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ZooRheinland-Pfalz, Deutschland

Tierpark Rheinböllen

Im Tierpark Rheinböllen verbindet ihr einen Waldspaziergang zu Wölfen, Braunbären und Bisons mit Zeit am See und Zwischenstopps bei den kleineren Tieren.

Über diesen Ort

Im Tierpark Rheinböllen verbindet ihr einen Waldspaziergang zu Wölfen, Braunbären und Bisons mit Zeit am See und Zwischenstopps bei den kleineren Tieren. Beginnt bei den Erdmännchen in der Nähe des Eingangs und entscheidet dann, wie weit eure Familie laufen möchte. Der 1,7 km lange Kleine Rundweg ist die kürzere, barrierefreie Runde. Der 2,7 km lange Große Rundweg führt auch zu den Bisons und Wallabys in den äußeren Tierbereichen und hat anspruchsvollere Abschnitte.

Auf 76 Hektar wechseln sich rund um den Volkenbacher Weiher Wald, Wiesen, Bäche und Teiche ab. Zwischen den Gehegen ist genug Raum zum Verweilen. Versucht deshalb nicht, einfach den ganzen Parkplan abzuhaken. Wer ein Tier einige Minuten ruhig beobachtet, entdeckt oft mehr als beim schnellen Foto vor dem nächsten Stopp. Auf Bänken und Panoramaliegen könnt ihr auch die Landschaft in Ruhe genießen.

Hier leben europäische Hirsche und Raubtiere, nordamerikanische Bisons, australische Wallabys und kleinere Säugetiere aus wärmeren Regionen. Alle hier beschriebenen Tiere, auch die Hirsche, gehören zum betreuten Tierbestand des Parks. Die geschäftigen Erdmännchen- und Mangustengruppen und die großen Weidetiere bieten Kindern viele Möglichkeiten zum Vergleichen.

Nehmt euch Zeit für die Einzelheiten. Hält ein Erdmännchen Wache, während die anderen graben? Wie setzt ein Otter seine Vorderpfoten ein? Vergleicht bei den Hirschen die Geweihe, wenn die männlichen Tiere gerade welche tragen. Geht bei den Bisons ein Stück zurück, um den kräftigen Vorderkörper und die zottigen Schultern als Ganzes zu sehen. Ihr müsst nicht jedes Tier entdecken, um einen guten Eindruck vom Park mitzunehmen. Besuch geplant? Lade die Snappit-App herunter, um Wildtiere vor Ort in Echtzeit zu bestimmen.

In der jüngeren Entwicklung des Parks haben Lernen und gemeinsame Zeit im Freien mehr Gewicht bekommen. Spätestens 2021 gehörte die Tierparkschule zum Besuchsangebot, neben verbesserten Einrichtungen und einem wachsenden Programm saisonaler Aktivitäten. Heute können Schulen und Kitas Angebote zu Waldtieren, Nutztieren, Vögeln, Pflanzen und Bienen vereinbaren. So wird aus einem vertrauten Familienausflug auch eine Gelegenheit, die Natur genauer zu beobachten.

Was ihr hier machen könnt

Wählt eine Runde und lasst euch bei den Tierstopps Zeit. Eine kleine Familienaufgabe ist, drei verschiedene Bewegungsarten zu entdecken: einen laufenden Emu, ein hüpfendes Wallaby und einen Otter, der zwischen Land und Wasser wechselt. Zählt nur, was ihr wirklich seht, und schaut später noch einmal vorbei, wenn ein Tier außer Sicht ruht. Legt eine Spielplatzpause ein oder probiert bei passenden Bedingungen den Barfußpfad aus. Danach könnt ihr am Wasser verschnaufen. Für ein begleitetes Tiererlebnis vereinbart ihr Lieblingstier hautnah im Voraus. Das Angebot kostet extra, hat je nach Tier ein Mindestalter und ist für Kinder nur in Begleitung eines Erwachsenen möglich. Hunde dürfen dabei nicht mit.

Saisonale Infos

Der Park ist ganzjährig geöffnet, doch bei den Tieren gibt es je nach Jahreszeit anderes zu beobachten. Braunbären ruhen im Winter mitunter länger, und ein Hirsch ohne Geweih im Frühjahr gehört zum normalen Jahreslauf. Berücksichtigt in den kalten Monaten die frühere Schließzeit. Saisonale Veranstaltungen haben eigene Termine und Buchungsbedingungen. Schaut in den aktuellen Kalender, statt davon auszugehen, dass ein Sommerangebot täglich stattfindet.

Barrierefreiheit

Der Kleine Rundweg ist die vom Park ausgewiesene barrierefreie Variante. Auf der längeren Runde warnt der Plan vor schwierigen Wegabschnitten, unter anderem am Pirschpfad. Die Wege im gesamten Park sind also nicht gleichermaßen zugänglich. Behindertengerechte Toiletten sind am Eingang und an der Waldhütte eingezeichnet, Behindertenparkplätze am Eingang. Wenn der Untergrund, Steigungen oder ein bestimmtes Gehege für euren Besuch entscheidend sind, ruft vorher unter 06764 899 45 0 an. Tragt Schuhe, die guten Halt geben.

Nicht verpassen

1

Zwei Runden durch den Wald

Wählt die kurze Runde für einen überschaubaren Ausflug oder die längere, wenn ihr auch bei den äußeren Gehegen mehr Zeit verbringen möchtet.

2

Kleine Säugetiere beobachten

Achtet bei den Erdmännchen auf die Wache und bei den Zebramangusten auf die Rückenstreifen und das eifrige Graben.

3

Hirsche und Bisons

Vergleicht das breite Geweih eines Damhirsches mit dem verzweigten eines Rothirsches und schaut euch anschließend den ganz anderen Körperumriss der Bisons an.

4

Pause am See

Plant zwischen den Tierstopps Zeit zum Sitzen, Spielen und Schauen aufs Wasser ein.

Zwei illustrierte Hirschporträts: links ein Damhirsch mit breitem Schaufelgeweih, rechts ein Rothirsch mit verzweigten Geweihstangen.

Schaufelgeweih beim Damhirsch, verzweigte Stangen beim Rothirsch: Die Illustration hilft euch beim Vergleich im Tierpark Rheinböllen.

Original Snappit editorial visual; factual references named in sources.

Spaziergänge und Routen

Kleiner Rundweg: die kürzere Runde

Folgt der kurzen Runde auf dem Parkplan und lasst Zeit für Pausen, statt von Gehege zu Gehege zu eilen. Wenn die Kräfte für längeres Laufen begrenzt sind, ist sie ein guter Einstieg.

Der Betreiber weist diese Runde als barrierefrei aus. Prüft bei einzelnen Abstechern und Beobachtungsplätzen trotzdem, ob sie für euch passen.

Kleiner Rundweg: die kürzere Runde

Großer Rundweg: die längere Runde

Wählt die äußere Runde, wenn alle Lust auf einen längeren Spaziergang haben. Nehmt mithilfe des Plans den Bereich mit Bisons, Wallabys und Emus dazu und behaltet genug Kraft für den Rückweg.

Als barrierefrei ausgewiesen ist die kurze Runde. Diese Angabe gilt nicht für den gesamten Großen Rundweg.

Großer Rundweg: die längere Runde

Aktivitäten

Ein kleines Bewegungsheft

Gebt jedem Kind drei Überschriften: Gehen, Hüpfen und Schwimmen. Zeichnet bei Emus, Wallabys und Ottern eine Bewegung, die ihr wirklich beobachtet habt. Ein leeres Feld ist völlig in Ordnung. Es ist ein Anlass, beim nächsten Besuch noch einmal hinzuschauen, statt ein Tier zu stören.

Familienähnlichkeiten entdecken

Vergleicht Erdmännchen und Zebramangusten. Erkennt ihr die unterschiedlichen Fellzeichnungen? Hält ein Tier Wache, während ein anderes gräbt? Zeichnet zuerst ein Verhalten und erfahrt dann am Gehegeschild mehr darüber. Das ist ein Beobachtungsspiel und keine Aufgabe, die Kinder vollständig lösen müssen.

Ein begleitetes Angebot wählen

Wenn ihr mehr erfahren möchtet, schaut euch die altersgerechten Angebote der Tierparkschule oder ein buchbares Tiererlebnis an. Nennt dem Park bei der Absprache das Alter und die Interessen eurer Gruppe. Mit dem normalen Eintritt ist noch kein Angebot reserviert. Die Tiere müssen jederzeit selbst entscheiden können, wie viel Nähe sie zulassen.

Bei Regen eine kürzere Runde

Wenn Schauer aufziehen, beschränkt euch auf einige Lieblingsgehege und hebt den Rest für ein anderes Mal auf. Packt Regenkleidung ein und schützt eure Kamera. Eine Essenspause hilft nur, wenn die Gastronomie an diesem Tag geöffnet ist. Verlasst euch für einen langen verregneten Nachmittag nicht allein auf diese Möglichkeit, unterzukommen.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Der Park bezeichnet diese Tiere als Hudson-Bay-Wölfe, eine Unterart des Wolfs. Achtet auf ihr helles, dichtes Fell und darauf, wie sie einander im Blick behalten. Ruhig stehen zu bleiben bringt mehr, als nach ihnen zu rufen.

Wenn sich der Bär zeigt, schaut euch seine breiten Tatzen und den Unterschied zwischen feiner Unterwolle und längerem Deckhaar an. Im Winter können längere Ruhephasen dazu führen, dass ihr hier nur kurz vorbeischaut. Macht diesen Stopp dann nicht zum Mittelpunkt eurer Planung.

Achtet auf die Vorderpfoten ebenso wie aufs Schwimmen. Die kleinen Otter suchen mit ihren beweglichen Fingern nach Nahrung und verständigen sich in der Familie mit fiependen Lauten. Hört ihr sie, bevor ihr sie entdeckt, bleibt stehen und sucht die sichtbaren Land- und Wasserflächen mit den Augen ab, ohne zu klopfen oder zu rufen.

Sucht nach dem rötlichen Nacken über dem graubraunen Rücken. Auch ein still stehendes Wallaby lohnt einen genauen Blick: Vergleicht die kleinen Vorderbeine mit den kräftigen Hinterbeinen. Die Bennett-Wallabys des Parks gehören zur Art der Rotnackenwallabys.

Probiert ein Foto von der Seite, auf dem die hohen Schultern und der nach hinten abfallende Rücken zu sehen sind. Die längeren Haare an Kopf und Vorderkörper prägen den Umriss. Beide Geschlechter tragen Hörner; daran allein erkennt ihr also nicht, welche Tiere männlich sind.

Achtet auf die dunklen Querstreifen am Rücken und schaut auf die Vorderpfoten, wenn ein Tier gräbt. Zebramangusten gehören zur selben Familie wie Erdmännchen. Die beiden Stopps lassen sich gut vergleichen, ohne dass ihr euch dafür eine lange Namensliste merken müsst.

Entdeckt ihr ein Tier, das Ausschau hält, während andere nach Futter suchen oder graben? Aufrechtes Wachehalten ist nur ein Teil des Erdmännchenalltags. Schenkt den geschäftigen Tieren am Boden genauso viel Aufmerksamkeit. Zählt die Verhaltensweisen, die ihr seht, statt jedes Mal einen Wachposten zu erwarten.

Wenn die männlichen Tiere Geweihe tragen, vergleicht deren verzweigte Form mit den breiteren Damhirschgeweihen an anderer Stelle im Park. Geweihe werden jedes Jahr abgeworfen und wachsen neu. Ihr Aussehen hängt daher von der Jahreszeit ab. Die weiche Haut auf dem nachwachsenden Geweih heißt Bast.

Achtet auf das breite Schaufelgeweih ausgewachsener männlicher Tiere und das gefleckte Sommerfell. Damhirsche können auch ungewöhnlich hell oder dunkel sein. Die Fellfarbe allein reicht deshalb zur Bestimmung nicht aus. Bleibt auf den Besucherwegen und lasst den Tieren Platz.

Schaut euch das locker wirkende Gefieder und die langen Beine an, bevor ihr ein Foto vom ganzen Tier versucht. Emus können nicht fliegen; ihre Füße mit jeweils drei Zehen eignen sich zum Gehen und Rennen. Ein interessanter Fakt für Kinder: Das Männchen brütet die Eier aus und kümmert sich um die Küken.

Anreise und praktische Tipps

Mit dem Bus auch die Rückfahrt planen

Die Linie 647 fährt im Raum Rheinböllen–Dichtelbach–Erbach. Im Fahrplan gibt es Unterschiede zwischen Schul- und Ferientagen sowie Fahrten mit telefonischer Voranmeldung. Prüft vor der Abfahrt im VRM-Planer die Verbindung für euer genaues Reisedatum. Klärt den letzten Fußweg bei Bedarf mit dem Park und rechnet ihn bei der Wahl eures Rückbusses mit ein.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

10

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Anfahrt zum Eingang

Euer Ziel ist Am Tierpark 1, 55494 Rheinböllen. Das Parken ist kostenlos; Fahrradständer stehen am Eingang.

Hin- und Rückfahrt mit dem Bus

Der Park verweist auf die VRM-Linie 647. Prüft im VRM-Fahrplan euer Reisedatum, den Fußweg von der Haltestelle zum Eingang und die Rückfahrt. Manche Fahrten müsst ihr vorher telefonisch anmelden.

Füttern nur nach den Regeln

Gebt den Tieren kein mitgebrachtes Futter. Verwendet ausschließlich das Parkfutter, wo Schilder oder Mitarbeitende es erlauben, und lasst die Tiere jederzeit weggehen.

Mit kleinen Kindern

Ihr könnt einen Bollerwagen ausleihen. Laufräder sind im Park erlaubt, Fahrräder dagegen nicht.

Mit Hund

Hunde sind an kurzer Leine willkommen und brauchen eine kostenpflichtige Eintrittskarte. Bei den gebuchten Erlebnissen Lieblingstier hautnah dürfen sie nicht dabei sein.

Essen und Pausen

Waldbistro und Waldhütte haben unterschiedliche Öffnungstage. Prüft vorab, wo es an eurem Besuchstag etwas zu essen gibt. Grillen ist derzeit verboten.

Tiererlebnis vorher buchen

Vereinbart euren Termin vor dem Besuch. Ein Erlebnisgutschein enthält keinen Parkeintritt. Achtet beim gewählten Tier auf Mindestalter und maximale Gruppengröße.

Eintritt und Bezahlen

Aktuelle Eintrittspreise und Ermäßigungen findet ihr auf der offiziellen Website. Kinder unter drei Jahren haben freien Eintritt. Kartenzahlung ist im ganzen Park möglich.

Häufig gestellte Fragen

Beginnt mit dem als barrierefrei ausgewiesenen Kleinen Rundweg. Fragt am Eingang nach den aktuellen Wegverhältnissen und möglichen Umleitungen. Die schwierigen Abschnitte der längeren Runde eignen sich nicht als Kinderwagen-Abkürzung.
Für Lieblingstier hautnah ja: Vereinbart vorher per E-Mail einen Termin. Was während der etwa 30 Minuten möglich ist, hängt vom Verhalten der Tiere ab. Berührung oder Fütterung lassen sich deshalb nicht einfordern.
Ihr seid hier überwiegend draußen. Bei kurzen Schauern könnt ihr euch auf weniger Stopps beschränken und Regenkleidung mitnehmen. Bei Dauerregen ist ein kürzerer Besuch angenehmer. Plant nicht damit, den Tag vollständig nach drinnen verlegen zu können.
Nein. Nehmt euch am Gehege Zeit, beobachtet vom Besucherweg aus und geht weiter, wenn die Tiere ruhen oder sich verstecken. Kinder können festhalten, was ihnen auffällt, statt jede Art auf dem Parkplan abhaken zu wollen.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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