten Gehege beobachten.

2

Australische Nachbarn

Bennettkängurus und Emus teilen sich ein Gehege. Hier lassen sich ihre unterschiedlichen Bewegungen gut vergleichen.

3

Artenschutz für Nerze

In Zusammenarbeit mit EuroNerz werden Europäische Nerze für die spätere Auswilderung andernorts aufgezogen. Das Gehege ist saisonal besetzt.

4

Teiche und alte Bäume

Achtet neben den Tieren in den Gehegen auch auf frei lebende Graureiher, Blaumeisen und Eichhörnchen.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Beobachtet die Gruppe eine Minute lang, statt möglichst jedes Tier zu fotografieren. Bei Sonnenschein könnt ihr danach schauen, ob die Erdmännchen die Wärme genießen.

Vergleicht die Fellfarben der Tiere. Damwild kann rötlich braun, schwarz oder weiß sein. Die männlichen Tiere tragen ein breites Schaufelgeweih.

Achtet auf die kräftigen Füße des Emus und vergleicht seine Schritte mit den Bewegungen der Kängurus. Hört in Ruhe hin, ob sein tiefer, dröhnender Ruf zu vernehmen ist.

Zählt die beiden Höcker und schaut auf die Beine, wenn ein Trampeltier läuft: Vorder- und Hinterbein derselben Seite bewegen sich gemeinsam.

Schaut euch das Gefieder in Ruhe an und lest das Schild. Mandarinenten brüten häufig in Baumhöhlen. Darüber lässt sich am Wasser gut staunen.

Sucht von den Wegen aus die Stämme und Äste mit den Augen ab. Vielleicht zeigt sich kurz ein Eichhörnchen beim Klettern oder Springen. Lasst ihm genug Platz, um ungestört weiterzumachen.

Haltet geduldig nach einem kleinen Vogel Ausschau, der sich durch die Bäume bewegt. Nutzt ein Fernglas oder den Kamerazoom, statt ihm abseits der Wege zu folgen.

Schaut an den flachen Teichrändern nach einem gelegentlich vorbeikommenden Graureiher. Beobachtet ihn vom Weg aus und lasst den Vogel selbst bestimmen, wie viel Abstand er braucht.

Trampeltier mit zwei Höckern und dichtem Fell in der Mongolei. Deutsche Beschriftung nennt die Art und lädt zum Beobachten von Höckern und Beinen ein. Kein Herzberg-Foto.

Ein Trampeltier (Camelus bactrianus), aufgenommen 2019 in der westlichen Mongolei. Das repräsentative Artfoto hilft euch, die beiden Höcker zu erkennen. Beobachtet später am Herzberger Gehege auch die Beine, wenn ein Tier läuft. Keine Aufnahme aus Herzberg.

Alexandr frolov / Wikimedia Commons; CC BY-SA 4.0; https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ · Creative Commons

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Anreise

Die Adresse lautet An den Teichen 17a, 04916 Herzberg (Elster), im Ortsteil Grochwitz. Plant bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln auch den letzten Abschnitt ab Bahnhof Herzberg (Elster) und die Rückfahrt mit der VBB-Auskunft.

Eintritt und Hunde

Der Eintritt ist frei. Hunde dürfen nicht mit hinein. Kinder unter zehn Jahren müssen von einem Erwachsenen begleitet werden.

Fütterungsregeln

Gebt den Tieren kein mitgebrachtes Futter. Soweit Füttern erlaubt ist, dürft ihr nur Futter aus den Automaten des Parks verwenden und müsst die Hinweise vor Ort beachten. Füttert keine wild lebenden Besucher.

Essenspause

Zwiebels Grillhütte liegt neben dem Eingang. Prüft die Öffnungszeiten des Gasthauses, bevor ihr dort euer Mittagessen einplant.

Gruppenbesuche

Vereinbart Führungen oder Bildungsangebote vorab mit dem Tierpark. Ob sie stattfinden können, hängt von Personal und Verfügbarkeit ab.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Der Tierpark unterscheidet zwischen den betreuten Tieren und wild lebenden Besuchern wie Graureihern, Eichhörnchen und Blaumeisen. Solche Begegnungen sind eine schöne Zugabe und lassen sich nicht garantieren.
Ihr seid bei diesem Ausflug überwiegend im Freien, und nasse Wege können schwerer zu nutzen sein. Für sehr verregnete Tage findet ihr auf der Kids-Webseite des Tierparks Tier-Ausmalvorlagen für zu Hause.

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