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ParkBremen, Deutschland

Wallanlagen (Bremen)

In den Wallanlagen könnt ihr bei einem Familienausflug Bremens alte Befestigung, Gartenpflanzen und Tiere am Wasser entdecken.

Über diesen Ort

In den Wallanlagen könnt ihr bei einem Familienausflug Bremens alte Befestigung, Gartenpflanzen und Tiere am Wasser entdecken. Startet an der Wallmühle: An der Windmühle und ihrem wechselnd bepflanzten Blumenbeet findet jeder schnell etwas zum Anschauen. Folgt dann dem Stadtgraben. Hinter einer Wegbiegung eröffnet sich vielleicht ein neuer Blick aufs Wasser, auf einen ausladenden Baum oder eine Skulptur im Grünen. Auch im sonst so flachen Bremen gibt es hier kleine Hügel und Uferböschungen.

Gemeint sind die Altstadtswallanlagen, der grüne Halbring um die Altstadt auf der rechten Weserseite. Die Neustadtswallanlagen am anderen Flussufer sind ein eigener Park. Hier lohnt es sich, langsam unterwegs zu sein: Blätter genauer anzuschauen, die Rehe am Rehbrunnen zu suchen, einen landenden Wasservogel zu beobachten und einen Sitzplatz für eine kleine Pause zu wählen. Am Theaterberg warten Gartenterrassen und eine große liegende Figur von Gerhard Marcks. Weiter östlich lässt sich der Parkbesuch gut mit der Kunsthalle verbinden. Im frühen Frühjahr färben Blausterne den nahen Hang gegenüber dem ehemaligen Polizeihaus blau. Bereit zum Snappen und Lernen? Lade die Snappit-App herunter, um jede Naturart hier zu bestimmen.

1802 beschloss Bremen, seine militärisch überholten Befestigungen in öffentliche Gärten umzuwandeln. Christian Ludwig Bosse wirkte an den frühen Plänen mit; ab 1803 entwickelte Isaak Altmann die Landschaft im englischen Stil weiter. Die abgerundeten ehemaligen Bastionen und der erhaltene Stadtgraben erklären noch heute die Höhenunterschiede und den geschwungenen Verlauf des Parks. Später kamen Denkmäler und Gärten hinzu, darunter der Theatergarten am Standort des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Theaters. Die Wallmühle stammt von 1833 und ist die letzte erhaltene Mühle in einer Anlage, in der einst mehrere standen. Bei der umfassenden Restaurierung von 1998 bis 2002 wurden Wege und Pflanzungen erneuert und historische Sichtachsen wieder freigelegt.

Was ihr hier machen könnt

Für einen kurzen Ausflug startet ihr am Ansgaritorhaus nahe der Haltestelle Am Wall und folgt dem Weg am Stadtgraben Richtung Mühle. Schaut euch das Blumenbeet an und nehmt bei Bedarf die bergauf führenden Wege zum Rehbrunnen dazu. Zurück geht es auf denselben Wegen zum Ansgaritorhaus; ihr bleibt dabei auf der Mühlenseite des Herdentorsteinwegs. So hat der Spaziergang gerade für jüngere Kinder ein überschaubares Ziel, ohne dass ihr den ganzen Park ablaufen müsst.

Für die längere Runde geht ihr von der Mühle durch die Pflanzungen zur vorgesehenen Querung des Herdentorsteinwegs. Schaut auf der anderen Seite nach der großen Schmuckvase und der alten Baumhasel und geht weiter Richtung Theaterberg. Für den Rückweg überquert ihr den Stadtgraben auf der öffentlichen Fußgängerbrücke Richtung Präsident-Kennedy-Platz. Geht auf der Contrescarpe-Seite nach Westen, überquert den Herdentorsteinweg erneut an der vorgesehenen Stelle und geht zum Ausgangspunkt am Ansgaritorhaus zurück. Diese Stationen führen euch auf dem botanischen Spaziergang, den die Stadt beschreibt. Orientiert eure Planung an den Stationen und der verfügbaren Zeit statt an einer festen Kilometerzahl: Steigungen, Straßenquerungen und mögliche Abstecher auf die Hügel machen diese Runde zu einem anderen Ausflug als den kurzen Mühlenbesuch.

Für einen eigenen Frühlingsblüten-Ausflug beginnt ihr an der Fußgängerampel an der Straße Am Wall beim ehemaligen Polizeihaus. Überquert die Straße zum Blausternhang, betrachtet ihn vom öffentlichen Weg aus und geht anschließend auf demselben Weg und über dieselbe Ampelquerung zurück.

Macht aus dem Besuch eine kleine Fotoaufgabe: ein Blick aufs Wasser, eine Blattform, ein Detail einer Skulptur und eine Blüte, falls gerade etwas blüht. Beobachtet Vögel von den Wegen aus, ohne ihren Ruhe- oder Nistplätzen näher zu kommen. Die roten Entenhäuschen bieten schwimmenden Unterschlupf und sollten aus der Entfernung betrachtet werden. Für Reparaturen oder über den Winter können sie aus dem Wasser genommen werden.

Saisonale Infos

Schaut vor dem Aufbruch in die aktuellen Hinweise des Umweltbetriebs Bremen. Eine stadtweite Warnung vor Sturmböen vom 9. Oktober 2026 rät dazu, Parks bei Sturm zu meiden und auch danach vorsichtig zu sein: Abgebrochene Äste können noch in den Baumkronen liegen. Beachtet Absperrungen und kürzt den Spaziergang ab, wenn Wege betroffen sind. Nasses Laub, Matsch und Frost können geneigte Flächen rutschig machen. Das Beet an der Mühle wird im Lauf des Gartenjahres unterschiedlich bepflanzt; bei einzelnen alten Bäumen können Sicherungsarbeiten oder Ersatzpflanzungen nötig werden.

Barrierefreiheit

Bremens Zugänglichkeitsführer weist auf die vielen Steigungen in den Wallanlagen hin, die die Nutzung mit dem Rollstuhl erschweren können. Lasst den Anstieg zu Mühle und Rehbrunnen sowie die Theaterberg-Terrassen bei Bedarf aus; eine kurze Strecke ist nicht automatisch stufenlos. Prüft Wegbeläge, Brückenzugänge und beide Straßenquerungen im Zusammenhang, wenn ihr eine durchgehend stufenlose Runde braucht. Ausführliche Angaben zu Steigungen und Schwellen liegen für diese Runde nicht vor. Bleibt auf den Wegen, statt über die Uferböschungen abzukürzen. Bei Führungen durch die historische Mühle sind etwa 50 Stufen bis zum oberen Mühlenteil und weitere 10 zwischen den Besichtigungsebenen zu bewältigen. Diese Bereiche sind nicht mit dem Rollstuhl zugänglich. Kinder müssen die Treppen selbst sicher gehen können.

Nicht verpassen

1

Wallmühle und Blumenbeet

Nehmt die Mühle über den Pflanzen ins Bild und betrachtet anschließend vom Weg aus die Farben und Formen im Beet.

2

Bäume mit eigenem Charakter

Vergleicht die alte Baumhasel am Herdentor mit den verschiedenen Bäumen und Sträuchern entlang des Stadtgrabens.

3

Gartenterrassen am Theaterberg

Sucht die liegende Skulptur und schaut euch an, wie aus einem ehemaligen Theaterstandort ein Garten wurde.

4

Blaue Frühlingsblüten

Betrachtet vom Weg aus den Blausternhang gegenüber dem ehemaligen Polizeihaus nahe der Kunsthalle.

Eine Windmühle mit vier weiß-roten Flügeln ragt links über noch weitgehend kahle Bäume. Rechts unten windet sich der Stadtgraben zwischen baumbestandenen Ufern; der Himmel ist klarblau. Zweisprachiger Titel, Bildhinweis und Fotocredit rahmen das Foto.

Die Wallmühle mit den alten Wallanlagen, aufgenommen am 14. April 2010. Achtet auf die Form des Geländes; die Bepflanzung wechselt mit der Saison.

Anna23 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 / 2010-04-14 · Creative Commons

Spaziergänge und Routen

Mühle, Blumen und ein überschaubarer Rückweg

Startet am Ansgaritorhaus nahe Am Wall. Folgt dem Weg am Stadtgraben Richtung Wallmühle und macht am Blumenbeet Halt. Der bergauf führende Abstecher zum Rehbrunnen bleibt optional.

Schaut euch bei der Ankunft den Eingang und den Zustand der Wege an. Lasst bergauf führende Abstecher aus, wenn sie nicht passen. Eine durchgehend stufenlose Strecke ist für diesen Vorschlag nicht bestätigt.

Zum Theaterberg und am anderen Ufer zurück

Vom Ansgaritorhaus geht ihr zur Mühle, überquert den Herdentorsteinweg an der vorgesehenen Stelle und spaziert an der Schmuckvase vorbei Richtung Theaterberg.

Verlasst euch nicht darauf, dass Brückenzugänge und Gartenterrassen für jeden Rollstuhl oder Kinderwagen geeignet sind. Prüft die gesamte Runde. Wenn ihr die Terrassen zusätzlich erkundet, kommen weitere Steigungen hinzu.

Zum Theaterberg und am anderen Ufer zurück

Ein eigener Ausflug zu den Frühlingsblüten

Beginnt auf der Seite des ehemaligen Polizeihauses an der Ampelquerung der Straße Am Wall nahe der Kunsthalle. Überquert die Straße an der vorgesehenen Stelle und folgt dem öffentlichen Weg am Blausternhang, um die Blüten anzuschauen.

Prüft Straßenquerung und Zugang zum Weg anhand eurer eigenen Mobilitätsbedürfnisse. Dieser kurze Vorschlag ist keine bestätigte stufenlose Route.

Aktivitäten

Eine Parkgeschichte in vier Bildern

Lasst jedes Kind einen Blick aufs Wasser, ein Pflanzendetail, ein Kunstwerk und ein Bild mit der Mühle auswählen. Vergleicht anschließend, was euch jeweils aufgefallen ist. Wenn der Blick von der Uferböschung aus besser scheint, nutzt den Kamerazoom, statt den Weg zu verlassen.

Ein Stück Wasser beobachten

Sucht euch einen sicheren Platz auf dem Weg und wartet ein paar Minuten in Ruhe. Zählt, wie oft ein Vogel die Richtung wechselt oder hinter Pflanzen verschwindet, statt näher heranzugehen. Brecht die Beobachtung ab, wenn der Vogel auf eure Anwesenheit reagiert.

Drinnen weiterzeichnen

Fragt an der Kasse der Kunsthalle nach dem Mitmachheft für Kinder, das auf Deutsch und Englisch erhältlich ist. Wählt gemeinsam einige Werke aus, statt alles sehen zu wollen. Prüft die aktuellen Öffnungstage und Eintrittsbedingungen, bevor ihr den Museumsbesuch als Regenalternative einplant.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Schaut in den Strauchpflanzungen nach Rhododendren und Azaleen. Fotografiert vom Weg aus eine Blütengruppe zusammen mit den Blättern. Es handelt sich um gepflanzte Gartenformen; eine bestimmte Art oder Hybride ist damit nicht festgelegt.

Wenn die Beete blühen, eignet sich eine Rosenblüte gut für eine Nahaufnahme. Bleibt außerhalb der Pflanzung und nutzt den Zoom. Gemeint sind Rosen allgemein, keine bestimmte Art oder Gartensorte.

Achtet am Rand des Stadtgrabens auf Teichhühner, die zwischen offenem Wasser und geschützten Stellen wechseln. Ein Foto vom öffentlichen Weg reicht aus. Haltet Abstand zu bewohnten Häuschen und zu Pflanzenbereichen, in denen Vögel verschwinden. Ob ihr welche seht, kann von Besuch zu Besuch unterschiedlich sein.

Sucht auf dem Wasser und an Ruheplätzen nach einem Kormoran. Auch die schwimmenden Häuschen kommen infrage, wenn sie im Wasser sind. Wartet ruhig, bis ein Vogel selbst einen Sitzplatz wählt. Geht nicht näher heran, um ihn zum Ausbreiten der Flügel zu bringen.

Haltet hinter dem Herdentor unterhalb der Straße Am Wall nach dem Tulpenbaum Ausschau. Seine Blüten können einen Besuch im späten Frühjahr lohnend machen; ein Blattfoto ist eine gute Alternative. Alte Baumbestände und Pflanzungen können sich verändern.

Schaut auf dem Rückweg an der Contrescarpe zwischen Herdentorsteinweg und Bürgermeister-Smidt-Straße nach dem Amberbaum. Im Herbst lassen sich die Laubfarben gut vergleichen. Die ältere Beschreibung des Baumspaziergangs gibt euch einen Anhaltspunkt zum Suchen; sie garantiert nicht, dass jeder Baum noch steht.

Schaut etwa Anfang April am Hang gegenüber dem ehemaligen Polizeihaus nach dem Sibirischen Blaustern. Bleibt am Wegrand und haltet die Kamera tiefer, statt zwischen die Blüten zu treten. Wann sie blühen, verschiebt sich mit dem Wetter.

Geschichten und Entdeckungen

Die Form erinnert an die Befestigung

Die grasbewachsenen Erhebungen liegen auf ehemaligem Befestigungsgelände. Achtet darauf, wie sich der Stadtgraben darum windet, und stellt euch vor, wie unterschiedlich eine Wehranlage und ein Park zum Spazierengehen genutzt werden.

Ein Garten am alten Theaterstandort

Die Terrassen des Theaterbergs gehören zur Neugestaltung des Parks nach dem Krieg. Die liegende Figur ist für Kinder ein guter Anlass, kurz stehen zu bleiben und ihren Umriss zu zeichnen.

Anreise und praktische Tipps

Pausen, wann sie euch passen

Nutzt die Sitzgelegenheiten im Park für eine kurze Rast und bringt mit, was ihr essen und trinken möchtet. Für eine Mahlzeit an der Mühle oder einen Besuch im nahen Museum gelten die jeweiligen Öffnungszeiten und Zugangsbedingungen. Plant vor dem Spaziergang einen Toilettenstopp ein, wenn die Suche unterwegs den Ausflug erschweren würde.

Die Haltestelle passend zum Ziel wählen

Für die Mühle und die längere Runde plant ihr die Anreise zu Am Wall und zum Ansgaritorhaus. Für den eigenen Blaustern-Ausflug oder die Kunsthalle kommen Domsheide und Theater am Goetheplatz infrage. Prüft die aktuelle BSAG/VBN-Verbindungsauskunft und rechnet den Weg zwischen Haltestelle und gewähltem Ausgangspunkt mit ein.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

7

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

Snap-Karte für diesen Ort

Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Im richtigen Park starten

Orientiert euch an Wallmühle, Ansgaritorhaus oder Kunsthalle. Die Neustadtswallanlagen liegen auf der anderen Weserseite.

Die passende Anreise

Am Wall eignet sich für den Start bei der Mühle. Domsheide und Theater am Goetheplatz passen zum Parkabschnitt bei der Kunsthalle. Prüft die aktuelle Verbindungsauskunft.

Gemeinsam über die Straße

Straßen unterbrechen den Park. Nutzt die vorgesehenen Querungen und sammelt die Kinder, bevor ihr Fahrbahnen oder Straßenbahngleise überquert.

Für die Pause einpacken

Nehmt Wasser, einen Snack und einen Beutel für euren Müll mit. Lasst beim Fotografieren auf den Wegen Platz für andere Besucher.

Toiletten vorher einplanen

Die Kultureinrichtungen und Cafés in der Nähe haben eigene Öffnungszeiten und Zugangsbedingungen. Verlasst euch nicht auf ein jederzeit geöffnetes Park-WC.

Abstand zum Wasser

Behaltet Kinder am Stadtgraben nah bei euch und bleibt auf den Wegen an Land. Klettert für ein Foto nicht die Uferböschung hinunter.

Beobachten ohne Füttern

Lasst Vögel ihren Abstand selbst bestimmen. Lasst Nester, schwimmende Häuschen, Pflanzen und am Boden liegendes Naturmaterial als Lebensraum ungestört.

Häufig gestellte Fragen

Die öffentlichen Wege könnt ihr auf eigene Faust erkunden. Für organisierte Führungen, das Mühleninnere und die benachbarten Museen gelten eigene Regelungen. Beachtet vorübergehende Einschränkungen vor Ort und plant euren Besuch bei Tageslicht.
Immobilien Bremen bietet an ausgewählten Freitagen Besichtigungen für kleine Gruppen bis zu zehn Personen nach Voranmeldung an. Prüft auf der Seite zur Mühle am Wall die aktuellen Termine, bevor ihr eine Führung fest einplant. Die enge Treppe hat unregelmäßige Stufen. Vom Tragen von Kindern wird aus Sicherheitsgründen abgeraten; die Außengalerie ist für Besucher gesperrt.
Die Rehe gehören zur Brunnenplastik. Schaut euch ihre Haltung an und vergleicht sie mit den Vögeln, die sich auf dem Stadtgraben bewegen. Damit lohnt sich dieser Halt auch dann für Tierfreunde, wenn die Wasservögel lieber Abstand halten.
Die Kunsthalle (Am Wall 207) bietet als eigener Besuch im Trockenen Kunstangebote und ein Mitmachheft für Kinder, das an der Kasse auch auf Englisch erhältlich ist. Prüft die aktuellen Eintrittsbedingungen und Öffnungszeiten; montags ist sie gewöhnlich geschlossen. Sie liegt außerhalb der Theaterberg-Runde, daher braucht ihr zusätzliche Zeit für den Hin- und Rückweg.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

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